Wie denkt man positiv

    Ich bin ein ewiger schwarzmaler. Ich sehe in allem immer nur das negative und jammere den ganzen lieben langen Tag darüber herum. Und es nervt, es nervt ungemein. Und nicht nur mich sondern auch mein Umfeld. :|N Und dann jammere ich das ich allen auf die Nerven gehe.


    Im Ernst es reicht. Ich hab keinen Bock mehr im Jammertal zu leben! >:(


    Wie lernt man positiv zu denken? ???


    Liebe Grüße und danke schonmal :)^

  • 24 Antworten

    Es ist schwierig zu sagen, wie man positiv denken kann. Als Erstes würde ich versuchen – und das hört sich natürlich blöd an, das gebe ich zu – nicht negativ zu denken. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich würde versuchen, die Vorteile dieser Dinge zu erkennen und zu akzeptieren. :-)

    Kommt darauf an, welcher Art das Gejammere ist. Als ich jung war, bin ich auch vielen Leuten auf die Nerven gegangen, weil ich mich über alles Mögliche beschwert habe. So in der Art, dass ich mich als Opfer der Umstände gesehen habe.


    Das sogenannte "Positive Denken" ist das genaue Gegenteil davon, man blendet alles andere aus und das ist meiner Meinung nach genau so verkehrt. Die Wahrheit liegt da irgendwo in der Mitte. Einen bestimmten Realismus zu entwickeln wäre wünschenswert. Manchmal sieht man mit Fug und Recht schwarz. Aber manchmal sieht man einfach bestimmte Aspekte nicht.


    Vergleiche es mit einem Lichtstrahl in einem dunklen Raum. Je nachdem, wohin man dieses Licht (der Aufmerksamkeit) richtet, das sieht man.


    Es gibt Dinge, die sind schlecht und bleiben schlecht, egal wie sehr man positiv denkt. Und es gibt Dinge, die sind nur scheinbar schlecht, haben aber bei genauerem Hinsehen durchaus eine positive Komponente.


    LG

    @ die_wolke:

    Was ich meine ist das ich wirklich alles negativ sehen kann. Selbst wenn etwas unglaublich tolles passiert schaffe ich es immernoch es wieder und wieder in den Dreck zu ziehen.


    Klingt jetzt vielleicht ein wenig übertrieben aber ich drück es jetzt mal überspitzt aus:


    Wenn ich im Lotto gewinnen würde würde ich wahrscheinlich sagen: Geld verdirbt den Charakter xD

    Jede Medaille hat zwei Seiten.


    Ich kenne das auch, als echter Deutscher (und dann noch wisenschaftlich angehaucht) war ich erstmal "Bedenkenträger".


    Mein Job haut auch noch in diese Bresche. Ich muss Fehler finden, also schaut man nach den Schattenseiten. Und irgendwie war das in "meinen alten Kreisen" in Ordnung. Opposition eben.


    Eine Bekannte machte mich mehrfach darauf aufmerksam. Ich denke, das braucht man, jemanden, der sich abwendet, wenn man wieder jammern will.


    Ich mag ja auch nicht die Politiker, die ihre Gegener runtermachen, aber selbst keine Ideen haben. Unnützes Pack, und ich will nicht mehr dazugehören.

    Man reagiert ganz einfach auf seine Umwelt mit der eigenen Mentalität, bei dem einen ist das jammern, beim andern gar gehässig sein, bei wiederum anderen Humor und der letzte nimmt alles gelassen oder positiv, mancher resigniert einfach. Das ändern, ich glaube nicht dass es ganz so einfach geht. Es kommt von innen heraus. :)*


    Es gab Zeiten da war ich eher down und zweifelnd, inzwischen sehe ich vieles gelassen und locker, ich nörgle kaum, ich jammere nicht und sehe an vielen Dingen jede noch so kleine positive Seite. Und natürlich packts mich auch manchmal, dann fluche ich und bin übel angepisst und lasse das raus, das ist aber nur selten... ]:D Aber jammern oder nicht, es ist eben eine persönliche Art auf die gegebenen Umstände zu reagieren oder mit der Umwelt zu interagieren. Es vergrault aber auch viele Menschen, es zieht einen selbst runter.


    Ich glaube je mehr man in Verzweiflung gelebt hat oder in Elend, in schlechter Lebensqualität, Unzufriedenheit oder was auch immer und dies überwunden hat desto mehr beginnt man die eigene Existenz und vieles um einen herum zu schätzen. Und umso weniger jammert man. :-)


    Es gibt gute Gründe positiv in die Welt zu sehen, den Weg dahin muss jeder selbst finden. @:)

    Ich glaube, es gelingt besser, positiv zu denken, wenn man sich nicht mehr nur als Opfer betrachtet, mit dem negative Dinge passieren, sondern wenn man begreift, dass vieles in der eigenen Hand liegt und man vieles selbst ändern kann.

    Okay kurz als Antwort auf die Unklarheiten: Ich weiß wos herkommt: Ich wurde 14 Jahre in der Schule gemobbt (ja 14 Jahre inklusive Berufsschule) Habe von zuhause kaum Unterstützung erfahren und mein Selberwertgefühl ist heutzutage vollkommen im Eimer. Ich denke das ist einer der Gründe.


