Kann es wirklich Fibromyalgie sein nach Krebserkrankung?

    Hi an alle,


    ich bin wirklich etwas verzweifelt. Ich weiß, ich schreibe Romane hier, aber ich BITTE WIRKLICH JEMANDEN DARUM, SICH DAS MAL DURCHZULESEN UND MIR RAT ZU GEBEN!!!!


    Habe schon 2 andere Threads eröffnet, aber so langsam keimt in mir ein übler Verdacht auf, vor dessen Bestätigung ich mich zutiefst fürchte.


    vor 2 1/2 Jahren mit gerade 27 bekam ich eine Lymphkrebsdiagnose im IV Stadium. Ich habe Chemo + Bestrahlung durch. Alles gut. Seit 2 Jahren bin ich nun Krebsfrei und eigentlich könnte alles super sein.


    Seit Dezember 2011 geht es mir jedoch irgendwie komisch. Da hatte ich noch KEINERLEI Schmerzen, nur ein bisschen Schwindel. Aber das ist auch nicht unüblich für mich. Blutwerte waren jedoch super. Aber in mir ist ab da plötzlich die furchtbare Angst aufgekeimt, mein Krebs könnte zurück kommen. Ende Dezember bis mitte Januar hatte ich dann plötzlich jeden Tag so eine unterschwellige Übelkeit. Musste nie brechen, aber mir ging es wirklich nicht so gut. Habe zwar mein Leben relativ normal weitergeführt, doch mit deutlicher Minderung meiner körperlichen Leistung. SPrich, musste mich mal zwischendruch mein Putzen hinsetzen, weil mir übel wurde und so ganz komisch.


    Das ging dann aber mitte Januar plötzlich genauso flix weg, wie es kam. Seitdem ist es auch weg. Am 03. oder 04 Janaur bekam ich plötzlich Schmerzen in der linken Flanke. Durch OP's an der Niere und einer Nierenschwäche, dachte ich es liegt daran. Wurde abgeklärt. Waren Bakterien im Urin. Ich bekam Antibiose. Danach war erst mal kurz Ruhe im Karton.


    Doch die Schmerzen haben wieder begonne. Dazu auch mein Nacken und meine Brustwirbelsäule vorne und hinten. Was in die Rippen links total reinzieht und so ein Schmerz/Druckgefühl hinterlässt. Besonders die unterste Rippe links schmerzt mich morgens dolle und es zieht auch in den Darm rein. Wobei der Darm selbst nicht weh tut. Es sind irgendwie Schmerzen auf der "Oberfläche" des Organs. Auch wenn ich etwas esse habe ich manchmal das Gefühl von Magenbrennen. Also KEIN Sodbrennen, sondern mehr so, als würde das Organ brennen. Und mein Bauch blubbert und gluggert wie dolle. Doch ich habe keine Bauchschmerzen und auch kein Durchfall oder sonstiges was Stuhlgang angeht.


    So blieb es auch eine ganze Weile. Sprich Nacken steif, Wirbelsäule, Schultern, Rippen und Flanke tat weh. Alles aber erträglich. Der Darm war zu Beginn viel schmerzhafter, es war ein Drücken und Stechen. Doch das hat so ziemlich ganz nachgelassen. Er gluggert jetzt nur noch.


    Auch wenn ich mit Freunden unterwegs war oder allgemein abgelenkt, ging es mir oft sehr gut. Organuntersuchungen per Sono ergaben nichts, Blutbild super, Urin ist jetzt gut, Nieren unauffällig, abtasten auch OK, keine geschwollenen Lymphknoten. Ich hatte am 18.01 einen Termin in der Uni zur klinischen Untersuchung der Krebsnachsorge. Alles gut. Es wurde dieses Mal kein CT gemacht, doch das wird jetzt nächste Woche noch nachgeholt.


    Eine Weile hatte ich soooo mega Beckenschmerzen links, es hat richtig gebrannt. Von der Bewegung her war ich allerdings zur KEINER ZEIT eingeschränkt. Im Gegenteil. Im Fitnessstudio beim Sport machen war es meist sogar ganz weg der Schmerz. Ein paar Tage hatte ich das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen und einen Kloß im Hals zu haben. Doch auch das ging jetzt ziemlich gut weg. Es war meiner Meinung nach die plötzliche Angst ein Lymphom in der Lunge zu haben, wegen den Brustbeinschmerzen.


    Doch meine Leistungsfähigkeit beim Sport sprach einfach dagegen. Knochenschmerzen usw. kenne ich seit meinem 12. Lebensjahr. Aber es war nie so mega schlimm oder akut. Ich hatte oft Probleme mit der linken Hüfte und eingeklemmten Nerv, weshalb ich wochenlang nicht richtig laufen konnte. Aber das ging und kam über die Jahre. Ich habe auch ein schiefes Becken, ein Rundrücken oben und ein Hohlkreuz unten. Von der Haltung habe ich also her immer schon Problemchen.


    Mein Hausarzt meint meine Schmerzen wären psychosomatisch und ich solle ein vorverlegtes CT beantragen (es wäre erst im Mai) um davon weg zu kommen, denn sonst könne es zu gewaltigen Problemen kommen, wenn es ins Schmerzgedächtnis überging.


    Ich habe mich also beruhigt und viel Entspannungsgeschichten gemacht (Autogenestrainig usw.) es half auch. Ich hatte das Gefühl es wird etwas besser. Ich war zur Abklärung auch beim Gyn. Aber dort sieht alles top aus.


    Doch an dem Tag beim Gyndoktor bin ich mit sooo Bauchweh hingegangen und mit Schiss, dass ich plötzlich einen erhöhten Schmerz im Kreuzbein hatte. Es sind keine Schmerzen wie Schmerzen sondern mehr wie Verspannung und Muskelkater. Jetzt ist es so, dass ich seit ca. 1 Woche Schmerzen in allen Extremität habe. Die Gelenke besonders. Auch die Handgelenke. Es fühlt sich immer irgendwie so an wie Sehnenschmerz. Die Knie tun mir weh und die Beine. Wobei mehr die Muskeln als die Knochen habe ich das Gefühl. Auch der untere Rückenteil sprich Kreuzbein fühlt sich an, als hätte ich 3 Tage gestanden, 1 Nacht geschlafen und würde mit den Nachfolgen zu tun haben. Es fühlt sich mehr so nach Prellung an, als nach Schmerz. Aber ich kann plötzlich nicht mehr so lange stehen ohne Schmerzen und Druck dort und auch Schmerz, der dann in die Beine zieht. Auch beim langen unbequemen Sitzen.


