Wie oft kann man in eine psychosomatische Klinik?

    Hallo,

    ich war gerade erst bis Ende Mai für 9 Wochen in einer Klinik stationär. Im Moment geht es mir psychisch wieder so schlecht, dass ich am liebsten wieder ins Krankenhaus möchte. Aber wie oft kann man da eigentlich hin? Kann ich nach 4 Monaten schon wieder ins Krankenhaus? Wer hat Erfahrungen?

  • 12 Antworten

    Meinst Du eine Reha in einer psychosomatischen Klinik?

    Oder geht es um Aufenthalte in einem KH für psychisch Erkrankte?

    Das weiß ich nicht. Ist das so? Und wenn es so ist, heißt es dann ,dass ich nach so kurzer Zeit schon wieder ins Krankenhaus kann?

    Bist Du überhaupt in Therapie bei einem Psychologen oder Psychiater? Bekommst Du Medikamente?


    Wenn es dir so mies geht, solltest Du deinen HA darauf ansprechen. Er wird dir die Überweisung für die Aufnahme in der Psychiatrie geben und evtl. auch gleich den Aufnahmetermin für dich dort absprechen. Wenn es ganz akut ist (Suizidgefahr) kann die Aufnahme noch am gleichen Tag erfolgen. Ansonsten kann es 3 - 5 Tage dauern.

    Ja klar werde ich zu meinem Hausarzt gehen. Ich mache mir nur gerade den ganzen Tag und die ganze Nacht Gedanken, ob ich nach so kurzer Zeit überhaupt wieder ins Krankenhaus darf oder ob es da eine Richtlinie gibt, ähnlich wie bei Reha.

    Seit meinem letzten Krankenhausaufenthalt habe ich leider noch keine Behandlung erhalten, weil ich keinen Platz beim Therapeuten bekommen habe.

    FreiFrauFreu schrieb:

    Ich mache mir nur gerade den ganzen Tag und die ganze Nacht Gedanken, ob ich nach so kurzer Zeit überhaupt wieder ins Krankenhaus darf oder ob es da eine Richtlinie gibt, ähnlich wie bei Reha.

    Ins KH kannst Du jederzeit bei Akutsituationen, nur nicht jede Woche erneut. Dann wäre eher ein längerer Aufenthalt sinnvoll.


    Und zwischenzeitlich unbedingt weiter eine Therapiestelle anstreben und/oder hartnäckig nachfragen. Hast Du dich denn bei mehreren erkundigt und dich auf die Warteliste setzen lassen?


    Die Ärzte bzw Psychologen in den Kliniken können dir viele Therapeuten benennen und dich bei der Suche unterstützen. Welche Art der Therapie ist denn für dich sinnvoll. Hast Du da schon eine klare Aussage aufgrund einer Diagnose bekommen?

    ok, danke, das ist ja schon mal eine Aussage. Ich kann selbst gar nicht einschätzen wie akut meine Situation ist. Spüre eine tiefe Hoffnungslosigkeit und Angst. Ich fühle mich nicht in der Lage meine Arbeit zu bewältigen. Medikamente bekomme ich bislang noch nicht. Diagnosen sind Angstsstörung und Depression, Erschöpfung. Ja, ich bin bei mehreren Therapeuten auf der Warteliste. Ich habe echt versucht durchzuhalten und die Arbeit zu schaffen, aber ich bin nur noch kaputt, ängstlich, niedergeschlagen. Ich würde gerne noch mal eine längere stationäre Behandlung machen. Gleichzeitig bin ich total verzweifelt weil ich meine Chefin nicht hängen lassen will. Aber ich werde morgen beim Hausarzt anrufen und hoffe, dass er schnell einen Termin für mich hat. In die Notaufnahme würde ich nicht gehen, weil mich gerade nicht umbringen will.

    Dein HA kann dich auch erst mal für eine Weile AU schreiben. Deine Chefin und deren evtl. Probleme sollten dich in deiner Situation nicht interessieren.


    Denke an dich und wie Du wieder auf die Beine kommst. Bei Angstörung und Depression solltest Du die Einnahme eines Med. in Erwägung ziehen. Ich hoffe Du informierst dich dann nicht über Nebenwirkungen und lässt es dann sein. Leider ist das oft die Reaktion bei Menschen mit deiner Diagnose. Nebenwirkungen hat jedes Medikament. Meisten sind es die anfänglichen Schwierigkeiten, bis sich der Körper und die Psyche darauf eingestellt hat.


    FreiFrauFreu schrieb:

    Aber ich werde morgen beim Hausarzt anrufen und hoffe, dass er schnell einen Termin für mich hat. In die Notaufnahme würde ich nicht gehen, weil mich gerade nicht umbringen will.

    Und bis dahin soll es ja auch nicht kommen. Deshalb unbedingt morgen deinen HA anrufen und einen Termin für sofort einfordern.


    Alles Gute und berichte doch mal.

    Ich danke dir sehr für deine Antwort und Ratschläge. Auch was du über Medikamente gesagt hast, lasse ich mir mal durch den Kopf gehen.

    Man kann es mit Medis probieren und es gibt Patienten die davon profitieren. Es gibt allerdings auch Patienten wie mich die mit Medis überhaupt nicht klar kommen.

    Ich war paar Mal in der Psychiatrie, auch manchmal nur mit paar Monaten Abstand. Dann hatte ich lange Zeit ambulante Therapie. Heute ist meine vierbeinige Begleitung mein Antidepressivum. Würde nie sagen ich bin geheilt aber mir geht es momentan echt gut so.

    sunshine83 schrieb:

    Man kann es mit Medis probieren und es gibt Patienten die davon profitieren. Es gibt allerdings auch Patienten wie mich die mit Medis überhaupt nicht klar kommen.

    Ich war paar Mal in der Psychiatrie, auch manchmal nur mit paar Monaten Abstand. Dann hatte ich lange Zeit ambulante Therapie. Heute ist meine vierbeinige Begleitung mein Antidepressivum. Würde nie sagen ich bin geheilt aber mir geht es momentan echt gut so.

    Danke, das ist beruhigend für mich zu hören, dass das geht, mit der stationären Therapie, auch relativ kurz hintereinander.