Reaktive Arthritis

    Guten Tag!


    Ich bin seit ca. 6 Monaten an einer reaktiven Arthritis erkrankt (nach einer Yersinien Infektion)! Bisher konnte mir noch kein Arzt helfen, ich habe nach wie vor starke Schmerzen im Sprunggelenk, Knie und Schulter! Vor allem mein Knie ist geschwollen, zudem hab ich noch einen "Wurstzeh" am rechten Fuss.


    Nehm im moment 10 mg Kortison am Tag und schmerzhemmende Mittel (voltaren wirkstoff diclofenac), krieg die Schmerzen trotzdem nicht in den Griff.


    Können sie mir vielleicht weiterhelfen? Wie kann ich die Krankheit therapieren? Alles was ich bisher gelesen habe ist das gleiche... Antibiotika scheint nicht zu helfen, meist heilt die Krankheit nach ca. einem Jahr aus, manchmal bleibt sie aber auch chronisch.


    Gibt es nicht einen Funken Hoffnung für mich ? Irgendwelche neuen Studien oder ähnliches ?'


    MfG

  • 19 Antworten

    Hallo Fliri! *:)

    Ich selbst leide seit jan 2003 an einer starken reaktiven Arthritis (Yersinien und Chlamydien). Bei ist ist das ganze erst nach 2 Monaten des "Rumdoktorns" diangostiziert worden. Sie wollten mir auch das Knie öffnen aber ich habe Gott sei dank den Eingriff abgelehnt, da das zweite Knie ebenfalls anfingt dick, geschwollen, knallrot und heiss zu werden (typische Entzündungszeichen).


    Bei mir sind ebenfalls abwechselnd Knie-, Sprung- und seit einigen Monaten auch Schultergelenk betroffen.


    Ich habe weder Cortison- noch irgendwelche Immunsupressiva genommen. Stattdessen habe ich noch vor einem Monat eine 20 tägige Antibiotika-Behandlung durchgeführt, der Erfolg ist noch nicht genau absehbar.


    Mir geht es relativ gut. Ich habe schubweise ganz starke Beschwerden (Schmerzen, Steifheit etc.). Besonders vor der Periode - wenn der Körper Wasser speichert - ist es schlimm.


    Ich habe einen Zusammenhang mit Nahrungsmitteln (Zucker, Weissmehl) und mit Stress festgestellt. Versuche, diese Auslöser wenn möglich zu umgehen.


    Ich habe definitiv weder eine nachgewiesene Nahrungsmittelallergie im klassischen Sinne, noch Rheuma oder eine Immunerkrankung. Bei mir lautet die Diagnose eindeutig "Reaktive Arthritis".


    Helfen kann man mir jedoch nur indem man mir "Hammertabletten" (Cortison, Immunsupressiva etc.) anbieten möchte. Und das lehne ich ab.


    Ich lebe mit der Krankheit und der Hoffnung (wichtig!), dass es von alleine die nächsten Jahre ausheit, es wird auch besser, aber es dauert lange. Ich versuche die u.g. Auslöser (Lebensmittel, Streß) zu vermeiden, geniesse das Leben mehr denn ja :-D und treibe Sport (Fitness, um meine mitterweile durch die Entzündungen verkümmerten und verkürzten Muskeln zu trainieren). Das tut mir gut, wenngleich ich nicht in einem akuten Entzündungsschub trainiere. Aber sobald es mir besser geht, versuche ich mich so viel es geht zu trainieren.


    Vielleicht noch ein kleiner Trost: Ich habe mir jetzt im Sommer - also 2,5 Jahre nach Beginn der Krankheit "getraut, mein Kniegelenk (das, was schlimmer betroffen ist) röntgen zu lassen. Davor habe ich mich nämlich immer vor Angst, dass man Gelenkschäde feststellen könnte, gedrückt.


    Und: Mein Knie ist weitestgehend gesund! Ok, ich habe eine nicht allzudramatische retropatellare Arthrose aber ich bin immerhin schon 32 und habe jahrelang Ballett und seehr viel Sport gemacht. Daher ist die Diagnose eher "normal" ;-D


    Hoffe, ich konnte dir helfen! Alles Liebe und sei geduldig und habe Hoffnung, dass alles wieder gut wird!


