Was hilft bei starken Gelenkschmerzen ?

    Hallo,


    ich leide seit einigen Jahren an Schmerzschüben in den Gelenken. Manchmal ist nur ein Gelenk betroffen, manchmal mehrere.


    Meistens habe ich ein paar Monate oder Wochen Ruhe und dann bekomme ich Schmerzen und kann die Gelenke nicht mehhr richtig bewegen. Das dauert ca. 2 bis 3 Wochen an.


    Mein Orthopäde meint es könnte Artrhose, Kalgablagerungen, Verschleiserscheinungen, und ein Meniskus der langsam kaputt geht sein. Also nur Andeutungen aber keine richtige Diagnose.


    Wenn ich mal wieder einen Schmerzschub hatte, habe ich Diclofenac bekommen. Das hatte bisher ganz gut geholfen. Bei meinem letzten Schmerzschub vor 2 Wochen aber nicht mehr.


    Ausserdem habe ich Bluthochdruck und sollte dann kein Diclofenac nehmen.


    Meine Schweigermutter meint das Reuhmamedikamente auf Dauer nich gut sind. Sollte ich wirklich Artrhose haben, kann mann nichts machen und ich muss mit den Schmerzrn leben.


    Ich bin 33 und möchte gerne noch ein paar Jahre in meinem Beruf als Pflegehelferin weiter arbeiten.


    Kann man da wirklich nichts machen ? Gibt es keine guten Medikamente die Helfen ?

  • 18 Antworten

    Du solltest erst mal zu einem internistischen Rheumatologen gehen und dich untersuchen lassen. Eine Basistherapie, falls eine entzündliche Rheumaerkrankung dahintersteckt (Arthrose ist eine nichtentzündliche) wird dann i.d.R. vom Rheumatologen verordent und nicht vom Orthopäden. Vorher sollte man aber in etwa wissen, was für eine Erkrankung es ist.

    Du hast einen zu hohen Blutdruck. Ist die Ursache bekannt? Hat das etwa zeitgleich angefangen. Du solltest das auf jedem Fall beim Arzt erwähnen, auch wenn noch andere Probleme außerhalb des Gelenkapparates vorliegen. Es sollte auf jedem Fall aber ein internistischer Rheumatologe sein und kein orthopädischer. Die kennen sch besser mit den anderen "Nettigkeiten" außerhalb der Gelenke aus, die bei rheumatischen Erkrankungen so vorkommen können.

    Hey Dino2000,


    der hohe Blutdruck wurde im März diesen Jahres festgestelt. Ob ich davor schon hohen Blutdruck hatte kann ich nicht sagen. Die Gelnkschmerzen habe ich seit ungefähr 6 Jahren.


    Ich habe letzte Woche, als die Schmerzen so schlimm waren versucht einen Termin beim Arzt zu bekommen. Sämtliche Othopäden sind im Urlaub oder haben erst Ende des Jahres wieder Termine frei. Beim Rheumatologen könnte ich im November ein Termin bekommen. Also musste ich zum Unfallarzt, der mir Novaminsulfon gegen die Schmerzen gegeben hat.


    Die Tabletten haben gut geholfen, aber die kann nun auch nicht dauernd nehmen.

    Chatini3 ,


    nur mal als Tipp, lass Dich mal auf Hashimoto untersuchen. Das ist eine Schilddrüsenerkrankung. Die Schilddrüse ist entzündet und verliert dadurch ihre Funktion.


    Bei mir find es mit starken Gelenkschmerzen an und ich bin den Ärzten die Türen eingelaufen und kein Arzt konnte etwas feststellen, bis ich auf einen Arzt gestoßen bin, der gezielt untersucht hat und Bingo. Wenn man gut eingestellt ist und die richtige Dosierung bekommt, werden die Schübe weniger und auch nicht mehr so heftig. Schübe entstehen, weil die Schilddrüse mal in die Überfunktion und dann mal wieder in die Unterfunktion gerät.


    Noch ein Hinweis......eine normale Schilddrüsenuntersuchung macht die Hashimoto nicht sichtbar....erst wenn der Arzt direkt das Blut da drauf untersuchen lässt.


    Ich drücke Dir die Daumen :)^

    War heute bei meinem Hausarzt und habe ihn auf die Schildrüsenuntersuchung angesprochen. Er meinte im Februar sei bei einer Blutuntersuchung auch die Schldrüse getestet worden, und die Werte sind ok. Mal schauen ob mein Orthopäde wenigstens einmal alle betroffenen Gelenke röntgen kann, um zu schauen ob es wirklich Artrhose ist. Und dann werde ich wohl einen Termin beim Rheumatologen holen und hoffen das bis Ende des Jahres alles geklärt ist.

