Hab das ganze auch hinter mir, ohne jemals gewusst zu haben, dass es eine Krankheit ist, bis heute.


    Naja hier meine kurze Erfahrung. War in Polen zu Besuch und hab wohl gleich am ersten Tag eine Magendarmgrippe oder wars vieleicht eine Lebensmittelvergiftung bekommen. Ich war so fertig, so weit weg von zuhause und dann mit dieser Krankheit. Jeden Tag musste ich darum kämpfen etwas zu essen, das ging auch, aber nach der Mahlzeit wurde mir immer sofort schlecht. Zurück in Deutschland ging das so weiter, sicherlich wurde irgendwann die Krankheit geheilt, aber im Kopf ist vieles geblieben, ich dene das ganze ging wohl etwa 6-9 Monate, dann ging es langsam aufwärts. Hab mir einfach in den Kopf gesagt, da kann nichts passieren, dass ist gesund, dein Körper braucht es, wieso sollte es dir schlecht gehen. Einfach allgemein über das Thema essen positiv gedacht, mit dieser Einstellung, ging es rasend schnell aufwärts.


    Man muss sich einfach vorstellen, wie irgendwelche Waldmenschen ihre Nahrung zu sich nehmen und danach wird ihnen ebenfalls nicht schlecht. Wieso sollte es bei mir anders sein, hier haben wir gute Hygiene, ein Haltbarkeitsdatum.


    Ich denke man muss sich erst mal die Angst vor der Nahrung selbst nehmen, in dem man sich selbst die positive Wahrheit sagt.


    Ich bin jedenfalls glücklich, diese schlimme Zeit hinter mir zu haben und genieße jeden Tag aufs Neue was auf dem Teller kommt. :p>

    ich hätte meine psychiaterin diese woche erwürgen können! mir war (oho, welch überraschung %-|) schlecht und ich musste morgens auch ***... naja, an dem tag hatte ich dann termin bei ihr. sie wollte wissen wie es mir geht (ich hab dann auch alles erzählt, mal abgesehen von der emo, hab ich momentan ganz viele andere heftige ängste und ne beginnende depression) und sie meinte dann, dass ich ja bzgl. der übelkeit mit ** ja auch eine mdg haben könnte, die ginge ja momentan rum... mir wurde natürlich prompt noch schlechter und ich hatte eine saftige panikattacke... sie hat sich ja dann auch entschuldigt, sie hat nicht mehr an die emo gedacht... ich mein, kann ja mal passieren (war bei ihr jetzt auch das erste mal. dass sie es vergessen hat), aber ich hätte sie trotzdem erwürgen können...


    momentan bin ich übervorsichtig was lebensmittel angeht... vorgestern hab ich mir so nencurryking in die mikrowelle geschoben... der war drei tage drüber... ich wollte ihn nicht essen, hatte aber lust drauf. meine mutter meinte ich solle mich nicht so anstellen, sie hat dran gerochen und kam zu dem ergebnsi, dass der noch gut ist... zu dem ergebnis kam ich auch... naja gut... ich hab ihn trotz angst in die mw geschoben... als ich ihn rausgeholt hab, hab ich ihn stundenlangen untersuchungen unterzogen... und hab ihn schließlich dann doch gegessen... und hatte stundenlang angst... es ist nichts passiert... er war noch gut... ich hatte mal einen der wear nicht mehr gut, das hat man aber gleich am ersten stück wurst schon geschmeckt... von daher konnte ich mich da ein stück weit in sicherheit wiegen...


    letztes wochenende wollte meine mutter sahne schlagen... hab ich sie doch gerade noch dabei erwischt, wie sie tatsächlich eine sahne nehmen wollte, die 10 tage über dem mhd war!!! ich hab den aufstand geprobt und sie hat tatsächlich eine andere sahne genommen... hat mich gewundert, aber es hat mich auch gefreut...


