Tulla69: Ich habe diesem Mist mindestens seit dem Kindergarten; kann mich da noch genau an eine Situation erinnern. Damals war ich 3 oder 4 Jahre alt. Jetzt bin ich 41, also schlage ich mich seit ca. 37 Jahren damit rum :(v


    Zum Glück hat mein Partner Verständnis dafür (soweit es als Außenstehender möglich ist). Er versucht mir zu helfen, soweit es geht. Er hat sich auch damit abgefunden, dass ich nur ungern und somit selten essen gehe. Er geht dann hat ab und zu mal mit Freunden essen.


    Kathy, ich hoffe, es geht Dir bald besser. Letzte Woche war mir dermaßen übel, dass ich echt kurz davor war mich zu .... Mir ging es sowieso nicht gut und habe meine Tochter bei meinen Eltern abgegeben. Da herrscht oft eine merkwürdige Anspannung, die mir oftmals auf dem Magen schlägt. Und auf einmal wurde mir schon so heiß.... bin dann schnell aufgestanden, um mich abzulenken. Ging zum Glück gut; hatte aber auch nichts gegessen.

    Oh dann hast du das ja echt schon verdammt lange Vijo.


    Schön das dein Mann so hinter dir steht.


    Meiner steht auch hinter mir aber er versteht diese Krankheit nicht und was mir durch den Kopf geht. Hat jemand vielleicht eine Idee wo diese Krankheit beschrieben ist ohne viele Fachbegriffe?

    www.emetophobie.de ist eine gute Seite, die viel Information bereithält und Hinweise für Angehörige hat. Diese Seite hat mein Partner damals gefunden als er versucht hat, mich zu verstehen bzw. Infos im Netz gesucht hat. Mir hat diese Seite Tränen in die Augen getrieben, weil ich da das Gefühl hatte, endlich verstanden zu werden.

    @ Kathy

    bist du schon unterwegs?


    wuerde drauf wetten, wenn du die reise absagst, gehts dir mit einem schlag besser! aber....da musst du durch. so doof sich das anhoert! und dein mann waere sicher auch nicht begeistert!


    alsoooo wuensche ich dir eine gute fahrt, mach dir ein paar schoene tage. du wirst das ueberstehen, und nix wird passieren ,ganz bestimmt!!


    LG Tulla*:)

    Hallo liebe (leider) Mitleidenden,


    darf ich mich kurz zu euch gesellen und mich vorstellen? Ich bin Vanessa, 17 Jahre und mein Leidensweg spitzt sich in der Hinsicht der Emetophobie leider immer weiter zu.


    Ich leide seit ca einem knappen Jahr unter der Emetophobie. Und zwar habe ich mich da ziemlich plötzlich übergeben müssen, wohl wegen falschem Essen. Mir ging es gut, aber ich musste PLÖTLICH brechen. Ich weiß, dass diese Angst eigentlich absolut unbegründet ist, ich bin kein Vielkot*er und normalerweise macht es sich ja deutlich bemerkbar, wenn es einem nicht gut geht, sodass man vorbeugend Zuhause bleiben kann.


    Doch es wird immer schlimmer. So schlimm, dass ich kaum noch aus dem Haus gehe. Ich habe Angst vor dem Bus-/Zugfahren, vor Unternehmungen (in großen Menschenmassen), selbst schon vor meiner heißgeliebten Autofahrerei (Führerschein mit 17). Ich beginne im August eine Ausbildung zur Erzieherin, ich habe meine Ausbildung zur Krankenschwester abgebrochen (was mit Grund daran war, könnt ihr euch sicher denken!?). Ich freue mich so sehr auf meine Ausbildung und ich will die auch GUT beenden. Aber ich kann nicht mehr ruhig irgendwo sitzen in einem Haufen von Menschen. Ich werde so nervös, bekomme einen Schwindelanfall und eine Panikattacke. So ging es mir in meiner letzten Ausbildung. 90 Minuten Unterricht, still dasitzen in einem kleinen Raum. Horrortrip - und das jeden Tag. Anders ist es auf der Arbeit. Dort geht es mir selten schlecht. Ich habe Ablenkung, das ist der Hauptpunkt.


