• Babyhysterie, ist das normal?

    Vorweg, ich habe keine Kinder, darum meine Frage: Im Bekannten und Freundeskreis ist im Moment der Babyboom ausgebrochen. Und irgendwie erinnert mich das alles schon an Hysterie. 3 Wochen alte Babys bekommen schon Vitamintabletten, Spurenelemente und so Zeug. Dazu Tabletten die das Immunsystem stärken. Dann wird desinifiziert und Sagrotan gesprüht. Dann…
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    Ich war auch dankbar fürs Familienzimmer. Auf einem Mehrbettzimmer hätte ich sicherlich ne Depression bekommen. Durch die Neugeborenengelbsucht mussten wir 4 Tage bleiben und weil die Stillberaterin gesagt hat ich soll anlegen anlegen anlegen (und zwischendurch abpumpen und dann Luft an die Brustwarzen lassen) hab ich diese 4 Tage quasi oben ohne verbracht. Keine Ahnung wie das im Mehrbettzimmer funktioniert hätte. Ein Einzelzimmer wäre aber auch ok gewesen.


    Zum Ursprungsthema: Ich finde es wird immer außer Acht gelassen, wie alt ein Baby ist. Klar ist Dreck irgendwann gut und wichtig, aber doch noch nicht beim 3 Wochen alten Säugling! Wir hatten die ersten Wochen super viel Besuch hier zu Hause, von denen teilweise einige auch mit Schuhen durch unsere Bude gelatscht sind. Und obwohl ich im Wochenbett schon viel im Haushalt gemacht habe – wischen hab ich mir erspart. Wenn dann ein Schnuller runtergefallen ist, wurde der NATÜRLICH sterilisiert und das mache ich auch jetzt noch (er ist jetzt fast 4 Monate alt). Durchfall bei Babys ist echt kein Spaß, das endet schnell im Krankenhaus. Und ich sterilisier die Dinger lieber ein Mal zu viel als zu wenig. Und ich wette, dass KEINE Mutter dann im Krankenhaus sagen würde: Naja, Dreck reinigt den Magen.


    Vitamin D mit Fluor hab ich als Baby schon bekommen. Außerdem bekommt man die Tabletten im Krankenhaus bei der Entlassung in die Hand gedrückt und beim ersten Kinderarztbesuch gleich wieder. Irgendwas muss also dran sein und dann bekommt mein Baby das auch.


    Dass Möhren das pure Gift sind, hab ich noch nie gehört. Ich beschäftige mich gerade mit Beikoststart und eigentlich sind es immer Möhren, die man zuerst gibt. Wo kommt diese Theorie her, dass die nicht gut sind? Aber auch bei der Beikost sollte man das Alter des Babys beachten. Ich werde meinem Baby nicht gleich alles mögliche durcheinander geben. Ich werde langsam anfangen, damit sein kleiner Körper sich daran gewöhnen kann. Aber ich werde ganz zu Anfang Gläschen füttern. Der Kinderarzt einer Freundin hat gesagt, dass sich soooo viele Mütter am Anfang vornehmen selber zu kochen, stellen sich dann ne Stunde in die Küche und das Baby isst zwei Löffel und verschmäht danach den guten selbst gemachten Brei. Daher empfiehlt der, dass man für den Anfang Gläschen nimmt und wenn das Baby dann wirklich größere Mengen Brei isst, kann man kochen.


    Zu Kursen hab ich noch keine gefestigte Meinung. Ich mache Rübi und es ist sehr sehr wichtig für den Körper. Meinem Baby bringt es noch gar nichts, dass es solange mit anderen Babys in einem Raum liegt. Allerdings möchte ich irgendwann entweder Babymassage oder Babyschwimmen machen. Beides wäre mir zu viel.

    Möhren gibt man doch auch als erstes, da sie einigermaßen Süß schmecken. Die Milch schmeckt ja auch süß, deshalb akzeptieren die Babys süße Beikost besser. Ich habe aber schon einiges davon gelesen, dass man in anderen Ländern ganz anders an die Sache geht und eben regionale Speisen füttert bzw. dort übliches Obst und Gemüse. Und wenn mein Kind einfach keine Möhren mögen würde, würde ich ihm die auch auf keine Fall reindrücken. Wenn es halt lieber Kartoffen, oder Papayas oder was weiß ich essen möchte dann soll es das dürfen. Solange es nicht nur Kekse akzeptiert...


