• Behinderung durch Ernährungsstörung, jetzt noch Fibromyalgie

    Hallo an alle, ich habe ein sehr komplexes Problem und versuche mal, das einigermaßen verständlich darzustellen: Seit 2008 habe ich eine Behinderung von 40% wegen meiner massiven Ernährungsstörung. Ich kann nur vier Nahrungsmittel essen (seit der Fibro nur noch drei), und bin deswegen nicht mehr normal belastbar, d.h. ich schaffe wegen der Erschöpfung…
  • 112 Antworten

    Ja, das Problem ist an einer Uniklinik immer vorhanden, dass sie einen als "Studie" verwenden OHNE es zusagen.


    Das Problem mit den Kichererbsen ist das, was ich schon mal beschrieben habe: sie haben wenig Salicylsäure, aber ich habe eine Allergie darauf. Da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz. Ich habe in sechs Jahren ALLE Nahrungsmittel getestet und zwar ohne Grundbelastung und jeweils nur immer eines über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist das, was ich geschrieben habe. Die Ernährungsprofessorin und ich probieren, wenn ich wieder aus der Klinik komme, Medikamente für den Darm und fürs Immunsystem. Wenn das klappt, müsste ich wieder einiges mehr essen können. Bei mir ist halt alles kaputt, der Darm, das Immunsystem und das vegetative Nervensystem und somit häufelt sich der Mist halt an. Aber vielleicht steckt noch ein zusätzliches Problem dahinter, nachdem meine Leukozyten immer SEHR niedrig sind, und auch keiner weiß warum.


    Wegen der Publikation zur Darmlavage frage ich mal die Professorin, die kennt sich damit sehr gut aus und ist auch kritisch eingestellt.


    Danke auch für den Tipp mit der Salicylsäure, ich habe bisher nur eine Liste ohne Werte, also Einteilung in kaum-wenig-mehr- hoch usw.


    Psychologische Betreuung habe ich seit einigen Jahren regelmäßig. Ich würde es sonst nicht schaffen. Der Rattenschwanz an Alltags- und Arbeitsbeeinträchtigung und die Behinderung, die ich deswegen habe, belasten mich sehr (meine Familie auch).


    O.k., ich muss packen... morgen wegen der Fibro in die Klinik für 4 Wochen... dann melde ich mich wieder, o.k.?


    Vielen Dank und liebe Grüße bis dahin


    Apyrena

    Kauf dir doch mal das Buch von Dr.Susan Blum "Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln". Ich finde das was du beschreibst, klingt nach einer Autoimmunerkrankung.


    Diese Frau schreibt dort über einige A. Immunerk......wie man testen kann ob man sie hat, und wie man sich dann versuchsweise erst mal ernähren soll.


    liebe Grüsse und ich hoffe baldige Besserung

    Hallo Aponi,


    vielen Dank für den Buchtipp, ich habe mir das aufgeschrieben. Darüber habe ich schon oft nachgedacht, ob es eine Autoimmunkrankheit sein könnte. Dann denke ich mir wieder: das hätte doch ein Arzt in den letzten acht Jahren erkennen müssen. Aber eine meiner Diagnosen hat sechs Jahre gedauert und von daher wäre es wieder nicht verwunderlich, wenn es selten wäre und es käme nicht so schnell einer darauf.


    Momentan haben meine Ärztin und ich zwei neue Fährten:


    Ich habe eine Schwermetall- und Mineralstoffanalyse (Haaranalyse) gemacht, die teilweise auffällig war.


    Möglicherweise liegt eine Knochenmarkserkrankung vor, weil ich vermutlich mutierte Mastzellen produziere. Das würde meinen Zustand sehr gut erklären. Ich weiß nicht, ob das auch unter die Autoimmunkrankheiten fallen würde?


    Wenn du magst, kannst du kurz in meinen neuen Faden "Interpretationshilfe für Haaranalyse" reinlesen, da habe ich das ausführlicher erläutert (er hat nur drei Seiten).


    Jedenfalls geht es mir nach wie vor fast unverändert schlecht und ich quäle mich sehr. Ich hatte im September eine stationäre Schmerztherapie, bei der sie mich auf ein Schmerzpflaster eingestellt haben und mit den Muskelschmerzen geht es jetzt etwas besser. Der Rest ist unverändert.

    Ich kann dir das gut nachempfinden, weil es mir selber auch gesundheitlich ziemlich schlecht geht.Ich wurde von Ärzten in aller größter Not immer wieder im Stich gelassen....ich kann leider selber nicht viel schreiben, weil meine Hände ganz schlimm entzündet und dick sind.Tippe mit dem Kuli... Ich helfe mir jetzt auch so weit es geht selber.


    Eine wichtige Sache, die ich mittlerweile weiß, ist, das ich so essen muß, das mein Körper nicht übersäuert ist....geht bei mir ganz schnell....Hirse ist für mich ein Lebensmittel was ich sehr gut vertrage...und ich glaube auch gluten freies Knäckebrot..Knusper Brot tut mir gut....vielleicht kannst du das ja auch mal testen,......aber das ist natürlich bei jedem anders.