    Die Muskeln um die Wirbelsäule scheinen mir verhärtet. Meine Flanke tut immer noch weh, aber wesentlich weniger. Mein Becken hatte fast aufgehört und tut jetzt aber wieder verstärkt weh. Ich kann plötzlich nachts nicht mehr gut durchschlafen und wache auf und habe leichte Schmerzen. Ich weiß dann nicht, wie ich mich hinlegen soll. Ich schlafe zwar wieder ein, aber es ist schon irgendwie ätzend. Außerdem habe ich das Gefühl, ich muss viel öfter auf die Toilette zum Pipimachen als früher. Obwohl nicht viel rauskommt.


    Meine Arme tun mehr weh als die Beine. Jedoch ist eigentlich der Schmerz allgemein eher links vertreten als rechts. Sprich meine linke Seite tut mir weh. Die rechte macht mal hier und da einen Mucks, doch im großen und ganzen ist es wirklich OK. Besonders das Gesäß links und der "Sitzknochen" und der übergehende Bereich ins Becken (weiß nicht wie ich das erklären soll) tun mir weh. Es zieht und manchmal ist es so ein "Blitzartiger" Schmerz.


    Dazu kommt, dass ich seit ca. 1 Woche immer wieder Probleme mit einer Entzündung im Mund habe am oberen Kiefer mit den hinteren Backenzähnen. Das Zahnfleisch wirkt entzündet, aber irgendwie tut der Kiefer weh. Sprich es ist ein Druck auf dem Kiefer beim kauen und beißen.


    Ich bin echt verzweifelt. Mein Freund nimmt mich nicht ernst und mein Hausarzt kann mir nicht wirklich helfen. Ich frage mich echt, warum das jetzt so kommen muss nach allem, was ich durchgemacht habe. Es handelt sich wohlmöglich um eine sekundäre Fibro nach Tumorerkrankung.


    Aber was mich eben wundert... im Dez. ging es mir bis auf den Schwindel (auch relativ selten) super. Ich hatte die letzten 10 Jahre keinerlei großartige Beschwerden. Ich hab im McDonalds gearbeitet, in der Gastro usw. usw. und nur nach langem Stehen mal Schmerzen im Kreuzbein, doch ein Tag später war alles gut. Ich hatte wie gesagt nie großartige Probleme und bis vor ca. 1 1/2 Monaten hatte ich auch GAR NICHTS... kann den eine Fibro sooooooooooooooooooooooo mega schnell aufflammen und sich ausbreiten? Ich habe ja noch die Hoffnung, dass es etwas anderes ist. Denn ich habe auch keine Leistungsschwäche und Müdigkeit. Auch spricht von meinen Sachen her nichts für ein Krebsrezidiv. Ich sitze auch nicht Daheim (die Phase hatte ich paar Tage lang) und heule rum und bin total Depri. Eigentlich geht es mir so wirklich gut. Kein Fieber, keine Infekte, keine Müdigkeit oder Erschöpfung.


    Das schlimmste aber ist, ich habe seit ca. 2 Wochen auch kein Gefühl mehr beim Geschlechtsverkehr. Also nicht im Kopf. Ich will und ich habe auch Lust und alles stimmt... doch plötzlich werde ich weder feucht noch spüre ich das Eindringen. Also wärend der vaginalen Penetration merke ich zwar, dass dort etwas passiert, aber ich spüre nichts mehr Erregendes... das macht mich total fertig. Ehrlich... das mir das genommen wurde, ich könnte heulen!!!! Kann das auch davon kommen????


    Ich habe gelesen, dass sich die Fibro über Jahre hinweg zieht, bevor sie solche "Ganzkörperintensität" bekommt. Ich habe innerhalb von 2 Wochen aufeinmal alle körperlichen Symptome der Fibro. Und ich bete wirklich zu Gott, dass es das nicht ist.


    Kann es sein oder könnte es auch eine andere Krankheit sein so etwas wie Polymyalgia rheumatica????


    BITTE, BITTE UM ANTWORT!!!!!

  • 19 Antworten

    Ich war noch nicht beim Zahnarzt.


    Ich habe nicht mehr gekaut auf der Stelle, aber der Schmerz war ziemlich subtil, sprich also wenn man es nicht angefasst hat, hat es auch nicht "wirklich" weh getan. Nur bei stärkerem Druck. Aber das Zahnfleisch sah geschwollen & entzündet aus. Hab dann 2 Tage lang mit Kamillentee und Listerine für Zahnfleisch gespült. Bis dato hat es ca. 1 Woche weh getan und sogar ins linke Ohr reingezogen. Letzten So. hatte es abends so seinen Höhepunkt. Es hat im Kiefer gedrückt und meine Backe hat sich auch irgendwie dicklich angefühlt (man hat aber nicht gesehen, bis auf einen kleinen Lymphknoten der etwas angeschwollen ist in der Region, aber auch wieder abgeschwollen ist).


    Ich habe dann an dem Abend noch viel mit Kamillentee gespült und 2x mit Listerine und am nächsten Morgen war ALLES WEG!!! Seit dem kann ich die Seite auch wieder zum kauen benutzen. Es kommt mir selbst spanisch vor, aber so ist es. Wenn es aber tatsächlich eine Entzündung war, glaube ich nicht, dass sich die Sache so getan hat. Den manchmal kriege ich abends (so wie gestern) immer noch so ein leichtes Druckgefühl auf den letzten beiden hinteren Backenzähnen bzw. dem Zahnfleisch. Aber so gaaaaanz subtil!


    Werde aber erst zum Zahnarzt gehen, nachdem ich jetzt mein CT hatte. Ich habe einfach kein Nerv mehr dafür.


    Warum? Glaubst du es könnte etwas damit zu tun haben? Die anderen Beschwerden waren aber schon viel früher da. Der Zahnschmerz kam ja erst schon zu einem späteren Zeitpunkt. Wie gesagt. Bis Januar ging es mir wirklich gut. Außer meine DAUERANGST vor einem Krebsrezidiv die sich wirklich belastend in meine Seele gefressen hat, obwohl ich vorher gar nicht so war. Meine Psyche ging genauso spontan den Bach runter wie meine physische Konstitution. Ein echtes Drama für mich *schniefz*


    Vielen Dank für die Antwort @:)

    Zitat

    Außer meine DAUERANGST vor einem Krebsrezidiv die sich wirklich belastend in meine Seele gefressen hat, obwohl ich vorher gar nicht so war.

    Ich glaube, daß das Dein Hauptproblem ist. Hast Du mal erwogen, was dagegen zu machen?

