Gras-Halm: Den Gedanken hatte ich früher auch, dass ich dachte, mir sei täglich schlecht und ich würde nicht merken, wenn ich wirklich mal krank wäre. Aber dann bekam ich einmal Salmonellen, und seitdem kenne ich den Unterschied!!! So schlecht war mir in meinem Leben noch nicht und ich weiß noch, wie ich gedacht habe "du behauptest nie, nie, nie, nie wieder, dir sei schlecht! DAS hier ist übel!" Und diesen Gedanken habe ich dann nachher versucht beizubehalten, nämlich, dass das, was ich für Übelkeit halte, bestenfalls ein kleines Unwohlsein ist, womit ich spielend fertig werde. Wenn es nicht überhaupt nur eine normale körperliche Reaktion ist auf was-auch-immer, die ich nur verstärkt wahrnehme (Bauchgrummeln z. B.). Und seitdem habe ich das mit der täglichen Übelkeit nicht mehr. Bis heute nicht! Ich denke also, ich würde es merken, wenn sich was Ernstes anbahnt.

    Hm, mir geht es ja mittlerweile übelkeitsmäßig prima, sprich eigentlich ist mir nie übel und ich hab mittlerweile auch keine Magenschmerzen mehr.. Aber früher hatte ich denselben Gedanken.. Besonders bei den Magenschmerzen: Was wenn es wirklich etwas organisches ist und ich trau mich nicht zum Arzt bzw. gehe davon aus, dass es wieder nur psychisch ist.. Naja, ich denke skye hat da schon Recht, ich kenne Euren "Ausprägungsgrad" ja nicht, aber ich denke, man wird es merken, wenn es wirklich organisch ist..

    ganz ehrlich, manchmal wünschte ich mir, ich hätt mal wieder n richtigen MDG, damit ich das echte übelkeitsgefühl vond em unechten unterscheiden kann- klingt voll blöd, aber is wirklich so.


    ich hab ja keine angst davor, nur davor, daß es mich unterwegs überfällt... deshalb- wie gesagt, ...


    naja, klingt krank, ichw eiß....

    Find ich nicht..also dass es krank klingt. Ist doch irgendwie gut nachvollziehbar.


    Hm. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir bei "echter" Krankheitsübelkeit noch schlechter ist. Das ist fast gar nicht mehr möglich. :-

    Wow...

    Ich bin ganz zufällig hier drauf gekommen und bin total baff.


    Was ihr hier so erzählt stimmt bei meinen Ängsten überein^^


    Ich wusste gar nicht, dass das ne Krankheit ist!


    Also, ich wollte ursprünglich mal Chirurgin werden, aber kann ich nicht, weil ich es nicht ertrage, wenn Menschen sich vor mir erbrechen. Auch wenn die Anestesisten den Schlauch aus der Luftröhre ziehen und die Luft absaugen ( hab ein Praktikum gemacht ), bin ich auf eine harte Probe gestellt. Im Fernsehen kann ich das grade noch so sehen. War auch mal so, dass ichs nicht sehen konnte. Aber ich denke mir immer: Die simulieren ja nur.


    Wenn jemand in meinem Umfeld krank ist oder zu viel getrunken hat und brechen müssen, dann bekomm ich das immer mit ( ich schlafe direkt neben dem Bad ). Da könnt ich selbst glatt brechen.


    Aber ich will nicht. Ich habe total Angst, mich zu übergeben. Ich erinnere mich an eine Situation, da war mir sowas von übel, musste auch würgen, aber ich wollte einfach nicht und somit ist auch nichts passiert. Abgesehen davon, dass es mir nicht besser ging^^


    Ich trinke auch keinen Alkohol, weil ich Angst habe, mich davon übergeben zu müssen.


    Ich finds schrecklich. Nicht mal zum Arzt mag ich gehen, wenn ich Halsschmerzen habe, weil der mir mit nem Stäbchen an die Mandeln geht und da muss ich auch fast erbrechen. Ich hab immer so Angst und schlage dem Arzt die Hände weg und zum HNO-Arzt geh ich erst gar nicht. Kaufe mir bei Ohrenschmerzen Tropfen und hoffe, dass es schnell vorbei und nichts schwerwiegendes ist.


    Dafür gibts auch eine Therapie oder hab ich das hier falsch verstanden? Das wär doch echt mal ne Alternative.


