Ich hab gelesen, du hast eine Therapie gemacht... Wie sah sie aus? Konfrontationstherapie? ":/ Wie lange hat es in etwa gedauert, bis du damit umgehen konntest... @:)

    Zitat

    Ihr lässt euch komplett von eurer Psyche unterbuttern. Ihr lässt durch die Emo euer Leben bestimmen. Das ist kostbare Zeit, die Ihr "verplempert"

    Ich gehe schon raus... Discos, wo vermehrt u18jährige sind, meide ich halt eher, weil da das Risiko nochmal höher ist... Aber normal gehe ich weg. Ich gehe mit Essen und alles. Aber es ist eben zunehmend mit Überwindung verbunden. Ich WILL ja nicht, dass die Emo mich zu sehr einschränkt, ich kämpfe ja schon. ":/

    Ich hatte insgesamt 8 Sitzungen. Danach hat die Therapeutin gesagt das se mich auch krank therapieren kann. Ich hab die Sache zum größten Teil selbst in den Griff bekommen, in Zusammenarbeit mit meinem Freund. :-)


    Ich bin fast 2 Jahre nicht aus dem Haus. Dann hab ich was unternommen.


    Es ist nicht so das ich nun einfach neben einem kotzenden stehen bleiben kann, aber mein Leben wird durch die Emo nicht mehr beeinflusst. Ich gehe in Fussballstadien mit 70-80.000 Leuten und ich sehe die Sache locker. :-) Und glaubt mir da wird viel Alkohol getrunken.


    Wenn mir übel wird, denke ich..*tz* war alles schonmal viel schlimmer und da hast du nicht gebrochen. Ich hab seit 11 Jahren nicht mehr gebrochen. Irgendwann wird der Tag kommen, aber dann kann ich es leider auch nicht ändern.

    Glückwunsch Mel @:)


    Ich sehe es auch nicht ein, mir mein Leben durch die Emo verderben zu lassen, gehe trotzdem abends weg, trinke Alkohol (in Maßen) und tanz bis halb 4 :-D Da sind dann auch Betrunkene und ich bekomme teils Panik, aber da sind die guten Gefühle im Ganzen stärker als die Angst :)z Und meistens passiert ja auch nix schlimmes und das gibt mir dann Kraft :)D


    Aber ich merke, dass ich permanent meine Umgebung "analysier"... "Wer sieht ganz stark betrunken aus?" und das macht das ganze Leben irgendwie so "unentspannt" ":/


    Sorry, wenn ich dich mit Fragen löcher, du musst auch nicht antworten ;-) Aber wie hast du das in Eigenregie geschafft? Dir selbst immer Ziele gesetzt oder wie bist du das Thema angegangen? @:)

    Kein Problem. :-) Es ist ja nicht so das ich nicht auch noch Leute beobachte, das ist ja das was ich meine. Man bekommt se nie los. :-)


    Na, durch schön zureden. :-) Hört sich nun sau dumm an, ich weiß. Aber seit ich das mache hab ich keine Panikanfälle mehr. Ausserdem ist mein Freund sehr verständnisvoll. :-) Ich denke das ist zum Teil auch schon die halbe Miete. :-)

    @ :)

    Mein Freund ist da auch ziemlich verständnisvoll... Ich habs ihm anfangs, da waren wir noch gar nicht zusammen, einfach so an den Kopf geworfen. Ich weiß nicht, er musste es irgendwie einfach wissen... ;-D Er hat auch schon im Internet drüber gelesen, und stresst mich nicht :-x


    Hast du Kinder? Willst du welche? Das ist ein großer Punkt, um den ich mir Sorgen mache... Was ist, wenn ich in der Schwangerschaft nur am Kotzen bin? Solls ja geben... Werd ichs irgendwann gelassen sehn, oder bin ich am Ende ein völliger seelischer "Krüppel"? Was ist, wenn mein Kind dann mal Magendarmgrippe hat? Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit umgehen könnte... Und ich will auch nicht, dass das Kind eine "seelisch angeknackste" Mutter hat, es sollte da von mir nicht schon vornherein komisch "erzogen" werden ":/ Ach ja...


