Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

    Ich kann dir ganz genau erzählen, warum ich um meinen Hund wesentlich mehr getrauert habe als um meinen Opa:


    Meine Pubertät war nicht allzu glücklich. Ich kam mit meinen Eltern nicht immer so gut klar, kam in der damaligen Schule überhaupt nicht zurecht, wurde gemobbt, war der totale Außenseiter und hatte keine Freunde. Aber ich hatte meinen Hund! Der hat mich nicht gemobbt. Der hat mich so geliebt wie ich bin und sich immer auf mich gefreut! Er war mein ein und alles, mein engster Vertrauter, mein Spielkamerad, mein bester Freund! Ihm konnte ich alles erzählen, er hörte immer zu! Oh ja, das tat er wahrlich! Und wenn ich traurig war, wenn ich weinte, dann war er für mich da, tröstete mich. Er merkte sofort wenn es mir nicht gut ging! Er kam zu mir und kuschelte sich an mich, trocknete meine Tränen! Wie hätte ich diese schwere Zeit ohne meinen Hund nur überstehen sollen? Um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht, ob ich heute noch leben würde, wenn mein Hund damals nicht da gewesen wäre! Es gab Zeiten in meinem Leben, wo er das einzige "Highlight" für mich war.


    Glücklicherweise wurde mein Leben nach einigen Jahren immer besser und besser und alles nahm eine glückliche Wende, als ich diese Schule endlich verlassen konnte, dann langsam erwachsen wurde, neue Leute kennen lernen konnte. Mein Leben wurde richtig schön (und das ist es immer noch :)z ). Dann starb mein Hund aufgrund seines Alters. Und ich habe soooo gelitten! Ich habe wochenlang geweint, na und? Und während ich das hier schreibe, weine ich wieder, obwohl er schon einige Jahre tot ist.


    Als mein Opa zwei Jahre später in einem hohen Alter starb, habe ich überhaupt nicht weinen müssen. Er wohnte mehrere hundert Kilometer von mir weg, ich hatte nie eine enge Bindung zu ihm, kannte ihn gar nicht so richtig, da der Kontakt von klein auf nie wirklich intensiv war, maximal 1 mal im Jahr gesehen.

    Zitat

    Ich selbst finde es definitiv nicht normal, wenn ein Erwachsener in dem Ausmaße um ein Tier trauert und denke, dass da wirklich im Kopf was nicht in Ordnung ist.

    Selten so einen Schwachsinn gelesen!


    Nur weil DU scheinbar keine derart enge Bindung zu einem Tier aufbauen kannst, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen Menschen, die eine sehr intensive Bindung zu ihrem Tier haben, nicht normal sind!


    Toleranz wäre hier das Zauberwort!

    Zitat

    Nur weil DU scheinbar keine derart enge Bindung zu einem Tier aufbauen kannst, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen Menschen, die eine sehr intensive Bindung zu ihrem Tier haben, nicht normal sind!


    Toleranz wäre hier das Zauberwort!

    :)^


    Tiere haben Gefühle, Mensch und Tier sind nur unterschiedliche Spezies.


    ** Warum ist die Banane krumm ??? Kein Mensch und kein Tier kann diese Frage hinreichend beantworten.


    Mein Ansatz wäre, Sie wachsen der Sonne entgegen, ob das stimmt, hmm ???

    @ irgendwie_anders

    Stimmt ein Tier kann sehr viel Halt geben in den schwierigsten Zeiten. Ehrlicherweise war mein Hund der einzige wirkliche Halt für mich als meine Mutter gestorben ist. In der Zeit hab ich oft an Suizid gedacht. Aber mein Hund war da. Sie ist der Grund warum ich noch hier bin. Eben weil sie mir viel Kraft gegeben hat. Sie hat es auch gespürt. Und sie war da. Hat mich getröstet, hat mir Kraft gegeben um diese Zeit zu überstehen. Im Gegensatz zu meinem Bruder der mich oft genug im Stich gelassen hat. Tiere spüren nunmal ob es einem Menschen gut oder schlecht geht. Da können bestimmt auch einige Katzen- und Hundebesitzer mitreden.

    Zitat

    Tiere spüren nunmal ob es einem Menschen gut oder schlecht geht. Da können bestimmt auch einige Katzen- und Hundebesitzer mitreden.

    Nö, das hab ich noch nie erlebt. Halte Hunde und Katzen seit 50 Jahren. Auch wenn ein Mittier stirbt, haben das noch nie die anderen Tiere bewußt bemerkt oder auch getrauert, wie das hier manche schreiben. Ich halte das für Einbildung.

    @ Brummbiene (Seite 1):

    Es ist so, wie Du sagst:

    Zitat

    Kein Kater mehr bei der Türe wenn ich nach Hause komme, kein Kuschelfaktor mehr wenn ich auf der Couch liege, kein tiefes in die Augen schauen mehr wenn ich seine Ohren streichle und ich weiß auch was er möchte wenn ich höre auf welche Art er maunzt.

    Als mein Pummel (Kater) starb, tat sich ein tiefes Loch auf. Er wurde 22(!) Jahre alt und war immer an meiner Seite. Eines Tages fiel er einfach um und war tot. Ich habe Rotz und Wasser geheult, ist doch ein treuer Lebensgefährte von mir gegangen.


    So geheult habe ich noch nichtmal, als meine Mutter starb... *schäm*