    Mit Sicherheit ist es das Problem. Aber gerade Probleme auf psychischer Ebene brauchen eine ganze Zeit um behandelt zu werden. Wie die Probleme nicht von heute auf morgen kommen, gehen sie auch nicht so leicht – leider!


    Natürlich war ich schon bei 3 Psychoonkologen. Aber es war mehr als Unzufriedenstellend für mich. Was wirklich schade ist. Ich bin kein verschlossener Typ und habe auch keine Probleme mit anderen in gute Conections zu kommen, aber alle 3 Psychologen waren in meinen Augen Unfähig. Ich habe mich weder verstanden noch besser gefühlt nach den Sitzungen. Weitere Psychologen kann ich zum Beispiel einfach nicht aufsuchen, da ich noch krank geschrieben und daher finaziell eingeschränkt bin was die km Anzahl angeht, die ich zu den Ärzten zurück legen kann.


    Ich selbst bin eigentlich mit viel Leichtigkeit und Frohsinn durch die Chemo gegangen. Es war auch alles super bis ich vor ca. 3 Monaten mal einen kleinen gesundheitlichen Durchhänger hatte. Seit dem ist meine Angst da, aber einfach nur aus folgendem Grund. Ich habe durch die Lage des Primärtumors eine mittelschwere Nierenschwäche davon getragen und somit ist ein großer Teil der Behandlungen die bei einem Rezdiv durchgeführt werden müssten bei mir nur bedingt, wenn gar nicht möglich. Das heißt, ein Rezdiv würde bei mir einen großen Einschnitt bedeuten und vielleicht sogar ein Todesurteil sein. Es ist also joch existenzielle Ängste die mich plagen. Nicht einmal vor dem Sterben. Sondern vor den Behandlungen. Den als erfahrene Krebspatient kann ich wirklich sagen, die Behandlungen sind oft um vielfaches Schlimmer als die Krankheit und ihre Symptome selbst. Es macht mir Angst und seit dem manifestiert sich das bei mir. Mein Hausarzt hat mich schon mehrmals davor gewarnt "diesen Weg so weiter zu gehen!". Genau aus dem Grund von einem Übergang zu chronischen Schmerzen. Fibromyalgie wäre für mich aber bei weitem eine noch 10x schlimmere Diagnose als Krebs.


    Krebs bedeutet Tumore, bedeute auch Schmerz... man krieg eine Behandlung und überlebt oder nicht! Aber man weiß die ganze Zeit über wohin der Weg geht.


    So etwas wie Fibromyalgie ist eine ungreifbare Krankheit die im Körper per se nichts auslöst (Dauerschädigungn etc) und auch mit keinem modernen medizinischen Gerät (CT, MRT, Sono usw) erfassbar ist und für die es keinerlei Heilungchancen gibt, dennoch macht sie einem das Leben zur Hölle. Da aber lieber Krebs, so hart wie sich das anhört.


    Ich ernähre mich Gott sei Dank schon gut, bin mental bisher wirklich äußerst stark und zuversichtlich gewesen und habe auch viele Wunder erfahren dürfen. Was jetzt los ist, weiß ich nicht, aber ich versuche mit Entspannung und Mediation alles auf ein gutes Level zu bringen. Auch diese sexuelle Sache macht mich echt fertig, denn so wird meine Beziehung auf Dauer einfach zum Reinfall. Es ist nicht der Verlust meiner Libido per se, sondern des körperlichen Gefühls. Es ist wirklich schrecklich. Bis vor ein paar Wochen war alles SUPER und jetzt so etwas, ich verstehe die Welt nicht mehr.


    Habe jetzt die Woche ein CT und werde dann weiter sehen was zu tun ist. Ich werde alles dafür tun um einen chronischen Dauerschmerz so gut es geht zu verringern. Ich muss nur wissen, was eindeutig ausgeschlossen werden kann (CT – Krebs usw.) und dann kann ich mich auf den Rest konzentrieren.


    Danke jedenfalls trotzdem für deine Antwort.


    Was glaubst du denn, was ich eventuell noch tun könnte, damit es mir besser geht?


    glg

    Wenn wirklich alles durchgecheckt und untersucht wurde und nichts gefunden wird:


    Wenn die Psychoonkologen blöd waren: "Normalen" Psychotherapeuten suchen. Wäre definitiv wichtig, mal über Deine Ängste etc. zu sprechen. Die kommen leider nicht immer sofort, sondern oft auch mit (deutlicher) Verzögerung. Oder durch einen vermeintlich kleinen Auslöser. Ggf. Antrag bei der Krankenkasse stellen bzgl. Fahrtkostenübernahme (wohnst Du denn so ländlich, dass es kaum Therapeuten gibt?).


    Hole Dir da Hilfe – das kann ungemein erleichtern.


    Parallel dazu: Spezialisten für Fibromyalgie aufsuchen; ggf. stationäre Abklärung und erste Behandlung. Solche Zentren gibt es. Nicht viele, aber immerhin. Sollte sich die Diagnose bestätigen, wäre eine umfassende Schmerztherapie eh mehr als empfehlenswert.


    Viel kannst Du gerade leider nicht tun. An der Abklärung bist Du dran, aber es dauert halt. Bleibt letztlich die ganze psychische Schiene. Und vielleicht Akzeptanz, dass Du momentan noch nicht 100%ig fit bist. Erschöpfungszustände auch NACH abgeschlossener Behandlung kommen durchaus häufiger vor. Zumindest hatte meine Ma von der dt. Krebshilfe eine entsprechende Broschüre bekommen. Und Akzeptanz, dass das Tief momentan da ist... man nicht immer stark und zuversichtlich ist. Du warst es bislang; das Tief kommt verspätet. Überlege Dir, was Du diesbzgl. machen kannst/willst.

    Hi Sunflower_73,


    vielen, vielen lieben Dank für deine wirklich nette und irgendwie tröstende Nachricht.


    Ja, wie gesagt, die meisten bzw. wichtigsten Sachen wurden untersucht. Blutbild, Urin, Nieren, Organe (per Ultraschall) Unterleib. Jetzt bleibt das CT und ich bin sehr gespannt drauf.


