An Gras-Halm

    Ich mache schon eine Therapie.


    Im Grunde genommen habe ich seit 14 Jahren Angst vor dem Erbrechen, seit dem auch ein gestörtes Eßverhalten, bin sehr dünn. Hatte noch Angst und Panikattaken ( Platzangst, Angst vor Menschenmengen, Aotofahren, fliegen....)und konnte kaum vor die Tür. In der Zeit hatte ich die Angst vor dem Erbrechen weniger, bzw. habe nicht den ganzen Tag dran denken müssen. Diese Ängste habe ich bewältigt, aber seit meine Tochter auf der Welt ist und wir schon öfter einen Magen-Darm-Infekt hatten, ist diese Angt wieder im Vordergrund. Ich weiß, dass Kinder das oft bekommen, aber wenn ich mich immer anstecke? Horror. Außerdem möchte ich doch auch ein 2. Kind.


    Wenn Du heute keine Angst vor dem Übergeben hattest ist das doch schon super.


    Welche Symtome hast Du denn noch, die so schlimm sind?

    Zitat

    Welche Symtome hast Du denn noch, die so schlimm sind?

    worauf beziehst du dich da, auf den Körper? Da habe ich eigentlich "nur" die Übelkeit und immer wieder Kopfweh (damit lässt es sich aber leben).


    Hast du eine Idee, was dich am Erbrechen genau ängstigt?


    kann mir vorstellen, dass das schwierig ist mit Kind. :-|

    wenn ich das wüßte, ich werde einfach nur panisch und fühle mich so hilflos. Dieses ausgeliefert sein ist grausam. Könnte dabei auch nie alleine sein, kann sowieso nie alleine sein. Findest Du denn die Übelkeit schlimmer, oder das Übergeben an sich, oder die Angst davor sich zu übergeben?

    Zitat

    Findest Du denn die Übelkeit schlimmer, oder das Übergeben an sich, oder die Angst davor sich zu übergeben?

    ich weiss nicht, ob ich das Erbrechen selber schlimm finden würde - zu lange her. Ich glaube, es ist eher die Ungewissheit. Mir würde es einiges besser gehen, wenn man irgendwo erkennen könnte, ob die Übelkeit psychisch ist oder durch einen Infekt. Dann könnte man sich darauf vorbereiten bzw. wäre erleichtert, dass es "nur" psychisch ist...

    Das gleiche habe ich auch. Wenn mir richtig übel ist und irgendwann merkt man dann vielleicht, dass es "nur" Psychisch ist, dann bin ich total erleichtert. Das Problem ist, dass man immer darauf wartet. Irgentwann wird man sich bestimmt noch mal übergeben müssen, wegen Infekt oder falsches Essen etc. aber dann kann man es eh nicht ändern. Aber ich verschwende jeden Tag die Gedanken daran, mal mehr mal weniger und hoffe, das es nicht passiert. Wenn es dann vielleicht 1 Mal im Jahr passiert geht es einem richtig dreckig, aber nicht nur dieses eine Mal sondern das ganze Jahr. Das kann doch nicht sein. Ich fahre auch nicht gerne in den Urlaub, denn in fremder Umgebung habe ich noch mehr Anngst davor. Hast Du das auch?

    ich war seit 4 Jahren nicht mehr im Urlaub, weil es bei mir damals so richtig angefangen hat...war in Griechenland, hab Alkohol getrunken - das tat meinem Magen dann nicht gut - Übelkeit setzte ein plus Panik. Ass und trank nichts mehr. War schlussendlich sogar 3 Tage dort im Krankenhaus...


    seitdem war ich nie wieder im Urlaub und will auch nicht. Längere Reisen mache ich nur sehr ungern.

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    Das Problem ist, dass man immer darauf wartet. Irgentwann wird man sich bestimmt noch mal übergeben müssen, wegen Infekt oder falsches Essen etc. aber dann kann man es eh nicht ändern.

    ja, das stimmt...leider kann ich das aber auch nicht einfach akzeptieren. Also dieses "ich kann es eh nicht verhindern" hilft mir gar nicht..:-| eher im Gegenteil.

    Meine mail davor ist gar nicht angekommen, oder? Hatte noch geschrieben, das die Heilungschancen nicht gerade berauschend sind, im Gegensatz zu anderen Phobien. und ob Griechenland Dein Auslöser war. Hattest Du vorher keine Angst vorm Übergeben

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    Wenn mir richtig übel ist und irgendwann merkt man dann vielleicht, dass es "nur" Psychisch ist, dann bin ich total erleichtert.

    Zum Glück kann ich das mittlerweile unterscheiden, ob es psychisch verursachte oder echte Übelkeit ist. Wenn mir malwieder "echt" übel war, sag ich mir hinterher meist "du behauptest nie wieder, dir sei schlecht, denn das ist nix gegen das, was du gerade durchgemacht hast" :-/ Leider halte ich das nicht unbedingt ein, die Panik kommt meist so oder so wieder. Ist schon wirklich ätzend!!! Jetzt habe ich gerade einen neuen Job in Aussicht und denke schonwieder die ganze Zeit "was, wenn ich da nicht wegkann, was wäre ...."... dies und das, dieses Kopfkino ist echt nervig!!! Meine Psychologin meinte mal, ich solle mich mit den Situationen auseinandersetzen, wenn sie da sind, da man dann meist doch anders handelt (und viel handlungsfähiger ist, als man glaubt!!), als man es sich vorher im Kopf ausgemalt hat!

    Das ist einfach ein Gefühl, bei manchen Malen, wo mir übel ist, weiß ich ganz sicher, dass ich garantiert nicht k*** muss. Ich weiß es einfach und denke dann, ok, du hast das schon x-mal durchgemacht, du WEISST, das geht gleich wieder weg. Und meist geht es auch dann. "Echte" Übelkeit ist bei mir auch tausendmal stärker irgendwie. Die psychisch verursachte ist meist nicht so dolle. Kann man schlecht erklären. :-/

    Naja, vielleicht doch ein Beispiel. 1996 hatte ich mal Salmonellen. Die HÖLLE!!! So dermaßen schlecht war mir noch nie zuvor und auch danach nie wieder. Durchfall, bis nur noch literweise Wasser kam. Übelkeit, die mehr als die reine Qual war, und eine körperliche Schwäche, die ich auch so noch nicht gekannt habe. Und DAS war im Vergleich so dermaßen viel schlimmer, als alles, was ich so an psychischer Übelkeit durchmache manchmal.