1-Jährige hat grade "Verlustangstphase" beim Schlafengehen

    Hallo liebe Medi-Eltern,


    ich brauche ganz dringend Hilfe, denn ich bin kurz vorm Verzweifeln.


    Unsere Tochter hat seit einigen Tagen wohl diese Phase, daß sie sich abends zum Schlafengehen nicht von uns trennen kann.


    Bisher war das Zubettgehen kein großer Akt, im Gegenteil, ich empfand es (bis auf seltene Ausnahmen) sogar als sehr pflegeleicht. Wir haben ein abendliches Ritual mit Kuscheln Geschichte und dann Licht aus und schlafen. Nun bekommt sie aber schon Panik sobald das Licht ausgeht und sie schreit ganz hysterisch.


    Bisher haben wir probiert, sie einige Zeit schreien zu lassen und nach 2 Minuten wieder hineinzugehen um sie zu beruhigen, was sich aber als äußerst schwierig herausstellte, denn sie war immer so schnell hysterisch, daß wir sie nicht mehr ruhigen Gewissens allein lassen wollten. Ich hab so ein schlechtes Gewissen, denn das wollte ich bestimmt nicht.


    Einmal wollte ich ihr Zimmer verlassen nachdem ich sie getröstet hatte und hörte, wie sie sich übergab, so sehr hatte sie sich reingesteigert. Von da an hat sie erst beim Papa (bei uns im Wohnzimmer :-/ ) auf der Brust geschlafen und selbst da hat es ewig gedauert bis sie schlief obwohl die Glotze aus war und danach schlief sie nur noch in unserem Bett. Alleine lassen geht gar nicht.


    Selbst tagsüber wird sie unruhig, wenn ich den Raum verlasse, aber sie weint nicht.


    Unsere Neven liegen blank.


    Ich habe oft gehört, daß die Methode mit dem Rausgehen, nörgeln lassen, reingehen und trösten und wieder raus sich oft bewährt haben soll, habe aber zuviel Angst wegen ihrer Brecherei.


    Wie seid ihr mit der Phase umgegangen? Ich möchte ja auch nicht, daß sie sich dran gewöhnt, bei uns zu schlafen sondern in ihrem eigenen Bett und außerdem kann ich doch nicht immer bei ihr bleiben bis sie eingeschlafen ist. Ich brauche jetzt schon Streichhölzer damit ich wachbleibe, weil die Nächte so anstrengend sind.


    Habt ihr Ratschläge für mich?


    Danke @:)

  • 31 Antworten

    wenn ausgeschlossen werden kann, das dem kind etwas fehlt:


    liebevoll konsequent bleiben. das hat bei uns geholfen.


    immer wieder ins zimmer reingehen, kind beruhigen (max. 2 minuten) und wieder raus. beim ersten mal viell. 5 minuten warten, dann immer etwas weiter rauszögern.


    es ist hart und nervig, aber anders klappt es nicht... und es kommen immer wieder solche phasen (jedenfalls bei uns).


    unsere kleine ist bald 2,5 jahre alt.

    Solche Phasen hatte mein Sohn auch immer mal wieder. Ich hab das mit dem konsequent rausgehen etc. auch nie hinbekommen. Ein paar Tage lang bin ich bei ihm geblieben, hab mich daneben gelegt und gewartet, bis er geschlafen hat. Erst dann hab ich angefangen, wieder zurück zum alten Ritual zu kommen. Mal hat das schneller geklappt, mal nicht so schnell und 2-3 Mal hat es wirklich lang gedauert, so daß wir schon dachten, jetzt müssen wir aber doch mal schreien lassen & Co - und immer genau dann ist es wieder besser geworden.


    Inzwischen ist Sohnemann 2 Jahre alt und geht richtig gern ins Bett, alle beneiden uns, weil es so schnell und problemlos geht. Und so ist es jetzt schon recht lange bestimmt ein halbes Jahr. Also können wir es so falsch nicht gemacht haben ;-)


    Wenn es erst seit ein paar Tagen so geht und das Rausgehen-und-wieder-Reinkommen nicht funktioniert, dann versuch ihr doch mal ein paar Tage lang die Sicherheit zu geben, die sie offenbar gerade braucht. ich wünsch euch viel Glück @:) @:) @:) :)* :)* :)* :)*

    Bitte lass sie nicht schreien, wie in diesem unsäglichen Ratgeber "Jedes Kind kann schlafen lernen" beschrieben. Du schreibst ganz richtig, dass dein Kind ein Bedürfnis hat, nämlich den nach Nähe. Wie soll es sich fühlen, wenn du sie einfach schreien lässt. "Mir geht's schlecht, aber ich bin alleine, keiner reagiert auf meine Bedürfnisse!". Ergebnis ist Resignation. Das kann bis hin zu Depresseionen führen.