    Kannst mir ja mailen, wenn du magst: kiki.d@gmx.de


    Liebe Grüße


    Kiki


    *:)

    Hallo Fliri,


    bei mir haben sie Yersinien festgestellt. ich bekomme seit ca. 2 Wochen Doxycyclin und als Shmerz und Entzündungshemmer Ibuprofen. Habe auch anfangs ein dickes Knie gehabt. mittlerweile ist das Knie wieder soweit ok. Dafür habe ich es seit ca. 3Tagen in der Hüfte (Oberschenkel). Das schein jetzt aber auch abzuklingen. Heute verspüre ich leichte Spannungen im Nacken und unter den Armen. Viel weiter nach oben kann es ja jetzt nicht mehr gehen. :-)


    Bei starken Schmerzen habe ich Kortison bekommen, habe aber darauf geachtet, dass es nicht zu viel wird.


    Ich denke das dieses Mittel (Doxycyclin) das richtig eist. Vielleich hilft es dir ja auch noch.


    Gruß Alero01

    Hallo fliri,


    mein mann ist auch an einer reaktiven arthritis erkrankt.glücklicherweise hat der hausarzt recht schnell yersinien im blut festgestellt und sofort eine dreiwöchige doxicyclin-kur eingeleitet.die yersinien sind nicht mehr nachweisbar.dafür aber hat er die hölle an schmerzen durchgemacht,hat zunächst 60 mg kortison eingenommen,schmerzen klangen ab,also setzte er das mittel ab,mit dem resultat in der nächsten hölle zu landen. schließlich verordnete der arzt eine mind. halbjährl. kur von 30mg /tag.nun ist er bei einer rheumatologin in behandlung,die ihn kontinuierlich mithilfe eines dosierungplanes in der dosierung herabsetzt. zur zeit nimmt er 27,5 mg /tag.zielsetzung bis zum naechsten termin am24.08. ist eine dosierung von 15 mg am tag.bisher ist er mit dieser methode am besten zurechtgekommen.also einfach absetzen kann man keinem empfehlen- der schuß geht nach hinten los.


    ich hoffe ,das diese behandlung die richtige ist,denn so langsam schlägt sich diesr umstand auch aufs gemüt nieder,ich glaube ,wir müssen wohl alle mit viel geduld mit dieser krankheit umgehen!


    alles gute:)^wünscht


    olschewittn

    So und nun ich :-)


    Ich hatte / habe auch Reaktive Athritis nach einer Yersinien Infektion.


    Da das aber auch knappe 2 Monate gedauert bis das einer festgestellt hat was ich habe, hab ich in der zwichenzeit immer Diclofenac bekommen. Anschließend sind wir zu einem Immunologen gegangen bzw. wurden dorthin überwiesen. Dort hab ich eine puh 10 Tage ? dauernde Therapie mit sonner Vitamin Infusion bekommen, sprich alle 2 Tage einen Tropf mit entweder war es Ascorbinsäure oder Alpha Tocopherol. Dannach ging alles weg und alles war gut. Nach wievor tun mir meine Sprungelenke bei starker belastung sehr weh da es mittlerweile wohl scho etwas chronisch geworden is, aber ich kann an einer Hand abzählen wieoft das vorkommt im Quartal. Um es auf den Punkt zu bringen, ich kann die Vitamin Kur da nur jedem empfehlen.Hätte ja selber net geglaubt das es wirkt ^

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    Reaktive Atritis nach Yersinien

    Hallo , habe auch reaktive atritis nach yersinieninfektion vor 14 tagen diagnostiziert bekommen. Ein Knie wurde punktiert das andere operiert. Die Schmerzen in den Knien waren nur mit Cortison in den Griff zu bekommen. Ich nehme zur Zeit Voltaren und 2 Antibiotika (noch 14 Tage nötig). Bin momentan fast schmerzfrei. Aufgenommen hab ich die Bakterien vermutlich über die Nahrungsmittel. Bauchschmerzen mit Blinddarmreizungen waren die Folge. Nach Endoskopie -> Notoperation an einem Knie. Keime sind nicht nachweisbar gewesen. Erst über ein großes Blutbild konnte der Keim über Antikörper bestimmt werden. Nach OP kann ich nun langsam wieder gehen. Hoffe es geht weiter aufwärts.