    Die Fibro ist ja eigentlich eine Erkrankung die sich über Jahre hinweg zieht, daher wundert es mich einfach, dass ich ohne frühere (für die Fibo passende) Beschwerden gelebt habe und jetzt innerhalb von 3 – 6 Wochen plötzlich alle Symptome hinzukommen. Sprich, nicht eine Stelle tut mir über Jahre weh und es breitet sich dann aus, sondern plötzlich tut ALLES weh... mein Magen brummelt immer wenn ich etwas esse und mein Nacken ist so verflucht steif. Ich fühle mich einfach allgemein ziemlich angespannt. Wie ein einziger Muskelkater. Ich hatte die Tage auch starke Zahnbeschwerden im Kiefer mit Druck... die waren dann weg, aber ich bekomme sie gegen Abend immer mal wieder... wobei ich langsam auch merke, dass ich meinen Kiefer ziemlich feste zusammen beiße im "Ruhezustand". Ich schaue zum Beispiel fern und merke irgendwann, irgendwas drückt und da erst fällt mir auf, dass ich meinen Kiefer total anspanne. Ich kann ihn dann auch wieder lockern, aber es passiert eben immer wieder seit paar Tagen oder unterbewusst auch länger.


    Es tröstet mich, dass es Menschen gibt die mich verstehen. Denn die Menschen um mich herum tun das nicht. Mein Freund zum Beispiel denkt, ich soll nicht so viel herum phantasieren und meine andere Freunde meinen, ich solle mir mehr Beschäftigung suchen. Aber obwohl ich noch krankgeschrieben bin (bis mitte des Jahres) mache ich viel. Ich gehe trainieren (dabei verschwinden die Schmerzen übrigens oft, sind dann aber später manchmal stärker da), ich unternehme viel mit meinen Freunden, habe viele Hobbys, kümmere mich um meine Zukunfsplanung (Studieren etc.) und trotzdem kriege ich immer wieder das selbe zu hören.


    Auch mein Hausarzt habe ich in den letzten 4 Wochen min. 4x aufgesucht mit dem Ergebnis: NICHTS!!!


    Er sagt nur, ich solle schleunigst ein CT machen lassen. Er könne mir jetzt nicht mehr helfen die Angst zu nehmen und wenn ich keine Gewissheit bekäme das ich a) gesund bin oder b) tatsächlich einen Rückfall habe (was er für eher unwahrscheinlich hält auf Grund aller Untersuchungen und meines sonstigen Zustandes) dann würde ich nicht mehr aus dieser Angst- Panikstörung heraus kommen und wir hätten den Schlamasel... er meinte, auf meine Frage was ich tun soll mit dem Schmerz, einfach nur IGNORIEREN, IGNORIEREN, IGRNORIEREN!!!!


    Ich solle mich bloß nicht auf den Schmerz einlassen... den ist der erst mal drin, geht der nicht mehr weg und dann haben wir ein richtiges Problem. Ich versuche ja auch alles, aber es ist so schwer und die Angst war so präsent, dass ich mich an manchen Abenden im Bett schon von meinem Leben verabschiedet habe. Es ist ein MEGA Stress den ich meinem Körper im Moment zufüge und das tut mir sehr leid, den mein armer Körper hat so viel durchgestanden die letzten 2 Jahre...


    Ich möchte das so nicht mehr erleben. Wer einmal erlebt hat wie ihm Nierenkatheter bei vollem Bewusstsein gewechselt werden, der will nie mehr einen weißen Kittel auch nur im Radius von 1000 Meter in seiner Nähe wissen... das hat mich auch ein großes Trauma verpasst.


    Es tröstet mich auch noch ein bisschen, dass ich noch in so einem frühen Stadium bin und es noch nicht verloren ist, den Schmerz raus zu kriegen. Deshalb schiebe ich das CT jetzt auch nicht mehr vor mir her. Dachte erst, ich kriege es so hin, aber es geht nicht. Ich brauche es SCHWARZ AUF WEISS!!!!


    Selbst wenn es Fibro sein SOLLTE (es müssen ja wahrscheinlich auch noch Infektionen etc. ausgeschlossen werden) handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um sekundäre Fibromyalgie die laut dieser Seite


    http://www.orthinform.de/new/krankheiten/krankheit.php?artikel=226&zone=&PHPSESSID=1m37uivrfv9fj39tn59pe9buv7


    einer anderen Grunderkrankung bzw. Behandlung zugrunde liegt und damit auch 1. gut behandeltbar und 2. sogar heilbar ist.


    Ich werde sehen, was meine Untersuchungen sagen. Aber zum Non Hodgkin passt mein Zeug jedenfalls nicht. Nicht einmal zum Multiples Myelom, da es mir ansonsten wirklich gut geht (so gut es eben geht mit Schmerzen).


    Danke jedenfalls für den guten Zuspruch. Da die meisten Fachärzte nichts von psychsomatischen Sachen halten und auch Fibo nicht 100% anerkannt ist, werde ich wohl (sollte das CT clean sein) selbst auf eigene Faust einen Spezialisten dafür aufsuchen und mich untersuchen lassen. Zumindest habe ich mal die Tender Points durchprobiert und muss sagen, ich kann jetzt keine Schmerzpunkte feststellen... man wird sehen, wie es weiter geht!


    Übrigens, ja ich wohne wirklich ziemlich ländlich unten am Mittelrhein. Ich habe wirklich wenige Psychologen in der Nähe. Die meisten sind um die 40 km (einfach) weit weg und für 1 bis 2 Sitzung pro Woche würde mir wirklich das Geld fehlen. Außerdem darf ich von der Krankenkasse nur noch 2 TEsten, bevor ich mich entscheide. Die Wartelisten sind sehr lang. Ich wurde vor einem Jahr immer recht schnell (innerhalb von ca. 2 Wochen) dran genommen aufgrund meiner Krebserkrankung (auch als ich mit der Therapie schon zu Ende war) aber ich weiß nicht, wie es jetzt wäre. Ein halbes Jahr warten ist ziemlich lang. Das mit den Kosten werde ich mal überprüfen bei der Kasse. Würde auch gerne mit einer manuellen Therapie oder vielleicht in Richtung Feldenkrais Therapie beginnen. Irgendwas muss ich tun... und da es mir mit Sport und Bewegung (besonders Schwimmen, danach bin ich fast den ganzen Tag komplett Beschwerdefrei) besser geht, würde ich das anstreben.


    Nun ja, vielen Dank jedenfalls noch mal für deine Antwort und deine Zeit @:)


    Wünsche dir und anderen noch weiterhin einen schönen Sonntag und viel Gesundheit!!!


    Glg

    Deine Problematik kommt mir sehr bekannt vor. Zwar bin ich selbst nicht betroffen, aber ich kenne dieses "Tief" von meinem Ex-Freund, den ich kennenlernte, als er gerade von einem Morbus Hodgkin genesen war. Nach dem anfänglichen Hoch, alle Therapien erfolgreich überwunden zu haben, setzte bei ihm das "Misstrauen in den eigenen Körper" ein. Er entwickelte verschiedene diffuse Symptome, die zu keiner Krankheit richtig passten, aber verständlicherweise sowohl seine Angst ein Rezidiv zu erleiden, als auch Angst vor anderen Krankheiten schürte.


