*Missy*0

    Ja Mensch ist Engel und Teufel..


    Und so unneutral der Mensch ist..so ist die Welt es.


    Aber wir sind nicht nur Menschen mit Vorstellungskraft


    sondern auch empfänglich für Gefühle die zu einer Vorstellung gehören.


    Und ich möchte mit diesem Faden einfach herausfinden, wie andere Menschen mit diesen Vorstellungen umgehen ohne das sie einen negativ beeinflussen.


    Volle Akzeptanz des Schicksals geht bei mir im Kopf. Aber auch nur im Kopf.


    Für mich ist das schwer..mir scheint, da steh ich im moment alleine mit da.


    Ich suhl' mich nicht gerne im Leid, auch wenn sich das so anhören mag.


    Ich verinnerliche nur all die Wahrheiten der Welt, das wird mir zum Verhängnis.

    Es ist einfach alles legitim..alles.


    Es ist halt einfach so .


    Nix ist mehr schockierend für den Menschen..das kann ich einfach nicht teilen.


    Wir haben uns an das Elend gewöhnt, es ist zu akzeptieren und es ist normal, nicht wahr?


    Vielleicht ist meine Seele noch zu jung oder so.

    Zitat von Psychiater Reinhard Haller:


    " Die Redeweise, dass Kinder grausam sein können, hat Wahrheit. Kinder werden nämlich nicht unschuldig geboren, sie tragen ein nicht geringes Maß an Rohheit in sich. Aber während sie aufwachsen, kann ihnen viel davon genommen werden.Wenn jedoch keine Erziehung im positiven Sinne stattfindet, wenn Kinder keine Werte vermittelt bekommen - dann haben sie freilich kaum die Möglichkeit, lieben zu lernen und die Fähigkeit auszubilden, gütig zu sein und anderen zu helfen. Der Schluss ist jedenfalls nicht der, dass jemand, weil er ein schlechtes Umfeld hatte, "schlecht" geworden ist - sondern vielmehr jener, dass er kein "guter Mensch" wurde, weil er kein gutes Umfeld hatte. Eines, das es ihm gestattet hätte, erwachsen - und damit verantwortungsvoll - zu werden."

    Hab jetzt nicht den ganzen Beitrag gelesen, sorry wenn's schon mal vorkam :)


    Klar ist alles grausam und böse, was uns die Medien da tagtäglich zeigen. Aber ich behaupte jetzt einfach mal, dass vieler dieser Greultaten auch schon vor 100, vor 500, vor 1000 und 15000 Jahren begangen wurden. Nur da wusste niemand davon, weil es keinen Reporter gab, der es in die Welt hinaustrug. (Denk an die Hexenverfolgung, Inquisition, Pest, ...)


    Schlechte und negative Emotionen lassen sich besser verkaufen als gute, das ist schon so seit dem es Zeitungen gibt. Der Mensch neigt dazu einem traurigem, hilflosen Gefühl mehr beizumessen als einem guten. Denk nur mal daran wie schnell ein glücklicher Moment für dich vorbei ist und wie ewig lang dir ein schlechter Moment vorkommt :)


    Warum wird nicht an die Menschen gedacht, die hilfebedürftigen Menschen selbstlos helfen - rund um die Uhr? Ist das nicht etwas Positives? Kinder-Hospiz, Suppenküchen, Beratungsstellen, Auffangstellen, Projekte rund um den Globus (Brunnen bauen in Afrika, Tierschützer in Grönland, kostenlose Medikamente in Indien, ...)

    Wer (in Mitteleuropa) meint, er würde in der Hölle leben, der war noch nie in Indien (oder Afrika).


    Ich denke aber doch, dass die Menschheit sich weiter entwickelt, dass sie ihre Rohheit mit der Zeit verliert.


    Aber es wird noch Jahrhunderte dauern.


    Denn wir Menschen sind weiterhin Tiere, nichts Anderes. Somit gilt auch bei uns: Der Starke bestimmt über die Schwachen. Jede Krise zeigt es - einige Wenige bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit.


    Aber es wird besser, denn was sich früher der Adel geleistet hat, das ginge bei uns in Europa mittlerweile nicht mehr so einfach bzw. offen.


    So sehe ich das zumindest....

    Dann komm' ich wieder auf den Grundgedanken zurück,


    das die Menschheit auf die Hölle verbannt wurde.


    Wie du schon sagtest PeHaPe..


    all' das Elend gibt es schon seit den ersten Generationen der Menschheit.


    Wie geht ihr denn nun damit um verdammt?


    Kann mir jemand bitte 'ne Krücke geben?


    Danke euch beiden für die Beiträge! @:)

    Zitat

    Dann komm' ich wieder auf den Grundgedanken zurück,


    das die Menschheit auf die Hölle verbannt wurde.

