So ein kleiner Einwurf von mir:


    Ich glaube, lieber Louan, du verwechselst Rationalität und Gefühl ganz gehörig.


    Ja, ich war selbst schon an dem Punkt wie du, genau die gleichen Gedanken, genauso der Hass aufs überhaupt-geboren-worden-sein.


    Ich habe mehrere therapeutische Maßnahmen gemacht und erst jetzt rückblickend habe ich erkannt, dass ich die meiste Zeit der Therapie dazu gebraucht habe, um überhaupt zuzugeben, dass meine scheinbar rationalen Überzeugungen doch ganz gehörig von meiner Gefühlswelt beeinflusst waren.


    Dein "Charakter", der dir die einzige Stabilität gibt, ist leider depressionsverseucht. Ich habe auch lange geglaubt, dass mir nur meine düsteren Gedanken meinen Charakter verleihen, dabei hat wirklich viel die Krankheit aus mir gesprochen. Im Grunde mag man diesen "Charakter" ja gar nicht wirklich (Selbsthass?), sondern man hat zu viel Angst, um sich auf etwas neues einzulassen – sei es jetzt die Gedankenwelt anderer Menschen oder neue Erfahrungen ect..


    Daher bleibt die Depression auch lieber zu Hause im Bett, als sich der Gefahr auszusetzen, dass man enttäuscht ist oder sich nicht jeder Aufwand gleich hundertfach bezahlt macht. Weil man Angst, Angst und nochmal Angst hat (vor dem Leben, der Gesellschaft, Anforderungen)


    Nochmal zu Rationalität und Gefühl: Ohne jetzt ins Philosophische abzugleiten, aber es gibt keine Objektivität, keine Wahrheit, ergo sind deine Schlussfolgerungen nicht wahrer oder besser als unsere. Der Unterschied ist: Entscheide ich mich dafür, mich im Negativen von der Depression bescheissen zu lassen (hasse alles und jeden?) oder nehme ich es in Kauf, mich selbst ins Positive zu bescheißen und dann noch Spaß im Leben zu haben und nicht mehr zu leiden? Warum willst du die Krankheit nicht loslassen, warum willst du leiden?



    @ Liebe

    Wie soll sich dich jemand in deinem derzeitigen Zustand lieben? Wie soll dir jemand Wohlwollen entgegenbringen, wenn du alle wegbeißt? Ich glaube gerne, dass du schon oft enttäuscht und verletzt worden bist und das tut mir leid. :)_


    Andererseits kann man es dir in deinem Zustand echt nicht recht machen. Wenn du wirklich überzeugt sterben wolltest, dann würdest du hier nicht nach Meinungen fragen. Dein Titel und diese Seite (Laien helfen Laien) klingt doch ganz gewaltig nach Hilfeschrei und dem Wunsch, eine erträglichere Lebensweise zu finden.


    Suizidalität heißt nicht, dass man prinzipiell nicht leben will, sondern dass man unter den aktuellen Umständen / Gefühlzuständen nicht leben will.

    Zitat

    Hallo liebe Forenteilnehmer, ich bin seit mehreren Jahren bei diversen HNOs in Behandlung gewesen und habe mich im vergangenen November einer Septumplastik unterzogen inkl. Nasenmuschelverkleinerung. Mein Problem besteht nämlich aus zwei Teilen von denen eins nahezu gelöst werden konnte. Einerseits waren meine Nasennebenhöhlen ständig verschlossen und andererseits bin ich ständig einer chronischen Heiserkeit ausgesetzt, da sich ständig Schleim im Hals ansammelt. Meine Nase ist wieder weitestgehend frei, allerdings setzt sich jetzt teilweise eine ganz feine Schicht an Nasensekret an den Innenwänden ab. Sehr unangenehm. Meine Heiserkeit hat sich leider nicht gelöst. Es bestand die Vermutung, dass der Schleim aus der Nase während des Schlafs in den Hals runterwandert. Hab schon lauter Medikamente und ein Schlaflabor durch, alles kein Erfolg. Irgendwelche Ideen? Nachtrag: Allergien habe ich natürlich auch zweifach unabhängig voneinander testen lassen.

    Das war mein Beitrag und die ersten Folgebeiträge waren auch noch in Ordnung. Danach fing es aber an mit irgendwelche Grapefruit-Extrakten, Honigsprays, Salben oder Kräutern. Was soll ich denn ganz ehrlich davon halten? Ein "Dankeschön :)^ , aber das hilft mir nicht weiter" wäre auch in den falschen Hals geraten nur ein "Dankeschön :)^ " hätte mich in meiner Lösungsfindung ebenfalls aufgehalten, da die Forenteilnehmer gedacht hätten, dass ich jetzt ihre Mittelchen ausprobiere und danach berichte.

    Zitat

    Dein "Charakter", der dir die einzige Stabilität gibt, ist leider depressionsverseucht. Ich habe auch lange geglaubt, dass mir nur meine düsteren Gedanken meinen Charakter verleihen, dabei hat wirklich viel die Krankheit aus mir gesprochen. Im Grunde mag man diesen "Charakter" ja gar nicht wirklich (Selbsthass?), sondern man hat zu viel Angst, um sich auf etwas neues einzulassen – sei es jetzt die Gedankenwelt anderer Menschen oder neue Erfahrungen ect..