    Eine Gesprächstherapie hat ihm gut geholfen – du schreibst ja, dass es schwierig ist, jemanden geeigneten dafür zu finden und ich drücke dir die Daumen, dass du jemanden auftreiben kannst, mit dem du Erfolge erzielst und Stück für Stück das Vertrauen in deinen Körper wieder findest.


    Die Reaktion deines Umfeldes, deines Freundes, deiner Familie ist sehr schade. Aber vielleicht entspringt das "nicht ernst nehmen" auch ein Stück weit aus der eigenen Angst davor, dass du erneut erkrankst.


    Mir ging das als Freundin durchaus ähnlich. Für mich war seine Krankheit überwunden, er solle jetzt gefälligst sein Leben genießen – dass er das nicht so nicht konnte, weil er seine Angst die ganze unterdrückt hatte und sie jetzt mächtiger war, als je zuvor, habe ich erst einmal nicht verstanden. Das hat gedauert.


    Aber noch ein Wort zur Fibromyalgie: da ich selbst an einer primären Fibromyalgie leide, möchte ich dir ein Stück deiner Angst vor dieser Erkrankung nehmen. Zwar hat meine Diagnose ewig gedauert (mein Orthopäde und ich haben das auf jahrelanges Balletttanzen und kaputte Bänder und Gelenke geschoben), aber mit der Krankheit kann ich mich gut arrangieren. Sport hilft, Entspannung hilft und einiges mehr, so dass ich nach einiger Zeit komplett beschwerdefrei war und es bisher, von kleineren Ausbrüchen mal abgesehen, auch seit zwei Jahren bin.


    Sicher tut es mich manchmal hier weh oder da weh (das haben "Gesunde" tatsächlich auch) oder es gibt Tage, an denen bin ich müde und werde auch nicht wach, aber letztendlich kann man gut lernen, sich selbst zu helfen.


    Ich wünsche dir ganz viel Mut und Zuversicht für die nächste Zeit!

    Vielen Dank für deine sehr aufbauende Nachricht :-) es tut der Seele einfach gut, wenn man Zuspruch erfährt und ernst genommen wird.


    Ja, ich habe plötzlich (nach dem mein Arzt bei einer Untersuchung der Nieren) auf dem Ultraschall meinte: Ihre Milz ist etwas vergrößert. Da ist bei mir in dem Moment wirklich kalter Schweiß ausgebrochen. Vergrößerte Milz kann für ein Lymphdrüsenkrebs stehen. Kann, MUSS aber lange nicht.


    Doch bei mir ist es seit dem einfach alles aus. Noch die Übelkeit dazu die ich vorher hatte... es hat sich bei mir einfach manifestiert, dass der Krebs wohl zurück gekommen ist. Seit dem habe ich viel Vertrauen dass ich mir zu meinem Körper aufgebaut hatte (ein harter Weg) fast vollkommen verloren für eine geraume Zeit.


    Ich habe plötzlich einen depressiven Schub bekommen und wollte nur noch schlafen und nichts mehr tun. Ich wollte kein Sport merh machen, nicht mehr raus gehen einfach NICHTS mehr... ich habe abends im Bett gelegen und geweint und mich vom Leben verabschiedet und dachte... na ja, hochdosierte Chemo kannst du nicht kriegen, wegen meiner Nierenschwäche. Damit wärst du wohl am Ende der Fahnenstange. Scheiße... warum??? Das kann doch nicht sein... ich war so traurig, habe Heulattacken bekommen. Angstzustände und Beklemmungen. Plötzlich habe ich mir eingebildet ich kriege kein Luft mehr wegen meinen Rippenschmerzen und dem Brustbein... dachte ich habe 100% ein Lymphom in der Lunge. Aber dem ist nicht so. Nur wenn ich gut abgelenkt war mit Freunden war mein Schmerz oft weg. Auch wenn ich Sport gemacht habe war er weg. Am Valentinstag war ich mit meinem Schatz im Schwimmbad. Es war so toll. Im Wasser gingen binnen 10 Min. ALLE MEINE BESCHWERDEN WEG!!!


    Der Schwindel, die Rippenschmerzen, die Darmschmerzen und plötzlich war ich total fit und agil und fröhlich und ausgelassen und für den Rest Tages ging es mir wirklich sehr, sehr gut und die Nacht habe ich schmerzfrei und tief geschlafen. Obwohl die Nacht davor ein GRAUEN war... ich bin mit Schmerzen, Steifheit und Schwindel im übelsten Maß aufgestanden. Wobei ich auch nicht so gut in dem Bett meines Freundes schlafe. Ich habe ohnehin einen empfindlichen Rücken.


    Nun ja... wie gesagt, die Beschwerden gingen und kamen. Der Darm tut per se nicht mehr so weh. Also auch die Rippenschmerzen sind im Moment weg. Ich bin sonst jeden Morgen aufgewacht und die untere linke Rippe hat sooo geschmerz, als wollte brechen. Es war total übel. Darmkrämpfe und Schmerzen habe ich mittlerweile eigentlich nur noch abends wenn ich mich ins Bett läge. Tagsüber macht er wilde Geräusche nach jedem Essen, aber abends kriege ich oft kurzanhaltende Koliken. Ich habe Gott sei Dank auch keine Verstopfung oder ähnliches, nur muss ich ständig auf die Toilette wegen dem Harndrang, obwohl nicht viel rauskommt. Ich habe an machen Tagen total Schmerzen und Verspannungen im Nacken und heute ist es zum Beispiel gut. Kann mich problemlos drehen und bewegen. Ich verstehe das alles eben nicht. Ich habe aber in dem Sinne keine Erschöpfungszustände, keine übermässige Müdigkeit (ich kriege nachts trotzallem genug schlaf, ich wache nur oft auf mit Beckenschmerzen).


    Mein Brustkorb tut manchmal weh und meine Brüste sind irgendwie sehr empfindlich auf Druck geworden. Die ganze Sexualität bei mir leidet schon darunter, obwohl ich wirklich die Lust auf Kopfebene verspüre, will der Körper nicht mitmachen, was mich schon im Vorfeld dazu bingt, es gar nicht zu porbieren, weil ich denke, es klappt eh nicht und wir schlecht.


    Meine Muskeln (besonders eben die Arme – die Beine gehen eigentlich) tun mir vermehrt gegen abend weh. Es fühlt sich so bleiern und schwer an. Und wenn ich mich hinlege, schlafen mir die Arme oft ein oder über den Tag hab ich kalte Finger. Keine Ahnung... das kann auch vorher schon so gewesen sein, nur jetzt achte ich auf jeden Pups!


