Hallo Zusammen


    Auch ich leide an einer reaktiven Arthritis. Bei mir fing es an Pfingsten 2010 mit einer starken Magen-Darm-Grippe an. Als diese nach 5 Tagen durchgestanden war, schmerzte zuerst meiner linker Fuss und innerhalb von 2-3 Tagen waren beide Füsse, mein linkes Knie, Hüfte, Kieferknochen, die Wirbelsäule, der rechte Mittelfinger und die rechte Schulter betroffen. Schmerzen, die ich keinem Menschen wünsche.


    Dem Hausarzt kamen von Anfang an 2 Mögliche Ursachen in den Sinn: Entwerder Clamydien oder Campylobactor. Dies wurde durch die Flüssigkeit in meinem Knie getestet. Schnell war der Campylobactor + HLA-B27 (Gendefekt) als Ursache ausgemacht. Auf meinen Wunsch wurde noch eine zusätzliche Untersuchung auf einen Zeckenbiss gemacht. Dieser war negativ.


    Der Arzt erklärte mir das so, durch diese Bakterien hat mein Immunsystem antikörper produziert, dass aber nicht wie normal sonder(ich übertreibe jetzt vielleicht) 1000x so hoch wie normal. Das Problem dabei ist, die Bakterien sind im Körper nicht mehr vorhanden, aber das Immunsystem macht immer weiter, ohne wieder runter zu fahren. Durch die hohe Anzahl an weissen Blutkörperchen wird nun irgendwass von denen Abgegeben, die meine Gelenke angreifen bzw. die Schmerzen verursachen. Also ne Auto-Immunkrankheit in dem Sinn. Keine Ahung wie dass genau mit Arthritis zusammen passt aber ich bin ja kein Arzt. So wurde mir das jedenfalls erklärt.


    Die Behandlung erfolgte Anfangs mit Kortisonspritzen in die extrem schmerzenden Gelenke. Kortison (Tabletten) 100mg Anfangs waren normal, also ziemlich viel. Aber bei den Schmerzen würd ich mir alles reinziehen! Dann kam die Überweisung zum Rheumatologen. Der begann mit einer Spritze (weiss nicht wie das Medikament heisst), die ich bis heute jede Woche bekomme.


    Die beruhigt das Immunsystem, dass so wieder auf normale Behandlung Anfangs mit ca. 100mg Kortison/Tabletten (teilweise auch Spritzen) , Ecofenac, Antibiotika, wöchentliche Spritze zum beruhigen des Immunsystems (schlägt nach ca. 2 Monaten an)


    Nebenwirkungen durch (vermutlich das Kortison):


    Bluthochdruck: Spitzenwerte 250 / 150 Puls 150, Durchschnitt 160 / 110 Puls 120.


    Schlaflosigkeit 3-4 Tage am Stück wach und dies über ca. 3 Monate


    Depressionen o.ä. Behandlung mit Psychopharmaka, Antidepressiva, Betablocker -> Nebenwirkungen Wahnvorstellungen (danach andere Medikamente -> Habe all dieses Medikamente abgesetzt, wurde dann viel besser


    Vollmondgesicht (von ca. Juli bis November)


    Potenzprobleme Kann nicht wirklich erklärt werden (Nebenwirkungen Medikamente?), Behandlung mit Viagra, funktioniert


    Herzschmerzen im Brustkorb, Gefühl als wenn der Brustkorpus zu eng ist.


    Durch mein Laufverhalten haben sich die Muskeln abgebaut, so dass nun die Füsse nach Innen abgekippt sind. Muss jetzt mit Physio anfangen.


    Einschlafstörungen In der Dämmerphase zucken wie Blitze durch den Körper, Entladung als knirschende Geräusche im Kopf (teilweise als sehr Schmerzhaft empfunden), Aufschrecken aus dem Dämmerschlaf mit Atemnot und dem Gefühl des Erstickens, Herzrasen, Panikgefühl. (Vom Rheumatologen: Betablocker für Schlafprobleme/Blutdruck)


    Blutdruck seit Ende Dezember wieder erhöht bei 150/120 Puls 95 (Ruhezustand), Rauschen in den Ohren, leichter Schwindel bei schnellen Bewegungen (z.B. bücken). Teilweise weinen ohne ersichtlichen Grund, Körper zittert leicht.