    mein thera hat die vermutung, dass sich bei mir eine art essstörung entwickelt :-/ nicht wegen der kontrolle der lebensmittel, das sind bei mir immer nur phasen, wo das gehäuft auftritt... sondern, deshalb, weil ich momentan sehr wenig esse. also, d.h. ich esse grundsätzlich nichts, wenn ich mit irgendwelchen leute zusammen bin (außer halt wenn ich mit mama und schwester alleine zuhause esse), ich esse grundsätzlich nichts, wenn ich zu meinen therapien fahre (auch nicht vor ergo - und bewegungstherapie bzw. gruppenthera). ich esse auch nichts, wenn ich sonst irgendwie unter menschen muss (z.b. einkaufen, etc.) oder vor wettkämpfen oder auftritten... ich esse eigentlich nur, wenn ich weiß, ich muss das haus nicht mehr verlassen. dann kann ich auch relativ viel essen... ansonsten siehts mit essen schelcht aus... ich hab auch schon vier kilo abgenommen dadurch und ich kriegs auch irgendwie nicht in den griff. und ich will ja auch nicht abnehmen, ich wollte eigentlich meine 61 kg behalten... kann das eine essstörung sein? was sagt ihr denn dazu? wie seht ihr das? und vor allem was kann ich machen, um entgegenzusteuern?


    :-(

    nela, mir gehts ähnlich mit dem essen und ich hab deshalb auch wirklich schon recht schlimmes untergewicht %-|


    ich ess zwar immer regelmäßig, aber grade wenn ich außer haus muss, wenn ich termine hab vor denen ich aufgeregt bin, irgendwie sowas hab ich noch mehr angst viel zu essen. zum glück hab ich sowas nicht so oft (scheint ja bei dir ein recht voller terminplan zu sein).


    dann ist es auch so, dass ich nicht viel auf einmal essen kann. ich HASSE dieses völlegefühl, ich setz das sozusagen mit übelkeit gleich, ich hab angst, wenn ich viel esse, muss ich auch k**.


    ich ess auch noch total langsam. angst vor dem 'runterschlingen', was manche/viele leute machen. da hab ich auch angst dass mir schlecht werden könnte. allerdings ess ich mittlerweile so langsam, dass es eben gar nicht mehr normal ist. kann schon mal sein, dass ich an nem abendessen ne dreiviertel stunde hocke.


    der begriff 'essstörung' ist halt immer so ne sache. ich hab das gefühl, dass die leute darin immer entweder magersucht, bulimie oder esssucht sehen. und das find ich halt wahnsinnig störend, weil eigtl heißt es nur dass eine störung beim essen vorliegt und das hab ich sicher. früher wurde ich auch immer als magersüchtig bezeichnet und sogar danach behandelt, wofür ich diese leute jetzt noch nicht ausstehen kann ...

    hallo banännchen :)_

    Zitat

    ich hab deshalb auch wirklich schon recht schlimmes untergewicht %-|

    davon bin ich zum glück noch entfernt... wenn ich aber weiter so abnehme, dauerts nicht mehr so arg lang...

    Zitat

    zum glück hab ich sowas nicht so oft (scheint ja bei dir ein recht voller terminplan zu sein).

    ich muss eigentlich jeden tag zur therapie (ergothera, bewegungsthera, skillsgruppe, einzelthera) und zweimal in der woche kommt mein nachhilfeschüler... da kann ich auch nix essen vorher (vor der nachhilfe hab ich ergo...)... wettkämpfe lass ich momentan meistens ausfallen... der einzigste tag, an dem ich meistens richtig viel essen kann ,ist der samstag... da hab ich meistens nix vor... ich hab das heute auch schon richtig ausgenutzt. morgen gehts zum glcük wahrscheinlich auch bis aufs frühstück... ich esse dann auch relativ viel, obwohl mir schlecht ist, aber ich fühle mich dann relativ "sicher" weil ich ja zuhause bin und bleibe... ziemlich dämlich eigentlich...

    Zitat

    der begriff 'essstörung' ist halt immer so ne sache. ich hab das gefühl, dass die leute darin immer entweder magersucht, bulimie oder esssucht sehen. und das find ich halt wahnsinnig störend,

    ja, ich auch... deswegen tue ich mich mit dem begriff "essstörung" auch so schwer :-/

    vor ** zu hause habe ich eigtl auch nicht so ne große angst, da ess ich auch viel besser als wo anders. aber da ich jetzt schon so wenig wiege, habe ich angst davor das wieder zu * und dann hätte ich ja wieder gar nichts gegessen und dann habe ich angst, dass es gefährlich sein könnte. das ist total albern, weil ich ja nicht immer * muss, wenn ich mal mehr esse, im gegenteil, es wäre ja gut, aber naja, diese kranken gedankenmuster kennt man ja %-|


    ich mach das mit der essstörung halt mit mir selber aus. also ich mein damit, ich denke, ich habe eine essstärung, weil ich ein gestörtes essverhalten habe. das heißt aber nicht, dass mich irgendwer in eine schublade à la magersucht stecken kann.

