Unter der Woche kann ich da eh nicht hinfahren,m das wird mir nach der Arbeit sowieso zu viel. Ich kopier mal aus nem anderen Faden:

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    Naja, die machen noch Untersuchungen. Es ist so, dass der Magentumor außen am Magen sitzt. Jetzt wollen sie gucken, ob der Tumor auch IM Magen sitzt. Gestreut hat er auf jeden Fall ins Bauchnetz. Bei der Not-OP wegen der Galle haben sie letztendlich aufgemacht, reingeguckt und wieder zugemacht Die Galle wollen sie dann bei der großen OP mit rausnehmen. Aber erst muss geguckt werden, ob der Tumor schon in andere Organe gestreut hat und ob eine OP überhaupt noch in Frage kommt. Das ist der Stand von gestern abend... Achja, J. hat ein Foto von S. geschickt. Er sieht ganz tapfer aus, besser als ich dachte. Er sieht allerdings auch ein wenig gelb aus, ich denke, das kommt von der Galle.

    Das Foto hat mich schon ein bischen beruhigt.

    Ohje, das klingt aber nicht so dolle. Aber wenn das Foto nicht so schlecht aussah, dann ist es doch gut :) Vielleicht gibts ja noch die Chance, dass es durch eine OP nochmal wird...


    Warum ist dir das nach der Arbeit zu viel? Wirst du am Wochenende fahren? Er würde sich doch sicherlich freuen dich zu sehen, wenn er seit über einer Woche im Krankenhaus ist und du sowas wie seine Ersatztochter bist oder?


    Ich gucke nun Fussball und schreibe noch ein bisschen was für die Uni zusammen... %-|

    Ich komme zwischen 16 Uhr und 16.30 Uhr nach Hause. Bin meistens schon etwas müde. Und dann müsste ich noch mal durch den Feierabendverkehr in die Stadt fahren. Und ich weiß noch nicht, ob ich am Wochenende fahre. Für mich ist es echt nicht einfach, da ich noch eine Art Krankenhausphobie hab. Nein, das soll jetzt nicht nach einer Ausrede klingen, es ist auch keine. Die letzten Male, die ich jemanden im Kh besucht habe, bin ich jedes Mal (!) umgekippt. Erstens ist das für den Patienten sehr aufwühlend, zweitens: wie komme ich dann heim? Auto fahren kann ich doch dann vergessen. Und nein, fahren lassen kann ich mich nicht.

    Hm okay, also ich verstehen wirklich wenn man Ängste hat. Hab ja selbst welche ;-) Aber bei mir Enden die immer dann, wenn ich weiss, dass nicht mehr viel Zeit bleibt. Ich weiss, dass ich dann den Menschen sehen will, für ihn da sein will, ihn nicht enttäuschen will und dann überwinde ich mich selber und stelle mich ganz hinten an. Ich finde das für mich ganz wichtig, dass ich das kann und bin sehr froh darüber. Wenn es für dich anders okay ist und das klingt für mich so, dann ist das ja auch gut. Kann dein Bekannter denn damit umgehen? Nimmt er dir übel, dass du noch nicht da warst und vielleicht nicht kommen wirst? Habt ihr denn telefoniert oder irgendwie anders Kontakt? Für mich klingt es so merkwürdig, dass einem ein Mensch so viel bedeutet, aber die Überwindung so gross ist, dass man es nicht schafft da zu sein...

    Nein, wir haben noch nicht telefoniert, er hat ja noch kein Telefon. Er weiß, welche Probleme ich mit Kh hab, aber ich weiß nicht, wie er im Moment darüber denkt. Ich habe über email Kontakt zu seiner Frau, ich richte ihr meine Grüße und Gedanken für ihn aus und sie bringt ihm die Email dann mit. Ich denke, für ihn ist es wichtig, dass ich jetzt auch vermehrt für seine Frau da bin.

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    Für mich klingt es so merkwürdig, dass einem ein Mensch so viel bedeutet, aber die Überwindung so gross ist, dass man es nicht schafft da zu sein...

    Du musst es ja nicht verstehen. Ich verstehe es selbst nicht, aber ich setzte mich jetzt bestimmt nicht unter Druck. Und ein Umkippen kann ich eben nicht verhindern, so sehr ich mich auch zusammenreiße. Sorry.

    Ist Druck denn auch, wenn man sich eine Woche darauf vorbereitet? Wenn du weisst, dass es das letzte Mal sein könnte, dass du einen Menschen siehst? Damit gibst du deiner Psyche doch eine wahnsinnige Macht über dein ganzes Handeln... Ich meine stell dir vor, irgendwann ist es dir vollkommen egal ein Krankenhaus zu betreten und du weisst, dass du, nur weil du eventuell umkipst einen geliebten Menschen nicht mehr besucht hast...


