Wie die Angst vor dem Tod bewältigen?

    Meine Katze wurde eingeschläfert und irgendwie hat das bei mir was losgetreten. Ich bin völlig fertig mit den Nerven und mir wird regelmäßig heiß und kalt, und ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken, dass wir alle sterben werden, vor allem natürlich ich selbst und mein Mann.


    Ich weiß nicht, warum mir das zum ersten mal so deutlich bewusst vor Augen steht, aber es macht mir eine Heidenangst.


    Wie wird man damit fertig?

  • 50 Antworten

    Vielleicht hilft es ein wenig, die Sichtweise auf den Tod etwas zu ändern? Das Thema ist zuerst einmal erschreckend, das stimmt.


    Aber über den eigenen Tod nachzudenken kann auch etwas konstruktives haben. Wenn man sich mit dem Gedanken abfindet und bewusst damit auseinandersetzt, kann man die Zeit die einem geschenkt wird viel bewusster geniessen. Vielleicht motiviert es auch, seine Zeit sinnvoller auszufüllen und sich Träume jetzt zu verwirklichen und nicht irgendwann später mal.


    Hier sind noch ein paar positive Gedanken dem Tod gegenüber: Ich freue mich schon auf den Tag an dem ich sterbe, weil ich dann endlich erfahre, was nach dem Tod tatsächlich geschieht. Ich werde den selben Weg gehen, den geliebte Menschen bereits vor mir beschritten haben. Außerdem ist der Tod irgenwo auch eine Erlösung von so manchen Sorgen und Ängsten. All den Dingen, die mir den Alltag erschweren, wie z.B. Krankheiten (hab grad Erkältung und fühl mich ziemlich elend), Existenzängste/Zukunftsängste, Depressionen, usw.


    Vielleicht konnte ich etwas helfen. :)_

    Angst vor dem Tod ist normal, das bewältigt man nicht so einfach. Den Tod zu fürchten ist die Kehrseite des Lebenswillens. Vor allem wenn man jung ist. Ich finde es beruhigend, dass fast alle sehr alten Menschen den Tod begrüßen und sogar ersehnen, wenn der Körper zum Gefängnis wird.

    Mireya,


    fühle dich von mir in den Arm genommen. Vllt hilft es dir ein wenig, wenn ich dir sage das es deiner Katze jetzt gut geht. Sie wollte gehen, weil diese Erkrankung für sie kein Leben mehr war. Glaube mir, ich habe in meinem Leben viele Tiere einschläfern lassen müssen, und weh getan hat es immer.

    Zitat

    Ich weiß nicht, warum mir das zum ersten mal so deutlich bewusst vor Augen steht, aber es macht mir eine Heidenangst.


    Wie wird man damit fertig?

    Es ist sehr schwer dir darauf eine wirkliche Antwort zu geben, weil der Umgang mit dem Tod sehr individuell ist. Deshalb kann ich dir nur mitteilen, wie ich gelernt habe damit umzugehen. Und auch bei mir setzte der Denkprozess ein, als ich eine 20jährige Katze aus dem Tierheim holte, der man so max. 14 Tage gab. Die Angehörigen der verstorbenen Katzenmutter wollten den kleinen Kerl - ein Häufchen Elend - nicht haben. Er lebte noch 3 Monate, freute sich und hüpfte - soweit er konnte- trotz seiner enormen Deformierung der Knochen. Er schrie in dieser Zeit nicht einmal, er war glücklich ein Plätzchen zu haben. Es war so, als hätte ich ihn 20 Jahre gehabt. In diesen ca. 3 Monaten habe ich für mich sehr viel erfahren über Vertrauen, Hingabe an das was wichtig und richtig war, jeden Tag die Freude und Zuneigung erleben zu dürfen. Und immer in dem Wissen, die Zeit ist begrenzt. Als er die Narkose Spritze kam sahen wir uns in die Augen. Dann kuschelte er sich noch an mich und ging.


    Ich fragte mich lange Zeit, was die Begegnung mit dem kleinen Kerl Charlie - so habe ich ihn genannt - genau in mir ausgelöst hat. Es hat lange Zeit gedauert, bis ich es tief in meiner Seele wusste.


    Die Erkenntnis, das alles Leben auch sein Ende findet war für mich auf einmal so klar. Mir wurde bewusst, das die Zeit von der Geburt an bis zum Tod die Zeit ist, in der nur ich entscheiden kann wie ich Leben kann und will.


    Ich habe gelernt dankbar zu sein für die Zeit, die ich mit all meinen Lieben verbringen durfte. Ich habe gelernt achtsamer zu sein und und jede, auch noch so kleine Zuneigung, jedes Lächeln, jede liebevolle Berührung als Geschenk anzunehmen.