    Ich persönlich denke, dass man durch diese Angst schon eine gewisse Art von Esstörung entwickeln kann. Eigentlich auch logisch, denn man schaut ja genau was man essen könnte, wieviel, wann etc. und oft isst man so gut wie gar nichts, oder total wenig, oder leicht verdauliche Speisen. Zumindest geht mir das so...meine Hauptnahrungsquelle sind trockene Brötchen, Bananen, Milchzöpfe und ab und an mal n Joghurt....Nicht wirklich viel und auch nicht wirklich gesund. Dahinzu kommt, dass ich abends nichts mehr esse aus Angst, es würde mir nachts schlecht gehen. Auch so esse ich nur, wenn mein Kreislauf schlapp macht und dann auch meist nur leicht verdauliches, damit es schnell weg ist und ich es nicht wieder rausbringe.....ein Teufelskreis .....

    bananne


    wenn man da so sieht, haben wir alle hier ne essstörung


    denn die meisten von uns haben ein vermeidungsverhalten entwickelt oder essen zu wenig, aus angst zu erbrechen.


    ich hab sprotten aus der dose im schrank und auch richtig appetit drauf, aber ich trau mich nich :-/

    clara, ja wahrsch ist das so. aber es ist eben nicht die 'klassische' essstörung die jeder vermutet. und mich nervt es eben, dass man immer gleich magersüchtig sein muss %-|


    die kannst du locker essen! sowas hält sich ewig. was is das mhd?

    semjasa *g*


    ich WEISS, dass nix passiert,


    aber ich weiß auch, daß ich hinterher panik schiebe. und ich bin heut allein zu hause und niemand lenkt mich ab


    und ich stoß nach fisch dauernd auf, das is auch nich gut gegen die angst...


    nee, ich mach mir noch n nutellabrot und dann bin ich auch satt


    die sprotten ess ich mal, wenns mir wieder gut geht

    Hallo ihr.


    Man das war vielleicht ein Wochenende! War total in Panik. :-(Hatte die letzten zwei Tage abends immer Bauchschmerzen, Völlegefühl und mir war total schlecht. hab mich echt schon jede Sekunde auf dem Klo gesehen. hat so zwei bis drei Stunden gedauert und dann wurde es besser. Vor lauter Panik konnte ich dann allerdings nicht einschlafen weil ich dachte wenn ich mich jetzt entspannt hinlege und die Augen schließe fängt es von vorne an. Und dann noch keine Medikamente im Haus! War heute beim Arzt und der hat mir MCP-Tropfen verschrieben. hab sie dann zu Hause auch sofort genommen. jetzt ist mir wenigstens nicht mehr schlecht. Gott sei DAnk gibts diese Tropfen :-) Und zur Krönung wollte meine freundin auch noch Tunfischtaschen machen mit einer Tunfischdose die schon seit Januar diesen Jahres abgelaufen war. :-oDa ich mich aber strickt geweigert habe diesen Tunfisch zu essen hat sie dann doch eine neue Dose aufgemacht. Also wirklich, wie kann man nur so eine Angst davor haben?! Anstatt einmal vielleicht Erleichterung dadurch zu haben quält man sich lieber stundenlang mit diesem miesen gefühl im Magen herum und hofft das es besser wird. Naja, so sind wir nunmal.


    Hoffe euch geht es gut soweit.


    LG Honigtopf

    Hallo,


    bin heute in einem Geschäft gewesen, genau neben mir haben sich wohl zwei Bekannte getroffen.


    "Und, ist die *** wieder arbeiten, wie geht et der?"


    " Neee, die ist jetzt krank...MAgen-DArm..."


    "Och, echt? Magen Darm? Geht ja rum jetzt, ne?"


    Na toll :(v