beetlejuice

    Das habe ich nicht durcheinander geworfen. Fraglich ist doch aber, ob nicht zum Beispiel andere Stämme ein und desselben Virustyps, gegen die die Impfung nicht wirkt, die "Impflücke" füllen. Diese Nischenbesetzung funktioniert unabhängig davon, ob wir von Bakterien, Viren oder Tierarten sprechen.

    Papula,


    sorry, das war nicht ich, falsche Anrede, du meintest Waldwuffel. Mein Sohn wurde erst mit 6 Monaten das erste Mal geimpft, nur das notwendigste (leider ist das hier 5fach, da ich in England lebe und erstens einen mittleren Kleinkrieg haette fuehren muessen, um ueberhaupt jemanden zu finden, der Einzeldosen impft und zweitens diese haette selbst bezahlen muessen und das sind ganz schoene Kosten, die man da hat, wenn man ausserhalb der Norm etwas haben will) und auch keine MMR mit 13 Monaten, meine Tochter ebenfalls.


    Beetlejuice, ich glaube da hast du etwas falsch verstanden, es wurde eine "aehnliche Problematik" angesprochen in punkto Bakterienresistenz, der Vergleich mit dem Selektionsdruck durch Impfen gegen Krankheiten, die durch Viren ausgeloest werden finde ich schon eine nicht von der Hand zu weisende Moeglichkeit (wobei ja auch gegen bakterielle Infektionen geimpft wird (z.B. Keuchhusten), also nicht nur virale Erkrankungen) einer Verschiebung der Krankheiten. Spontan faellt mir dazu einerseits die Impfung gegen Windpocken ein, die dazu fuehrt, dass vermehrte Erkrankungen an Guertelrose im Kindesalter auftreten, etwas was vor der Impfung so gut wie nie vorkam. Guertelrose ist bei weitem unangenehmer und mit wesentlich mehr Komplikationen behaftet als Windpocken. Und zum anderen braucht man sich ja nur mal die Schweinegrippe anzusehen... kaum eine Grippeerkrankung im letzten Jahr konnte der "normalen" Grippe zugeordnet werden (wenn denn eine Untersuchung gemacht wurde), es war fast ausschliesslich H1N1 Variante, sprich der "gewoehnliche" Erreger war wesentlich schwaecher als H1N1 und wurde "verdraengt". Sicherlich ist das nicht notwendigerweise eine Folge der Impfungen, aber es zeigt, dass es durchaus die Moeglichkeit gibt, eine Krankheit durch Impfen "in den Griff zu bekommen", nur um dann an einer anderen zu erkranken. Menschen, die eine Impfung gegen die "gewoehnliche" Grippe bereits hatten, konnten erkranken und sind teilweise dann auch an H1N1 erkrankt.


    Dass Viren und Bakterien zwei verschiedene Paar Schuhe sind, ist glaube ich jedem klar und nicht wirklich der springende Punkt in dieser Diskussion....


    Caithlinn :-)

    Also jegliche Vorlesung die ich zum Thema Mikrobiologie und Virologie gehört habe sagt aus, dass man es 1. eben nicht vergleichen kann, da eben Bakterienresistenzen und Virenmutationen 2 paar Schuhe sind und zum anderen mutieren Viren eben auch einfach so... HIV z.b. das hat sicher nichts mit Impfstoffen zu tun. Und Gürtelrose gab es sehr wohl früher schon, da hieß das nur Wundrose und keiner wusste das es quasi eine Neuinfektion, bzw ein Neuausbruch des Varizellenvirus ist.... Fragt mal die ganzen Großmütter, fast jeder hatte mal Gürtelrose und eben auch Monatelang Nervenschmerzen etc...

    Beetlejuice,


    ich bin ebenfalls Biologin und habe diverse Vorlesungen zu dem einen und anderen Thema besucht. Aber das heisst doch nichts. Natuerlich kann man Bakterien und Viren nicht DIREKT vergleichen, das hat auch keiner versucht. Der Vergleich wurde gezogen zwischen der Moeglichkeit des Selektionsdrucks durch Impfung und der aehnlichen Problematik in der Resistenzantwort von Bakterien. Es ist wirklich hilfreich, wenn man genau liest, worum es geht, denn sonst kommt es zu so einem Missverstaendnis, wie du es offenbar verstanden hast.


    Eine Wundrose ist etwas voellig anderes als eine Guertelrose. Das hiess nicht nur "frueher" so, und war damals unangenehm, sondern heute ist eine Wundrose ebenfalls sehr unangenehm, hat aber mit Guertelrose nichts zu tun. Eine Wundrose ist eine Streptokokken-Infektion (Bakterien!), die langwierig sein kann und Komplikationen wie Sepsis oder Meningitis zur Folge haben kann bei unsachgemaesser oder unvollstaendiger Behandlung. Eine Guertelrose ist eben eine Varizellenerkrankung (Herpes zoster), die bei jedem Menschen auftreten kann, egal ob bereits eine Windpockenerkrankung vorhanden war oder nicht. Bei KINDERN, wie das Emma bereits erklaert hat, war eine Guertelrose vor der Impfung aeusserst selten, und hat nun einen deutlichen Anstieg erfahren. Da Guertelrose um einiges unangenehmer sein kann als Windpocken, und des oefteren staerkere Nebenwirkungen bis hin zu einer erhoehten Todesfolge haben kann, denke ich nicht, dass es sich hier um einen positiven Nebeneffekt einer Impfung handelt, oder? :-/ :|N


