• Babyhysterie, ist das normal?

    Vorweg, ich habe keine Kinder, darum meine Frage: Im Bekannten und Freundeskreis ist im Moment der Babyboom ausgebrochen. Und irgendwie erinnert mich das alles schon an Hysterie. 3 Wochen alte Babys bekommen schon Vitamintabletten, Spurenelemente und so Zeug. Dazu Tabletten die das Immunsystem stärken. Dann wird desinifiziert und Sagrotan gesprüht. Dann…
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    Also ohne eigene Kinder, aber als Kinderkrankenschwester ;-), muss ich sagen, gibt viel Terz, aber einige Sachen die einem der logische Menschenverstand mitgeben...


    Ab dem 1. gläschen ist überall Möhre drin, warum ich darauf also beim selbst kochen verzichten soll? Keine ahnung.


    Klar ich find man kann gut 4 Monate warten bis es anderes als Milch oder Muttermilch gibt... (vorher zeigen die meisten babys eh kein interesse am essen, schieben alles mit der Zunge wieder raus, dann sind sie dafür einfach noch nicht reif, wenn andere schon gut essen, dann sollen sie auch dürfen).


    Vitamin D hat sich irgendwie bewährt im 1. jahr und schaden tuts sicher nicht... bei allem anderen wäre ich aber auch vorsichtig, nicht wahllos irgendwelche Babyvitamine etc..


    Wer nicht stillen will, solls auch nicht müssen... bringt nur krampf für Mutter und kind... genug erlebt davon... es soll ja wenn eine schöne Zeit sein und kein stress, und die Produkte als Ersatz sind inzwischen so optimiert, also Mängel hat da sicher kein Kind... was ein thema ist, ist das es wohl, dass Muttermilch wirklich allergiereduzierend wirkt.... allerdings auch nur in der Statistik, kann im Einzelfall viel oder nix bedeuten.


    Kurse gern wenn man lust dazu hat, aber nicht weil man genötigt ist oder weil man sich gezwungen fühlt weil das doch alle so machen.

    Also ich wollte meinen Sohn stillen,er hatte allerdings eine Saugschwäche. In irgendwelchen Babykursen war ich mit ihm nie,einfach weil ich das in meiner Wochenbettdepression gar nicht gepackt hätte und zweitens weil er Schreikind war und das nur unnötiger stress für alle wäre. Er hat mit ca 4-5 Monaten nur milchbrei gegessen,allerdings auch ziemlich lange. Alles andere hat er komplett abgelehnt und isst auch heute noch sehr schlecht. Trotzdem ist er mittlerweile 4 Jahre, kann laufen,sprechen,hören usw. Er macht für sein alter viel,wo man denken muss zum bsp puzzles (100 Teile),Memory,er zählt bis 20 und kann schon mama,papa und oma schreiben. Joar,woher das kommt? Keine Ahnung,er scheint einfach ein kleiner Denker zu sein,ich musste da nix fördern, das hat er einfach so gelernt.


    Zu den Tabletten: im Säuglingsalter sollte man Flourtabletten geben,wenn ich mich richtig erinnert war da auch Vitamin d drin. Kann aber auch sein,dass ich mich da vermachte. Die Tabletten sind gut für den Knochenbau zum bsp.

    Vitamin D habe ICH (41) schon als Baby bekommen. Muss wohl was dran sein.


    Anonsten herrscht in meinem Bekanntenkreis seit einem Jahr Babyboom. Aber da sind alle sehr entspannt. Babymassage und-schwimmen JA, ansonsten word gestillt und Gläschen gefüttert. Selber gekocht (für's Kind) wird kaum, wobei die ersten Kinder jetzt in dem Alter sind, wo sie am Tisch was bekommen (> 1 Jahr). Und Kind bekommt auch Kekse im Kinderwagen. Oder die obligatorische Scheibe Fleischwurst an der Wursttheke. Eines der Kinder wurde bereits im Alter von 8 Wochen mit in die Cocktailkneipe/TexMexRestaurant gebracht, zwischen 2x Stillen. Kommentar der Mutter: Keine laute Musik, Rauchverbot. Nur Gerede und Essensgeruch. Also babytauglich. ;-D


    Ich finde es herrlich so. Das macht richtig Spaß mit den Kindern. Die sind da, die sind toll – aber Mama ist nicht Vollzeit-Mama und nicht völlig verstrahlt im Kopf.

    schnecke

    :)=


    Ich habe selten einen so tollen Beitrag zu diesem Thema gelesen! :)^

    Zitat

    Ernst gemeinte Frage, wäre dir das wichtig oder würdest du jetz sagen bei Honig und roher Kuhmilch mach ich nen Punkt und gebe dann das was ich für richtig halte?

