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    Wenn ne überfahrene Katze irgendwo auf der Straße liegt muss ich Tränen zurückhalten, weil ich mir vorstelle "oh die Arme Katze" und "die arme Familie die jetzt nach der Katze sucht" Bei Menschen gehen mir Unfälle nicht ganz so Nah.

    Oha. DAS muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen bzw. im Gehirn ankommen lassen. :-o

    Na, soweit geht es bei mir nicht, ich muss auch bei Unfällen mit Menschen schlucken bzw. hoffe in beiden Fällen, dass nichts Schlimmes passiert ist und man noch helfen kann. Aber: vor wenigen Wochen musste ich mit ansehen, wie eine Katze angefahren wurde. Und wie sie sich sichtlich verletzt auf die andere Straßenseite schleppte. Und dass der Autofahrer, der die Katze angefahren hat (und das durchaus schuldlos, die Katze ist ihm einfach zu dicht vor das Auto gerannt, als dass er noch hätte bremsen können), einfach weitergefahren ist. Und alle anderen Autofahrer - die Straße war dicht befahren - auch. Das verstehe ich nicht und ich werde es auch nie verstehen. Die Gesetzeslage dazu in Deutschland und diese Ignoranz gegenüber einem Lebewesen, das offensichtlich Schmerzen leidet und ohne Hilfe möglicherweise auch sterben wird.

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    Mangelndes Verständnis für die Trauer um ein Tier, das dann noch so plump zum Ausdruck gebracht wird ("nicht richtig im Kopf"...) zeugt nicht von großer Menschenfreundlichkeit

    Davon kannst du ausgehen!

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    Und dass der Autofahrer, der die Katze angefahren hat (und das durchaus schuldlos, die Katze ist ihm einfach zu dicht vor das Auto gerannt, als dass er noch hätte bremsen können), einfach weitergefahren ist. Und alle anderen Autofahrer - die Straße war dicht befahren - auch

    Ich hoffe doch sehr, dass du dich dann um das arme Tier gekümmert hast.

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    Ich hoffe doch sehr, dass du dich dann um das arme Tier gekümmert hast.

    Aber nein.Ich habe verständnislos den Kopf geschüttelt, mich über die Kaltherzigkeit der Menschen gewundert und bin weitergefahren. %-|

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    Aber nein.Ich habe verständnislos den Kopf geschüttelt, mich über die Kaltherzigkeit der Menschen gewundert und bin weitergefahren. %-|

    Das dachte ich mir, das klang auch so total aus deinem Post heraus.

    ;-)


    Was ist aus der Miez geworden?

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    verständnislos den Kopf geschüttelt, mich über die Kaltherzigkeit der Menschen gewundert und bin weitergefahren.

    Du wirst es nicht glauben, aber die meisten, die in so einer Situation weiterfahren, tun das.


    Hat es die Katze geschafft?

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    Mangelndes Verständnis für die Trauer um ein Tier, das dann noch so plump zum Ausdruck gebracht wird ("nicht richtig im Kopf"...) zeugt nicht von großer Menschenfreundlichkeit

    War ja klar das sowas kommt

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    War ja klar das sowas kommt

    Ist halt so. Das hat nichts damit zu tun, dass man am Verhältnis zum Tier erkennt, wie jemand zum Menschen steht. Man muss es nicht nachvollziehen können, aber diese Traurigkeit ist ja ein menschliches Gefühl, und wer diesen Gefühlen von Mitmenschen und ihrem Leid ein "wohl nicht ganz richtig im Kopf" entgegenbringt, wo auch ein "ich verstehe es nicht, aber es tut mir leid, dass du leidest" möglich wäre, beweist damit eben keine besonders auffallende Menschenfreundlichkeit.

    Und wer sich enttäuscht vom Menschen abwendet und sich dem Tier zuwendet im Glauben, es handle sich um den "besseren Menschen", beweist damit nicht allzu viel Verstand. Das heißt nicht, dass alle blöd sind, die das tun, aber auf ihren messerscharfen Verstand muss man dann aufgrund anderer Indizien schließen - diese anthropomorphen Tendenzen jedenfalls legen, wenngleich sie keinesfalls als Beweis für das Fehlen gesunden Menschenverstandes taugen, doch zumindest nicht zwingend den Schluss auf das übermäßige Vorhandensein eines solchen nah.