    Caithlinn :-)

    Zitat

    Eine Guertelrose ist eben eine Varizellenerkrankung (Herpes zoster), die bei jedem Menschen auftreten kann, egal ob bereits eine Windpockenerkrankung vorhanden war oder nicht.

    das bezweifel ich grad mal. da die viren der windocken im körper bleiben bekommt jmd gürtelrose und nich einfach so....oder ":/

    Sorry Lichtkristall,


    wir sind wohl ziemlich ot mittlerweile....


    Jedenfalls kann es natuerlich sein, dass er weniger trinkt, wenn er sich nicht so wohl fuehlt. Aber ich wuerde da erstmal nicht so grosse Schluesse draus ziehen. Wenn er trotzdem noch genug trinkt (stillt er? Oder trinkt er Flasche?) deiner Meinung nach, ist es moeglicherweise voellig unabhaengig. Hier ist es z.B. im Moment sehr kalt und regnerisch geworden, meine Kinder trinken im Moment auch weniger (sind aber schon aelter). Ich wuerde es beobachten, wenn er aufhoert zu trinken natuerlich sofort zum Arzt, aber ansonsten kann es auch eine Phase sein. :)*


    Caithlinn :-)

    Manu,


    sicher, du hast recht, ich wollte eigentlich den Umkehrsschluss schreiben %-| :=o (Man ist nicht vor Guertelrose geschuetzt, auch wenn man glaubt durch bereits ueberstandene Windpocken immun zu sein). Irgendwie haben da die Finger ein Eigenleben entwickelt... oder ich hab den Satz falsch angefangen, sorry. :-X Bei Kindern ist eben die Impfung die "Erstinfektion" und dadurch wird ein Ausbruch der Krankheit eben gleich die Guertelrose – was im Kindesalter eben vorher nicht vorkam.


    Caithlinn :-)

    Der Kleine bekommt die Flasche. Er war immer ein Vieltrinker,hat 4-5 Flaschen a' 260 ml am Tag getrunken. Hat seit der Geburt über 3 Kilo zugenommen.


    Aber derzeit trinkt er nur zwei Flaschen in voller Menge aus,die übrigen werden nach 150ml oder auch weniger wieder abgestossen.

    naja warte erstmal ab, solange er noch trinkt ist es schon okay. es kann sicher damit zusammenhängen, muss aber nicht. vielleicht macht er grad nen schub durch oder er bekommt zähne. kann viele ursachen haben. beobachte es einfach weiter. solang er fit ist und er genug pullert is das schon in ordnung...


    danke caithlinn, war mir schon unsicher....

    Hallo. @:)


    Ich möchte mich auch kurz hier einklinken, da ich ziemlich verunsichert bin was das Thema Impfung angeht. Bis ich selbst einmal Kinder bekommen werde, wird es wohl noch etwas dauern, aber ich denke, über solche Themen sollte man sich besser zu früh als zu spät Gedanken machen.


    Mein Vater ist absoluter Impfgegner, weshalb weder ich noch meine beiden Geschwister gegen irgendetwas geimpft sind.


    Geschadet hat es keinem von uns, wir haben alle ein sehr gutes Immunsystem. Ich beispielsweise bin (abgesehen von einer kleinen Erkältung ab und zu) das letzte Mal vor zweieinhalb Jahren krank gewesen.


    Die Windpocken und die Masern habe ich als Kind gehabt. Gegen Röteln wollte ich mich impfen lassen, weil ich im Falle einer späteren Schwangerschaft mein Kind nicht dem Risiko hätte aussetzen wollte, durch eine Rötelninfektion Schäden davonzutragen. Durch eine Blutuntersuchung wurde dann aber festgestellt, dass ich bereits Antikörper gegen dieses Virus besitze, weshalb eine Impfung nicht nötig ist.


    Welche Frage ich mir stelle, ist, ob es einen Zusammenhang zwischen meinem guten Immunsystem und der Tatsache, dass ich nicht geimpft bin, gibt. Ich bin sehr lange gestillt worden (22 Monate) und habe immer nur im äußersten Notfall Medikamente (insbesondere Antibiotika) genommen. Ist mein Immunsytem deshalb so gut, oder ist das Zufall? Ich kenne viele Menschen, die geimpft sind und schon bei einem grippalen Infekt Unmengen von Medikamenten nehmen und viel häufiger krank sind als ich. Wenn ich mal wirklich krank bin, dann liege ich eben eine Woche mit 39°C Fieber im Bett und vertraue darauf, dass mein Körper das alleine hinbekommt. Warum sollte es da nötig sein, gleich Antibiotika zu nehmen? Ich denke immer, dass der Körper, wenn er bei jedem Infekt gleich mit Medikamenten überschwemmt wird, sozusagen "verlernt", sich selbst gegen die Erreger zu wehren. Ich habe aber irgendwo einmal gelesen, dass dieses Risiko nicht besteht. Kann mir da jemand Genaueres zu sagen?