    Mag sein, dass ich vielleicht auch eine hysterische Mutter bin. Aber ich informiere mich schon vorher. Ich habe mich tatsächlich für den glutenfreien Brei entschieden. Da er sonst identisch mit dem normalen Brei war und ich mir dachete, dann halt lieber den. Ich würde aber auch den anderen füttern, da es in meiner Familie keine Unverträglickeiten gibt. Bei Nüssen würde ich auch keine ganzen Haselnüsse geben. In meiner Familie haben aber alle Hautprobleme. Meine Mutter hat mir als Baby die Ärmel zugebunden damit ich mich nicht blutigkratze. Ich bin daher sehr vorsichtig mit Obst, da ich als Erwachsene noch oft Ausschläge bekomme z.B. nach Erdbeeren oder besonders säurehaltigen Obst.


    Ehrlich gesagt wäre ich lieber viel gelassener ;-D Habe mir ohne Baby auch nie nen Kopf drüber gemacht

    Ich bin mama von einem 12 tage alten jungen.


    Er bekommt vitamin d Tabletten. Täglich eine. Das kh hatte uns welche mit flour mitgegeben, die habe ich allerdings weg geworfen. Wozu flour? Er hat noch keine Zähne etc.. wer weiss wo sich das ablagert.


    Auf citrus Früchte und kiwis verzichte ich, da die babys davon wund werden KÖNNEN.


    Ansonsten esse ich alles normal. Ok vll keinen kohl odee andere blähende dinge, aber das mag ich sowieso nicht.


    Zu iwelchen kursen gehe ich mit dem kleinen auch nicht. Evtl wenn er so vier monate alt ist mal zum baby schwimmen, falls das was für ihn ist.. aber das muss man austesten.

    Zitat

    Ich hab da mal ein wenig gegoogelt. Also man soll keine glutenhaltigen Breie geben- löst Zölialkie aus. Keine Kiwis, keine Zitrusfrüchte, keine Nüsse und und und.

    Das ist mittlerweile überholt. Gluten soll man langsam einführen neben dem Stillen, weil so Zöliakie vorgebeugt wird. Genauso andere potentiell allergene Lebensmittel. Einzig Nüsse sind wegen der Gefahr des Einatmens tabu und Honig im ersten Jahr.

    Oft sind die, die so viel Theater ums Kind machen, absolut unerfahren mit Kindern, habe ich das Gefühl. Haben keine kleineren geschwister oder Kinder im Umkreis.


    Die sind dann absolut unsicher und wollen eben alles richtig machen.


    Mit ein bißchen Menschenverstand sollte einem klar sein, dass desinfizieren eher das Gegenteil bewirkt.


    Honig gabs bei mir auch die erstem 1,5 Jahre nicht (bevor ich Kinder hatte, wusste ich aber nicht, dass man das im ersten Jahr nicht darf), Erdbeeren auch nicht-hat die Große die ersten 2 Jahre nicht vertragen und beim zweiten hab ichs vorsichtshalber auch erst mal gelassen,


    zu trinken gabs nur Milch, Tee und Wasser, dafür hab ich auch nichts gegen Sand, Gras, Naturerfahrungen im Krabbelalter.


    Kurse hatte ich keine, kurz bevor der KLeine in die Kita kam waren wir ein paar Mal dort zum Minitreff, damit er sich schon mal an die Erzieher und Umgebung gewöhnt.


    Schwimmen waren wir allein mit Kind.


    Viele Krabbelgruppen dienen nicht unbedingt der Förderung der Babies, sndern zur Kontaktaufnahme zu anderen Müttern. Die typischen Großfamilien wie früher gibt es nicht mehr, da konnte man sich früher untereinander austauschen. Die meinungen der älteren Vorfahren gelten heute als veraltet, also treffen sich die jungen Mütter lieber untereinander. Der eigene Freundeskreis interessiert sich normalerweise nicht für die abendliche Schreistunde, Verdauungsprobleme und wudnde Popos, somit werden fremde Mütter zum Ansprechpartner und man fürhlt sich nicht mehr ganz so allein mit seinen Problemen, aber auch mit seinen neuen, schönen Erfahrungen.