    *:)

    Ja, das mit den Kindern kann ich verstehen. Momentan bin ich aber auf dem Standpunkt, das ich keine will. Aber nun weniger wegen der Emo, ich will einfach immoment keine. Ich bin noch jund, das kann sich noch ändern. Wäre mein Kinderwunsch groß würde ich da keine Rücksicht nehmen. Aber ich verstehe Deine bedenken voll und ganz.


    Zieht sich bei Dir irgendwie ne Linie durchs Leben wo du mit Kontrollverlust in verbindung setzen kannst?

    Zitat

    Zieht sich bei Dir irgendwie ne Linie durchs Leben wo du mit Kontrollverlust in verbindung setzen kannst?

    Mh ":/ Ich les ja auch ständig von traumatischen Erlebnissen im Zusammenhang mit Brechen oder der Angst vor Kontrollverlust. Bin auch am Überlege, wo genau es damit angefangen hat bei mir... ":/


    Also zwei Ereignisse (ich war 15 und 16) kämen da in Frage, war ziemlich betrunken und hab eben gekotzt (konnte mich danach nicht mehr erinnern) ":/ Da würde das mit der Angst vor Kontrollverlust ja gut passen, schließlich war ich zu nichts mehr fähig... Davor wars auch nicht so schlimm, die Emo kam so richtig erst danach glaub ich ":/


    Allerdings gibts dann auch ein Kindheitserlebnis (weiss nicht mehr wie alt ich war) wo meine Cousine und ich bei unseren Großeltern übernachtet haben. Am morgen waren wir gerade am Frühstücken, als sie sich mitten auf den Tisch übergeben musst... Damals bin ich auch schon aufgesprungen und hab panisch geschrien... ":/




    Weisst du denn, woher du deine Emo hast/hattest? Ich denke, wenn man die Frage beantworten kann, hat man schon viel gewonnen :)D


    *:)

    Ja, ich denke ich weiß die Gründe.


    Mmh, ich weiß nicht ob die Emo unbedingt durch sowas zum Vorschein kommt. Ich fand brechen auch schon immer ekelhaft, und hab auch schon immer geweint. :-) Hab auch schon wegen Alkohol gebrochen. Und was weiß ich wieso...daher kommt es bei nicht.


    Bei mir ist es schwer der Kontrollverlust gekoppelt mit einer allgemeinen Verlustangst.


    ich hatte einen reizenden Exfreund der mich so fertig gemacht hat, das ich keine Kontrolle mehr hatte mit seinen netten Gesten hat er einige "Freunde" gegen mich aufgebracht. Seit dieser tollen Beziehung war mir übel. Ansonsten hatte ich keine besonders schöne Kindheit. Ich konnte es meinen Eltern nie recht machen. Im Gegensatz zu meinem bruder. Mittlerweile kann ich gut damit umgehen. :-)

    Ja, ich denke ich weiß die Gründe.


    Mmh, ich weiß nicht ob die Emo unbedingt durch sowas zum Vorschein kommt. Ich fand brechen auch schon immer ekelhaft, und hab auch schon immer geweint. :-) Hab auch schon wegen Alkohol gebrochen. Und was weiß ich wieso...daher kommt es bei nicht.


    Bei mir ist es schwer der Kontrollverlust gekoppelt mit einer allgemeinen Verlustangst.


    ich hatte einen reizenden Exfreund der mich so fertig gemacht hat, das ich keine Kontrolle mehr hatte mit seinen netten Gesten hat er einige "Freunde" gegen mich aufgebracht. Seit dieser tollen Beziehung war mir übel. Ansonsten hatte ich keine besonders schöne Kindheit. Ich konnte es meinen Eltern nie recht machen. Im Gegensatz zu meinem bruder. Mittlerweile kann ich gut damit umgehen. :-)

    ja, nach 3 tagen geht es mir wieder besser, danke. alle sind verschont geblieben und wir machen jetzt mindestens 2-3 wochen kiga pause. hab 3 kilo abgenommen und der kleine wegen husten und grippe 1,5 kilo. sind beide eh viel zu leicht :(v

    @ merlchen

    Zitat

    Aber irgendwie hab ich das Gefühl das hier keiner was lernen will

    klar kann man reden und reden und tips geben,aber jeder wird selbst entscheiden wann er bereit ist sich zu stellen.


    du hast sicher auch nicht innerhalb von ein paar wochen dein komplettes verhalten geändert.


    der lernprozessfing bei mir erst nach 3 jahren an und dauert heute noch an.