    Und nur weil ich immer so gesund gewesen bin, muss das ja auf meine Kinder später nicht auch zutreffen... und bei ihnen muss ich später die Entscheidung für oder gegen eine Impfung treffen. Im Grunde tendiere ich dagegen, weil mir das alles einach viel zu unsicher ist. Wie hier im Thread ja bereits geschreiben wurde, weiß man kaum etwas darüber, inwiefern Impfungen zu Schäden führen können. Und ob ich dieses Risiko dann eingehen möchte.....


    Die Frage ist auch, wie hoch sind denn die Risiken, die da gegenübergsetellt werden? Ich zweifle beispielsweise am Sinn einer Masernimpfung, da ich denke, dass unter den heutigen Bedingungen in Deutschland kaum noch ein Kind an einer Maserninfektion sterben wird, solange es keine Vorerkrankungen hat. Man könnte natürlich dagegenhalten, dass die Relation ganz anders ist, da aufgrund der Impfungen die Zahl der Masernerkrankungen stark zurückgegangen ist. Mein Vater sprach aber wiederum einmal von Statistiken, die belegen würden, dass die Krankheitsfälle in den Ländern in denen geimpft wird, und in denen in denen nicht geimpft wird, gleichermaßen zurückgegangen sind. Allerdings bezog sich das glaube ich auf Polio. ":/


    Eine Bekannte erzählte mir dann, in Deutschland würden jedes Jahr 400 Kinder an Masern sterben. Aber: Wieviele von diesen Kindern haben Vorerkrankungen? Wie hoch ist das Risiko, dass ein ansonsten völlig gesundes Kind an den Folgen einer Maserninfektion stirbt? Und wie hoch ist verglichen damit das Risiko, dass ein Kind aufgrund einer Masernimpfung Folgeschäden erleidet? Ist es überhaupt möglich, diesen Vergleich zu ziehen?


    Ich hoffe, mein Beitrag war jetzt nicht zu verwirrend und ihr könnt mir bei diesen Fragen weiterhelfen. @:)

    Snow Cake,


    hm, das ist eine gute Frage, bei der man u.U. Vergleiche zu frueheren Zeiten ziehen koennte.... immerhin sind sie weitaus meisten Menschen auch ungeimpft recht alt geworden und zum groessten Teil nicht unbedingt an den Kinderkrankheiten gestorben, sondern aus vielen anderen Gruenden. Ich denke z.B. auch an solche "Nettigkeiten" wie Amputationen, oder sogar Hirnoperationen oder (besonders nett), die Haut abgezogen zu bekommen und NICHT daran zu sterben!


    Da Impfungen leider in vielen Faellen gerade dann eingefuehrt worden zu sein scheinen, als auch vorwiegend bessere Hygienemassnahmen praktiziert wurden, kann man da nicht immer (meiner Meinung nach) 100% sicher sein, ob sich eine positive Veraenderung der Krankheitsstatistik immer "nur" auf die Impfung zurueckfuehren laesst. Gerade bei Polio gibt es da wohl so eine "Grauzone", Umbenennung der Erkrankung reduzierte die Faelle schon mal um die Haelfte und weitere Hygienemassnahmen sowie besseres Verstaendnis um die Krankheit und Behandlung reduzierte weitere Faelle, wobei in Statistiken das oft als reines Verdienst der Imfpfungen dargestellt wird. Jedenfalls gibt es fuer Impfkritiker genuegend "Gelegenheit" kritisch zu sein.


    Ich selbst bin gegen die meisten Kinderkrankheiten geimpft worden, sogar Masern, weil das damals gerade aufkam und meine Eltern dem Impfen ansich nicht sehr kritisch gegenueberstanden. Was sie jedoch kritisch sahen und was ich auch denke, das eine Rolle spielt, ist die Gabe von Medikamenten und vor allem Antibiotika. Meine Schwester ist sogar Aerztin geworden, aber wir alle sind bei Antibiotika ausserordentlich sparsam, ich persoenlich habe noch nie ein orales Antibiotikum bekommen (lokale antibiotische Augensalbe habe ich aber gehabt). Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit richtig krank geworden (ich habe eine echte Grippe gehabt, mit allem was dazugehoert), aber ich weiss auch, warum (sehr viel Stress in vielen verschiedenen Hinsichten, kaum genug Schlaf (Zahnendes Kleinkind seit Monaten) und eben einfach nicht "zufrieden genug" mit mir selbst, was ich bei mir definitiv als Faktor fuer meine persoenliche Gesundheit kenne). Daher wuerde ich ein "tolles" Immunsystem nicht notwendigerweise vom Status der Impfung abhaengig machen, ich denke es ist individuell verschieden und da kein Mensch genau wie der andere ist, kann man da vermutlich keine Aussagen machen, die das eine oder andere als Wahrheit darstellen. Daher ist Impfen ja so ein kontroverses Thema.


    Caithlinn :-)