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    Was ist aus der Miez geworden?

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    Hat es die Katze geschafft?

    Ich weiß es leider nicht. Sie ist panisch weitergeflüchtet und ich habe sie aus den Augen verloren. Weder in den Büschen noch unter den parkenden Autos noch in irgendeiner Hausecke war sie zu finden und die Besitzer konnte ich auch nicht ausfindig machen. Ich hoffe, dass sie den Weg nach Hause geschafft hat oder sich ein anderer Mensch ihrer angenommen hat, dem sie über den Weg gelaufen ist bzw. der sie möglicherweise gefunden hat.

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    Das Verhalten ist nicht atypisch, um ein Tier zu trauern ist menschlich.

    Richtig, aber um ein Tier mindestens genauso zu trauern wie um einen geliebten Menschen ist für mich definitiv nicht normal. Und wenn ich dann sehe, dass manche Menschen das Grab ihres Hundes mehr pflegen als das ihres Ehemannes mit dem man 50 Jahre verheiratet war, dann frage ich mich ernsthaft, was da schief gelaufen ist.

    @ crank1:

    Hatte ich bereits geschrieben, dass ich ein Haustier als Freizeitbeschäftigung ansehe, welches somit ersetzbar ist und daher keiner übertriebenen Trauer wie bei einem geliebten nicht-ersetzbaren Menschen bedarf.


    Was sind denn für dich die typischen Beweggründe sich ein Haustier anzuschaffen? Gut, es gibt sicher ein paar Leute, die ein "Mutter-Theresa-Syndrom" haben und meinen jedes Tier retten zu müssen, was irgendwo in Not ist, dann gibt es noch ein paar Oberchecker, welche einen Pitbull als Statussymbol brauchen und sicher auch einige Leute, die ein Tier wirklich als Kinder/Partnerersatz haben, weil sie sonst niemanden haben. Aber ich denke doch, dass die absolute Mehrheit wirklich ein Tier haben, weil es ihr Hobby ist.

    @ Pongo:

    Es geht mir gar nicht um die Minderheit von Leuten, die wirklich einen Hund haben, weil es ihr einziger Partner ist. Vielmehr geht es mir um die Leute im Internet. Das sind sicher keine 90 Jährigen, die da schreiben, sondern in der Regel doch Menschen zwischen 20 und 50 Jahren. In dem Alter sollte man normalerweise in der Lage sein sich menschliche Sozialkontakte zu suchen, sodass man nicht drauf angewiesen ist sich ein Haustier als Partner zu holen.

    @ Brombeerküchlein:

    Ich unterstelle jetzt mal, dass man mit einem Pferd normalerweise mehr Zeit verbringt als mit einem Hamster, Wellensittich oder Kaninchen und zu diesen Tieren auch eine engere Beziehung aufbaut. Ein Meerschweinchen oder Hamster ist aus meiner Sicht gar nicht in der Lage eine Beziehung zum Menschen aufzubauen, es will Futter und mehr nicht. Solche Tiere können nichtmal mit dem Menschen kommunizieren. Ein Pferd hingegen ist tatsächlich in der Lage die Stimmung seines Besitzers zu erkennen, ich kann also als Mensch mit einem Pferd wirklich (wenn auch begrenzt) kommunizieren. Kommunikation ist für mich eine Voraussetzung um eine Beziehung aufzubauen. Hund, Pferd oder Katze hat man ja in der Regel auch länger als eine Ratte oder Hamster.


    Folglich finde ich es verständlich, dass man um ein Pferd wirklich trauert, denn ein Pferd ist für mich wirklich mit einem Freund gleichzustellen.


    Aber bei einem Wellensittich oder einer Maus kann ich mir das nur schwer vorstellen, dass man da so eine enge Beziehung zu aufbaut (und wenn doch finde ich das wieder befremdlich).

