Da kommen mir zwei Aspekte relevant vor


    a) wie zufrieden bin ich insgesamt


    b) wie sehr triggern mich bestimmte Dinge heutzutage noch


    ich kann bei beidem über solide Fortschritte berichten (sagen wir mal, in Vergleich zu vor 10 Jahren).

    Einige Aspekte, die mir so auf die Schnelle einfallen:


    1. Setze ich mich noch mit meinen Eltern auseinander?


    2. Habe ich verstanden, was Narzissmus genau bedeutet?


    3. Kann ich Narzissmus als Charakterzug bei mir und bei anderen erkennen und akzeptieren?


    4. Bin ich mir meiner Wunden, Narben und Empfindlichkeiten bewusst?


    5. Kann ich mich gut schützen, mit meinen Verletzungen umgehen?


    6. Verstehe und akzeptiere ich mich als Mensch so wie ich bin?


    7. Kann ich etwas zur Heilung meiner Wunden beitragen?


    8. Ist es mir insgesamt gelungen, mein beschädigtes Selbstbild zu reparieren?

    Zitat

    3. Kann ich Narzissmus als Charakterzug bei mir und bei anderen erkennen und akzeptieren?

    das "und" finde ich da nicht unbedingt richtig.

    Zitat

    8. Ist es mir insgesamt gelungen, mein beschädigtes Selbstbild zu reparieren?

    das ist wohl der Hauptaspekt.

    Jedenfalls haben wir jetzt einige Aspekte, um den Fortschritt zu messen.


    Muss ja niemand hier posten, wo genau er sich im einzelnen sieht.


    Vom Gefühl her habe ich jedenfalls den Eindruck, wir beide sind an einem ähnlichen Punkt.

    Ich kenne Dich im Grunde genommen gar nicht. Mir ist in dieser Diskussion nur aufgefallen, wie sehr Du in der Auseinandersetzung mit den Eltern hängst.


    Das soll keine Kritik sein. Ich könnte mich ebenfalls seitenlang zu dem Thema auslassen. Ich tue es nur nicht, weil ich da keinen Sinn mehr drin sehe.

    Dein Eindruck ist aber unzutreffend. Dass ich hier darüber schreibe hat den Sinn, anderen meine Erfahrungen mitzuteilen. Abgesehen von dem Schreiben hier darüber ist das alles real zur Zeit nur noch sehr wenig ein Thema und für mich sozusagen "abgehakt".

    Sicher auch nicht 100% verarbeitet (denke, das geht eh gar nicht). ABer halt auch nicht so dass ich sehr oft dran denke, und dass Mails, die da ab und an kommen, und emotionale Erpressungsversuche noch besonderen Einschlag hätten. Das war wirklich schonmal viel schlimmer. Ich denke an das hier und jetzt und die Zukunft und investiere meine Energie lieber in Job etc., das andere ist ein einer Schublade und ruht.


    Und der weg dahin - dass es einen einfach mehr kalt lässt - geht, zumindest was mich angeht, durchaus über rationale Erkenntnis. Es ist so, dass einige Psychologen/Therapeuten einen sogar dafür tadeln, wenn man das elterliche System verstehen will (weil man immer schön bei sich bleiben soll, und jedes verstehen ein bisschen ein entschuldigen sein kann). Das finde ich falsch; die umfassende rationale Erkenntnis, dass man da wirklch nur verarscht und ausgenutzt wird, ist hilfreich.

    @ notmichaelcaine:

    Es ist unterschiedlich wie gelobt oder kritisiert wird.


    Mal sage ich den kindern, dass sie eine Sache gut/schlecht gemacht haben, aber durchaus auch mal, dass sie toll sind, so wie sie sind. Was ich vermeide sind Aussagen wie: du bist dumm oder du kannst das nicht. Ich versuche ihnen bei den Dingen die sie nicht können zu sagen dass ihnen das einfach nicht liegt aber sie dafür anderes toll machen.


    Weiss jetzt nicht wie ich das richtig rüber bringen soll. Es geht mir drum sie nicht als Person zu kritisieren. Wohl aber beim loben ihnen zu sagen wie wertvoll sie sind einfach nur weil es sie gibt.

    Zitat

    Weiss jetzt nicht wie ich das richtig rüber bringen soll. Es geht mir drum sie nicht als Person zu kritisieren. Wohl aber beim loben ihnen zu sagen wie wertvoll sie sind einfach nur weil es sie gibt.

    Das ist sehr wichtig, dass Deine Kinder merken, dass sie wertvoll sind und geliebt werden, auch wenn sie mal einen Fehler machen. Ein Fehler darf nichts sein, was man vor den Eltern verheimlichen möchte. Wichtig ist, dass man vergangenes Fehlverhalten der Kinder nicht immer wieder zum Thema macht oder die Kinder bloßstellt.


    Denn ich denke nur so lernt ein Kind Vertrauen aufzubauen. Fehler sind dann Situationen aus denen sie lernen können und sich nicht ständig dafür schämen müssen.

    @ Mond + Sterne

    Zitat

    Kann ich Narzissmus als Charakterzug bei mir und bei anderen erkennen und akzeptieren?

    Die Narzisstische Persönlichkeitsstörung über die wir hier sprechen und wegen der hier auch Personen in Therapie sind (weil sie entweder selbst betroffen oder unter einer Person zu leiden haben oder hatten) ist KEIN Charakterzug sondern eine anerkannte Krankheit (eine Störung) nach ICD-10.


    Ich bitte Dich das mit dem nötigen Respekt anzuerkennen und auch ernst zu nehmen.


    Und Nein ich kann keine Person einfach so akzeptieren, die durch ihre Störung andere Menschen (zer)stört.

    Bei mir lief Kritik meistens so ab "ach, ist ja typisch dass Du DAS auch wieder nicht hinbekommen hast. Du machst uns keine Freude.."


    SO sollte es also NICHT laufen ;-).


    An sich ja auch klar und wird hier ja auch so beschrieben.