    Kortison bei 5mg, Ecofenac 2x Täglich, wöchentliche Spritze (Immunsystem)


    Stand nach 7 Monaten:


    Beide Füsse sehr schmerzhaft, wobei das linke am schlimmsten ist. Schmerzen am linken Kniegelenk, linke Seite Hüfte, rechte Schulter, rechter Mittelfinger und knirschen im Kiefer links. Brustkorb fühlt sich leicht eingeengt ein.


    Da ich nicht wirklich überzeugt bin, habe ich einen Termin bei einem Kinesologen gemacht. Die erste Frage die er stellte, ob ich eine Zeckenimpfung gemacht habe. Das tat ich wirklich, ca. 1 Jahr vor dem ganzen. Den Termin habe ich am 7.1.11. Werde euch gerne weiter auf dem laufenden halten.


    Viele Grüsse

    So Leute, paar Jahre später und mein Thread ist Treffer Nr. 1 bei Google unter dem Stichwort "reaktive arthritis"


    Ich wollte meine Erfahrung aus den letzten Jahren berichten, unter anderem wie ich erfolgreich meine chronische reaktive Arthritis bekämpfen und heilen konnte und dabei minimalste Langzeitschäden davongetragen habe.


    Da ich damals kaum Beiträge zu dem Thema im Netz fand, und ich die mich behandelnden Ärzte dank ihrer durch westlicher Medizinpropaganda geprägten Wissens nur als minimal kompetent einstufte, recherchierte ich auf eigene Faust.


    Vorerst aber fuhr ich in meiner Not damals in eine Rheumatologische Spezialklinik in Sendenhorst, in der man mir Kortisonspritzen in die Gelenke jagte und mich auf eine Behandlung mit Sulfasalazin setzte.


    Den Klinikaufenthalt brach ich vorzeitig ab, da Kortisonspritzen, stinkender und schnarchender Opa als Zimmergenosse und die herangehensweise einer rein symptomatischen Behandlung nicht in meinem Sinne war, und zudem meine Gelenke noch heftger weh taten als in meiner "vertrauten Umgerbung".


    Die Sulfasalazin-Behnadlung führte ich daraufhin für 2 Jahre durch,ohne jegliche anderen Entzündungshemer (Leber- + Magenkiller), woraufhin meine Symptome zusehends besser wurden, bevor ich es Absetzte jedoch nicht völlig verschwunden waren.


    Jedoch war diese Therapie nicht das einzige, was ich unternahm. Da ich von der westlichen Medizin wenig-nichts halte, fing ich an nebenbei Alternativen zu suchen.


    Unter anderem wurde ich auf die positive Wirkung von Cannabis auf Rheuma-Erkrankungen aufmerksam. Ich fing langsam an, mich an diese nicht ganz harmlose Pflanze heranzutasten, und bekam recht schnell dessen therapeutische Wirkung zu spüren. Schmerzen lösten sich von Tag zu Tag (auch nach Absetzen vom Sulfasalazin schritt dieser "Heilungsprozess fort"), und die Entzündungen in den Gelenken gingen zurück.


    Da mein rechtes Knie damals am schlimmsten Befallen war, war dies völlig aus dem Ruder gelaufen – auch nachdem die Entzündungen abgeklungen waren, konnte ich es bis vor kurzem nicht richtig durchstrecken. Ich hatte immer das Gefühl, als ob die Entzündung das Knorpelgewebe im Knie so dermassen zersetzt hatte, das der unterschenkelknochen einfach keinen halt mehr in der Gelenkkapsel hatte, und so nach und nach verrutscht ist. Auch tat es bei Wetterumschwung und bei zu starker Belastung ab und zu immer noch weh.


    Da ich nach Rückgang der Entzündung anfing, heftig Gewichte zu stemmen, waren alle anderen Gelenke soweit wieder 100% in Ordnung. Auch die linke Schulter konnte ich durch Dehnübungen wieder mobilisieren.


    DIES KANN ICH NUR JEDEM EMPFEHLEN! Da Training mit Gewichten nicht nur für Stabilisierung der Gelenke sorgt, sondern auch Wachstum neuen Korpelgewebes in den Gelenken anregt, und Entzündungsprozesse im gesamten Organismus bremst – stoppt!


    Da ich aber aufgrund der Fehlstellung meines rechten Knies dies nicht ganz belasten konnte, und auch falsch belastet hätte – hatte ich bis vor kurzem mein kaputtes Knie als Langzeitfolge der reaktiven Arthritis von damals Akzeptiert.