    Muss jeder selber wissen, was er macht. Mein Fall ist das schreien lassen auf jeden Fall nicht!

    es gibt ja einen unterschied zwischen "schreien lassen" und "kontroliertem schreien lassen"!!!


    bei der 2ten methode hat das kind keineswegs das gefühl das sich niemand kümmert und interessiert. aber das dass kind auch nicht seinen willen erfüllt bekommt, bis mama und papa auch schlafen gehen, im wohnzimmer sein zu wollen.


    bei unsere kleinen ist es so; und da funktioniert dieses erzieherische verhalten auch nach einigen tagen.


    aber das kann man nur machen, wenn man das gefühl hat, das es das richtige für das kind ist.


    und es darf nicht fehlende nähe entstehen. ich könnte mir auch vorstellen, dass, wenn kinder schon früh täglich "abgegeben" werden, auch so eine schrei-phase ensteht. die resultiert dann aber eher von mangelder nähe zu den eltern als durch trotz (so wie es bei uns war/ist)...

    Ich stimme Beth zu.... ich krieg schon Plaque, wenn ich "Jedes Kind kann schlafen lernen", "Tyrannen müssen nicht sein" und Co. schon höre! Die Kleine ist EIN JAHR ALT!!!!! Sie hat bestimmt noch keinen blassen Dunst von "Ich will so lange aufbleiben, bis Mama und Papa auch ins Bett gehen" - sie hat Angst! Gerade mit einem Jahr fangen sie an, den ganzen Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. Sie fremdeln, sie wachsen, sie bekommen Zähne - und genau in dieser Zeit brauchen sie Sicherheit, Liebe, Mami, Wärme. Auch diese Phase wird vorüber gehen. Und wennn sie sich sogar so arg ins Weinen hineisteigert, dass sie bricht - bitte... welchen anderen Mutterrat als "Nimm die Kleine und gehe noch einmal mit ihr ins Wohnzimmer, kuschle sie, tröste sie, halte sie, sei für sie da" kann ich Dir da geben? Bestimmt nicht "Geh 2 Minuten raus - warte - dann geh 4 Minuten raus..." blabla und in der 3. Minute bricht sie wieder! >:( So ein Schwachsinn!!! Erst wenn sich die kleine Maus sicher fühlt, wird sie wieder in Ruhe schlafen können. Nimm sie mir ins Wohnzimmer, dimme das Licht ein wenig ab und kuschle sie auf Deinem Schoß. Wenn sie dann ruhig geworden ist (vielleicht nach 15-30 Minuten? vielleicht länger? vielleicht kürzer? - Du wirst es erkennen), dann sagst Du ihr leise, dass Du sie nun ins Bettchen legst, weil ihre Äuglein schon zu fallen. Und wenn all das nichts nutzt, würde ich (! - gilt nicht für alle Mamas - ICH würde das so handhaben) sie mit in mein Bett nehmen und dann eben mal eine oder zwei Wochen lang mit dem Kind um 21h in MEIN Bett gehen und sie dort schlafen lassen. Dann kommst Du wieder zu ausreichendem Schlaf und Deine Maus hat keine Angst mehr.


    Alles Gute für Euch :)*

    Also bei mir und meinem Bruder war das immer so, dass meine Eltern immer sowas gesagt haben wie "Ich freu mich schon, wenn wir uns morgen früh wieder sehen." oder so...halt irgendwas, was uns wissen ließ, dass wir morgen auch noch alle da sein werden. Und in "schlimmen" Fällen wurde die Tür einen Spalt offen gelassen. Meine Eltern waren dann leise, aber nicht so, dass wir sie nicht mehr wahrgenommen haben. Das war so bis wir halt paar Jahre alt waren und wussten: Mama und Papa werden nicht in der Nacht plötzlich weg sein.


    Wobei, ich lese gerade, dass deine Kleine erst 1 Jahr alt ist...hm...naja, das mit dem Tür aufmachen, Spieluhr kann auch ganz gut helfen.

    Und wenns garnicht geht, dann im Bett schlafen lassen und nach ner halben Stunde ins eigene Bett legen, hat bei uns immer funktioniert, auch wenn wir am Weg dort hin wieder aufgewacht sind, das war dann egal.

    TE: du hast noch gar nicht geschrieben, was die möglichen ursachen sein könnten...


    hat sich was bei euch zuhause verändert? hast du die kleine in eine krabbelgruppe getan? wachstumsschub? zähne? vielleicht nimmt sie sich auch einfach etwas mehr wahr und das macht ihr angst...


    beschreibe mal, was du schon alles ausprobiert hast.