    Reaktive Arthritis aufgrund Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Moin Moin Leidensgenossen,


    bei mir wurde vor sechs Wochen reaktive Art. festgestellt, aufgrund mehrerer Nahrungsmittelunverträglichkeiten, z. B. Brot, Milch, Eier etc.. Es sind fast alle Gelenke betroffen, am stärksten aber die Knie- und Sprunggelenke. Versuche seitdem meine Ernährung umzustellen, was nicht einfach ist, da es anscheinend Brot ohne Roggen und Hefe nicht gibt. Oder weiß von Euch jemand ein Rezept? Wohne in Kiel, evtl. gibt es auch eine Selbsthilfegruppe o. ä. Meine Krankebgeschichte ist eigentlich noch viel länger, aber das ist ja ein Forum für rheumaähnl. Erkrankungen. Alles Gute Ciao

    Chronische Yersinose

    Hallo liebe Leute,


    ich habe eine chronische Yersinose. Seit elf Jahren. Damals wurde nicht festgestellt worum es sich handelt (es hieß nur Virusinfektion). Erst vor drei Jahren wurde ein Antikörpertest und ein Westernblottest gemacht. Ich will garnicht erst ausführen, was ich in den elf Jahren alles ausprobiert habe und auch durchgemacht habe. Leider vertrage ich sehr schlecht Medikamente (Allergien)! Meine dringliche Frage an Euch ist, gibt es jemanden unter Euch, der diesbezüglich schon Erfahrungen in Richtung Schwerbehinderung bzw. Rente gemacht hat??


    Lieber Gruß


    Wölckchen

    Hallo,


    ich habe, laut Diagnose des Rheumakrankenhaus in Bad Kreuznach, "reaktive Arthritis".


    War, vom 03.05.10, bis heute, 12.05.10, sationär dort eingewiesen.


    Angefangen hat es bei mir Weihnachten letzten Jahres.


    Mein Freund, Medizin-Student an der Uni Mainz, hatte 1-2 Wochen vor Weihnachten den H1N1 Virus.


    Als dieser bei ihm ausgeheilt war, wurde ich krank.


    Eigentlich, wie ich dachte, hatte ich eine schwerere Erkältung als sonst, aber hab mir nichts weiter dabei gedacht, weil ich nicht alle typischen Symptome einer H1N1 Viruserkrankung hatte...


    Nach dem ich dann wieder "gesund" war, fing mein linker Ellenbogen an dick zu werden, wurde auch heiß, also typische Entzündung.


    Dann bei Hausarzt hieß es erst Schleimbeutelentzündung.


    Hab dann Ibuprofen verschrieben bekommen.


    Wie sich jetzt erst rausgestellt hatte, kommt die "Arthritis" von nem Infekt.


    Auf einmal fing dann der rechte Ellenbogen an dick zu werden. Ich konnte beide Arme nicht mehr richtig ausstrecken und jedesmal fingen sie an zu knacksen.


    Ich bekam noch Rücken- und Nackenschmerzen dazu.


    Vom Hausarzt wurde ich zum Orthopäden überwiesen, bei dem ich dann insgesamt 3 mal war.


    Bis zu diesem Zeitpunkt waren dann schon 2 Monate, seit den ersten Anzeichen, vergangen und noch immer nichts richtiges passiert.


    Der Orthopäde hat mich dann weiter zum Rheumatologen überwiesen.


    Noch bevor ich vom Rheumatologen untersucht wurde hat mein Freund, der ja Medizin-Student ist, eine eigene Diagnose erstellt: "reaktive Arthritis"


    Mein Knie wurde zudem auch noch dick und ich konnte es nicht mehr richtig anwinkeln und an den Körper ziehen.


    Beim Rheumatologen angekommen hieß es dann "rheumatoide Arthritis."


    Ich war bestimmt 8 mal dort und habe erst nach 4 Monaten Medikamente, Diclofenac 75mg, verschrieben bekommen. Es half ein wenig, aber war natürlich auch nicht die beste Methode dies zu behandeln. Und weil mein Rheumatologe anscheinend keine Lust auf meine Krankheit, oder sein Pensum für den Monat schon erreicht hatte, sagte er einfach nur, dass er mir nicht weiterhelfen kann und ich doch einen Termin bei einer Uni-Klinik, z.B. in Homburg, machen sollte.