    Zitat

    War heute bei meinem Hausarzt und habe ihn auf die Schildrüsenuntersuchung angesprochen. Er meinte im Februar sei bei einer Blutuntersuchung auch die Schldrüse getestet worden, und die Werte sind ok.

    Das heißt leider gar nichts :-/ Welche Werte wurden getestet? Meine Hausärztin hat auch jahrelang die normalen Schilddrüsenwerte abgenommen und gesagt, es sei alles in Ordnung, selbst als ich darauf bestand, dass auch die Antikörper gestestet werden, meinte sie noch, ich würde mir etwas einbilden...so lange, bis ich zum Endokrinologen ging und der eine Schilddrüsenunterfunktion und einen erhöhten Parathormonspiegel feststellte. Symptome waren Schmerzen in Schüben in Muskeln und Gelenken, bis hin zum Muskelversagen (Beine weggesackt). Es wurde vorher Fibromyalgie diagnostiziert (internistischer Rheumaologe), aber seitdem meine Schilddrüse richtig eingestellt ist, geht es mir deutlich besser und selbst der Rheumatologe zweifelt inzwischen seine eigene Diagnose an. Ich will damit nicht sagen, dass es bei Dir auch so sein muss - das sollte wirklich genau untersucht werden- aber der Hinweis, dem nachzugehen, ist richtig...und das sollte nicht nur oberflächlich geschehen.


    Alles Gute :)*

    Zitat

    Mal eine Frage an alle, die sich auskennen: Gibt es nicht eine Blutuntersuchung die einen Hinweis auf Rheuma gibt? Kann die nicht auch der HA machen? (das waren jetzt 2 Fragen ;-) )

    Der Hausarzt kann über das Blut die sog. Rheumafaktoren bestimmen lassen (hauptsächlich der CRP-Wert), aber leider heißt ein negativer Rheumafaktor nicht automatisch, dass Du kein Rheuma hast! Ich kenne etliche schwer Rheumakranke Menschen, die nie positiv getestet wurden...

    Ich schätze das die normalen Schilddrüsenwerte getestet wurden. Soll ich im September meinen Hausarzt nochmal darauf ansprechen ? Ich möchte auch nicht dass es heißt, ich bilde mir nur alles ein. Habe das Gefühl das mein Arzt schon genervt ist. Kann ein Orthopäde oder Rheumatologe diese bestimmten Schilddrüsenwerte auch untersuchen ?

    Den Rheumafaktor für die chronische Polyarthritis könnte auch der HA testen. Aber der ist eben meist nur bei dieser einen Erkrankung positiv. Es giibt auch seronegative Arten und viele unterschiedliche Arten mit anderen Faktoren. In der Regel werden beim Rheumatologen so etwa 5-7 Ampullen Blut gezogen um alle wichtigen Werte zu testen. Das alles kann od. darf der HA nicht machen. Damit kennen sich die FA besser aus und evtl. würde die Krankenkassse das nicht übernehem, bzw. überschreitet das Budget des HA. Bildgebende Verfahren wie Röntgen etc. werden ja auch nicht vom HA gemacht. Er kann aber bei Verdacht auf Rheuma zum Rheumatologen überweisen. Man braucht zwar keine ÜW aber den Fachärtzten ist es meistens lieber wenn schon mal der HA einen Verdacht hat, die Wartezeiten sind lang.

    Mein Beitrag hat sich überschnitten. Wurde ja schon geantwoerte. Der CRP-Wert ist eine Entzündungswert. Du meinst vermutlich den CCP-Wert. Das ist eine von vielen möglichen Werten, der getestet wird.

    danke für die antworten, das heißt bei verdacht auf rheuma benötigt man den facharzt, weil der HA nicht machen kann, der wert nix aussagen kann oder der HA das nicht machen darf, da grüble ich auch schon mal über unser system.


    und auf antikörper wegen schilddrüse testen zu lassen, muss man als patient schon al selbst drauf kommen, weil das keine standarduntersuchung ist. prima >:(

    Es gibt z.B. auch Medikamente die der HA nicht verschreiben kann od. darf. Manche kosten bis zu 20.000€ pro Jahr und Patient. Aber man würde sich ja auch keinen Zahn vom HA ziehen lassen. Da ist der Zahnarzt zuständig. Fachärzte kennen sich eben in ihrem jeweiligen Fach am Besten aus. Wie es mit den SD- Untersuchungen beim Rheumatologen aussieht, weiß ich nicht. Meine Tochter war wegen ihrer auffälligen Rheumawerte zuerst in einer Uniklinik Erst später dann bei einem niedergelassenen Arzt..In der Klinik wurdenviele Untersuchungen gemacht. Die Schilddrüse wurde dort auch geschallt und die Werte getestet. Gehörte dort zum Standardprogramm, wenn noch keine gesichtere Diagnose vorliegt.