kopf hoch leute ich renn damit schon seit 5 jahren rum bin seit einem halben jahr in therapie und das hilft ganz gut die emo geht zwar nicht weg aber man lernt ganz gut damit umzugehen ich war sogar mittlerweile im restaurant meinem freund zu liebe der das schon seit 2 jahren mitmachen muss, und hab nur einen kleinen teller bestellt und es ging ganz gut-das hat mich so gefreut und gestärkt...Ich hab auch probleme mit dem raus gehen, aber ich muss ja habnoch einen job wo ich noch geld verdienen muss...


    ich hab noch einen Waschzwang dazu bekommen und einen kontrollzwang das schleicht sich mit der zeit einfach so ein das ist beschissen.


    Im August fliege ich in den Urlaub ich möchte ihn geniessen und deshalb bereite ich mich jetzt schon darauf vor das ich auch dort essen kann.


    habe auch totale probleme auf toilette zu gehen d.h ich muss mindestens 2 stunden vorher aufstehen damit ich noch aufs klo gehen kann sonst kann ich nicht raus gehen denn dann bekomm ich bauchschmerzen und mir wird davon schlecht...das kommt auch noch dazu es ist sehr sehr schwer...

    @ Babynonne

    Hey das mit dem Restaurant ist ja grossartig!! Ich find auch solche Erfolge stärken das Selbstbewusstsein enorm!


    Das mit den Zwängen ist echt eine Katastrophe!! Tut mir leid... ich hab natürlich auch meine "zwanghaften" Vermeidungsverhalten... dreht sich bei mir aber nur ums Essen und was ich ess und wann ich ess und vor allem halt immer die Ablaufdatum-kontrolle ;-)


    Aber schön, dass die Therapie schon positive Auswirkungen hat.*:)

    Das hab ich auch am meisten mit dem Kontrollen im Kühlschrank habe sogarn ein Termometer drin hängen:=o mein Freund verzweifelt schon weil das total ins geld geht wenn ich sachen schon nach 2 tagen wegwerfe...Ich meide auch Menschenmengen oder Türgriffe oder sonst irgendwelchen kontakt mit dingen die mir nicht geheuer sind aus angst ich könnte mich anstecken an einer MDG davor hab ich panische angs auch wenn jemand zu mir sagt das ihm schlecht ist dann ist der Tag für mich gelaufen>:(


    Meine mitmenschen raffen das nicht und auch fast alle meine freunde sind weg oder eher gesagt habe sie vertrieben mit meiner lustlosigkeit und das ich garnicht mehr weggehe...

    Ein Termometer?? *lach* gute Idee!! :)* Aber ich werf auch so genug Essen weg ;-)


    Zum Glück hab ich das Problem mit der MDG nicht! (Hab natürlich genug andere zwanghafte Verhaltensweisen) Also ich hab schon die Krise wenn ich eine bekommen würde... aber ich habe nicht die Angst mich überall anzustecken... noch nicht zumindest... ich kann mir das aber gut vorstellen!! Das mit den Freunden ist echt so ne Sache! Ich habe zwar noch welche... aber die meisten sehen mich schon als Spassbremse... und ich meide gesellschaftliche Anlässe, was mich nicht beliebter macht....


    Seit ich weiss was ich habe (erst seit 2 Tagen)... bin ich aber zuversichtlicher.. ich denke ich könnte bei engeren Freunden um Verständnis bitten und ehrlich sein. Und dass es dann leichter wird *hoff*

    Aber du kannst jetzt nicht wissen ob du genau das hast nur durch lesen, das muss dir von einem Arzt oder Psychologen bestätigt werden, denn du kannst auch eine andere Form von Krankheit haben!!!!!!!!!!


    Glaub mir auch wenn deine Freunde wissen wie die krankheit heisst werden die dich tortzdem für verrückt erklären weil sich keiner vorstellen kann wie das ist wenn man so reagiert auf ganz alltägliche sachen

    Klar, eine Selbstdiagnose ist nicht dasselbe, wie eine ärztliche.... aber zumindest stimmt die Symptomatik und das Verhalten... ausserdem hab ich mich auf der Emetophobie-Seite erkundigt und da stimmen sicher 80% der Infos exakt auf mich zu. Und ich weiss ja auch wovor ich Panik habe. Bin aber drauf und dran mich abklären zu lassen.


