Sehstörungen und andere probleme, u. a. Gelenkschmerzen

    Hallo Zusammen!


    Ich (26, w) leide bereits seit ein paar Jahren an unterschiedlichen Sehstörungen, für die teilweise eine Ursache gefunden oder zumindest vermutet wurde. Leider nur teilweise. Vielleicht kennt ja der eine oder die andere ähnliche Probleme und kann mir ein paar Denkanstöße geben um die Ursache (und hoffentlich Lösung) doch noch zu finden. Manchmal denken ja sowohl Arzt als auch Patient einfach in eine falsche Richtung! Da ich u.a. auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung (re und li Handgelenk), sowie immer mal wieder (v.a. bei Wärme) allg. Gelenkschmerzen (mittelmäßig stark, Taubheitsgefühle, aber keine Steifheit außer bei Sehnenschiedenanfällen, keine bestimmte Tageszeit) habe, stelle ich den Beitrag neben dem Augenforum auch hier einmal ein.


    Zu meinen Problemen (soweit sie mir jetzt auf die schnelle einfallen):


    - schlechte Sehschärfe (teilw. nur ein Visus von 20-30% mit Sehhilfe), wobei das Sehen mit Kontaktlinsen erheblich besser ist als mit Brille, ebenso beim blick durch ein kl. Loch mit teilweisem Verdecken der Pupille besser ist als normal; häufig wechselnde Brillen-/KL-Stärken -> als Ursache werden Veränderungen der Augenhornhaut angenommen


    - Verzerrte Linien und Gegenstände, mit Kontaktlinsen anders als mit Brille -> wird ebenfalls in Zusammenhang mit Hornhautschäden vermutet


    - Schatten um Gegenständen, die mit Kontaktlinsen weniger werden , sowie Doppelbilder auch beim Blick mit nur einem Auge -> Vermutung Hornhautveränderungen


    - Sterne und Heiligenscheine um Lichtquellen im Dunkeln die nächtliches Autofahren unmöglich machen (keine Nachtblindheit!) -> ebenfalls Hornhautproblem (vermutlich)


    - fliegende Mücken/schwimmende Flusen/Mouches Volantes -> Glaskörpertrübungen (gesicherte Diagnose)


    - Trockenes Auge (gesicherte Diagnose, Behandlung mit Tropfen)


    - mitunter ziehende Schmerzen (keine Augenentzündung feststellbar)


    - Schneesehen (wie bei einem Fernseher ohne Bild, ist immer da) -> bisher unklare Ursache


    - Morgens beim Aufwachen, manchmal auch tagsüber zeitweise ein Flimmern/Flirren am Bildrand (wie eine Kerze oder soetwas) -> Ursache unklar


    - extreme Lichtempfindlichkeit -> kann (muss aber nicht) mit der Hornhaut zusammenhängen


    - manchmal kurzzeitig ein vollkommen wackelndes Bild vor beiden Augen, vor allem wenn ich von einem Punkt zum nächsten schaue -> Ursache unklar


    - (zumindest bisher) keine Gesichtsfeldausfälle, aber immer das Gefühl, als sehe ich durch einen Schatten, einen Film oder ein dünnes Tuch (wie wenn man als Kind das Gesicht hinter einem Tuch versteckt hatte) - das ist auf beiden Augen da, aber nicht gleich, rechts hat es sich seit ca. 14 Tagen unter Schmerzen stetig verschlimmert und stört das Sehen denn doch ziemlich. -> Der Arzt meinte eine Möglichkeit sei, dass das ein Begleitsymptom der nach nur wenigen Wochen wieder mal veränderten Sehstärke/Brillenstärke ist, allerdings ist die schon seit mehr als 2 Wochen wieder abnehmend. Kennt das vielleicht jemand, und kann das also wirklich die einzige Ursache sein? Nächste Woche ist trotzdem nochmal Gesichtsfeldkontrolle und Netzhautcheck dran.


    Ansonsten ist in den letzten Jahren einiges gemacht worden, was bislang erfolglos war, u.a.:


    - Netzhautuntersuchung


    - Untersuchung der Makula


    - Augeninnendruck


    - Hornhauttopografie (zu der waren die anwesenden Ärzte sehr unterschiedlicher Meinung, aber die Hornhaut erklärt halt nicht alles)


    - normale Augenuntersuchungen/Sehtests etc.