    In diesem Jahr habe ich einen Bruder verloren und vier sehr gute Bekannte und Freunde. Auch mein Mann ist sehr schwer erkrankt und wir wissen, unsere gemeinsame Zeit ist nicht endlos. Wir leben jeden Tag bewusst und freuen uns an vielen Dingen. Auch das gemeinsame Lachen ist uns nicht abhanden gekommen. Über die vielen Gespräche die wir führen, ist unser Leben noch inniger und liebevoller geworden. Es war schon so, nur hat es jetzt nochmal eine andere Energie. Wie ich mich fühlen werde wenn der Abschied naht, das kann ich nicht sagen. Es wird mit Sicherheit sehr schwer. Mich tröstet aber heute schon der Gedanke, dass ich irgendwann auch den Weg gehe wie all meine Lieben vor mir.


    Miri80 hat dir mir ihren Worten sehr liebevoll mitgeteilt, wie man damit umgehen kann. Ich hoffe mein Beitrag hilft dir auch ein wenig dabei :)_

    Für mich kann ich nichts damit anfangen, dass es oft heißt, dass die Verstorbenen nun an einem besseren bzw. anderen Ort wären. Damit fällt die verbreitete Reaktion, wie man sich das netter denken kann, weg. ??Als Kind fand ich das irritierend, wenn erwachsene Menschen ernsthaft von einem Leben nach dem Tod ausgegangen sind und sich und andere damit trösten wollten - und man das gerade Kindern so beibringt, wenn Familienmitglieder sterben. Aber vielleicht heiligt der Zweck die Mittel in solchen Fällen, wenn sich jemand damit trösten kann; ich will das niemanden schlecht reden oder nehmen, die absolute Erkenntnis darüber, wie es ist tot zu sein, gibt es ja nicht.??


    Der Tod hat auch etwas beruhigendes, friedliches an sich finde ich. Deshalb, weil den Verstorbenen nichts mehr negativ berühren kann und er stofflich betrachtet wieder Teil der größeren Welt, der Natur, wird durch den Verwesungsprozess.


    Aber auf der anderen Seite finde ich es auch schade und erschreckend/beunruhigend, dass sich das Individuum damit "auflöst" und nichts mehr davon bleibt. Das fängt schon damit an, dass die Leiche bereits nicht mehr den Verstorbenen (das verstorbene Lebewesen) repräsentieren kann. Es ist eine leere Hülle, die aussieht wie der Verstorbene, aber gleichzeitig nicht (mehr) der Verstorbene ist. Die Verstorbenen sind endgültig weg - so sehe ich das. Dazu kommt der sterbeprozess, der auch sehr unschön ablaufen kann.


    Wenn man bewusster und mutiger lebt, weil man den Tod vor Augen hat und sich der Endlichkeit von allem bewusst ist, ist das gut. Aber ich finde dass es auch schnell kippen kann in die andere Richtung und lähmen kann. Alles in allem schlage ich eine Mischung aus Konfrontation damit und Verdrängen vor. ... Und sich damit abfinden, dass jeder stirbt. Ändern lässt sich das ja nicht, also ist es sinnlos sich dagegen zu wehren, was man nicht abwenden kann.

    Mireya, den Prozess macht jeder irgendwann im Laufe des Lebens durch. :)_


    Zuerst ist der Tod etwas sehr Abstraktes. Schließlich kennt man ihn nicht selbst. Man wurde ja nur geboren und kennt das Leben nur als Lebendiger. Dass tausende von Jahren vor uns auch schon Menschen gekommen und gegangen sind, dringt trotz der oberflächlichen Kenntnis nicht wirklich zu uns durch. Man selbst ist nur einer davon und wir werden alle den gleichen Weg gehen. Glücklicherweise weiß niemand, wie genau der Weg aussehen wird. Das hilft uns, uns auf das Leben zu konzentrieren. Es hält uns aber auch davon ab, den Tod als etwas Konkretes anzusehen.


    Irgendwann im Lauf des Lebens macht es "klick" und man fängt an, zu begreifen. Das ist der schmerzhafte Prozess, den du im Moment durchmachst. Wenn du diesen Prozess zulässt und lernst, zu akzeptieren, macht es dich wieder frei und nimmt dir die Angst. Es geht vorbei. Bei mir hat dieser Prozess ca. 2 Jahre gedauert und wurde ausgelöst durch die unheilbare Krankheit meiner Mutter. Ich bin heute froh, dass ich daraus heute mit Ende 40 Kraft gezogen habe und mich sehr früh bereit fühle, in dem Sinne, dass ich mich tatsächlich auf den Tod eingestellt habe. Es ist so, als hätte ich eine unliebsame Aufgabe erledigt und einen Haken drangemacht. Nun lebe ich wieder und erfreue mich des Lebens.