    Dann bin ich zu meinem Hausarzt und hab mich von ihm stationär nach Bad Kreuznach einweisen lassen und jetzt habe ich endlich die Diagnose "infektreaktive Arthritis".


    Habe dann dort die Diclo absetzen müssen, bekam dann Celebrex 200mg, eine morgens eine abends, dann Decortin(Kortison) in Tablettenform 15 mg, jetzt auf 10mg runtergesetzt, dazu noch Pantozol Magenschutz, und, weil die Beschwerden schon knapp 6 Monate bestehen, Sulfasalizin 500mg.


    Bis jetzt habe ich keine Schmerzen mehr gehabt und auch noch keine Nebenwirkungen von den Medikamenten bekommen.


    Wenn mein Rheumatologe, den ich jetzt natürlich gewechselt habe, auch das könnte, was er müsste, hätte ich mir den Aufenthalt in dem Rheumakrankenhaus und die daraus entstandenen Kosten, sparen können!


    Sucht euch also gleich einen guten Rheumatologen, auch wenn ihr bei dem etwas länger auf nen Termin warten müsst. Es lohnt sich!


    Lieber Gruß


    schumikersch

    kennt sich jemand aus mit Poststreptokkoken reaktiver arthritis?


    Meine Tochter hat nach einer chronischen Mandelentzündung, die trotz Odysee bei verschiedenenÄrzten erst kurz vor der Sepsis erkannt wurde, und 4 Wochen noch Op extreme Gelenkschmerzen vor allem in den Knien und der Hüfte. Ein komplettes internistisches Check-UP in der Klinik mit sämtlichen Bluttests ( immunologisch, Titer etc. ), Magen-, Darmspiegelung, Röntgen, Ultraschall, Jamshidi brachte kein Ergebnis. Sämtliche Entzündungswerte negativ. Die Schmerzen waren gestern bei dem Wetterwechsel auch mit stärksten Schmerzmitteln kaum auszuhalten. Schmerztherapie beginnt nächste Woche Dienstag.

    Die infektreaktiven Arthriden gehören zu den entzl.rheum. Erkrankungen, bei denen es keine positiven Rheumawerte gibt und oft auch keine Entzündungswerte im Blut. Sie gehören auch zur Gruppe der Spondarthriden über die du dich informieren kannst und dann wohl mehr dazu findest. Schmerzmedikamente alleine reichen da nicht aus, sondern man sollte eigentlich eine Basistherapie wie bei allen rheum. Erkrankungen und evtl. speziell bei diesen Erkrankungen machen. Wenn du den Beitrag des Users über dir gelesen hast, so siehts du auch was geholfen hat. So sieht in diesen Fällen oft eine Basistherapie aus. Also Cortison und Sulfasalzin. Diese Erkrankung kann ausheilen, aber man sollte das sachgemäß behandeln, damit sie sich eben nicht chronifiziert. Also sprich mit den Ärzten, wie sie sich das vorgestellt haben. Ob bei dieser Therapie tatsächlich nur Schmerzmedikamente eingesetzt werden sollen, od. auch Substanzen die an die Basis der Erkrankung gehen. Wünsche deiner Tochter gute Besserung.

    Zwischenzeitlich waren wir bei einem internistischen Rheumatologen, der mich und mein Kind wie Idioten behandelt hat. Weil keine Entzündungswerte und Rheumawerte vorliegen und auch keine dicken Gelenke sei eine reaktive Arthritis ausgeschlossen. Im übrigen habe er noch nie in langjähriger Praxis jemanden mit einer solchen Krankheit gehabt. Das käme gar nicht vor. Er hat uns im Regen stehen lassen und nach Hause geschickt.


    Da Ihr ja wisst wie lange man auf einen Termin beim Rheumatologen wartet bin ich ziemlich geschockt und will aber noch nicht aufgeben und einen neuen Termin bei einem anderen Arzt vereinbaren. Wisst ihr vieleicht noch einen Rat oder auch einen Arzt im Raum reutlingen, Tübingen, Stuttgart der sich solch einen schwierigen Fall annehmen würde?