    - Gesichtsfeld


    - VEP (Sehnervuntersuchung, diese war leicht verzögert, aber im Grünen bis Gelben Bereich ;-)


    - MRT (Kernspin, kein Hinweis auf MS, allerdings ist ein 100%-Ausschluss nur mit eine Operation und Nervenwassernetnahme möglich; bisher keine Sehnerventzündung festgestellt)


    - Blutbild (Borrelisoe- war grenzwertig)


    Einige Probleme sind inzwischen wie oben beschriben schon zumindest schlüssig, und es muss ja auch gar nicht alles auf denselben Mist gewachsen sein ;-)


    Dazu kommen noch einige andere Allgemeingesundheitliche Probleme, die mehr oder weniger eine festgestellte Ursache haben, z.B.:


    - sehr schnelle Ermüdung/Erschöpfung


    - Tinnitus (Ohrenklingeln)


    - Reizmagen und Reizblase


    - niedriger Blutzuckerspiegel


    - chronische Sehnenscheidenentzündung


    - diffuse Gelenkschmerzen v.a. bei Wärme


    - häufiger Kopfschmerzen


    - Asthma (Belastungs und Allergie), Atemnot


    - innere Unruhe/Nervosiät/Reizbarkeit/Schlafprobleme


    - Kontrollzwänge


    Puh, viiel zu lange Liste...


    Aber vielleicht kennt ja jemand wirklich etwas davon und hat schon etwas mehr ERfahrung oder erlbet ähnliches wie ich?


    Übringens glaube ich generell, dass Körper und Seele sich auf jeden Fall wechselseitig beeinflussen, allerdings glaube ich nicht daran, im Zweifel einfach alle psychischen Problemen (oder wahlweise dem Kreislauf) zuzuschieben - das ist doch für die Ärzte aber auch für einen selber einfach eine leichte Ausrede. Ausnahme: Tatsächliche psychische Erkrankungen, aber das ist meiner Ansicht nach dann eben auch nicht "bloß" ein "psychisches Problem", oder was meinst ihr?


    So, jetzt ist der Beitrag wirklich schon viel zu lang und ich werde lieber mal Euch die Chance geben fleißig zu diskutieren!


    Also, was meint ihr, wer kennt ähnliches und was hat sich bei euch ergeben? Oder wie geht ihr vor und wie geht ihr damit um?


    Gruß Eure Mimi3

  • 2 Antworten

    Hallo Mimi,


    Augenprobleme kann es bei vielen rheumatischen Erkrankungen


    geben. Meistens handelt es sich um eine Uveitis. z. B. Morbus


    Bechterew u.a. Das trockene Auge könnte ein Sicca-Syndrom sein, und


    wenn andere Schleimhäute betroffen sind, ein Sjöergen-Syndrom,


    was beides häufig als Zusatzsymtom bei rheum. Erkrankungen vor-


    kommt. Tinnitus ist ein Symtom bei Durchblutungsstörungen,


    welche ebenfalls mit rheumatischen Krankheiten einhergehen können.


    (Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung gehören sowieso dazu)


    Auch der Boreliose-Wert kann bei Rheumaerkrankungen leicht er-


    höht sein, ohne dass eine Boreliose vorliegt.


    Aber das ist eben alles nur Spekulation. Könnte sein, muss nicht sein.


    Du könntest dich mal bei einem Rheumatologen vorstellen um


    das abklären zu lassen.

    Hallo Mimi 3

    klingt nach HLA B27. Hieraus resultieren Morbus Bechterew oder Morbus Reiter, wobei sich Deine Symptome nach M.Reiter anhören. Mein Mann hat es seit seinem 17 Lebensjahr aktut (ist jetzt 49). Es läßt sich über einen speziellen Buttest nachweisen, leider muß man die Ärzte hierauf immer erst direkt ansprechen, die wenigsten machen es von selbst.


    Auch mein Mann hat gerade wieder einen Schub: ist müde, kaputt, hat Duchfall, Blasenentzündung/ Samenblasenentzündung und Probleme mit den Augen. Und naturäich Scherzen in den Sehnen, Gelenken, überall.


    Unbedingt regelmäßig Netzhaut kontrollieren lassen, die kann sich ablösen. Wenn es rechtzeitig erkannt wird, kann man die wieder anlasern.


    Therapie? Schwierig. In jedem Fall negativen Stress vermeiden (leichter gesagt, als getan) und das Immunsystem stabil halten. Wenn der Körper nach Ruhe verlangt (Müdigkeit) auch unbedingt ausruhen und schlafen.


    Ich wünsche Dir auf diesem Wege gute Besserung und einen guten Arzt!


    Viele Grüße,


    bombo