Deine Oma hat eine Vergiftungsangst. Das hat nichts mit dement oder paranoid zu tun (meine Meinung!). So eine Angst ist naheliegend, wenn man alt ist und befürchtet, andere wollten einem ans Erbe oder so.

    Zitat

    Ja ich werde mal bei ihr übernachten, vlt. rieche ich ja was

    Das finde ich auch eine gute Idee. Angst ist ja ein Gefühl und um zu überprüfen, ob es berechtigt ist, muss man mit Vernunft an die Sache rangehen. Also einmal übernachten, riechen, ist da was? ja/nein. Wenn ja, der Sache auf den Grund gehen. Wenn nein, hat sich die Sache erledigt.


    Das letzte ist das entscheidende. Wenn Du einmal da warst und da ist nichts, dann hat sich die Sache erledigt. Irgendwann muss man dann auch mal sagen können: Ne, Oma Du tütelst (oder was auch immer man bei Euch in der Gegend in solchen Fällen so sagt), Du brauchst keine Angst zu haben. Das war's. Fall erledigt.


    Ich befürchte, es ist längst ein Spielchen draus geworden und das ist natürlich nicht gut. Gut wäre es, wenn man Einigkeit in der Verwandschaft im Verhalten gegenüber Deiner Oma hinbekommt.


    Du hast die Frage hier im Forum Psychologie gestellt. Deshalb vermute ich mal, Du gehst da etwas voreingenommen ran, weil Du von vornherein glaubst, Deine Oma habe einen kleinen "Dachschaden". Das ist nicht gut (wenn ich denn mit meiner Vermutung richtig liege). Versuch der Sache unvoreingenommen auf den Grund zu gehen.

    Hi, Ich denke auch..das Deine Oma an einem Vergiftungswahn leidet. Manchmal kommt sowas im Alter.


    Der Vorschlag bei ihr zu übernachten ist sehr gut. Solltest Du nichts riechen, fahr mit ihr zum Arzt um die "Vergiftung" überprüfen zu lassen. Auch unter diesem Vorwand. Sollte es ein Wahn sein, dann wird sie sich das eh nicht ausreden lassen. Die Medis, die sie dann bekommen würde, wären dann das "Gegenmittel" ....


    Klingt komisch, aber von einem Freund die Oma hatte das Gleiche... :[]

    Es gibt einige Krankheiten (bsp Parkinson, wie lovecat ja bereits ansprach), die den Geschmacks- und Geruchssinn beeinträchtigen. Ich würde versuchen, das durch einen Arzt abklären zu lassen. Gerade im Anfangsstadium sind Krankheiten oft gut zu beherrschen und je früher man anfängt diese zu behandeln, umso größer die Chancen, dass sie beherrscht werden können.

    @ prinzin

    zum startbeitrag:


    ... Essig und Alkohol – riecht nach einer typischen Mischung heutzutage für einen biologisch abbaubaren Reiniger (vgl. "Frosch"-Reiniger). Die andere Möglichkeit, das hatte ich mal im Haus, ist, dass jemand Äpfel in einem geheizten keller lagert, das riecht dann auch so etwa danach stechend nach essig – und Gärung- Alkohol..., vorzugsweise abends, wenn man die Fenster abends nach der Lüftung schliesst.

    Ich möchte dir keine Angst machen, aber bei der Oma von meinem Ex hat es genauso angefangen...sie hatte permanent Angst, vergast zu werden, verstopfte Schlüssellöcher u. Ä. und hatte eine furchtbare Angst.


    Meine Schwiegereltern haben das damals abgetan und nicht beachtet und ihre Angst steigerte sich in eine unglaubliche Paranoia, die darin gipfelte, daß sie auf offener Straße Nachbarn mit dem Schirm vermöbelte. Die arme Frau, sie tat mir so leid.


    Also auch von mir: geht mit ihr zum Arzt, so schnell wie möglich. Kein Mensch sollte permanent in Angst leben müssen, wie eingebildet diese Angst auch sein mag.