    Das überrascht mich jetzt echt, dass das ne "Krankheit" ist :-o


    Liebe Grüße an euch.

    gras-halm, ich bin ja immer dijenige die hier am meisten jammert weil mir so oft k..übel ist. ich war der gleichen meinung wie du ABER ich hatte ja an weihnachten noro und jetzt weiss ich, dass es bei mir fast immer psychisch bedingt ist. mir war ganz selten so schlecht wie an weihnachten :-( ich konnte mich nicht mal bewegen, hatte immer das gefühl ich k.. gleich. weder liegen noch laufen konnte ich damals-es war die hölle %-|

    @ Melissa:

    Hm, ok, das beruhigt mich etwas. :- naja, werde ich wohl erst herausfinden, wenn es soweit ist..%-|


    wegen Therapie..ich glaube auch nicht an eine komplette Heilung..höchstens, wenn man die Emo grad erst ganz kurz hat. Ängste, die länger als 5 Jahre dauern, gelten als chronisch und schwer therapierbar. Ich für mich wäre schon zufrieden, wenn ich einfach gelassener werde.


    Ich vermute (weiss es aber nicht), dass man die Angst vorm Fremdk*tzen evtl. überwinden kann - mit Desensibilisierung...also, dass man sich so sehr daran gewöhnt, dass es einen nicht mehr stört. Aber beim selber k*tzen stelle ich mir das schwierig vor. Da müsste man ja jedesmal Brechmittel oder sowas nehmen und das nimmt einem ja nicht die Angst, dass es unvorhergesehen passiert. :-

    heute abend sind wir innen italiener eingeladen, zum essen- der hat irgendwie nur sahnesoßen und pizza.... ich hab keinen schimmer, was ich essen soll....


    morgen abend wollen wir nach berlin zu nem konzert, da muss ich auch irgendwie unterwegs was essen....


    sonntag hat omma geburtstag und lädt uns in ein café ein zum kaffee... da gibts dann cremetorte und anderen kuchen


    kann mir mal jemand sagen, wie ich das alles so überstehen kann?


    ich meine, ichw eiß schon,d aß mir nich schlecht wird, aber


    heute abend isses ams chwierigsten- fettes essen am abend.. wie ich darauf stehe....

    @ ClaraHimmel:

    Wieso hast du Probleme mit fettem Essen? Wegen den Kalorien oder verträgst du es schlecht?


    Versuchs doch mit einer Gemüsepizza...gibts keine Tomatensaucen? :-o notfalls könntest du nur die Hälfte der Pizza essen plus Salat, oder du teilst sie dir mit wem...


    Morgen im Café gibts sicher auch Cake - der ist leichter als Torte. Zitrone ist z.B. gut. Ansonsten gut, falls vorhanden: Rüeblitorte. Die ist dann nicht so fettig, weil da keine Sahne drin ist.

    @ Melissa:

    Ich bin mir sicher, dass es in beiden Fällen Toiletten in Reichweite gibt. :-) Grad wenn es 80 Leute sind, kann man sich eher verdünnisieren, das fällt dann nicht so auf.


    Ansonsten kannst du dich sicher auch mal mit "ich geh mal 5 Minuten an die frische Luft" verabschieden..:-
    Ich kann euch beide aber verstehen - ich esse ja gar nicht auswärts (war seit 3 Jahren nicht mehr in einem Restaurant) und schon zuhause bei meinen Eltern esse ich nicht gern. Nur alleine hab ich keine Probleme. Aber sowas ist eine gute Konfrontation - vor allem wenn man hinterher merkt, dass es halb so schlimm war wie gedacht. :-)

    Zitat

    Wieso hast du Probleme mit fettem Essen? Wegen den Kalorien oder verträgst du es schlecht?

    nein, die kalorien stören michw enig, im gegenteil- hier zu hause ess ich bewusst kalorienreich,w eil ich sonst stetig abnehm.


    nein es is einfach die vorstellung: wie alt war das fett, in denen die pommes gebruzelt wurden, wurde die sahne für die soße anständig gelagert, oder is was drin, was ich nich vertrag....


    im allgemeinen merk ich, daß ich so fette sachen immer schlechter vertrag auch, manchmal hab ich noch stunden später probleme (also so bauchschmerzen, richtung galle, unwohlsein...)