    Ich frage mich eben, ob die Fibo SO PLÖTZLICH und AKUT ausbrechen kann. Also binnen 2 – 3 Wochen sind plötzlich ALLE Symptome da, die ich vorher NOCH NIE so hatte. Ich bin mir eben auch nicht 100% sicher, ob es sich vielleicht um die Symptome einer Depression handelt aufgrund meiner mega Angst und meiner großen Panik in den letzten Wochen. Es war regelrechte Todesangst – gewaltiger Stress für den Körper würde ich sagen. Auch viele Symptome konnte ich bis vor ca. 1 Woche regelrecht "beeinflussen" spricht durch Ablenkung oder durch Bewusstmachung... wie... du stehst 1 Stunde auf dem Crosstrainer ohne ein Wimperschlag... sprich – KEIN LYMPHOM in der Lunge... zack war das Kloßgefühl im Hals weg und die "Luft" kam wieder zurück. So ging es mit einigen Sachen.


    Ich frage mich halt, ob es sich vielleicht um eine somatisierte Depression handeln könnte und ich mit Antidepressiva wie Cipramil meine Symptome lindern bzw. beseitigen könnte.


    Ich weiß, dass es für Außenstehende oft sehr komisch wirkt, wenn ein Mensch, der den Krebs überlebt hat, plötzlich in so depressive Löcher fällt, anstatt froh durchs Leben zu tanzen und sich seines Daseins zu freuen. Ich würde es vielleicht auch so empfinden wie du es getan hast, aber man ist eben einfach in manchen Zuständen nicht her seiner selbst. Ich arbeite trotzdem noch mit Dr. Simontons Visualisationen weiter und muss sagen, mir hilft es immer. Ich übertrage es jetzt von Krebs eben auf die "Schmerzen".


    Es war auch alles super, bis vor ein paar Wochen. Aber die Angst vor dem Krebs – vielmehr vor den Behandlungen kann einen wirklich LÄHMEN VOR ANGST!!!! Man verliert einfach die Kontrolle über seinen Gemützustand und die Welt bricht über einem zusammen. Ich kann es einem Außenstehnden auch gar nicht verübeln, dass er das nicht versteht. Es ist, als ob man einem von Grund auf blinden Menschen erklären wollte, was die Farbe Blau ist :-) das ist sozusagen einfach unmöglich. Ich denke mein Umfeld – mehr meine engen Freunde und Familie – haben tatsächlich Angst davor das ich doch noch krank werde und vielleicht dann auch letztlich sterbe, aber es macht es für einen Betroffenen nicht leichter, alles zu ignorieren und unter den Teppisch zu kehren. Ich brauche jemand zum Reden. Ich muss sehen, wie es jetzt weiter geht. Heute zum Beispiel habe ich einen guten Tag. Ich habe fast gar keine Beschwerden und dann flammt immer Hoffnung gleich auf, es könne alles nur eine "Episode" gewesen sein, bis es dann wieder anfängt, echt ätzend >:(


    Ich werde die Tage einen Termin beim Rheumatologen machen und es mal austesten. Hab die Tenderpoints mal selbst versucht zu ertasten, aber da hat sich bei mir jetzt nichts großartiges getan. Also ich hatte da jetzt kein Schmerzempfinden, werd aber mal den Fachmann schauen lassen :-)


    Danke dir jedenfalls 100.000x für deine aufmunternde Nachricht. Glaubst du, wenn ich im Fitnesstudio mein sanftes Trainig weiter mache (also leichte Gewichte usw.) wird es mir helfen können??? Wasser hilft mir am besten, werde versuchen regelmässig schwimmen zu gehen. Was hilft dir denn besonders gut, wenn ich fragen darf???


    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und vielen lieben dank :)_ @:)


    glg

    Zitat

    Ich frage mich eben, ob die Fibo SO PLÖTZLICH und AKUT ausbrechen kann. Also binnen 2 – 3 Wochen sind plötzlich ALLE Symptome da, die ich vorher NOCH NIE so hatte.

    Das habe ich noch nie von einem Erkrankten gehört, was natürlich nicht heissen soll, dass es nicht trotzdem möglich wäre. Bei mir begann es langsam und schleichend. So, dass ich dachte: Ok. Nach zehn Jahren Spitzentanz und intensivem Training zwickt es halt irgendwo.


    Ansonsten kann ich deine Gedanken gut verstehen. Du warst so stark während deiner Erkrankung, für dich und deine Familie, deine Freunde. Du hast tapfer ertragen, was tausendmal schlimmer ist, als die blöde Fibromyalgie (mit der man sich wirklich arrangieren kann – um dir die Angst zu nehmen) und jetzt gönn dir die Trauer, die Angst und alle ambivalenten Gefühle, die du unterdrückt hast. Die müssen auch raus.

    Zitat

    Glaubst du, wenn ich im Fitnesstudio mein sanftes Trainig weiter mache (also leichte Gewichte usw.) wird es mir helfen können Wasser hilft mir am besten, werde versuchen regelmässig schwimmen zu gehen. Was hilft dir denn besonders gut, wenn ich fragen darf ?

    Sanftes Training klingt sehr gut! Mir hilft: schwimmen, Yoga, Pilates, auf der Couch lümmeln, Freunde trefen, ein gutes Buch lesen, Musik, Fahrrad fahren, spazieren gehen, ein leckeres Essen, ein guter Rotwein – nicht immer alles jeden Tag, aber immer ein bisschen von etwas, dass ich mag, dass mir gut tut. Das hält mich fast absolut beschwerdefrei und wenn ich doch mal einen schlechten Tag erwische, dann gönne ich mir auch ein Schmerzmedikament und schon die Welt wieder anders aus.


    Wobei ich wirklich denke, dass du keine Fibromyalgie hast. Dein Körper verarbeitet gerade deine schwere Erkrankung und das zeitversetzt.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Mut und Glück! Tu dir gut. :)z


    Liebe Grüße,


    KMoody

    Hey,


    ich muss ja noch mal schreiben!!! Vielleicht kennt sich ja jemand neben KMoody noch mit Fibro aus...


    Wie ist das mit den Tender Points. Also meine Nachbarin ist selbstständige Massage Therapheutin und hat absolut anatomisches Wissen. Sie kennt sich zum Beispiel auch mit Trigger Punkten aus, ist zwar was anderes, aber sage ich nur zum Beispiel.