    Ich säubere die Schnuller auch deshalb da ich auch nichts mehr essen würde was auf den Boden gefallen ist, wen ich weiß das hier mit Straßenschuhen gelaufen wird. Was da alles drunter kleben könnte... z.B. Hundekot und viele andere eklige Dinge die man auf den Straßen so sieht.

    @_Blume_

    Mit dem Brei sehe ich es komplett anders als der Kinderarzt deiner Freundin. Das angefangene Gläschen sollte ja spätestens am nächsten Tag verbraucht werden. Das würde momentan bedeuten, dass ich mindestens ein Drittel des Gläscheninhalts verwerfen müsste. Die Menge des selbst gekochten Breis kann ich viel besser dosieren. Einmal kochen, in Eiswürfelbehälter einfrieren und einzelne "Eiswürfel" auftauen (erhitzen). Ist der Hunger mal größer als gedacht, dann sind 1-2 weitere Eiswürfel schnell zusätzlich aufgetaut. Abgesehen davon dauert Brei machen auch keine Stunde ;-) .


    Ach so, das hier bitte nicht als "wie-kann-jemand-bloß-Gläschen-füttern"-Beitrag auffassen. Wollte nur sagen, dass man das auch genau anders herum sehen kann als der Kinderarzt.

    Bei Obstbrei oder Grießbrei macht es nichts wenn das Babys was übrig lässt. Mama isst den Rest :p> Ich finde die süßen Breie einfach köstlich

    Ich koche für 7-10 tage vor. Das dauert einmal 1-2 stunden und dann nur noch 10 minuten zum erhitzen.


    Nachmittags gibt es richtiges obst oser ein obstgläschen, weil obst meistens zu schnell anläuft wenn pürriert, und dann mag es junior nicht mehr %-|

    Dieser Faden fing ziemlich interessant an, hat sich aber leider mal wieder in einen dieser typischen Muddifäden gewandelt.


    Jede fühlt sich bemüßigt, ihre eigenen ach-so-interessanten Schnuller-und-Breikoch-Geschichten zu erzählen. Was für ein Gelaber. Laangweilig. :(v

    An Möhre ist doch nichts giftiges. Wie kommt man auf den Quatsch? Möhren stopfen lediglich, das ist alles. Man gibt sie oft nicht gleich als erstes, wenn man ein Baby hat, welches sich eh schon arg anstrengen muss, um ne Windel voll zu bekommen. Mein Knirps war so eines (nicht gestilltes Baby) und die Karotte am Anfang hätte es nur noch schlimmer gemacht. Also hab ich halt mit Kürbis(gläschen) angefangen. Fenchel und Pastinake sind auch gute Anfangs-Gemüsesorten. Nachdem bei uns gleich nach den ersten Versuchen klar war, dass der Bub mehr als 100g futtert (ich glaub es waren 3 Tage), hab ich auf selbstgekochtes umgeschwenkt. Nicht, weil Gläschen scheiße sind – er bekommt heut noch welche als Notlösung – aber selbstgekochtes hat einfach viel mehr Geschmack. Gläschen-Brokkoli vs. gekochter frischer Brokkoli? Gar keine Frage^^ Und wenn ich später einen Becher (Avent hat ganz tolle Bechersysteme für Babys) Möhren angekommen bin, hat der Lütte schon vor Freude gegluckst.

    Zitat

    Zum Ursprungsthema: Ich finde es wird immer außer Acht gelassen, wie alt ein Baby ist. Klar ist Dreck irgendwann gut und wichtig, aber doch noch nicht beim 3 Wochen alten Säugling! Wir hatten die ersten Wochen super viel Besuch hier zu Hause, von denen teilweise einige auch mit Schuhen durch unsere Bude gelatscht sind. Und obwohl ich im Wochenbett schon viel im Haushalt gemacht habe – wischen hab ich mir erspart. Wenn dann ein Schnuller runtergefallen ist, wurde der NATÜRLICH sterilisiert und das mache ich auch jetzt noch (er ist jetzt fast 4 Monate alt). Durchfall bei Babys ist echt kein Spaß, das endet schnell im Krankenhaus. Und ich sterilisier die Dinger lieber ein Mal zu viel als zu wenig. Und ich wette, dass KEINE Mutter dann im Krankenhaus sagen würde: Naja, Dreck reinigt den Magen.