    Hm - ich fand die Nachtlicht-Sache als Kind auch ganz toll - auch das mit dem Tür auflassen. Aber da ich daran Erinnerungen habe, gehe ich stark davon aus, dass ich da mindestens 5 oder 6 Jahre alt war und nicht erst eins.... ":/ Würde ich meinem Sohn ein Nachtlicht anmachen, würde er im Bett turnen und Quatsch machen. Also bei ihm heißt es: dunkel = schlafen. Das funktioniert beim ausgedehnten Mittagsschlaf und auch Abends beim hinlegen. Er bekommt seine Kuscheltiere in den Arm, Nucki, einen Kuss und ein "Ich liebe Dich - bis später Schatz" und dann gehe ich raus und er schläft ruckzuck ein.... mein kleiner Engel o:)

    Hallo Afinchen,


    die Überschrift war für mich doch sehr interessant, da ich hier gerade das selbe in grün habe! Mein Sohnemann ist 19 Monate alt und ging seit langem ganz lieb, nach Flasche und kuscheln, ins Bett. Seit Montag ist das ganz anders! Seit Montag geht er nämlich in den KIGA. Und hat auch ganz schlimme Verlustängste... :°( Ich war noch nie so, dass ich ihn habe schreien lassen können, ich denke, das macht es nur noch schlimmer in solch einer Phase. Er soll mir vertrauen. :-) Ich habe einen Sessel in seinem KIZI, da bekommt er auch seine Zu Bett geh Flasche und da setze ich mich rein, bis er eingeschlafen ist. Ich stöhne teilweise auch, aber ich denke, das geht auch wieder vorbei. :-) Ich habe das mit dem rein und rausgehen auch versucht, hier hat es auch nicht funktioniert! Am Ende waren wir alle platt, der Kleine vom schreien und wir nervlich. Auch nix... :|N


    Hoffe für uns beide, dass die Phase schnell wieder vorbei geht! :)_ Das Einzige was ich versuchen würde, ist, ihr zwar die Nähe zu geben die sie braucht, also bei ihr bleiben und so, aber nicht sowas wie im Wohnzimmer auf dem Arm usw. einschlafen zu lassen. Sie in ihrem Bettchen, du bei ihr... Und dann ausprobieren, nach ein paar Tagen, schauen ob sich die Lage wieder etwas entspannt hat... @:)


    Hat sich denn bei euch, wie bei uns, etwas geändert, was die Maus so verunsichern könnte? @:)


    LG *:)

    Also, als mein Sohn mal diese (Gott-sei-Dank-nur-3-oder-4-mal) Schrei-Phase hatte, war nichts mit daneben setzen. Er hat so sehr gebrüllt und geschluchzt, die Ärmchen nach mir gestreckt - da hab ich es nicht über's Herz gebracht einfach "nur" dabei zu sitzen und auf ihn einzureden. Das machte ihn nur noch fuchsiger.... Aber wie gesagt, hat es sich ruckzuck selbst erledigt...

    Sie legt dieses Verhalten nun seit genau einer Woche an den Tag und es ist noch nicht wesentlich besser geworden. Wir sind nun dazu übergegangen sie abends im Wohnzimmer in ihrem Laufstall hinzulegen und selber noch etwas zu lesen (mein Mann hat ein tierisches Schnarchproblem weswegen wir getrennte Schlafzimmer haben deshalb gehen wir nicht ins Bett). Das geht jedenfalls besser als alles, was wir sonst so ausprobiert haben.


    Von diesem "Jedes Kind kann schlafen lernen" halte ich nichts. Am Anfang wußte ich ihr Verhalten nicht richtig einzuschätzen und war fast etwas wütend, daß sie anscheinend nur ihren Willen durchsetzen wollte, deswegen habe ich das mit dem Schreien lassen versucht. Aber ich habe die Zeitabstände nicht länger werden lassen und auch die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl dabei gehabt.


    Jetzt höre ich wieder auf meinen Bauch und kann auch ruhigen Gewissens wieder "schlafen".


    Großartig geändert hat sich bei uns nichts. Die Kleine hatte am Donnerstag Geburtstag und ich habe mich gefragt, ob wir vielleicht etwas von unserer Vorfreude auf sie übertragen haben. Da es seitdem aber auch nicht viel besser geworden ist, scheidet die Möglichkeit wohl eher aus.


    Zähne sind nicht unterwegs.


    Ansonsten hat sie einen geregelten Tagesablauf und wir geben sie auch nicht weg.


    3mal die Woche gehe ich ins Fitnessstudio und sie geht dort zur Kinderbetreuung aber das kennt sie seit sie 4 Monate alt ist und sie kann mich auch immer sehen. Einmal in der Woche geht sie für 2 Stunden zur Oma die sie (die Kleine) heiß und innig liebt. Aber auch das ist nicht neu für sie.