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    Auch wenn ich diesen Satz jetzt schon so häufig genutzt habe: Das ist mal wieder der Punkt. Wozu besitzt man irgendeine höhere Intelligenz, wenn man rein aus der Sicht seiner Existenz damit nicht mehr anfangen kann als ein Tier, weil wir am Ende allen unseren Trieben unterliegen können. Es ist ja schön zu was wir angeblich alle imstande sind, aber es läuft immer auf die selben Dinge hinaus.

    Und ich antworte das gleiche wie schonmal: Die Frage ist unbeantwortbar. Bzw. vielleicht vom lieben Gott, so es ihn denn gibt, wenn wir ihm im Himmel, so es diesen denn gibt, begegnen. Es ist halt so. So wie die Sonne halt hell ist und die Erde rund und die Fliegen eben nicht intelligent sind, sind wir es halt. Ist so. Punkt, aus, Fakt ohne Sinn und Zweck. Jedenfalls ohne für uns erkennbaren. Hinnehmen oder dran verzweifeln. (Ich entscheide mich fürs Hinnehmen; ist angenehmer.)

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    Was ich ja wiederum für eine Schwäche halte wie die Natur Lebewesen geschaffen hat.

    Dass es eine Schwäche ist, siehst Du so. Am Ende ist es aber weiter nichts als Tatsache. Die weder gut noch schlecht ist. Einfach nur Tatsache.

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    falsch verstanden: wenn man so redet wie du, dass kann unmöglich aus dem eigenen Innern kommen.

    Ich habe nie behauptet, dass diese Gedanken nicht durch äußere Einflüsse entstanden sind. Im Gegenteil.

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    Und ich glaube auch nicht, dass das was frühkindliches war. Aber sicher ist, das es etwas von kurzer oder auch längerer Dauer gegeben haben muß, dass einen Menschen erst überhaupt auf solche Gedanken bringt, Depression hin oder her.

    Mein ganzes Leben?

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    Und ich antworte das gleiche wie schonmal: Die Frage ist unbeantwortbar. Bzw. vielleicht vom lieben Gott, so es ihn denn gibt, wenn wir ihm im Himmel, so es diesen denn gibt, begegnen. Es ist halt so. So wie die Sonne halt hell ist und die Erde rund und die Fliegen eben nicht intelligent sind, sind wir es halt. Ist so. Punkt, aus, Fakt ohne Sinn und Zweck. Jedenfalls ohne für uns erkennbaren. Hinnehmen oder dran verzweifeln. (Ich entscheide mich fürs Hinnehmen; ist angenehmer.)

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    Dass es eine Schwäche ist, siehst Du so. Am Ende ist es aber weiter nichts als Tatsache. Die weder gut noch schlecht ist. Einfach nur Tatsache.

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    Naturgesetze, das ist ein gutes Wort. Die sind halt so. Dass wir die quasi bei vollem Bewusstsein miterleben müssen – auch an uns selbst (Triebe etc.) – ist halt Pech gehabt. Oder auch Glück. Wie man's nimmt.

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    Dann sollte dir aber auch klar sein, dass du dein Leben kaum anders leben kannst, als wie du es tust.

    Ich kann damit aber nun einmal nicht umgehen und bin psychisch nun eben so weit, dass ich es auch gar nicht mehr will. Das was einzige was hier als Antwort kommt ist daraufhin etwas nach dem Motto: Dann gehe doch eben ein wie eine Pflanze.

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    Wozu besitzt man irgendeine höhere Intelligenz, wenn man rein aus der Sicht seiner Existenz damit nicht mehr anfangen kann als ein Tier, weil wir am Ende allen unseren Trieben unterliegen können. Es ist ja schön zu was wir angeblich alle imstande sind,

    Angeblich?


    Du gehst nicht mehr zum Therapeuten, kannst also gar nicht wissen, dass es geht.


    Ich habe es geschafft aus so einem Loch wie deinem wieder herauszukommen. Deshalb weiß ich auch, dass es gar kein Hass auf die Welt ist, sondern ein Hass auf dich selber.

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    Was gibt Dir denn das Nicht-wollen? Gefühl von Überlegenheit? Warum sträubst Du Dich so dagegen? (Das soll jetzt kein Überredungsversuch sein á la "nun wolle doch endlich", es ist wirklich nur eine Frage.)

    Deine Annahme ist völlig falsch. Meine Einstellung ist schon quasi ein ganz eigener Trieb geworden. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich jetzt hinstelle und aktiv "nicht will". Genauso wie ich Atmen und Essen muss, muss ich mich selbst sabotieren und zerstören, weil ich mich sonst für noch minderwertiger halte als ich es eh schon bin.

    Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche – aus eigener Erfahrung. Ich kenne diese "Verkörperung" dringenden Wollens oder Nicht-Wollens, meist aus Ängsten resultierend, das geht so heftig vonstatten, dass man es irgendwann nicht mehr fassen kann und nur noch als Riesenabneigung oder gar Hass fühlt.


    Aber das lässt sich wieder auseinander pulen.

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    Aber der Einstellung bzw. dem Trieb ist mal ein Nicht-Wollen vorausgegangen. Ganz sicher. Und ich bin auch sicher, dass Du eigentlich weißt, woher das kommt und warum Du nicht willst.

    Weil ich sehr viele negative Erfahrungen im Leben machen musste und viel Ablehnung in jeder zwischenmenschlichen Hinsicht mitgemacht habe welche sich außerhalb meiner Familie abgespielt haben. Ob Bekanntschaften, Freunde oder eine Beziehung. Das fing auch schon tatsächlich in der Kindheit an, dass man an irgendeiner Stelle ausgeschlossen wurde.