    Ich musste echt grinsen und meine es nicht spöttisch oder abfällig. Aber: Hihihi! Das ist der Alltag mit erstem Kind. Gut, ich war da schon nachlässiger, aber so sorgsam wie Du handhabten das Freundinnen von mir auch. Beim zweiten Kind ist man dann aber froh, wenn die erste Beikost nicht ein Ü-Ei von unter dem Sofa ist oder ein vom Geschwister in den Mund gestopftes Radieschenstück ist, das vorher im Sandkasten lag ;-D


    Die kleinen Monsterchen sind irre robust und bekommen von einem Schnuller der Kontakt mit europäischem Wohnungsfußboden hatte weder Durchfall noch sonst was. Aber wenn man sich sicherer fühlt, dann sollte man dem auch nachgeben.

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    Jede fühlt sich bemüßigt, ihre eigenen ach-so-interessanten Schnuller-und-Breikoch-Geschichten zu erzählen. Was für ein Gelaber. Laangweilig. :(v

    Wutt? Gerade wollte ich erzählen, was ich so für meinen Hund koche und wie schön es ist, wenn er was übrig lässt, damit ich die leckeren Reste selbst essen kann. Interessiert Dich das etwa nicht? :°( Bitch!

    Wenn man für Hund oder Katze kocht, kommen sofort die Hysteriker aus dem Unterforum nebenan angerannt... da wär ich vorsichtig. :-X

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    Diese ganzen Allergien entstehen doch nur, weil die Kinder nie mit Dreck und Bakterien in Berührung kommen. Wie sollen die denn Antikörper bilden? Schlichtweg unmöglich.

    Dazu muss man leider sagen, dass man das nicht so pauschalisieren kann. Ich war als Kind durchaus öfter im Dreck, auf Bauernhöfen, wir hatten Haustiere und meine Mutter hat nirgendwo mit Sagrotan gewischt, geschweigedenn jeden Schnulli sterilisiert... Ich habe trotzdem so viele Allergien, dass es einfacher ist bei nem Allergietest das anzukreuzen was ich nicht habe als umgekehrt... von Pollen, über Gräser, Hausstaub, Schimmelpilze und Tierhaare ist alles dabei. Woher das kommt, weiß leider keine Mensch. Meine Mutter hatte früher nie Allergien, erst mit über 40 fing sie dann an auf Pollen zu reagieren. Trotzdem hat sie weniger Allergien als ich.


    Man kann also auch nicht so einfach sagen wenn das Kind im Dreck spielt ist es rundum gesund. Schön wärs. ;-)


    Ich werde daher vermutlich schon bei meinem Kind drauf achten was ich füttere, einfach weil ich selber dermaßen belastet bin durch die Allergien. Natürlich darf es trotzdem im Dreck spielen, zu Tieren gehen und alles andere mögliche, aber ich will wenn es geht erstmal einige Monate voll stillen und sollte das nicht klappen, dann wird es vorsichtshalber schon HA Nahrung geben.


    Was die Kurse angeht, sehe ich das wie viele andere. Ich gehe nicht dahin, weil ich denke das mein Kind sonst verblödet oder weil es unbedingt mit 9 Monaten schon Musik machen muss, sondern ich sehe es als Möglichkeit für mich andere Mütter kennenzulernen und gemeinsam mit meinem Kind und anderen Spaß zu haben. Was uns dann liegt, das wird sich zeigen (Angebot ist ja groß genug von PEKIP über Babyschwimmen, Krabbelgruppe und Musikgarten...), ich werde da nix erzwingen. Wenn z.B. Baby im Wasser nur brüllen sollte, okay, dann ist das wohl nix für uns. Aber ausprobieren kann man es ja und ich denke mir als Mutter tut es ja auch gut, wenn ich rauskomme und andere Leute um mich habe.


    Wie schon geschrieben gibt es eben auch keine Großfamilien mehr wo automatisch auch mal jemand anderer aufs Baby schaut und die Mütter automatisch mehr Unterstützung und auch mal Entlastung hatten...

    Äh, also nicht mit dem kochen, sondern mit dem erzählen wäre ich vorsichtig. hmpf. Der Schlafmangel stört beim schreiben.

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    Einmal kochen, in Eiswürfelbehälter einfrieren und einzelne "Eiswürfel" auftauen (erhitzen).

    Und ha! Das ist mal wieder ne coole Idee, die muss ich mir direkt notieren! :)^

    Falls du irgendwann noch eine "wie krieg ich mein Baby dazu, beim Babyschwimmen möglichst nicht zu kreischen" Idee brauchen kannst: Baby ins Wasser laufen lassen. Erst an den Rand stellen, dann ein wenig weiter tragen, etc, bis es ganz im Wasser ist. Wirkt bei vielen, vielen Babys, inklusive unserem.


    Nu bin ich aber still, der ganze Quatsch interessiert ja eh niemanden :=o