    Nun wurde ich in einer Dokumentation darauf aufmerksam, das Chinesen wohl schon vor einiger Zeit (sowohl Cannabis, als auch) eine radikale Methode benutzten , um solche Fehlstellung bei (ehemalig) Rheumakranken zu korrigieren. Einfach das Gelenk solang biegen, bis es alles wieder frei ist. Das liegt an der Verknorpelung an falscher Stelle, wenn das Gelenk nach Abschwellen der Entzündung fehlgestellt ist.


    Daraufhin begann ich, neben meinen standard Dehnübungen, spezielle Dehnübungen für mein rechtes Knie durchzuführen. Als ich eine Übung neulich etwas heftiger ausführte, spürte und hörte ich, wie der Unterschenkelknochen im Kniegelenk rutschte.


    Dabei verspürte ich ein entspannendes Gefühl im Knie das ich seit Jahren nicht mehr kannte!!!!!


    Und siehe da: Knie ist wieder komplett gerade, tip topp möchte man sagen. Es knackt noch ein wenig, aber durch gezielte Übungen werde ich das wieder komplett fit kriegen :)


    Ich hoffe ich konnte irgendjemanden mit meinen Erfahrungen helfen.


    Bei Fragen einfach ne Nachricht schicken

    hallo an alle,


    bei mir wurde leider viel zu spät eine yersinien-infektion festgestellt. ich hatte am ende einer auslandsreise in die tropen blinddarmbeschwerden die zu einer blinddarmentfernung in deutschland geführt haben. nach 14 tagen stellte sich dann am linken knie eine reaktive athritis ein. ich bin hla-b27-positiv, wurde mir erläutert und in zahlreichen bluttests bestätigt.


    am anfang wurde ich mit cortison in tabletten-form und dann mit spritze ins knie behandelt sowie seit 4 monaten nehme ich zudem iboprophen (2x600) als schmerzmittel, ohne das ich nach wie vor nicht auskomme.


    leider stellte erst vor 8 Wochen ein heilpraktiker fest, dass ich eine yersinien-infektion hatte, die anscheinend die blinddarmbeschwerden und die reaktive athritis ausgelöst haben. die durchgeführten bluttests auf bakterien habe dies bestätigt.


    meine schulmediziner haben dann mit zwei antibíotika-intervallen mittels 20 Tagen (doxycylin) und 14 Tagen (ciprobay 2x.250) reagiert, die ich nun auch hinter mir habe.


    insgesamt sind zwar die kniebeschwerden besser geworden, habe aber nachhaltig probleme mit dem laufen, insbesondere treppen sind für mich sehr schwer zu bewältigen. die zwischendurch genauso lästigen kreuzschmerzen und schmerzen in der schulter sind besser geworden und meist nur noch nachts zu verspüren.


    einer meiner zahlreich konsultierten ärzte (in diesem fall ein rheumatologe) schlägt nun eine basistherapie mit sulfasalzin vor. hat jemand damit erfahrungen gemacht?


    lg


    joe

    hallo an alle,


    bei mir wurde leider viel zu spät eine yersinien-infektion festgestellt. ich hatte am ende einer auslandsreise in die tropen blinddarmbeschwerden die zu einer blinddarmentfernung in deutschland geführt haben. nach 14 tagen stellte sich dann am linken knie eine reaktive athritis ein. ich bin hla-b27-positiv, wurde mir erläutert und in zahlreichen bluttests bestätigt.


    am anfang wurde ich mit cortison in tabletten-form und dann mit spritze ins knie behandelt sowie seit 4 monaten nehme ich zudem iboprophen (2x600) als schmerzmittel, ohne das ich nach wie vor nicht auskomme.


    leider stellte erst vor 8 Wochen ein heilpraktiker fest, dass ich eine yersinien-infektion hatte, die anscheinend die blinddarmbeschwerden und die reaktive athritis ausgelöst haben. die durchgeführten bluttests auf bakterien habe dies bestätigt.


    meine schulmediziner haben dann mit zwei antibíotika-intervallen mittels 20 Tagen (doxycylin) und 14 Tagen (ciprobay 2x.250) reagiert, die ich nun auch hinter mir habe.