    Vielleicht können sie es sich nicht vorstellen... aber ich bin ziemlich sicher, dass zumindest die meisten meiner Freunde mehr Verständnis aufbringen, da für sie mein Verhalten nun auch mehr Sinn macht.

    Also, ich brauche auch keinen Arzt oder Psychologen, um zu wissen, dass ich ne fette Emetophobie habe ;-D Das kann man sich schon zutrauen, selber zu wissen, ok, das passt auf mich, ich habe auch dies und das, zumindest bei einer solchen, mit recht deutlichen Verhaltensweisen ausgestatteten Phobie! Bei mir trifft auch nicht alles zu, was auf der emetophobie.de-Seite steht, und dennoch weiß ich sehr genau, dass ich seit Kindertagen darunter leide. Im Übrigen hat es mir tatsächlich geholfen, manche Menschen darauf hinzuweisen oder ihnen was darüber zu lesen zu geben, damit sie mich verstehen. Meine Mutter z. B., sie konnte meine Panik nie richtig einordnen, aber als ich ihr das mal ausgedruckt habe tlw. von der Seite, war sie ganz erschüttert und hat gemeint, jetzt würden ihr so manche Dinge klar. Ebenso gerade vor ein, zwei Wochen... meine Chefin und meine Kollegin hatten den Norovirus, und zwar nicht zu knapp. Meine Kollegin mailte mir dann, als ich mehrfach gesagt habe, ich hab Panik mich anzustecken, dass ich doch mal einfach nicht an diese Angst denken sollte, mir würde ein großes Stück Lebensqualität verloren gehen usw. usf. Daraufhin habe ich ihr die Seite gemailt, also den link dazu, sie hat sich das durchgelesen und hat sich dann bei mir entschuldigt, weil sie davon ja nichts gewusst bzw. so gar keine Ahnung gehabt hat.... jetzt kann ich bei ihr damit offen umgehen und hab keine Probleme mehr, weil sie vielleicht die eine oder andere Verhaltensweise von mir nicht so versteht. Ich finde das positiv! Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht bisher, wenn man offen damit umgeht. :)*

    Zitat

    Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht bisher, wenn man offen damit umgeh

    Ich nicht... naja zumnindest nicht NUR positiv... Mir ist es zB total unangenehm, wenn mein Freund vor anderen Menschen sagt, dass ich diese Phobie habe...


    1. Wird sofort Rücksicht genommen oder


    2. es wird nich verstanden


    3. dreht sich dann alles um's Kotzen, wenn jeder bescheid weiß - so KANN ich mich garnicht mehr normal verhalten, selbst wenn ich wollte...


    "Nee, wir nehmen dich nicht mit, wenn du so viel geturnken hast, meine Freundin mag es nämlich nicht, wenn jemand kotzt"...wie klingt das denn? Die Dame ist sich zu fein, wenn jemand in ihr Auto kotzt...So kommt es halt oft an...denke ich zumindest...


    Ich hab bisher nur meinem ehemalig besten Freund daovn erzählen müssen, weil wir zusammen in Urlaub wollten und ich ja irgendwie erklären musste, warum ich nicht fliegen möchte. Und halt meinem Schatz. Sonst weiß niemand in meiner näheren Umgebung davon und ich möchte das auch garnicht. Weil man dadurch sich einfach viel zu viel damit beschäftigen muss und je mehr man sich damit beschäftigt, umso schlechter gehts einem - ist bei mri zumindest so. Deswegen gehe ich auch nicht mehr auf die emo-Seite...Deswegen habe ich Kontakte zu anderen Emos abgebrochen.

    Meine Therapeutin hat mir auch geraten nicht so viel in Foren rumzustöbern, denn man macht sich noch verrückter als sonst, denn reden hilft zwar, aber wenn man sich gegenseitig sein leid erzählt wird es dadurch nicht besser eher im gegenteil, aber das muss jeder selber wissen wie er damit umgehen möchte.