    Montag habe ich ein Erstgespräch für eine Verhaltenstherapie zudem macht eine Arbeitskollegin meiner Mutter "Rückführungen" (also eigentlich sowas, was ein Hypnotiseur macht), die ich nun regelmäßig machen möchte. Meine Verhaltenstherapie kann leider erst Ende diesen Jahres beginnen, weil die Therapeutin so belegt ist. Es tut einfach so gut, hier unter Mitmenschen zu sein, glaubt mir. Meine große Kontaktquelle zur Außenwelt ist mein PC! Selbst meinen Freund vernachlässige ich immer mehr, weil ich nicht mehr bei ihm schlafen mag. Nur bei mir in meinem Zimmer fühle ich mich einigermaßen wohl. Doch wenn ich mich mit diesem Thema beschäftige, wird mir schon gleich wieder anders.


    Hat bei euch eine Therapie was gebracht? Gibt es denn noch Auswege aus dieser Tragödie? Ich will so nicht mehr weiterleben und ich war doch so ein lebenslustige rund unternehmensfreudiger Mensch.


    Danke an alle, ich bin auch eine von euch! :°_


    Vanessa

    ich mache ja seit fast einem jahr eine verhaltenstherapie und bisher wurde alles besprochen wie ich mich in einer situation falls jemand k++ verhalten soll. und am montag hatte mein sohn hohes fieber und hat nach dem essen ge+++. ich blieb sehr ruhig (habe extra darauf geachtet langsam zu atmen usw wie halt besprochen) und es klappte wunderbar. mir hat es gar nichts ausgemacht. ich habe uns beide sauber gemacht und 5 minuten später habe ich sogar gefrühstückt. früher war das undenkbar. ich hatte panik und konnte stundenlang nichts essen. aber jetzt klappt es auf einmal. :)^:)^:)^

    kathy, es ist bestimmt psychisch bedingt bei dir. ich hatte vor 2 jahren auch so eine phase wo mir jeden tag schlecht ging und das ganze dauerte 4 monate. es war echt zum durchdrehen :°_ ich würde es trotzdem nicht absagen weil dann hat die angst wieder gesiegt :-/

    @ Melissa_82

    Also denkst du, dass eine Verhaltentherapie auch hilft? Ich will wirklich was dran ändern. Kennt ihr das, dass man sich immer weniger aus dem Haus traut?

    @ DarkandCrazy

    Ich kann dich verstehen, ist ja alles andere als angenehm. Und im August fange ich im KiGa an zu arbeiten... sicherlich wird mich das das ein oder andere mal auch heimsuchen, aber ich denke, dass das auch ne gute Therapie ist. Und bei Kindern ist es glaub ich nicht ganz so schlimm, wie bei Erwachsenen. Im KH ist das echt schlimm! ^^ :)z

    Hallo Nessa *:) ich drück dir die Daumen das du die Emo besiegst.


    Ich denke das vielleicht echt was hilft wenn man das ganze wirklich will.


    Möchte auch gern eine Therapie machen aber woher weiss ich ob der Mensch auch diese Art von Phobie kennt? Ob der mir wirklich helfen kann dabei?


    Und vor allem haben hier alle bis zu nem Jahr wartezeit und nehmen schon gar keine neuen Leute mehr auf die Warteliste :°(

    nessalicious


    wenn ich dich richtig verstanden habe hast du diese phobie noch nicht so lange und da sind die heilungschancen sehr gut. mach auf jeden fall eine verhaltenstherapie dann wirst du die angst auch los. ich leide schon seit ich denken kann an dieser phobie und ob ich jemans wieder "normal" werde weiss leider keiner. die therapie ist auf jeden fall ein schritt in die richtige richtung :)z ich kenne es auch wenn man mit der zeit nicht mehr so oft weggehen mag aber leider ist es so, dass die angst dann sich immer mehr steigert und man meidet mit der zeit noch mehr sachen. und das ist nicht gut :(v

    Das was ich schlimm finde an dieser Form von Phobie ist, das man zu nix mehr lust hat. Oder besser gesagt das man sich nicht traut :°(. Heut morgen hab ich zu Felix noch gesagt wir machen uns ein paar schöne Tage in Bayern weil ich mal echt nicht nachgedacht habe und ich konnte mich freuen. Ja echt ich hab mich echt nen bisschen gefreut. Aber nu is es wieder der absolute Horror für mich. Karusell fahren mach ich nicht, Kino mach ich nicht, im Restaurant essen gehen mach ich nich. Und ich find es einfach nur echt traurig :°(. Das sind alles dinge dei eigentlich Spass machen sollten und ich einfach keinen Spass haben kann weil die Angst zu groß ist.