• Wochenbettdepression?

    Hallo Leute, woran erkennt man eine wochenbettdepression? Ich habe vor 11 Tagen meinen Sohn auf die welt gebracht und komme aus dem heulen nicht mehr raus. Er ist ständig am brüllen, obwohl er gefüttert und gewickelt wurde, wir gekuschelt haben und er totmüde ist. meine hebamme war vorhin da und meinte, das er keine schmerzen zu haben scheint, er sieht…
  • 90 Antworten

    @ :)

    Richtig mies hab ich mich zwei bis drei Wochen gefühlt. Zwei Wochen so richtig mies, danach wurde es besser. Das Geheule ist dann langsam vergangen. Bis ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, ich bin wieder ich selbst hat's glaub ich fünf Wochen gedauert.

    Zitat

    und du hast nix deswegen gemacht?

    Meinst du mich? Wenn ja:


    Ich hab mir Sorgen gemacht, ob ich nur nen dicken BabyBlues oder doch ne Wochenbettdepression hab. Aber es war nicht so, als hätte ich mich kontinuierlich schlecht gefühlt. Es gab auch tolle und unbeschwerte Momente oder Tage. Das hat mir die Kraft gegeben, daran zu glauben, dass es wieder besser werden wird. Außerdem kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass ich immer große Schwierigkeiten hab, mich an neue Lebens-Situationen zu gewöhnen. Also hab ich versucht, mir die Zeit zu geben, die ich brauche. War aber auch mehrmals kurz davor, zum Arzt zu gehen, weil ich Angst hatte, dass es doch ne Wochenbettdepression sein könnte...

    ja meinte dich


    also bei mir gibt es auch mal schöne tage aber eher selten


    ich weiss nicht, ob ich zum arzt gehen soll, ich fühl mich teilweise so kraftlos, würde am liebsten den ganzen tag im bett liegen, aber das geht ja nicht mit kind


    ich bin auch sehr schnell genervt und gereizt und wenn jemand was zu mir sagt, dann denk ich immer, derjenige will mir böses oder mich fertig machen

    Zitat

    würde am liebsten den ganzen tag im bett liegen, aber das geht ja nicht mit kind

    Mit einem so kleinen Kind geht das eigentlich sogar sehr gut – vorausgesetzt, man hat nicht den Ehrgeiz, gleichzeitig auch noch den Haushalt zu schmeißen. Ein paar Tage zusammen mit Baby weitestgehend im Bett verbringen, wäre gar nicht schlecht und könnte sich auch positiv auf´s Stillen auswirken (wenn du das möchtest – wenn die Kombination Brust/Flasche für dich o.k. ist, ist es ja auch gut).


    Nochmal das Tuch: Die Ängstlichkeit ist normal! Das Binden solltest du dir von jemandem zeigen lassen (es gibt Tragekurse – für uns hat es aber völlig ausgereicht, es kurz von der Hebamme gezeigt zu bekommen; irgendeine Freundin oder so wäre genauso gut gewesen). Das Baby wird dabei auf keinen Fall runterfallen, das ist gar nicht möglich (jedenfalls nicht in diesem Alter – wenn ein einjähriges Kind sich heftig strampelnd wehrt, sieht es schon anders aus, aber selbst dann ist runterfallen unwahrscheinlich). Es wird sich nur wahrscheinlich erstmal beschweren, weil es nicht weiß, was das Ganze soll. – Aber du kannst das Binden ja auch erstmal mit einer Puppe üben!


    Es gibt natürlich auch schriftliche Anleitungen mit Fotos – naja, ich hab sie nicht verstanden...

    Oh, habe gerade in deinem anderen Thread gelesen, daß du gar nicht (mehr) stillst. Dann fällt dieses Argument weg. Aber egal – wenn du ein paar Tage im Bett bleiben willst, weil du halt nicht mehr kannst, – das Baby wird wahrscheinlich nichts dagegen haben. Vielleicht ist es sogar ein bißchen zufriedener als sonst, wenn du es tagein, tagaus im Bett bekuschelst?


    Und könnt ihr vielleicht einen Babysitter organisieren, der gelegentlich mit dem Kind spazierengeht oder es bei dir zu Hause ein, zwei Stunden betreut? (Ist ja umso besser machbar, wenn du nicht stillst.)

    also Babysitter können wir uns nicht leisten :|N


    den ganzen tag im bett liegen mit dem zwerg ohje wie langeilig, aber im endeffekt mach ich eh nix ausser rumsitzen und auf den nächsten schrei warten


    ich hab aber noch meinen hund, der beschäftigt werden will, also daraus wird leider auch nix

    anni, jetzt schau mal, du flüchtest dich hier in ganz viele Ausreden, alles "Energieräuber". Gib den Hund doch mal für 2 oder 3 Tage an deine Eltern, leg dich mit deinem Krümel ins Bett, zur Not stellst du dir nen CD-Player mit einem schönen Hörspiel ins Schlafzimmer und dann kuschelst, drückst und schmust, redest, kitzelst, lachst und bespielst dein Kleines. Bestimmt wird es weniger weinen und auch dir wird es besser gehen. Du brauchst gerade Energie, versuch sie dir irgendwie zurückzuholen. Ich wünsche dir alles Gute :)*

    meinen eltern geben geht nicht, wie gesagt, meine mutter wohnt 600km entfernt, meine schwester knapp 300km und hat auch ein Baby und 2 Hunde, mit meinem Vater hab ich keinen Kontakt, meine Schwiegereltern mögen Hunde nicht


    Ich will Fremde nicht mit meinem Kind losschicken, da fühl ich mich nicht wohl

    anni+krümel, ich fühle mit dir, es ging mir insofern ähnlich, als wir uns auch keinen Babysitter leisten konnten und können. Meine Mutter wäre zwar dagewesen, aber irgendwie bin ich (wahrscheinlich durch die Depression verblendet) nicht darauf gekommen, sie um Hilfe zu bitten. Erst ein halbes Jahr später hat mich eine therapeutisch tätige Hebamme darauf gebracht...

    Zitat

    Ich will Fremde nicht mit meinem Kind losschicken, da fühl ich mich nicht wohl

    Das verstehe ich sehr gut. Wenn es aber mehr DAS ist als das Geld – vielleicht könnte jemand zu dir nach Hause kommen? Und wenn es nur ein-, zweimal die Woche für zwei Stunden ist?


    Oder würde der Hund vielleicht mal mit jemand anderem spazierengehen? (Manche Hunde machen das ja nicht mit, andere schon.) Langeweile: Hörspiel. Buch. Fernseher.


    Hast du eine Freundin vor Ort?

    Naja in erster Linie ist es das Geld, wir können uns das echt nicht leisten


    Mein Hund geht ab und zu mal mit dem Nachbarn spazieren für ne Stunde, was auch echt ne Hilfe ist, aber immer ist das halt auch nicht und er muss ja öfters mal raus


    Freundin eigentlich nur eine und die ist mit ihren beiden Kids total überfordert, da will ich ihr nicht noch meinen Zwerg geben, da vertrau ich ihr einfach nicht


    Und sie mit den Kids herholen, nee, das ist noch stressiger als allein