    Viele liebe Grüsse

    Oh je, du Arme, das ist schlimm. Ohne die Hände ist man richtig aufgeschmissen, die braucht man ja den ganzen Tag! Weißt du wenigstens, was die Ursache ist?


    Bei mir ist es mit der Ernährung übelst. Ich kann nur Huhn und Eisbergsalat (jeweils mit Sonnenblumenöl und Salz) und einen geschälten Golden delicous pro Tag essen. Alles andere geht nicht. Ich bin deswegen auch ziemlich verzweifelt.

    Das kann ich gut verstehen. Ich kenne die Ursache auch nicht, aber ich komme der Sache mehr und mehr auf die Spur.


    Ich habe ja auch mit dem Darm massive Probleme. Oft so schlimm, das ich mich fühle wie wenn ich sterbe. Hatte auch schon 4-5 mal ganz massive Darmblutungen.Trotzdem haben die Ärzte im Krankenhaus nichts weiter gemacht .Nur einmal als ich in dem Zustand zu einem Gastroenterologen gegangen bin - in der Notaufnahme haben sie mich einfach heim geschickt -und der Arzt hat den unteren Darmabschnitt gespiegelt.

    Der Darm ist für soo viele Krankheiten verantwortlich, vielleicht gibt es bei dir auch einen Zusammenhang. Ich habe z.b. auch viel Gelenkschmerzen, die Gelenke sind aber nicht entzündet oder geschwollen.


    Wahrscheinlich hast du schon versucht, die größten Übeltäter wie Gluten oder Milch wegzulassen? Oder auf basische Ernährung umzustellen? Autoimmun ist es bei dir nicht? Das geht auch oft vom Darm aus.

    Was ist, wenn du einige Lebensmittel einfach DOCH isst, Allergie hin oder her.


    Ich würde bekloppt werden, wenn ich nur noch Huhn essen dürfte. Spätestens am dritten Tag hätte ich den Kaffee davon auf. Du mußt doch auch schon total dürr sein. Das, was Du da machst, ist ja im Grunde eine Monodiät und gleichzeitig lowcarb.


    Selbst, wenn ein Gesunder länger so ißt, würde der mit der Zeit schwer krank.


    Kann man Deinen Körper da zu nichts zwingen?


    Ich scheine auch auf Vieles im Magen- und Darmbereich mit Beschwerden zu reagieren. Ich esse es einfach trotzdem. Wenn man einmal mit dem Aussortieren anfängt, wird es immer mehr.


    Was ist, wenn der Tag kommt und Du auch kein Huhn mehr essen kannst

    :-(

    Zitat

    Möglicherweise liegt eine Knochenmarkserkrankung vor, weil ich vermutlich mutierte Mastzellen produziere. Das würde meinen Zustand sehr gut erklären. Ich weiß nicht, ob das auch unter die Autoimmunkrankheiten fallen würde?

    Kann man das heilen?

    Ich mache immer wieder Versuche mit Nahrungsmitteln, aber mir geht es spätestens nach drei Woche so dermaßen schlecht, dass ich nicht mehr arbeitsfähig bin. Mein Zustand ist so übel, vielleicht vergleichbar wie wenn du eine akute Magen-Darm-Grippe hast (totale Erschöpfung, dauernd Durchfall, massive Schmerzen, Gehirn völlig abgeschaltet).


    Es ist für mich auch eine Qual, täglich das zu essen und im März werden es acht Jahre.


    Dass davon selbst ein Gesunder krank werden würde ist klar. Ich habe (auch) eine Schwerbehinderung deswegen, weil ich kaum noch leistungsfähig bin.


    Wenn der Tag kommt, an dem ich kein Huhn mehr essen kann, ist es vorbei. Davor habe ich wahnsinnig Angst. Mir ist das bewusst, aber ich kann ja auch nicht mehr machen als immer wieder alles versuchen, was geht.


    Eine Mastzellerkrankung kann man nicht heilen und es ist auch keine wirklich richtig gute Verbesserung möglich. Aber man kann den größten Gipfel etwas abschwächen und ich hoffe hoffe, dass es mir damit wenigstens etwas besser gehen würde.

    Heute hatte ich den Termin bei meiner Internistin.


    Sie meinte, dass ich ganz sicher eine Mastzellerkankung (Immunerkrankung) hätte. Ob diese von mutierten Immunzellen aus dem Knochenmark stammt oder ob die Mastzellen erst im Blut krankhaft reagieren, könnte man nur durch eine sehr sehr aufwendige und nicht ganz gesicherte Diagnostik heraus finden. Da die Behandlung die gleiche ist, haben wir beschlossen, das nicht zu machen, sondern uns auf die Behandlung zu konzentrieren.


    Warum es abgesehen davon oder trotzdem bei mir so unveränderbar und heftig ist, kann sie aber nicht sagen. Sie meinte, ich wäre ich schlimmster und hartnäckigster Fall :°( .


    Wir werden jetzt aber erst die Ausleitung meiner Schmermetallbelastung machen und dann erst das neue Medikament für die Mastzellen probieren (in ca. 2 Monaten). Beides zusammen ist kontraindiziert. Am Darm arbeiten wir sowieso weiter.