    Obwohl alle meine Symptome auf Fibro passen (wurden aber noch längst nicht alle Ausschlussdiagnosen geprüft wie Borreliose, Infekt, Nebenniereninsuffziens usw. mein letztes großes Blutbild war aber im Januar – da hatte ich aber noch KEINERLEI Muskelschmerzen, noch Knochenschmerz) sind meine Tender Points bis auf glaube ich 2 waren es (an den Knien aber auch nach erst etwas festerem Druck) vollkommen umempfindlich. Wieviel sagen die Tender Points eigentlich wirklich aus?


    Und ab welchen Stadium fangen sie eigentlich an weh zu tun. Also sprich, tun die Points auch schon weh, wenn noch nicht alle Symptome der Fibro ausgebrochen sind. Also wenn man zum Beispiel im Anfangsstadium ist???? Und das mit dem ersten Stadium habe ich ohnehin nicht geschnallt...


    Ich hatte vorher nie große Beschwerden bis auf meine Krebserkrankung und jetzt binnen 07. Janaur bis ungefähr letzte Woche ALLE SYMPTOME nacheinander innerhalb der 6 Wochen. Im Moment herrscht ein Stillstand.


    Sprich, ein Körperbereich tut hier mal weh, mal da ein bisschen, aber total harmlos. Kopfschmerzen sind allerdings ziemlich streng. Also es drückt tagsüber. Abends geht es, tagsüber im hellen ist es viel schlimmer. Ein Spannungskopfschmerz und auch die Augen tun weh.


    Die Sehnen an den Handgelenken tun mir besonders weh und die Arme (wobei links schlimmer ist) rechts der Arm ist oft nur so "elektrisiert" als würde ein ganz, ganz zarter Strom durch meine Muskeln laufen... es fühlt sich dennoch nicht angenehm an. Nach bisschen Bewegung gestern (ach viel Bücken beim Spielen mit einem Kleinkind), habe ich MEGA Muskelkather im Gesäß heute... das ist einfach nicht normal. Sprich, im Moment habe ich keine wirklichen Beschwerden, dennoch spüre ich, es ist nicht normal. Vorallem in den Muskeln... auch das wiederkehrende Zahnweh (es ist kein richtiges Zahnweh, sondern mehr wie Zahnfleischentzündung, es tut weh, wenn ich auf den Zahn beiße... ein Schmerzdruck, ansonsten tut es nicht wirklich weh) mit Ohrenschmerz zusammen.


    Bin mittlerweile auch immer ziemlich müde. Ich bin WEDER DEPRESSIV noch irgendwie LETHARGISCH. Im Gegenteil, ich bin sogar sehr motivier etwas zu tun (das tue ich dann auch) und auch gegen meine Schmerzen vorzugehen... dennoch fühle ich mich sehr oft bleiern müde am Tag. Meine Augen sind oft trocken und jucken auch viel.


    Aber ich schlafe, außer öfter mal kurz wach werden, sehr gut. 8 Stunden locker. Habe aber viele intensive und auch schlechte Träume. Aber dennoch schlafe ich gut. Ich habe keine Magenprobleme (macht auch kaum mehr Geräusche) und auch kein Reizblasengefühl mehr. Hat sich alles normalisiert. Ich bin morgens auch nicht steif oder habe das Gefühl irgendetwas ist geschwollen... ich bin morgens nur oft trotz langem, ausgibigem Schlaf müde. Könnte also ohne tatsächlichen Bedarf einfach trotzdem weiter schlafen.


    Obwohl ich aber Muskelschmerzen IN ALLEN BEREICHEN DES KÖRPERS HATTE... über 2 Wochen lang, sind die Tender Points auch bei richtig starken Druck kaum empfindlich. Natürlich schmerz es schon etwas, wenn sie richtig, richtig rein drückt (sie fängt ja zart an und steigert den Druck pö a pö) aber vorher tut sich da gar nichts bei mir... ich bin echt konfus...


    übrigens habe ich schon seit EWIGKEITEN chronische Mandelentzündung. Sprich immer wieder weiße, harte Eiterklümpchen die beim hastigen Sprechen oder Lachen aus dem Mund plumpsen... das ist echt eklig, ich weiß :-)


    Aber das habe ich schon bestimmt einige Jahre jetzt. Hab es auch mit meinem Hausarzt besprochen und der meinte, wenn ich die Mandeln raus nehmen möchte, sollte ich es tun.


    Im August in Florida sind meine Mandeln SO MEGA ANGESCHWOLLEN, so schlimm war es die letzten 10 Jahre nicht mehr seit meinem Pfeifferischen Drüsenfieber. Es hat so mega weh getan, dass ich nachts kaum mehr schlafen konnte... ich bin vor Schmerz echt dahingesicht...


    Ich frage mich langsam, ob meine Beschwerden von der Dauerentzündung und dem im Körper bestehenden "Dauereiter" auch kommen können. Ich weiß, dass es bei chronischer Angina zu Herzrasen und auch zu richtigen Oraganbeeinträchtigungen bis hin zu einer Blutvergiftung kommen kann.


    Ich weiß echt nicht mehr weiter. Dieser blöde Termin beim Rheumatologen ist immer noch nicht klar. Am 16.03 gehe ich noch zum Nephrologen um das abzuklären. Am Mo. noch einmal zu Hausarzt um ihn zu beknien noch mal mein Blut auf alle Faktoren wie Borreliose, Infekt etc. zu prüfen... irgendetwas stimmt doch da nicht nur frage ich mich was zur Hölle.


    Laut Anhänger von Dr. Amand (mit der Guaifensintherapier bei Fibo) wären die Tender Points gar nicht aussagekräftig. Wie um Himmelswillen will man denn dann diese bescheuerte Fibro diagnostizieren... ich verstehe nur noch Bahnhof.


    Desto mehr ich über diese verrückte Krankheit lese, desto weniger verstehe ich.... das verstehe mal einer :-)


    Wie ist das bei euch so gewesen? Was steckt tatsächlich hinter den Tender Points, wie verlässlich ist die Sache wirklch????


    Oh man, ich werde noch verrückt!!!


    Trotzallem... liebe Grüße an euch alle und noch eine gute Nacht


    *:) zzz

    Hallo electricsky,


    ich habe deine postings gründlich durchgelesen. Wenn alles sonst ausgeschlossen werden kann, dein Krebsarzt zufrieden ist mit dem Verlauf, es keine gelernten Schmerzen sind dann bleibe bei deinem Symptomenbild noch mal die Schildlrüse GANZ genau anzuschauen, denn all deine Symptome könnten von einer Schilddrüsenunterfunktion herkommen.