    Mein Charakter besteht nicht nur aus meinen düsteren Gedanken und ja, ich habe Angst etwas zu verändern und auch gar keinen Antrieb mehr dafür.

    Zitat

    Daher bleibt die Depression auch lieber zu Hause im Bett, als sich der Gefahr auszusetzen, dass man enttäuscht ist oder sich nicht jeder Aufwand gleich hundertfach bezahlt macht. Weil man Angst, Angst und nochmal Angst hat (vor dem Leben, der Gesellschaft, Anforderungen)

    Dass ich bisher irgendwie 2,5 Jahre Ausbildung gemeistert habe ist für mich ein Kraftakt genug gewesen. Tut mir Leid, dass ich mich alles andere überfordert.

    Zitat

    Warum willst du die Krankheit nicht loslassen, warum willst du leiden?

    Weil es, aus meiner Sicht, verdient habe.

    q Louan


    du hättest schreiben können, was du willst, auch dass du das nicht probieren willst. aber es ist einfach unangemessen, leute, von denen man sich ratschläge erbittet, hinzustellen, als wären sie alle deppen.


    so, das war's von meiner seite zu dem thema %-|

    Zitat

    Wie soll sich dich jemand in deinem derzeitigen Zustand lieben? Wie soll dir jemand Wohlwollen entgegenbringen, wenn du alle wegbeißt?

    Warum habe ich anderen Menschen Wohlwollen entgegengebracht was auch bis zu dem Zeitpunkt angenommen worden ist, bis sich die "neue Clique" so weit etabliert hatte, dass ich anscheinend nicht mehr nötig war? Es war nie ein Verhältnis in dem ich über den Freundschaftszeitraum ausgenutzt worden bin. Aber irgendwann war dann einfach Schluss.

    Zitat

    Ich glaube gerne, dass du schon oft enttäuscht und verletzt worden bist und das tut mir leid.


    Andererseits kann man es dir in deinem Zustand echt nicht recht machen. Wenn du wirklich überzeugt sterben wolltest, dann würdest du hier nicht nach Meinungen fragen. Dein Titel und diese Seite (Laien helfen Laien) klingt doch ganz gewaltig nach Hilfeschrei und dem Wunsch, eine erträglichere Lebensweise zu finden.

    Das Stelle ich gar nicht in Frage, aber mittlerweile weiß ich sogar, dass es auch schmerzfreie Alternativen dazu gibt. Jetzt frage ich mich nur noch wie lange ich den Druck aushalte, bis es soweit ist.

    Zitat

    q Louan du hättest schreiben können, was du willst, auch dass du das nicht probieren willst. aber es ist einfach unangemessen, leute, von denen man sich ratschläge erbittet, hinzustellen, als wären sie alle deppen. so, das war's von meiner seite zu dem thema

    Es wäre völlig egal gewesen was ich geschrieben hätte. Nur ein "Mache ich" oder "Habe ich schon ausprobiert" wäre positiv aufgenommen worden.

    @ Louan

    Zitat

    Es wäre völlig egal gewesen was ich geschrieben hätte. Nur ein "Mache ich" oder "Habe ich schon ausprobiert" wäre positiv aufgenommen worden.

    so gut kennst du uns also ;-) ?


    aber lassen wir das thema jetzt einfach sein.

    Also für jemanden der nicht leben will hast du nen enormen Wunsch zu leben, du machst dir sorgen um deine Ausbildung und deine Miete, nimmst aktiv am leben teil, gehst Arbeiten... kaufst sachen...


    Ein hochgradig depressiver hat an sowas überhaupt kein Interesse mehr...


    PS: mach mit deinem Leben was du willst, ist nur doof wenn man selbstmord begeht und damit andere in ein Trauma reißt wie z.b. nen Lokführer.

    Zitat

    Also für jemanden der nicht leben will hast du nen enormen Wunsch zu leben, du machst dir sorgen um deine Ausbildung und deine Miete, nimmst aktiv am leben teil, gehst Arbeiten... kaufst sachen...

    Tue ich nicht und der Rest ist Fassade. Was soll ich denn deiner Ansicht nach tun? In der Ecke sitzen bin die Vermieter mich rausschmeißen?

    Zitat

    mach mit deinem Leben was du willst, ist nur doof wenn man selbstmord begeht und damit andere in ein Trauma reißt wie z.b. nen Lokführer.

    Einige Seiten vorher meinten Leute sinngemäß, dass es egal wäre ob man sich vor einen Zug wirft oder im stillen Kämmerchen erhängt. Jetzt ist plötzlich doch wieder wichtig. Wie lustig.

    na vielleicht hab ich einfach ne andere meinung als andere. weißt du menschen sind verschieden, die können auch verschieden denken. Und ja ich finds ne sauerei anderen ein Leben zu versauen nur weil man selbst nicht mehr will..


    Ansonsten bin ich jedoch auch dafür das sich jeder umbringen soll wann er möchte, da sollte keiner reinpfuschen (udn auch da gibts unterschiedliche Meinungen zu)


    wenn du tief in einer depression wärst würdest du nicht mehr drüber nachdenken WAS du für andere für ne Fassade baust, da fehlt die kraft duschen zu gehen oder aus dem Haus...


    du denkst noch darüber nach anderen ne show zu bieten... sehr kurios für nen Depressiven.