Wie viel Geld abgeben (Ausbildung - Eltern)

    Hallo, ich bin im letzten Jahr meiner Ausbildung und wohne eigentlich mit meinem Freund zusammen, doch ich werde erst im Frühjahr in die neue Stadt ziehen, da er dort einen Job hat und ich solange wieder bei meinen Eltern wohne. Ich habe ein Nettogehalt von 900 Euro. Meine Eltern behalten das Kindergeld und wollen, dass ich monatlich 450-500 Euro an Kostgeld abgebe. Ich muss aber alles andere selber zahlen und sie haben ein abbezahltes Haus. Meine jüngere Schwester hat jetzt ihre Ausbildung begonnen. Sie ist 18 und verdient 750 Euro netto. Meine Eltern wollen von ihr auch 400 Euro+ Kindergeld. Wir haben noch zwei Schwestern (3+4). Meine Eltern verdienen netto 4300 zusammen. Findet ihr das nicht auch zu viel, was wir abgeben müssen?

  • 190 Antworten

    naja, es klingt erstmal nach sehr viel Geld.

    Stell mal ein Vergleichsrechnung an:

    Was kostet ein vergelichbare Wohnung / WG-Zimmer?

    Nebenkosten?

    Telefon?

    Versicherung?

    Kosten für Ernährung

    Strom, Wasser


    Wenn also das Leben in einer eigenen Wohnung billiger ist dann ja.

    Wenn nicht dann passt es.


    Vielleicht meinen Deine Eltern damit: "zieht endlich aus"

    Das Kindergeld steht dir zu. Wenn deine Eltern es zur Finanzierung der Lebensmittel und Krankenversicherung einbehalten wollen: Würde ich verstehen. Ansonsten würde ich das Kindergeld einklagen, meine 900€ Netto nehmen und ganz zackig eine WG auftun, bei der ich günstiger wegkäme.


    Ich kann deine Eltern nicht verstehen. Ich finde es unglaublich viel, was du da beisteuern sollst.

    400€ hat meine ex-freundin für eine zwei-zimmer wohnung ihres vaters bezahlt. aber gut, geld bleibt in der familie.

    Zitat

    ich bin im letzten Jahr meiner Ausbildung

    deine eltern haben dich gefälligst zu unterstützen, deine ausbildung abzuschliessen.


    250€ ist das höchste der gefühle.


    pass auf dich auf und lass dich nicht ausnehmen

    Das ist fucking viel zu viel, was du da abgeben sollst. Mein Sohn hat einen ähnlichen Nettolohn, wohnt allerdings noch komplett hier.

    Ich habe ein bisschen gerechnet, wir einigten uns auf einen Betrag, der weder ihm noch mir wehtut und allen Parteien gerecht wird.

    Wenn du sowieso mehr Zeit bei deinem Partner verbringst als zu Hause, sind die Forderungen deiner Eltern völlig unangebracht. Die nehmen auch aus. Lasst das nicht mit euch machen.

    Meine Eltern haben damals während meiner Berufsausbildung nur das Kindergeld einbehalten für die Wohnnebenkosten. Ich habe im ersten Lehrjahr rd. 700 Euro verdient und dann jedes Jahr ungefähr 100 Euro mehr.


    Ich empfinde, die Summe, die du zahlen sollst auch als Wucher und würde mal schauen, ob es nicht günstigere Übergangslösungen gibt.

    Ist es deine Erstausbildung? Dann kein Zent! Sie sind dir Unterhaltspflichtig und nicht andersrum!


    Auf Kindergeld hast du aber kein Anspruch, solange du da lebst.

    Gauloises


    Sehe ich auch so!


    Bezahltes Haus, 4300 €, ich geh von aus netto. Sie wollen von euch mehr als 50% eures Gehaltes, Gier frist Hirn.


    Ich würde mich schämen

    Was ist denn Kostgeld? Zimmer + Essen?