    Ich finde das eine Therapie zwingend notwendig ist, weil alleine kommt man da nicht mehr raus, es wird nur noch schlimmer und das schlimme daran ist das man das nicht mal merkt, denn es merken immer die Mitmenschen die sich dann irgendwann beschweren weil man sich zu sehr hängen lässt.


    Wollt ihr denn mit der Emo ein ganzes leben lang leben

    Bestimmt nicht oder?? Die Lebensqualität wird so sehr leiden das man sich wünscht lieber Tod zu sein, als diese Psychokake weiter mitzumachen.

    oh mann. ich weiß was ihr gerade durchmacht. mir geht es nicht anders. ich kann an nichts anderes mehr denken und dadurch ist mir dauerübel :( ich trau mich meistens nicht mal mehr einkaufen zu gehen oder so wegen dieser panik :(


    udn ich hab mich im forum mal umgesehen aber da bekommt man nur mehr noch mehr panik wenn man dass täglich liest. darum gehe ich auch nicht mehr in dieses forum

    @ mylifeuncut:

    Zitat

    Die Dame ist sich zu fein, wenn jemand in ihr Auto kotzt...So kommt es halt oft an...denke ich zumindest

    Hallo? Es ist dein gutes RECHT zu sagen, ich nehme keine Betrunkenen mit. Auch wenn andere das kotzen vielleicht besser "abkönnen", niemand freut sich doch, wenn einem jemand ins Auto reihert ;-). Ich auch nicht, ich habe auch schon jemanden abgelehnt heimzufahren, der offensichtlich sturzbetrunken war. Der war auch nen Moment sauer, aber sch*** drauf, mir ist das dann egal. Soll er halt nicht so viel saufen, fertig. Wie ich damit umgehe, ist immer noch meine Sache.

    @ babynonne:

    Ich verstehe nicht so ganz, warum du ständig alle in Therapie bringen willst. Ist ja schön und gut, dass dir deine Therapie so hilft, aber bei Emo sind Therapien oft schwierig bis gar nicht machbar, und zum Teil auch echt grenzwertig -> Thema Konfrontation, die du ja offensichtlich vorhast, wie du weiter vorne irgendwann mal geschrieben hast.


    Ich persönlich habe auch mal eine Therapie gemacht, allerdings nicht wegen der Emo, sondern wegen einer extremen Zahnbehandlungsphobie. Die Emo war nur mal am Rande Thema, da ich auch gesagt habe, dass ich damit so weit gut zurechtkomme. Es ist unterschiedlich bei jedem einzelnen Betroffenen, wie er damit umgeht. Ich jedenfalls lasse mir mein Leben keineswegs dadurch einschränken, ich esse z. B. alles, was ich mag, achte auch nicht auf allzu viele Details wie z. B. Mindesthaltbarkeitsdatum etc. etc. Mein Leben ist so gut wie gar nicht eingeschränkt, außer dass ich nicht so furchtbar gerne essen gehe und dass ich nicht gerne aufm Beifahrersitz mitfahre,weil mir da tatsächlich körperlich (und nicht psychisch eingebildet) übel wird. Aber damit kann man leben, denke ich. Das einzige, wovor ich wirklich und wahrhaftig Angst habe, ist eine MDG -> Norovirus! Aber wer hat den schon gerne, wohl auch Nicht-Emos nicht, oder? ;-)

    @ Bambie:

    Das ist es eben, man darf sich nicht verrückt machen, und dass du dir selbst dein Leben so einschränkst, finde ich traurig. Es wird dir rein gar nichts passieren, wenn du mal rausgehst, also trau dich, wenns sein muss, in kleinen Schritten! Einmal um den Block, dann beim nächsten Mal mal zum Kiosk oder zur Post usw. Dadurch merkst du, dass dir wirklich nichts geschieht. Diese Dauerübelkeit ist mit größer Wahrscheinlichkeit "nur" psychisch, und du wirst merken, wenn du dir was zutraust, dass du es auch schaffst :)* Nimm dir dein Leben nicht selbst durch die Emo! So stark darf sie nie werden!

