Die Dreieinigkeit ist eines der Dinge die ich nie verstanden habe, obwohl ich mir Mühe gab und jetzt auch wieder meine Kinder gefragt habe die dies im Konfirmandenunterricht gelehrt bekamen. Sie haben es auch nicht verstanden.


    Der heilige Geist ist die wirkmächtige Macht Gottes auf Erden. Er wirkt quasi nicht selbst , er braucht dafür den heiligen Geist. Jesus ist im AT und in der Thora ein kommender König der Juden der den Platz Davids einnimmt und die Juden von aller Pein befreit. Für die Christen ist er mit Jesus gekommen für die Juden noch nicht. Er hat die Juden nicht von der Pein befreit, also glauben sie nicht an ihn. Für die Christen wiederum hat er die Menschen von den Sünden befreit und ist deswegen für sie gestorben, deshalb sitzt er zur Rechten Gottes.


    All das ist mir viel zu kompliziert, ich denke , wenn es einen Gott gibt dann würde er es nicht so kompliziert machen.


    Gottgefällige Regeln aufzustellen sind doch sehr simpel, man braucht im Prinzip nur den Artikel 1 des GG , oder den Kantschen Imperativ. Was soll dieses ganze Geschwurbele der 1000 fachen Auslegung eines Buches , von dem ich nicht glauben kann, daß es Gottes Wort ist. Wenn es das je wäre, dann ist mir der Gott zu anstrengend, als das ich auf ewig in seinem Paradies sein wollte.

    :)z Ich finde auch, dass es viel zu kompliziert ist, dazu gemacht worden ist.


    Gott, so wie ich ihn verstehe, braucht all das nicht. Es genügt ihm das Senfkörnchen Glaube, zu dem wir Menschen fähig sind (außer den Supergläubigen, die die Bibel aus lauter Ratlosigkeit am liebsten wörtlich nehmen ]:D


    Und ich glaube, Gott braucht auch keine Religion. Er wäre vermutlich schon hochzufrieden, wenn wir alle glauben könnten, dass das Leben, in das "er" uns gestellt hat, Sinn macht. ;-)

    Zitat

    Ich finde den Buddhismus im übrigen auch nicht friedlicher als das, was Jesus verkündet hat. Wäre das umgesetzt worden, könnte die Welt anders aussehen.

    Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht, z.B. mit der Bergpredigt, die allerdings nie stattgefunden haben soll.


    Er war aber, wenn man die Bibel liest schon ein zweigeteilter Mensch, der auch Zorn hatte. Es gibt Menschen die glauben, daß er evtl. manisch depressiv war, dies könnte diese konträren Stellen in der Bibel erklären.


    Menschen die für ihre Ideale starben gab es immer. Beeindruckt hat mich ein Sokrates , der so von seiner Wahrheit überzeugt war, das er vor die Wahl gestellt , Verbannung oder Tod freiwillig den Tod gewählt hat. Sehr bemerkenswert, Sokrates wäre in anderen Städten mit Kusshand aufgenommen worden, er unterstrich mit seinem Tod seinen Glauben an die Wahrheit seiner Gedanken. Und der Unwahrheit der Lehren der Sophisten. Sokrates war mit seinem Tod bahnbrechend für kommende Generationen.


    Sokrates zweifelte das herrschende Weltbild an und stellte grundsätzlich alles in Frage.


    So das geozentrische Weltbild, die hellenistischen Götter, physikalische und mathematische Lehrmeinungen, kurz er war der Begründer der Wissenschaft.


    Nach Jesus gab es weitere Philosophen wie Spinoza oder Bruno die im Geiste Sokrates zunächst alles in Frage stellten. Bruno z.B. kam zur Erkenntnis dass das Weltall unendlich sein müsste und deshalb auch Gott eine unendliche Größe sein muss.


    Bruno hatte Recht mit dem Weltall, leider hat das niemand verstanden, er hätte durch einen Widerruf sein Leben retten können, was er nicht tat. Er wurde auf der Piazza Navonna verbrannt, aber er wirkt weiter und wurde vor ca. 20 Jahren von der katholischen Kirche rehabilitiert.


    Die Kirchen haben im Laufe ihres Bestehens unzählige Irrlehren verbreitet, die so fatal sind , daß diese einem Normalbürger nie verziehen würden. Weshalb ich für meinen Teil extrem vorsichtig und misstraurisch mit deren Lehren geworden bin.

    Für mich war Jesus nicht manisch-depressiv – er war ganz im Gegenteil der einzig normale mit seiner Einstellung. ]:D Dass er auch zornig war, macht ihn ja gerade menschlich – und sympathisch, finde ich.

    Zitat

    Die Kirchen haben im Laufe ihres Bestehens unzählige Irrlehren verbreitet, die so fatal sind , daß diese einem Normalbürger nie verziehen würden. Weshalb ich für meinen Teil extrem vorsichtig und misstraurisch mit deren Lehren geworden bin.

    Ein gesunder Skeptizismus ist nichts Verkehrtes. Solange Du damit gut leben kannst …

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