    Ich finde es auch viel. Bei uns musste niemand was abgeben, egal ob erste oder zweite Ausbildung oder Studium. Das Kindergeld wurde behalten, als wir daheim wohnten. Als meine Schwester aber zB zum studieren in eine andere Stadt zog, wurde ihr es natürlich gegeben. Ich hab noch nicht mal was abgeben müssen, als ich voll verdient habe. Meine Mum meint immer, dass eine Person die Kosten eh nicht signifikant erhöht. Ob für 4 oder 5 gekocht wird ist fast egal, ebenfalls die nebenkosten beim Haus, weil die ganzen Gebühren etc sind eh immer da und es ist ja nicht so, als würden sie die Zimmer dann untervermieten und Geld verlieren dadurch dass wir da sind.

    Haben deine Eltern euch mal gesagt, warum sie so viel verlangen?

    Also das Kindergeld steht schon den Eltern zu und dass ihr ein paar Euro abgeben müsst finde ich auch durchaus gerechtfertigt. Aber 400,- oder mehr wenn das Haus abbezahlt ist, das ist wirklich zuviel und auch wenn ihr zuhause ausziehen würdet, ihr müsstet dann zwar Miete, Strom usw zahlen aber die Eltern würden das/die Kinderzimmer vermutlich nicht vermieten.


    Aber bevor ihr eure Eltern verklagt, setzt euch zusammen und fragt, warum sie so viel Geld von euch wollen. (Es soll schon Eltern gegeben haben, die das Geld heimlich für ihre Kinder gespart haben)


    PS: wenn du zu deinem Freund ziehst, suchst du dir dort auch eine Arbeit, ja ?

    Rein für Miete, ist es ok, da dürfen sie eigentlich verlangen was sie wollen, solange es die örtliche Vergleichsmiete nicht zu arg überschreitet, aber wenn sie das Kindergeld auch behalten und du/ihr immer noch Lebensmittel usw. selbst zahlen müsst, dann ist das nicht richtig, denn das Kindergeld ist ja genau für solche Dinge wie Lebensmittel usw. da.


    Da würde ich mir schon überlegen, ob es nicht günstiger wäre eine Wohnung zu nehmen und das Kindergeld einzufordern. Für mich hört sich das aber auch an, als ob eure Eltern einfach langsam wieder ihr Reich für sich haben möchten.


    Also Kindergeld soll in erster Linie folgendes finanzieren: Essen, Kleidung, aber auch Hygiene und Bildung.

    Platypus schrieb:

    Meine Eltern haben damals während meiner Berufsausbildung nur das Kindergeld einbehalten für die Wohnnebenkosten. Ich habe im ersten Lehrjahr rd. 700 Euro verdient und dann jedes Jahr ungefähr 100 Euro mehr.


    Ich empfinde, die Summe, die du zahlen sollst auch als Wucher und würde mal schauen, ob es nicht günstigere Übergangslösungen gibt.

    Dem stimme ich absolut zu.

    Man soll seine Kinder unterstützen, was nicht bedeutet dass man draufzahlen soll.

    Mietnebenkosten plus Geld für Essen, da wäre man mit maximal 350 Euro dabei,

    Und gerade in Anbetracht der Tatsache dass die Eltern für das Haus lediglich die Grunderwerbssteuer plus die Nebenkosten zahlen finde ich das echt zu viel.

    Das einzige was mich sehr ärgern würde ist das ihr euren Eltern gegenüber bei Armut im Alter auch noch Unterhaltspflichtig seit.

    Als ihr jung wart haben sie euch abgezockt, und als sie alt waren, und eventuell mittellos weil sie ihre Kohle bei Kreuzfahrten und Aktienspekulationen verzockt haben dürft ihr wieder zahlen.


    Ich würd meine 500 € behalten, das Kindergeld einfordern und mein eigenes Ding machen.


    Ihr wachst dadurch. Ok, die Unterhaltsverpflichtung bleibt euch trotzdem, aber ihr wart auch teuerer als das Kindergeld.


    Die Möglichkeit das sie die Kohle für euch heimlich anlegen ist da, aber das könnt ihr besser beurteilen weil ihr alle Beteiligten persönlich kennt.