Es gibt bestimmte Medikamente, die bei Angststörungen eingesetzt werden können. Allerdings therapieunterstützend/ therapiebegleitend. Auch diese Medikamente sind keine "Wundermittel" und müssen mit Bedacht eingesetzt werden. Medikamente allein lassen die Ängste auch nicht verschwinden. Aber einen Therapieplatz hast du ja schon.


    A propos Homöopathie: in der Apotheke gibt es auch "Rescue Tropfen". Vielleicht könnten auch die helfen, die Wirkung könntest du sogar vorher in einer Notsituation ausprobieren.

    :-)


    Ja, dieser "man könnte"-Effekt ist auch schon beruhigend. Dürfte sogar bei sehr vielen Angstis relevant sein. Gibt bestimmt eine Menge, die ihr Notfallmedikament immer dabei haben, aber es nie nehmen. Wobei das auch eine Form der (psychischen) Abhängigkeit ist, aber besser so, als sich vor Angst drastisch einzuschränken.

    Wenn du es so weit geschafft hast, ohne drauf zurückgreifen zu müssen, ist Tavor eigentlich dann auch fast überflüssig. Du hast die Angst ausgehalten und festgestellt, dass nichts passiert ist. Also mach weiter so. Lerne es auszuhalten und zu ertragen und du stellst fest, dass nur wenige deiner Befürchtungen eintreten werden. ;-)


    Und nur das ist der Weg raus aus der Angst, die Konfrontation und das Aushalten. Ein Medikament nehmen ist immer der einfachste Weg. Manchmal gehts nicht ohne. Aber etwas unternehmen und es ertragen ist der schwere Weg. Und ich hoffe du entscheidest dich so oft wie möglich/immer für den schweren Weg. Denn das wirkt langfristig immer am besten. Und irgendwann wird es ziemlich einfach. ;-)


    Aber wenn du es noch nicht machst; Mach eine Psychotherapie. ;-)


    *:) @:)

    Na wenn Du keine Angst hast, weil Du das Notfallmedikament dabei hast.


    Also im Umkehrschluss – wenn Dus nicht dabei hast, hast Du Angst; im Kern steht dabei ja die Angst vor den Symptomen an sich. Wenn die Angst vor den Symptomen nicht auftritt, weil Du weisst, Du hast ja das Notfallmedikament, welchs die Symptome unterdrücken würde, dabei, dann hast Du nach wie vor im Kern die Angst vor den Symptomen, bist aber mit dieser "Krücke" schonmal deutlich handlungs- und bewegungsfähiger. Aber die Grund-Angst, die "Angst vor der Angst", die Angst vor den Paniksymptomen als solche, bleibt bestehen; Du bist abhängig von der Verfügbarkeit des Mittels.


    Ist doch an sich ganz simpel!?

    Hilfreich ist auch EMDR zu erlernen. Während man an die stressige Situation denkt, mit den Augen rollen, wie in der Tiefschlafphase. Das kann man lernen. Ich kenne einige, denen das gut geholfen hat. Ein Freundin von mir macht das vor ihren Seminaren. Als sie diese Technik das erste Mal anwandte war sie überrascht, dass die Angst auf einer Skala von 0 bis 10, von ungefähr 9 auf 0 abfiel, nachdem sie diese angewandt hatte. Sie schlief danach sofort ein. Aber man kann natürlich nicht wissen, wie es im Einzelfall bei jemandem funktioniert. Man muss es einfach ausprobieren.