    @ Marlene9:

    Für mich entsteht so eine übertriebene Trauer um ein Tier dadurch, dass man zu Lebzeiten eine (wie ich finde) zu enge Bindung zu dem Tier aufgebaut hat. Das kann ich bei Oma Hilde die außer ihrem Dackel niemanden hat verstehen. Aber wenn Menschen um die 30 schreiben, dass sie seit Wochen nur noch am Heulen sind und nichts mehr essen können, weil Meerschweinchen Paul gestorben ist, dann frage ich mich schon: Wieso baut ein Mensch in dem Alter zu einem Meerschweinchen eine so extrem enge Beziehung auf? Das finde ich einfach nicht normal, aber es interessiert mich einfach wie sowas zustande kommt.

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    Und wenn ich dann sehe, dass manche Menschen das Grab ihres Hundes mehr pflegen als das ihres Ehemannes mit dem man 50 Jahre verheiratet war, dann frage ich mich ernsthaft, was da schief gelaufen ist.

    Mit der Ehe womöglich einiges. ;-D

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    Und wenn ich dann sehe, dass manche Menschen das Grab ihres Hundes mehr pflegen als das ihres Ehemannes mit dem man 50 Jahre verheiratet war, dann frage ich mich ernsthaft, was da schief gelaufen ist.

    Ja und? Dann lass sie das so machen.


    Manche Menschen leben zwar im Alter noch zusammen... haben aber ev. mehr Bezug zum Haustier als zum Partner. Aeltere Menschen lassen sich - auch wenn man sich auseinander gelebt hat - nicht mehr unbedingt scheiden. Ich kenne mehr als ein solches Paar.

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    Hatte ich bereits geschrieben, dass ich ein Haustier als Freizeitbeschäftigung ansehe, welches somit ersetzbar ist und daher keiner übertriebenen Trauer wie bei einem geliebten nicht-ersetzbaren Menschen bedarf.

    Kein Tier ist einfach so ersetzbar denn jedes Tier ist einmalig.

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    Für mich entsteht so eine übertriebene Trauer um ein Tier dadurch, dass man zu Lebzeiten eine (wie ich finde) zu enge Bindung zu dem Tier aufgebaut hat

    Zu enge Beziehung? Ich vermisse meine Katze Jule auch heute noch - nach 7 Jahren - aber die Beziehung war sicher nicht zu eng. Ich hab diese Katze geliebt... sehr geliebt.


    Komm mal aus Deiner gefühlslosen kalten Welt heraus. Es gibt Menschen die lieben eben ihr Haustier und sehen es nicht als Gegenstand den man mal so auf die Schelle ersetzen kann. Du hast in einem Thema gefragt ob Du ein Freak bist... naja.... Du kommst sehr gefühlslos rüber und alles was nicht Deiner Norm entspricht ist "nicht normal".

    Wenn mir jemand vorschreiben würde, dass ich das Grab eines Familienmitglieds mehr zu pflegen habe, als das eines verstorbenen Haustiers, dann würde ich diese Person allerdings echt nicht mehr für voll nehmen können.


    Wer hat das Recht dazu sowas einer erwachsenen & mündigen Person vorzuschreiben? :-X


    Soll doch jeder tun und lassen, wie er will. Über die einzelnen Beweggründe müsste man auch eine ganze Abhandlung der jeweiligen Person verfassen um das zu analysieren - mehr kannst du offensichtlich nicht wollen.


    Ich lese hier nur, dass du es nicht verstehst, bekloppt findest und es SO besser und normal findest.


    Deine Maxime ist nicht meine.

    Wer sagt, dass sie enger ist? Sie kann genauso eng sein wie zum Partner. Du unterstellst den Leuten dauernd was. Und ja, manche Menschen haben sich vielleicht auseinander gelebt oder sich sonst nicht mehr viel zu sagen. Denk mal nach. Ein Tier ist ein Freund... ein Familienmitglied was man liebt. Aber Dir scheint diese Welt echt fremd zu sein.

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    Und wenn ich dann sehe, dass manche Menschen das Grab ihres Hundes mehr pflegen als das ihres Ehemannes mit dem man 50 Jahre verheiratet war, dann frage ich mich ernsthaft, was da schief gelaufen ist.

    Tja, da hätte sich der Ehemann zu Lebzeiten mal Gedanken machen sollen, damit es nicht so weit kommt ;-D Wird schon ihre Richtigkeit haben so! :)z