    wir sind schon ein paar schritte weiter wie manch andere hier,und da ist es einfach zu sagen,boah leute merkt ihrs nicht.


    aber im endeffekt waren wir alle selbst an diesen punkten und müßten wissen,das es mit ein paar zeilen von betroffenen lesen nicht getan ist.

    ich kann seit 2 jahren gut damit leben. hab vor allem gelernt nicht gleich in panik zu verfallen sobald ich was negatives sehe oder höre. würde aber trotzdem nie den anderen irgendwelche vorwürfe machen %-| :(v

    Hallo miteinander,


    ich bin zufälligerweise auf den Faden gestossen und natürlich hab ich nicht alle 490 Seiten durchgelesen – aber doch so einige.


    Beim lesen wechselten sich Interesse, Unglauben, Bestürzung, Mitleid (dass ihr so sehr unter dieser Krankheit leiden müsst) – und auch Wut (dass ihr es zumindest bis zu einem gewissen Grad auch zulasst, dass diese Krankheit euch so leiden lässt) ab.


    Als erstes muss ich sagen: Ich bin nicht überzeugt von der hilfreichen Wirkung dieses Fadens.


    Ich selber leide definitiv nicht Emetophobie – doch nachdem ich mich über eine Stunde lang mit dem Inhalt dieses Threads beschäftigt und Beiträge gelesen habe, fühlte ich mich danach regelrecht durcheinander und ganz seltsam, ich spürte diffuse Ängste in mir hochsteigen und es ging schon fast in die Richtung, dass ich selber irgendwie Angst bekam vor dem Thema.


    Dies habe ich so noch nie zuvor erlebt, ich lese mich normalerweise ziemlich gefühlsregungslos durch die abartigsten, ekligsten oder unschönsten Dinge – sie gehen mir kurz durch den Kopf und sind dann meist auch schon wieder verschwunden...


    Doch dieses Thema... Es scheint irgendwie eine "anziehende", bzw. "ansteckende" Wirkung zu haben – und ich habe das starke Gefühl, dass, umso mehr man sich damit beschäftigt, darüber liest, sich auch hinein steigert, umso stärker werden schlussendlich die Symptome.


    Ich kann nur sagen: Würde ich selber unter Emetophobie leiden – ich wär vermutlich schon längst gestorben vor Angst.


    Denn das Thema *** war (was mir irgendwie auch erst durch diesen Faden so bewusst wurde) eigentlich Zeit meines Lebens immer wieder durch ganz seltsame Zufälle präsent...


    Achtung: Folgender Abschnitt kann triggern!!!


    ****************************************************************************


    Angefangen hat es damit, dass ich eine Schwester habe, die als Kind wirklich schwerst reisekrank war.


    Es war bei ihr so massiv, dass sie nicht einmal eine zehnminütige Autofahrt überstand ohne *** zu müssen.


    Kaum war das Auto, der Bus oder der Zug um eine Kurve gefahren, gings auch schon los.


    In unserem Auto war permanent ein ***becken zu finden und längere Reisen, oder Ferienausflüge waren aufgrund ihrer Krankheit eigentlich so gut wie ausgeschlossen.


    (Ein einziges Mal sind wir mit dem Flugzeug in die Ferien geflogen – ich glaube, meine Schwester hat etwa fünfzehn ***tüten verbraucht... )


    Für mich waren die Autofahrten mit ihr immer der nackte Horror – noch heute sehe ich lebhaft das Szenario vor mir, welches normalerweise stattfand: Meine Schwester schweissgebadet am würgen und ***, meine Mutter, die ihr das Becken vors Gesicht hält und mein Vater, der währenddessen am Steuer flucht...


    Sämtliche Massnahmen gegen das übel werden blieben bei ihr völlig wirkungslos – Medikamente, Ablenkung, hinlegen, Musik... Sie musste einfach doch immer ***.


    Ich habe sie dafür bis auf den Tod gehasst, ich war als Kind der festen Überzeugung, dass sie es unterdrücken könnte – wenn sie sich dann nur fest genug anstrengen würde.