    Ich wünsche dir, dass du daraus die gleiche Kraft ziehst, das Leben zu schätzen und bewusst zu leben. @:)

    Es gibt ein paar Sprüche, die vielleicht auf den ersten Blick wie allzu leicht und locker und auch etwas paradox daher geredet erscheinen mögen. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, sind sie durchaus geeignet, etwas von der abstrakten, weit voraus Schatten werfenden Todesangst zu nehmen:


    Einer lautet: Man bedenke, wie lange man schon tot war, ehe man überhaupt geboren wurde, ohne dass es einem geschadet hat.


    Ein anderer: Der Tod ist kein Problem. Wenn man da ist, ist er nicht da, wenn er da ist, ist man nicht mehr da.


    Nebenbei: Beide reflektieren übrigens nicht den Übergang, das Sterben.


    Auch sind die Menschen im Tod nicht gleich. Wenn einer zum Beispiel stirbt und genau weiß, dass es seiner Familie, seinen Lieben nach und durch seinen Tod sehr schlecht gehen wird, ist das etwas ganz anderes als wenn er weiß, dass sie auch nach ihm gut versorgt sein werden.


    Ebenso mag es einen großen Unterschied sein, ob jemand weitgehend mit seinem Leben zufrieden ist oder das Gefühl hat, so vieles versäumt zu haben oder gescheitert zu sein.

    Ich versuche das ganze ja auch als Chance zu begreifen. Katze hin oder her, sie war 2 1/2, natürlich bin ich sehr traurig um sie auch dass sie so jung sterben musste (Leukose/Lymphknotenkrebs), aber das woran ich gerade nage hat in diesem Sinne nichts mehr mit ihr zu tun.


    Ich weiß auch nicht ob ich es schade finden soll oder nicht, aber an ein Leben nach dem Tod oder einer Wiedergeburt... ich würde gerne daran glauben, es wäre bestimmt erleichternd, aber ich kann es irgendwie nicht.


    Ich versuche es als Chance zu sehen, das Leben bewusster zu leben, meine Prioritäten neu festzusetzen - wobei ich auf einer gewissenen Ebene schon einige Zeit lang versuche, so zu leben, dass ich am Lebensende nichts bereuen muss, da meine Mutter eine sehr reuevolle Person ist und ich nie so werden wollte - daher ist das einzige dass ich vermutlich ändere, weniger Zeit zu verschwenden mit sinnlosen Tätigkeiten und mehr Zeit mit meinem Mann zu verbringen.


    Trotz allem bleibt der Tod für mich dieses riesige dunkle Ungetüm, dass man wie einen LKW auf sich zurasen sieht und nur nicht weiß, wann es einen treffen wird. Dieses unausweichliche, endgültige. Vor dem Sterben an sich habe ich tatsächlich weniger Angst, da ich zu glauben weiß, dass die meisten Menschen zackbumm tot sind.


    Ich habe im Bekanntenkries erst erlebt wie ein 29jähriger vor 3 Monaten im Schlaf an einer Lungenembolie gestorben ist. Mein Schwager hatte dasselbe Schicksal vor anderthalb Jahren. Natürlich, wenn es mich so oder anders trifft, ist es schnell vorbei und dann schert es mich im toten Zustand sicherlich nicht mehr.


    Trotz allem bleibt da dieses nagende Gefühl in der Magengegend, es fängt direkt mit dem Aufwachen an, ich hab nicht mal richtigen Appetit/Hunger, mir zittern die ganze Zeit die Hände, selbst wenn ich versuche mich abzulenken.


    Ich will nicht mal mehr Kinder haben, ich glaube ich wäre nur noch ein nervliches Wrack wenn ich ständig in Sorge um meine Kinder leben müsste.


    Gleichzeitig bleibt da dieser Drang das Beste aus dem Leben zu machen, und dennoch soviele Faktoren auf die man keinen Einfluss hat (z.B. Arbeit/Arbeitslosigkeit). Und auch da die Panik, was wenn ich mir kein schönes Leben machen kann? Was wenn man sein Leben doch einfach so verschwendet?


    Und ich verfluche gerade die Gesellschaft in der wir leben. Mit wem kann man sich darüber unterhalten? Ich habe als introvertierte Person nicht viele Bezugspersonen, meine Schwester möchte ich so jung damit nicht belasten. Ich bin nicht gläubig, also fällt die Kirche weg. Ich weiß überhaupt nicht was ich damit anfangen soll, was ich machen soll. Ich kann ja nicht in die Psychiatrie gehen "Hallo, ich hab Angst davor zu sterben." Es ist ja keine Krankheit.

    Als die Mutter meiner Freundin Gestorben ist, hat sie ein Lied gesungen, soviel Kraft und Zuversicht hat ihr ihr Glaube gegeben.


    Als ihr Vater Gestorben ist, hat er sich gefreut zu seiner Frau zu kommen und wieder Glücklich leben zu können!