    Will aber endlich nicht mehr daran denken und mein Leben weiterleben.

    Zitat

    Vielleicht mal abends darüber nachdenken was am vergangenen Tag schön war. Und wenn es nur eine Kleinigkeit war... irgendwo muss man ja mal anfangen

    Würde ich auch so machen.


    Mir gings vor langer Zeit nicht gut, da habe ich alles aufgeschrieben, was mich irgendwie "getröstet" hat.


    Zum Beispiel hat es mich gefreut, wie eine ältere Dame mich gefragt hat ob ich ihr 1 Euro kleinmachen kann. In so einer schlechten Phase ist das wirklich mal sehr schön. Auch wenn es nur eine stinknormale Geste ist, ist es für mich noch heute ein unvergesslicher Moment.

    Ich verstehe Dich ganz genau. Bis zu einem bestimmten Alter kann man gegen missliche Umstände kaum was ausrichten.


    Aber irgendwann ist man alt genug, um eigene Entscheidungen zu treffen. Aber leicht ist das nicht, das will ich damit nicht gesagt haben.


    Und dann gibt es Sachen, die sind schlecht und man kanns nicht ändern, z.B. Atommüll.


    Meine Erfahrung ist, dass man eine schwierige Kindheit nicht so ohne weiteres abstreifen kann. Das mit dem sich nichts zutrauen ist bei mir lebenslang geblieben. So sehr ich mir was anderes gewünscht habe und wünsche.


    Man muss im Kleinen anfangen. Am leichtesten kann man sich über die einfachen Dinge im Leben freuen. Ein gutes Essen, ein anderer Mensch, der positiv auf einen zukommt, die Blütenpracht im Frühling (Männer haben da wahrscheinlich andere Präferenzen). Es ist aber auch schon ein positiver Ansatz, wenn man weiss, was man nicht will.


    Die Vergangenheit ist vergangen und nach einer Weile ist es müßig, ständig darüber nachzugrübeln. Was war, kann man nicht mehr ändern.


    Man kann sich selbst zwingen, negative Kommentare zu vermeiden.


    Im Profi-Sport gibt es so eine Regel: Wenn es schlecht gelaufen ist, dürfen sich die Leute nach Herzenslust zwei Stunden lang ärgern und mies drauf sein. Aber dann wird wieder nach vorne geschaut, wo man dann versuchen kann, es besser oder zufriedenstellender zu machen.


    LG

    Zitat

    Selbst wenn etwas unglaublich tolles passiert schaffe ich es immernoch es wieder und wieder in den Dreck zu ziehen.

    Da Du das so gut kannst – wie wäre es, wenn du hier ansetzt und es versuchst genau andersherum zu machen. Alles hat ja bekanntlich 2 Seiten, ab sofort versuchst Du die positive Seite herauszufinden.


    Zum Beispiel: Wenn es regnet, dann heißt es nicht : Scheiß Wetter, sondern: es ist gut für die Natur, Du bist gesund u kannst rausgehen, durch die Pfützen springen(weil. du nicht im Rollstuhl sitzt), versuchen einen Regentropfen mit der Zungenspitze einzufangen. Und wenn Du heim kommst (Du hast ein Zuhause) – dann schüttel Dich wie ein nasser Hund es tun würde und dann kannst Du sagen: is doch ein Scheiß Wetter , schau in den Spiegel , wie Dir die nassen Haare im GEsicht kleben und lach dich an.


    Ich denke, das ist ein gewisse Grundeinstellung, die man sich aneignen kann, dazu gehört m.M. nach Respekt gegenüber der Natur u anderen Lebewesen, Dankbarkeit für die Dinge die man kann u hat und vlt auch eine gewisse Bescheidenheit sich an kleinen Dingen erfreuen zu können.


    Diese Dinge geraten ins Hintertreffen, wenn es einem zu gut geht.


    Damit werden die schlechten Dinge ja nicht negiert, aber vlt ertäglicher.


    Du könntest vlt eine Liste mit Tabu-wörtern anlegen,Wörter mit negativer Bedeutung werden aus deinem Wortschatz verbannt (bis auf weiteres zumindest).

    Zitat

    Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich wahrscheinlich sagen: Geld verdirbt den Charakter

    Stimmt, aber wieviel könntest Du davon spenden bzw Gutes tun und das wiederum kann sehr beglückend sein.


    Dazu mußt du natürlich an dir arbeiten. Bevor also wieder ein Gejammer deinen Mund verläßt ziehst Du die Bremse u sagst STOP – hälst die Klappe u überlegst was Du positives stattdessen sagen könntest. WEnn dir nichts einfällt, halt weiter die Klappe u mach wenigstens ein freundliches Gesicht dazu. Ich denke, das kann man üben und lernen.


    Wenn Du feststellst, dass dir deine eigene Jammerei selber schon auf die Nerven geht, hast Du den 1. Schritt schon gemacht.


    Viel Glück! *:)

    @ LadySue

    Mir Regenwetter schön zu reden, gelingt mir in der Regel nicht… Trotzdem natürlich ein guter Ansatz. :-)

    @ _Tsunami_

    Ich stimme Dir zu. Überhaupt ist es gut, zu tun und nicht zu warten, was so mit einem passiert.