    Ich war eine grauenhafte Schwester – während sie vor Übelkeit fast starb, habe ich sie angebrüllt und beschimpft, wie hässlich sie sei und wie ekelhaft und dass dieser Geruch nicht auszuhalten wäre und sie doch einfach zu Hause bleiben solle, wenn ihr immer so schlecht werde... (Was sie, als sechsjähriges Kind, alleine natürlich schlecht konnte... )


    Meine Geschwister fandens natürlich auch nicht toll – aber in mir hat es solche extremen Hassgefühle ausgelöst, dass ich sie jeweils mit blossen Händen hätte strangulieren können...


    Wenn sie im Zug oder so **** musste, wo auch andere Leute waren, habe ich mich so abartig geschämt, dass ich so getan habe als würde ich nicht zur Familie gehören.


    Heute weiss ich natürlich, dass es nicht ihre Schuld war – aber als Kind ist man ja nicht selten extrem unfair und undifferenziert und damals hätte ich sie jeweils am liebsten einfach aus dem Auto geschmissen...


    Als ich dann vierzehn war, war ich das erste Mal richtig in einen Jungen verliebt.


    Und eines Abends fand eine Party bei irgendjemandem Zuhause statt, wo auch reichlich Alkohol ausgeschenkt wurde.


    Er trank dann den ganzen Abend völlig über seine Verhältnisse und einige der Älteren sagten ihm auch schon: "Pass auf, du musst noch ***!"


    Ich regte mich total über ihn auf und blieb den ganzen Abend auf Abstand, weil mich sein Verhalten echt abstiess.


    Und dann passierte es: Ich stand im Gang und unterhielt mich mit Jemandem – und plötzlich stolpert er an mir vorbei, will nach draussen, schafft es nicht mehr... und *** mich voll an!!!


    Ich war so fassungslos, dass ich mich noch nicht mal wirklich ekeln konnte...


    Ich trug meine neuen Hosen, die teuersten Hosen, die ich jemals gekauft hatte – und er *** mir einfach drüber...


    Das war dann natürlich das Ende der Beziehung, es war mir auch egal, dass er selber noch ein Jugendlicher war und vielleicht nicht so gut einschätzen konnte, was er an Alk vertrug – ich fands einfach nur erbärmlich.


    Und ehrlich gesagt habe ich bis heute NULL Verständnis für Leute, die vom Alkohol *** müssen – ich verstehe einfach nicht, wie man so wenig auf seinen Körper hören kann (der einem ja ganz klar signalisiert: Ich hab genug, Stopp jetzt), wieso man Alkohol in solch rauen Mengen reinschütten muss und vor allem ist es mir absolut unerklärlich, wie man es NICHT MEHR ZU EINER TOILETTE SCHAFFEN KANN!!!


    Ich meine: Ich spüre doch einfach, wenn mir übel wird, ich MERKE doch, jetzt ist glaubs nicht mehr gut...


    Später, mit Achtzehn, hatte ich dann leider erneut ein ziemlich ähnliches Erlebnis – welches mich noch mehr traumatisierte: Ich war in Deutschland und fuhr mit der U-Bahn nach Hause. Wenn man in einem fremden Land ist, fühlt man sich ja eh schon immer viel unsicherer und "bedrohter" als im eigenen (also ich zumindest) und man hat viel mehr Angst, dass irgendwas passiert.


    Ich stand also vorne im Abteil bei der Tür – und neben mir so ein Typ, etwa Vierzig.


    Mir war schon aufgefallen, dass er bisschen blass wirkt – aber ich hab mir da auch nix weiter bei gedacht...


    Und dann plötzlich (mir läufts heute noch kalt den Rücken runter, ich krieg gleich wieder Panik) – *** er einfach so raus!!!


    Es geschah so völlig abrupt, so unerwartet und ich erschrak so abartig... Es war wirklich grauenhaft.


    Der Typ war einfach völlig besoffen, eigentlich sah er noch anständig aus, so wie ein Geschäftsmann – aber das war ein total asozialer Alki!!!


    Aber nicht nur ich kriegte Panik – die junge Frau neben mir fing vor Angst an zu weinen.


    Und dann geschah etwas, dass mir extrem dabei half, von diesem Erlebnis nicht völlig traumatisiert zu werden: Da war auch ein junger Mann in der U-Bahn, er sprang sofort auf, stellte sich schützend vor uns, sprach in beruhigendem Tonfall auf uns ein und meinte, es sei alles in Ordnung, er beschütze uns – und dann hielt der Zug an und er packte den Mann und warf ihn raus...


    Das war wirklich ein ganz schlimmes Erlebnis.