    Wieso Hölle? Reichtum (jetzt nicht unbedingt in Form von Geld, sondern Reichtum in Form von Schönheit, Frieden usw.) lässt sich nur anhand der Armut bemessen. Wenn allen die Sonne aus dem Arxxx scheinen würde, wüsste niemand auf der Welt, dass es Unglück gibt und was es anrichten kann und unser Selbsterhaltungstrieb ginge flöten. Viele Grausamkeiten in der Menschenwelt gibt es auch in der Tierwelt: Löwenmännchen, die die Babies anderer Löwen töten, Kannibalismus, Rivalitätskämpfe usw. Nur den meisten Tieren fehlt das Bewusstsein für Recht und Unrecht, Moral und Ethik. Wozu auch, hier gehts um die Erhaltung.


    Kennst du die Geschichte die Büchse der Pandora? Sie enthielt alles Böse, alles Übel, alles Schlechte was der Menschheit widerfahren konnte. Da kam dann Pandora daher und öffnete sie und ließ all das auf die Mensch los. Aus Panik, was sie da angerichtet hatte, schloss sie die Büchse ganz schnell wieder, bevor noch mehr Unheil geschieht. Weißt du was passiert ist? Dadurch, dass sie die Büchse so schnell wieder geschlossen hatte konnte das Allheilmittel gegen all das Schlechte nicht entweichen, was ebenfalls da drin verborgen war: Hoffnung und Glaube. Und erst später ließ man diese Mittel auf die Menschheit nieder und mit mal war das Böse gar nicht mehr so böse. DAS haben nur wir Menschen und wir sollten stolz darauf sein.

    Grüner Kaktus

    Zitat

    Wer (in Mitteleuropa) meint, er würde in der Hölle leben, der war noch nie in Indien (oder Afrika).

    Es gibt keinen wirklichen Maßstab für Leid meiner Meinung nach.


    Ich hab in Asien gelebt und deren Leid auch erlebt (nicht wirklich gelebt)


    und dennoch sind diese Menschen sehr sehr leicht zu erfreuen im Gegensatz zu uns in unserer sicheren Umgebung.


    Jeder empfindet und erfährt sein Leid in der eigenen Intensität egal wo er lebt.


    Natürlich haben wir es in gewisser weise gut hier im Vergleich zu dritte Welt Ländern..


    Es ist aber eine Welt.


    Und dieses "Wir haben's doch eigentlich gut" ist sehr beschränkt gesehen


    und auch ein bisschen egoistisch, wenn auch realisitsch.

    Zitat

    Denn wir Menschen sind weiterhin Tiere, nichts Anderes. Somit gilt auch bei uns: Der Starke bestimmt über die Schwachen. Jede Krise zeigt es - einige Wenige bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit.

    Verstand und Vernunft unterscheidet uns immernoch von den Tieren.

    PeHaPe

    Zitat

    Wieso Hölle? Reichtum (jetzt nicht unbedingt in Form von Geld, sondern Reichtum in Form von Schönheit, Frieden usw.) lässt sich nur anhand der Armut bemessen.

    Versteht mich nicht falsch, ich bestehe nicht auf den Gedanken, dass wir auf der Hölle leben.


    Ich kann mich einfach nur nicht damit anfreunden, dass wir das Leid brauchen um das gute zu erkennen.


    Das ist doch antrainiertes Gedankengut.


    Meint ihr, wenn alles natürlich und nicht so verseucht


    alles friedlich und nicht so kriegerisch


    und jeder satt und keiner hungrig wäre..


    wir dann nicht zufrieden sondern ganz neutral eingestellt wären?


    Versteh ich das richtig?

    Wir wären zufrieden - natürlich wären wir das. Aber es wäre egal, es wäre selbstverständlich für uns, es wäre nichts besonderes, es wäre einen Kehricht wert. Was resultiert daraus? Maßlosigkeit in allen Richtungen: Fortpflanzung, Essen, Trägheit, Faulheit - denn es braucht niemand mehr um etwas kämpfen: Schlaraffenland pur :) Die Dinge verlieren ihren Wert, nicht nur Materielle, denn du bekommst alles, was du willst. Die Wissenschaft, die Bildung, das Wissen, all das verliert an Bedeutung. Muss da grad an Wall-E denken, an das Raumschiff mit diesen Menschen, denen es viel zu gut geht. So in etwa stelle ich mir die Welt vor, wenn alles in Einklang und Glückseligkeit lebt. Probleme sind es, an denen wir wachsen, wenn wir uns ihnen stellen und meistern.

    Zitat

    Ich kann mich einfach nur nicht damit anfreunden, dass wir das Leid brauchen um das gute zu erkennen.

    Natürlich braucht man Leid um das Gute zu erkennen. Denn woher weisst du was gut ist, wenn du das Schlechte nicht kennst? Stell dir vor du isst dein Leben lang nur schöne, rotbäckige Äpfel. Du isst nie einen schlechten Apfel und niemand zeigt dir je einen verdorbenen Apfel. Woher weisst du dann, dass es schlechte Äpfel gibt und dass sie dir schaden können? Gar nicht!!! So in etwa ist das, wenn ein Mensch nie in seinem Leben von negativen Emotionen geplagt wurde. Gute Gefühle sind selbstverständlich..