    insgesamt sind zwar die kniebeschwerden besser geworden, habe aber nachhaltig probleme mit dem laufen, insbesondere treppen sind für mich sehr schwer zu bewältigen. die zwischendurch genauso lästigen kreuzschmerzen und schmerzen in der schulter sind besser geworden und meist nur noch nachts zu verspüren.


    einer meiner zahlreich konsultierten ärzte (in diesem fall ein rheumatologe) schlägt nun eine basistherapie mit sulfasalzin vor. hat jemand damit erfahrungen gemacht?


    lg


    Joe49

    Diese reaktiven Arthriden gehören zu den seronegativen Spondylarthriden und sind mit dem Bechterew verwandt. Sulfasalzin ist wohl das am häufigsten angewandte Medikament bei dieser Erkrankungsgruppe. Vllt. schaust du mal in ein Bechterew-Forum, denn da wirst du eher jemand finden, der sich damit auskennt.

    Hallo zusammen!


    Ich erzähle mal meine kleine Geschichte und hoffe, dass mir jemand von euch weiterhelfen kann.


    Im Januar 2012 bin ich morgens aufgewacht mit einem minimal angeschwollenem Knie. Da da meine Leidenschaft das Kickboxen ist und ich auch noch einen Tag zuvor einen leichten Tritt ans Kniegelenk abbekommen habe, habe ich mir nichts dabei gedacht und es einfach wie immer mit Voltaren eingeschmiert :)^


    Nach einer Woche ungefär merkte ich das es einfach nicht besser wurde und das Knie langsam mit Flüssigkeit voll lief. Daraufhin ging ich zu meinem Arzt der mir sonst bei meinen Blessuren immer gut weitergeholfen hat. Das Knie wurde geröngt und da es bis dahin fast kugelrund war auch direkt punktiert und Cortison gesprizt. Ich konnte danach wieder super laufen und habe das Knie soweit es ging normal belastet.


    Dann nach 1-2 Wochen ging das Spiel von vorne los. Insgesamt hat dieser Arzt das Knie 6 mal punktiert und Cortison gesprizt. Dann war es soweit, nach einer MRT und einer allergischen Reaktion gegen Kontrastmittel sollte eine Kniespiegelung durchgeführt werden.


    Im April erfolgte dann die OP. Das Ergebnis, Kniegelenk war vollkommen okay aber die Gelenkhaut war total entzündet. Der Arzt sagte mir nur dass er das Gelenk "geputzt" und gespühlt hat. Eine Probe wurde noch zur Untersuchung verschickt. Der Befund kam und es hieß die Entzündung käme evtl. von irgendwelchen Bakterien. Die Ärzte sprachen ab diesem Zeitpunkt von einer Synovialitis mit Entzündungsstufe 9. Ab dann war ich vier Wochen auf Krücken angewiesen und in dieser Zeit fing ich an im Internet nachzuforschen. Ich traf auf diese Seite und nach ein paar Zeilen war mir klar, dass ich zu einem Rheumatologen muss.


    Im Mai ließ ich mich stationär in der Sana Klink Bad Kreuznach aufnehmen. Vorher ging ich noch zum Urologe und wurde promt positiv auf Chlamydien getestet. In der Klinik war nach 3 Tagen dann die Diagnose klar. Reaktive Artrithis...


    Das Knie wurde nochmals punktiert und ich sollte nach der Entlassung für drei Monate jeden Tag 3 Ibu 800 nehmen. Das hab ich auch gatan aber eine Besserung außer weniger Schmerzen kam nicht wirklich.


    Jetzt im August war ich erneut für ein paar Tage in dieser Klinik. Ich nehme jetzt 2 Celebrex 200 täglich und soll mir einen Termin für eine Spritze mit einem radioaktiven Medikamt geben lassen.. Es würde die restliche Entzünung "auffressen" und falls das nichts bringt soll ich mir die Schleimhaut aus dem Knie entfernen lassen.


    Ich schreibe hier weil ich jemanden suche der vielleicht ähnliches durchgemacht hat und mir ein paar Tips geben kann wie ich einer erneuten OP aus dem Weg gehen kann oder zumindest jemanden der mir sagen kann wie lange das ganze noch geht. Ich mach gerne Sport und fahre LKW bei der Arbeit. Mit dem Knie geht das alles aber nur eingschränkt oder überhaupt nicht.


    Vielen Dank schon mal! :)z