    Was passiert denn nachdem du umgekippt bist? Kannst du dann da rein? Kannst du dir nicht denken, na gut dann kippe ich eben um, es ist ja nur die Angst und keine dramatische körperliche Krankheit und dann gehe ich da rein? So mache ich sowas oft, nicht mit umkippen aber mit anderen Dingen...und grade wenn andere Menschen wirklich schwere und unheilbare Krankheiten haben, dann kann ich über meine Ängste, von denen ich weiss, dass sie übertrieben sind, hinwegsehen...

    ich kann nela sehr gut verstehen. sie hat ja nicht angst davor umzukippen, sie kippt um. das ist ja was anderes wie nur die angst davor. und das ist ein ganz aktuelles thema bei mir. stand heute in der dönerbude und 2 minuten stillzustehen waren zu lang. ich weiss dass ich kurz aus dem fenster geschaut habe, dann wurden meine beine taub, ohrgeräusche kamen dazu und weg war ich. vor der schwangerschaft hatte ich nie solche probleme und momentan ist das umkippen schlimmer als brechphobie %:|

    Ich glaube mir fällt es deshalb schwer, weil es nicht überraschend passiert, wie in deinem Beispiel Melissa, sondern man weiss vorher, dass man umkippt, wenn man das Krankenhaus betritt, dass macht die Situation für mich viel berechenbarer als nur die Angst zu haben, dass es passieren könnte. Es macht natürlich das Gefühl des umkippens an sich nicht besser, aber es ist sozusagen planbar.


    Beim Erbrechen ist auch das mein Hauptproblem, dass ich nicht weiss wann es mir oder anderen passiert. Wüsste ich vorher einfach immer wann es so weit ist, dann wäre es für mich bei weitem nicht so tragisch. Dann könnte ich mich drauf einstellen und vorbereiten.


    Im Falle des Umkippens von Nela zb könnte ich der Frau des Bekannten vorher Bescheid sagen und wüsste, dass sich um mich gekümmert wird bis ich wieder voll da bin!

    Danke Melissa :-x Ich hoffe, dass die Umkipperei bei dir bald wieder aufhört :°_ Das ist echt fies :°_

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    Was passiert denn nachdem du umgekippt bist?

    Dann bin ich zu nichts mehr im Stande, muss gucken, dass ich meinen Kreislauf irgendwie unter Kontrolle hab. Am besten leg ich mich dann gleich ins Bett. Ich Bin S. doch keine Hilfe, wenn ich dann umfalle. Und nein, ich hab keine Angst davor, umzukippen. Ich weiß ja, dass es in den (großen) Krankenhäusern passiert.

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    Kannst du dann da rein?

    Ich bin ja schon drin ":/ Ich falle ja nicht vorher um. Sondern drin. Auf Station, wo alles so komisch riecht. Wo die ganze Ohnmacht wieder kommt.

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    Kannst du dir nicht denken, na gut dann kippe ich eben um,

    Klar kann ich das. Und dann? Wenn ich nach dem Umkippen zu nix mehr fähig bin? Naja, hauptsache S. hat mich nochmal gesehen, oder wie?

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    es ist ja nur die Angst und keine dramatische körperliche Krankheit und dann gehe ich da rein?

    Angst ist irgendwie nicht so das ganz richtig passende Wort, auch wenn ich selbst verwende. Aber mich überkommt so ein Ohnmachtsgefühl, dann bin ich weg. Da hilfts mir auch nicht, mich vorher "stark zu machen"...

    Hm, ich glaube mir würdes schon auch darum gehen, dass er mich nochmal sieht und ich ihn. Da wäre mir mein eigener Zustand ziemlich egal und auch seiner wird ja nicht der Beste sein, je länger du wartest, je schlimmer wird er ja werden und trotzdem bekommt er ja Besuch. Es denken sich ja auch Leute, zum Glück nicht, ach der Kranke ist in so einem schlechten Zustand und deshalb gehe ich mal lieber nicht hin.

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    Im Falle des Umkippens von Nela zb könnte ich der Frau des Bekannten vorher Bescheid sagen und wüsste, dass sich um mich gekümmert wird bis ich wieder voll da bin!

    Aber es dauert doch ewig, bis ich wieder voll da bin! Es ist nicht so, dass ich umkippe und ne halbe Stunde später wieder da rumhüpfe, als sei nix gewesen! Ich käme ja anschließend nicht mal mehr heim! Weil ich kein Auto fahren könnte!!!