    So viel unternehmen kann man in der Babyzeit auch nicht, kaum eine Mutter wird trotz Neugeborenem abends ihren Stammtisch in der Kneipe besuchen oder stundenlange Shoppingtouren mit der besten Freundin durchziehen. Also wird die Krabbelgruppe zum Kneipenersatz. Das verurteile ich auch nicht.


    Förderkurse für Kinder...naja...manchmal haben KInder viel mehr davon, wenn eine entspannte und verständnisvolle Mama mit ihnen durchs Gras kriecht und Käfer beobachtet, anstatt die Kinder schon von Anfang an mit Terminen und Zeitdruck zu bombadieren. Die haben ja auch kaum eienn geregelten Rhythmus, was hat das Kind davon ständig aus dem Schlaf gerissen zu werden um an irgendeiner Fördermaßname teilzunehmen?

    soweit mir bekannt ist entwickelt sich Zöliakie auch nicht, entweder man hat es oder man hat es nicht. Genauso wie Laktoseintoleranz. Die tritt auch nicht plötzlich bei erwachsenen auf. Unverträglichkeiten von Weizen etc kann natürlich jederzeit kommen, aber keine Zöliakie, da sind die Darmzotten einfach "falsch" entwickelt. Das ist da oder nicht da.

    So kompliziert ist das alles nicht, man muss nur selbstbewusst alles so machen, wie man möchte.


    Vitamin d kriegen meine Kinder, wenn ich dran denke. Allerdings die Variante ohne Fluor.


    Mein großer hat so wenig gekackt und immer gepresst wie irre, also gabs nicht stopfendes, zum Beispiel Möhren.


    In Honig kann irgendeins Gedöns drin sein, das eventuell tötlich ist, das reicht mir als Argument.


    Rohe Kuhmilch nicht geben: ehrlich gesagt, die wenigsten die schon mal auf nem richtigen Bauernhof waren, haben Bock vom Euter weg zu trinken. Ich jedenfalls nicht, die Jungs also auch nicht. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich die herkriegen sollte.


    Alles andere hat der große gekriegt, langsam eingeführt, während ich noch gestillt hab. Hatte und hat keine Neigung zum wunden po, da musste ich also keine Rücksicht nehmen.


    Babykurse hab ich gemacht, irgendwo muss man ja Mütter kennenlernen.


    Beim 2. mach ich keine Kurse, hab jetzt mütterfreundinnen, die auch alle gerade Nummer 2 kriegen, da fallen also auch Spielkameraden ab:-)


    Ansonsten finde ich mich eher unkompliziert, zumal der große seit kurzem überall schläft, wir nehmen die also mit zu Freunden, da legen wir den großen dann hin. Der kleine hängt auf mir rum:-) wir finden es alle gut so. Wie der Rest der Welt das findet, weiß ich nicht.

    Ich bin 15, hab nie Vitamintabletten oder sowas bekommen, meine Mutter hat 1 Jahr gestillt und oh Schreck ich wurde auch mit Karotten und Gluten gefüttert.


    Habe keine einzige Allergie und hatte nie eine.


    Verstehe diesen Aufstand nicht...

    Dann mach das bei deinen Kindern doch so wie du meinst.


    Was ich da beschrieben hab, ist irgendwie mal echt überhaupt kein aufwand oder Stress.

    Ich frage mich, wo da der Aufstand ist, wenn man Vitamin D gibt und keinen Honig im ersten Lebensjahr?


    Wir haben kürzlich Urlaub auf dem Bauernhof gemacht. Die Bäuerin (Mutter von zwei Kleinkindern) riet uns die leckere Milch abzukochen. Sie wird es wohl wissen!


    Zöliakie wird durch nichts ausgelöst. Sie ist angeboren und wird nur manchmal spät entdeckt.


    Wer keine hat kann auch problemlos Gluten essen.


    Wenn man keine Gluten zuführt, dann wird die Zöliakie eben für diese Zeit nicht entdeckt.


    Bei uns waren Möhren kein Problem, Kiwi ging in Maßen, jedes andere Obst auch.


    Wir haben einfach probiert und gesehen, was vertragen wird.


    Ich kenne Eltern, die selbst mit Allergien vorbelastet sind, dass sie da etwas mehr drauf achten halte ich für normal.


    Wo da genau die Hysterie ist weiß ich nicht, vielleicht einfach mal abwarten, wie man sich selbst verhält, wenn das erste Baby da ist.

    Was mich grad belustigt: Gerne wird ein Elternführerschein gefordert. Wenn sich Eltern dann tatsächlich mit etwas theoretischem Wissen rüsten (=Bücher lesen) gelten sie als überkandidelt ...


    :=o ;-D