    Auslöser kann gut der erlebte Streß bei deiner Krebsgeschichte sein. Vielleicht besteht sie sogar schon länger.


    Erniedrigte Schmerzschwelle, Knochenschmerzen, Muskleschmerzen, NACKENschmerzen, Müdigkeit, Durchschlafstörungen, Magen-Darmprobleme...Blähungen Darmgluckern, Verdauungsstörungen, eher Verstopfungen aber auch ab und an Durchfall kann möglich sein, Reizblase, häufigen Harndrang, Angst- und Panikattacken ALLES das kann die Schildlrüse verursachen.


    Du hast sicher all deine Blutbilder zuhause vorliegen. Scha Dir den TSH-Wert an...wo liegt er. Ein gesunder TSH liegt bei 1, ziemlich exakt. Vergiß den Normbereich, der ist eh meist der alte und wenn er weg von 1 ist dann kann die Schilddrüse Ursache sein..und das kann ein Nuklearmediziner ganz genau abklären.


    Viele SD-Kranken leiden unter Symptomen, für die die Ursache nicht gefunden wird...sie sammeln dann ein oder mehrere Ausschlußdiagnosen von Fibromyalgie bis Reizdarm/Reizmagen/Reizblase.


    Dann hilft Dir Thyroxin...alle deine symptome inklusive deiner Ängste zu vertreiben.


    Du mußt da aber leider sehr selber hinterher sein, denn die Scjhildlrüse übersieht offensichtlich jeder oder nimmt sie nicht ernst...obwohl sie für soviele Symptome verantwortlich ist.


    Aber Du willst ja dass das alles aufhört, also laß nicht locker und bestehe auf extrem gründliche Untersuchung der Schilldrüse. Meist muß man dann noch diverse Arztwechsel in Kauf nehmen. Laß Dich da bitte nicht abwimmeln und zum Psychiater oder zu andern Fachärzten wegüberweisen. Bleib am Ball...immer wieder zum Thema zurückführen: Schilddrüse, Schilldrüse, Schilldrüse...nur ein fT3-Wert in oberen Drittel der Norm würde ich als Begründung zulassen, dass es doch nicht an der Schildlrüse läge.

    Hallo Zentaur :-)


    erst einmal, vielen lieben herzlichen Dank für den langen Eintrag und die hilfreiche Antwort.


    Nach einigen hin und her (ich war sogar schon so weit, dass ich keine Lust mehr hatte mich von den Ärzten für Blöd verkaufen zu lassen und ich mir habe Bögen schicken lassen von 2 Schmerzkliniken) ist bei mir durch eine simple Blutuntersuchung heraus gekommen, was mir fehlt.


    Trotz allem habe ich einmal nach dem besagten Schilddrüsenwert gesucht, ihn jedoch unter meinen Befunden nicht gefunden. Obwohl meine Schilddrüse ja zu allen CT's immer regelmässig untersucht wird (steht auch auf den Terminbriefen die ich bekomme, bitte bringen Sie ihren aktuellen TSH und noch irgendeinen Wert mit) finde ich in meinen Blutbefunden den Wert jetzt so nicht... mhm....


    Es würde mich trotzallem interessieren, da ich ja auch immer mit etwas Übergewicht kämpfe (es geht so hart runter).


    Aber zu dem eigenlichen... man würde es nicht glauben was es war. Ich habe den Bericht ja noch im Februar geschrieben, da war es auch noch sehr kalt draußen. Ich hatte oft Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schmerzen in Rippen und Hüfte (manchmal so stark, dass ich hätte heulen können) es war schrecklich... aber auch dieser Spannungskopfschmerz... auch dies Geschichte mit der starken Empfindungsstörung auf sexueller Ebene hat mich FERTIG gemacht.


    Jedenfalls wurde es dann wärmer draußen, die Sonne kam hervor und so nach und nach wurden meine Beschwerden immer weniger und weniger. Dann war ich bei meinem Nephrologen. Der hatte auf Grund meiner Niere eben auch meine Kalzumwerte abgenommen, mit dem Ergebnis, stark erniedrigt. Darauf wollte er einen Test auf Vitamin D machen per Blut. Das haben wir dann auch gemacht. Hatte ja mittlerweile auch schon einen Test auf Vitamin B12, der allerdings gut war. Jedenfalls kam dabei heraus, dass mein Körper fast komplett leergelaufen war. Es wird gemessen von 20 ng/ml bis 60 ng/ml wobei 20 schon ein leichter Mangel ist. 10 ein starker und bei mir lag es unter 5 ng/ml.


    Mir wurde jetzt ein hochdosiertes Vitamin D Präperat verschrieben. Und weil ich auch so mit Blasendrang und leichter Inkontinenz zu kämpfen habe/hatte (beim Husten und Niesen und manchmal schnellem Aufstehen aus der Hocke zum Beispiel mit Kraftaufwand... letztlich sogar beim Sex, total peinlich und das mit 29 ;-) ) will ich mir vom Gyn jetzt das Vigantol Öl oder die Vitamin D Scheidenzäpfchen geben lassen. Habe auch begonnen mit Beckenbodentraining und muss sagen.... der Sex ist wieder fast genauso wie früher, ich freue mich, vorallem weil ich in einer "jungen" Beziehung stecke.


    Der Blasendrang wird immer weniger. Magen Darm ist alles weg, Kribbel und Prickeln in den Muskeln auch. Die rheumatischen Anfälle in den Händen auch, Nackenverspannung ganz leicht... hab jetzt noch hin und wieder meinen Problemzonenschmerz die Hüfte... aber es ist alles ein WITZ gegen das, was es war.


    Auch am Schluss bei den starken Knochenschmerzen haben mir Paracetamol plötzlich super geholfen, was bei Fibro ja nicht der Fall ist.


    Mir geht es jetzt jedenfalls weeeeeeeeeeeeeesentlich besser. Auf einer Skala von 1 – 10 würde ich sagen 2 – 3 ;-) ich bin sooooooooooooooo happy, nach allem was ich durchgemacht habe und ich dachte schon ich habe Krebs oder sonst irgendwas schreckliches, dabei war es nur ein kleines simples Vitamin.... ich kann es kaum glauben, ehrlich... ich werde die Vitamine NIEMALS mehr unterschätzen!!!!


    Es wird noch eine Weile dauern, bis das Vitamin wieder richtig aufgebraut ist, aber OK, solange es nur ein Vitamin ist ;-) ich habe Geduld!!!


    Wie kriege ich meinen Arzt dazu, meine Schilddrüse genau zu untersuchen??? :-)


    Vielen lieben Dank für deine Antwort!!!! @:)


    *:) :)*