    gemüsepizza- keine azhnung, hab ich noch nie gegessen...,. mal kieken, vllt kann ich mich ja auch überwinden, eigentlich mag ich gorgonzolasoße, vllt ess ich da was mit magerem fleisch


    in dem cafe dort backen die selber, eigentlicb is das n sehr sauberes ding- ich mag halt nur diese cremetorten generell nich gern, aber letztes jahr hatten die auch n obstboden- sowas es ich auch gern.


    bin halt sowieso schon kein kuchenfan und wenn ich dann nichmal weiß, ob der kuchen auch anständig gekühlt war- und der hat vllt sone puddingschicht oder sowas, dann kostets schon überwindung


    :-) clara

    Hm, dass ist doof, dann bin ich ja schon chronisch krank.


    Ich glaub, ich war zehn, da hats denk ich angefangen. Wurde krank und hab nen ganzen Eimer voll geb****** :(v


    Das war denk ich der Auslöser.


    Hat hier jemand denn schon einmal eine Therapie versucht?


    Hat das auch was mit Essen zu tun? Ich lese hier immer wieder ein paar Beiträge von wegen Essen.


    Mit dem Essen hab ich kein Problem, zumindest mittlerweile nicht mehr. Früher hab ich immer sehr wenig gegessen, aber war dann doch etwas zu gefährlich und meine Mutter hat mich gezwungen zu essen.


    Jetzt ist mir nach dem Essen meistens schlecht, vor allem vorm Zubettgehen.


    Ich will mal so sagen: Es ist echt ekelig und unangenehm, aber man gewöhnt sich irgendwie dran ( auch wenns komisch klingt ). Wenn ich wieder weniger essen würde, dann kommt es wieder zu der gleichen Situation wie vor 12 Jahren und dass will ich nicht riskieren.


    Kann mir jemand ein wenig mehr über Emo erklären?

    Das mit dem Essen - manche Emos essen eher wenig bzw. zu wenig - aus Angst - und sind dadurch untergewichtig.


    Bei vielen ist auch eine Art Sicherheitsverhalten vorhanden - bei mir ist es z.B. so, dass ich Sachen mit rohen Eiern drin vermeide. Ganz unabhängig davon, ob sie gerade eben frisch zubereitet wurden und die Eier auch frisch waren. Ich würde keinen Joghurt essen, der am folgenden Tag das Verfallsdatum hat -egal, ob er noch gut aussieht oder nicht. Bei Buffets oder so vermeide ich Dinge, die nach Mayonnaise aussehen.


    Naja, und ich esse halt nicht draussen - hatte da mal ein dummes Erlebnis in einem Restaurant, seitdem meide ich das. :- In der Klinik musste ich immer mit den anderen zusammen essen - also mit den Mitpatienten an einem Tisch und mit der restlichen Klinik im Speisesaal. Über 3 Monate lang, immer 30 Minuten am Tisch sitzen (das war Pflicht). Mir war da sehr oft schlecht. Die Angst ist geblieben, besser wurde es nicht. :-|


    Ansonsten kann die Emo total unterschiedlich sein. Manche haben z.B. "nur" Angst, wenn sich andere übergeben, wieder andere können bei anderen problemlos zusehen, drehen aber am Rad, wenn ihnen selber schlecht ist - und wieder andere haben beides.


    Es gibt Emos, die ganz arg eingeschränkt sind und das Haus kaum mehr verlassen, und es gibt solche, die gut klarkommen.


    Bei manchen hilft eine Therapie sofort - bei anderen nicht.


    Das ist ganz unterschiedlich. Meine Vermutung ist, dass das auch damit zusammenhängt, wie es einem sonst geht. Wenn man sonstige psychische Probleme zusätzlich hat, ist das sicher noch schwieriger...evtl. hängt es auch vom Auslöser der Emo ab? Null Ahnung.


    Ich habe nie explizit eine Therapie gegen die Emo gemacht - der andere Kram steht wohl im Vordergrund. :- Man hat mir angeboten, eine Konfrontationstherapie zu machen - Videos vom Erbrechen und so anzuschauen - das wollte ich dann aber nicht. :-|


    mehr weiss ich auch nicht zu erzählen. ;-) Frag einfach, wenn du Fragen hast..