    Sicherlich sollte der Grund für eine Therapie immer der eigene Leidensdruck sein und zwingen kann man jemanden zu einer Therapie schon gleich gar nicht.


    Meine Freundin leidet auch an Emetophobie und bei ihr war der Leidensdruck so groß, dass sie sich zu einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie entschieden hat. Letztendlich hat sie jedoch größeren Erfolg mit kognitiv verhaltenstherapeutischen Methoden (mit meiner Unterstützung) erzielt.


    Ich denke bei der Emetophobie sind die Grundstrukturen nicht anders als bei anderen Phobien und daher auch therapierbar. Empirische Studien belegen, dass hierfür eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapieform am effektivsten ist (siehe Prof. Klaus Grawe, Ruth Donati, Friederike Bernauer: "Psychotherapie im Wandel. Von der Konfession zur Profession", Hogrefe, Göttingen 1994), was ich eben aus eigener Erfahrung auch bestätigen kann.

    Cesc: Was ist eine "kognitiv-verhaltenstherapeutsiche Therapieform ? Was wird da gemacht ?


    Ich hatte vor vielen Jahren mal ein Erstgepräch bei einer Verhaltenstherapeutin, allerdings mit einer Warteliste von ca. einem halben Jahr. Sie hat mir einen, für mich wichtigen, Satz mit auf den Weg gegeben: Vermeidungen vermeiden ! Wenn ich mich mental stark fühle, begebe ich mich in Situationen, vor denen ich normalerweise Angst habe. Bin vor allem ein Fremdko...emo. D.h. Fasching, Kirmes also überall, wo Betrunkene sein könnten, sind für mich tabu. Es reichen aber schon Innenstädte und Menschenansammlungen oder Essen gehen, um diese Angst auszulösen :-/


    Eine Therapie habe ich bisher nicht gemacht. Es ist aber über die Jahre etwas besser geworden.

    Die kognitive Verhaltenstherapie arbeitet mit verschiedenen Arten der Konfrontation. Eben nicht der Vermeidung der Angst, sondern der bewussten Konfrontation mit ihr. Auch die Emetophobie ist ja eine irrationale Angst. Zeitgleich soll in der Theapie eine kognitive Umstrukturierung beim Patienten stattfinden. Also diese dysfunktionalen und irrationalen Gedanken, welche die Angst auslösen werden aufgedeckt und hinterfragt und mit Hilfe von positiver Konditionierung in hilfreiche Gedanken umstrukturiert. Dies geschieht eben Schritt für Schritt begleitet durch Konfrontation mit der Angst. Dadurch lernt man, dass man auch keine Angst mehr vor der Angst haben muss, weil man schrittweise begreift, dass die Angst irrational ist und einem keine reale Gefahr droht.

    @ Cesc,

    ich glaube, jede/r Emo WEISS, dass die Angst irrational ist und dass keine reale Gefahr droht. Letzteres sei mal dahingestellt, da ich schon eine Gefahr bei mir vermute, wenn ich z. B. den Norovirus so schlimm hätte wie meine Chefin letztens, sie war mehrere Tage fast verwirrt und absolut dehydriert. Nun ist es bei mir so, dass ich recht schlank bin, ich würde also zwangsläufig einiges an kg verlieren, was bei mir schnell gefährlich werden kann... soviel zur realen Gefahr. Aber dass die Angst ziemlich irrational ist, wissen wir alle. Dennoch lässt sie sich in diesem speziellen Fall eben nicht so leicht durch Verhaltenstherapie umstrukturieren, bzw. die Denkweise. Hilfreich kann es, so meine Meinung, bestenfalls sein, dass sich manche Betroffenen wieder mehr trauen und durch eine Therapie lernen, sich vorher angstauslösenden Situationen wieder zu stellen. Loswerden wir man Emo jedoch nie, man muss sich einfach damit arrangieren. Konfrontation mit dem Erbrechen halte ich für absolut grenzwertig, es ist mittlerweile erwiesen, dass so manche Betroffenen nachher noch traumatisierter sind also vorher schon. :-/