    Es muß nicht unbedingt so sein, das man vor dem Sterben Angst haben muß!

    Es ist ein Weg zu gehen bis dahin, der bei jedem Menschen auch anders sein kann.


    Manche scheuen den Weg.


    Es lohnt sich.


    Die Angst ist nur der Anfang bzw. der Charakter der Angst kann sich im Laufe des Lebens ändern.


    Am Anfang ist es ja die Konfrontation mit etwas, was man eigentlich nicht will, etwas, das man ablehnt oder nicht wahrhaben will.


    Dann kommt eine Phase, die auch wieder bei jedem anders gefärbt sein kann, die Phase des Sich-Abfindens. Diese Phase ist wichtig. Sie ist die Vorstufe des Akzeptierens, im Idealfall der aktiven Bejahung. Letztere kann viele Jahre dauern.


    Es kann sich lohnen, sich all dem zu stellen. Es ist gut, sich den Ängsten zu stellen, ihnen nicht auszuweichen.


    Es ist unendlich viel besser, sich all dem zu stellen, während man vielleicht noch keinen aktuellen Grund hat, anzunehmen, dass es sehr bald vorbei sein muss, als dies eben unausweichlich tun zu müssen, weil man weiß, dass man höchstens einige Monate zu leben hat.


    Nicht gegen die Angst anzukämpfen, das ist wichtig. Wenn man weinen muss, dann weint man. Wenn man traurig wird, dann ist man eben traurig.


    Den Tod kann man nicht nur mit Gedanken, nicht nur mit dem Intellekt bewältigen. Es geht nur mit der ganzen Person, mit all den Gefühlen, mit allem, was man in sich hat.

    Zitat

    Vor dem Sterben an sich habe ich tatsächlich weniger Angst, da ich zu glauben weiß, dass die meisten Menschen zackbumm tot sind.

    Sind sie nicht, jedenfalls nicht die, die alt werden. Sterben ist tatsächlich ein schwerer Prozess, der sich oft sehr hinzieht und dem Sterbenden viel abverlangt. Das ruhig Einschlafen ist eine Mär, das ist erst ganz zum Schluss so, wenn das Sterben so gut wie vorbei ist.. Ich arbeite in einem Pflegeheim und sehe es ständig. Tot umfallen geschieht eher den Jüngeren, und über Nacht nicht mehr aufwachen ist selten.

    Zitat

    Und auch da die Panik, was wenn ich mir kein schönes Leben machen kann? Was wenn man sein Leben doch einfach so verschwendet?

    Sieh es nicht wie eine Leistung, die du erbringen musst!


    Gerade das ist eines der sehr vielen Fehler in unserer Gesellschaft: Leistung erbringen zu müssen.


    Leistung ist zwar per se nichts Schlimmes, aber der Wert, der ihr in unserer Gesellschaft beigemessen wird, ist Ausdruck einer Entfremdung des Menschen von sich selbst.


    Versuch eins mit dir zu werden/zu sein/zu bleiben.


    Dann wirst du am Lebensende, selbst wenn du kein schönes Leben haben würdest, dein Leben als gelebt erfahren und darauf kommt es an!


    Wen du dir treu geblieben bist, wenn du dich dem Leben gestellt hast - was kannst du mehr tun? Am Lebensende nämlich wirst du sehr wahrscheinlich ungeschminkt und sehr offen auf dich selbst schauen. Nicht so sehr darauf wird es dann ankommen, was du "objektiv" und "zählbar/vorweisbar" erreicht hast, sondern wie und ob du du selbst warst, ob du mit dem Leben gegangen bist.

    Zitat

    Ich will nicht mal mehr Kinder haben, ich glaube ich wäre nur noch ein nervliches Wrack wenn ich ständig in Sorge um meine Kinder leben müsste.

    Verstehe ich gut, geht mir tatsächlich mit meinen Kindern auch immer wieder so. Das Leben ist äußerst verletzlich. Aber mache dir klar, dass die durchschnittliche Lebenserwartung sehr hoch ist, das heißt, dass das "jung" sterben nicht der Normalfall ist.

    Zitat

    Ich weiß überhaupt nicht was ich damit anfangen soll, was ich machen soll. Ich kann ja nicht in die Psychiatrie gehen "Hallo, ich hab Angst davor zu sterben." Es ist ja keine Krankheit.

    Wenn es dich so extrem beschäftigt, könntest du das schon. Aber grundsätzlich ist das etwas, was man irgendwie durchstehen muss, viele Leute verdrängen das einfach nur. Ist wahrscheinlich sowieso am besten, weil wir an der Tatsache nichts ändern können, aber verdrängen gelingt dir momentan nicht. Irgendwann sicher, das ist eine Phase, da kommst du auch wieder raus. Nichts bleibt ewig.