• Babyzeit genießen und das nackte Überleben

    So. Supermamis schon mal die Keulen warmschwingen, hier komme ich! ;-D Ich habe einen fast vier Monate alten Sohn, und es geht mir an manchen Tagen recht gut, an den meisten halbwegs okay, und an einigen so bestialisch beschissen, zumindest stundenweise, dass ich vorhin einen Tagtraum hatte, wie ich den Kleinen an den Wegrand lege und irre kichernd…
  • 28 Antworten
    Nullachtfuenfzehn schrieb:

    Die Klausuren sind nächste Woche, also da muss er jetzt durchpowern.

    Sind sie danach dann durch? Und dann kannst Du öfter durchschlafen?

    Bis dahin versuch wirklich, Dich hinzulegen, sobald das Kind schläft, klingt immer so tantig und doof, ist aber meiner Erfahrung nach wirklich das Beste, was man tun kann. Du musst nicht schlafen, Du kannst auch vor Dich hindenken, an die Decke starren, Musik hören und dabei liegen, Hauptsache, Du rotierst nicht rum. Jetzt gerade ist Ausnahmezustand für euch alle, ganz ungünstiges Timing, da geht es nur darum, das so gut wie möglich zu überstehen.
    Und die Nächte: Er muss ja keine ganze Nacht machen bis zu den Klausuren. Aber ein Teil der Nacht wäre schon gut. Es ist schon eine große Hilfe, wenn Du mal in Ruhe vier, fünf Stunden schlafen kannst und auch weißt, dass Du in dieser Zeit nicht gestört wirst und nicht zuständig bist, dann hast Du viel mehr Kraft. Und das ist jetzt gerade wirklich wichtig, damit sich da aus dem Babyblues nichts Blöderes entwickelt.

    Irgendwelche Eltern, Freunde, sonstigen Verwandten da, die mal für ein paar Stunden kommen und helfen könnten?


    Ansonsten - Du darfst fertig sein, wirklich, Wunschkind hin oder her. Es ist so unfassbar anstrengend in der allerersten Zeit, die Hormone spinnen rum, zu wenig Schlaf, Erschöpfung nach der Geburt ... gesteh Dir das mal ruhig zu, beobachte es ganz in Ruhe und schau, ob es nach und nach besser wird. Ist nämlich ziemlich wahrscheinlich, es kann nur ne Weile dauern. Wenn es nicht besser wird, sondern tendenziell immer schlimmer, muss man was machen, ansonsten aber muss man einfach nur so lieb und fürsorglich sich selbst gegenüber sein wie möglich, sich Hilfen organisieren, wo immer machbar, und die Zeit für sich arbeiten lassen. Die nämlich ist auf Deiner Seit, und das ist eine mächtige Verbündete.

    Willkommen! *:)

    Ist ja schon mal prima, dass die Klausuren bald um sind. Leg dich möglichst viel mit dem Kleinen ins Bett (heißt ja Wochenbett) und kuschel. Dann kannst du dabei auch die Augen zumachen. Du musst den Kleinen nicht aktiv bespaßen. Und der Haushalt kann auch mal liegenbleiben. Bestellt euch essen oder kocht was ganz einfaches schnelles. Und Lebensmittel kann man auch (mal) liefern lassen oder Familie/Freunde bitten miteinzukaufen.


    Verzweifel nicht, dein Kleiner ist neu auf der Welt und muss erstmal ankommen. Das dauert unterschiedlich lang. Gönn dir in der Zeit auch mal was und plan was schönes für die Zeit nach den Klausuren (Abend mit Freundin, Besuch beim Frisör/Kosmetikerin) ohne Baby, damit du dich auf was freuen kannst.

    Und Duhu? Dass ihr euch echt doll überfordert fühlt, ist wirklich vollkommen normal. Man möchte alles richtig machen und sein Baby zufrieden sehen, und es kann sehr an einem nagen, wenn man alles gibt, aber nichts zu helfen scheint. Aber nicht wenige Babys brauchen leider wirklich Zeit, um anzukommen - die Verdauung zwackt, dazu ist es im Moment so eklig heiß, entweder hat man Hunger oder Bauchweh, alles schwierig, und man kann überhaupt nix selbst tun ohne Hilfe. Zudem gibt es Babys, die schlafen können, wenn sie müde sind, und auch ein gutes Gefühl dafür haben, wann das so ist - andere haben damit viel mehr Schwierigkeiten, können nicht einschlafen, wenn sie nicht müde genug sind, aber wenn sie ZU müde sind, dann geht es auch nicht, und überhaupt will man die Augen nicht zumachen, weil man nichts verpassen will, aber schwupps, ist man schon wieder drüber und muss schrecklich heulen, weil alles sich so furchtbar anfühlt, dass man sich gar nicht beruhigen kann.

    Ihr werft das Kind nicht aus dem Fenster. Das ist schon mal prima. :-DErnsthaft, bei Schlafmangel und Überforderung gibt es sogar für so eine scheinbare Selbstverständlichkeit schon Punkte. Und außerdem hört es sich sehr danach an, dass ihr beiden euch gegenseitig den Rücken stärkt und viel tut, damit es dem anderen gut geht. Das gibt nicht nur ein paar Punkte, sondern das ist das Allerbeste, was passieren kann. Dann seid ihr nämlich zusammen da drin, nicht jeder für sich. Das ist ganz großartig und überhaupt nicht selbstverständlich, und das sind allerbeste Voraussetzungen dafür, dass es immer mehr schöne Momente gibt und irgendwann wirklich toll wird, und zwar für euch alle drei gemeinsam.

    Durchhalten und jeden Tag schauen, wie ihr es euch ein klein wenig erleichtern, euch Ruhepausen schaffen könnt, um Kraft zu tanken. Es wird so viel schöner und besser. Und irgendwann seid ihr nicht nur die Eltern, die ihr gern sein wolltet, sondern was noch viel Besseres, nämlich die ganz konkreten, nicht nur vorgestellten Eltern eines ganz bestimmten, nicht nur eines schwammig vorgestellten Kindes. Eures Kindes. Da müsst ihr nur noch reinwachsen. Ist momentan sicher noch schwer vorstellbar, vor allem, wenn müde und heiß und alles schrecklich, aber übersteht einfach einen Tag nach dem anderen, macht es so gut wie eben möglich, macht die Fehler, die euch eben passieren, hakt es ab und fangt einen neuen Tag an, und irgendwann merkt ihr, dass es viel leichter geworden ist. Bei mir war das spät, weil ich dumm war und viel zu viel wollte und viel zu wenig geschlafen hab, aber sogar bei mir wurde es leichter, als der Kleine so etwa fünf Monate alt war (kurz nachdem ich den Faden hier eröffnet habe und auch dank dieses Fadens), und als er sechs Monate alt war, hab ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich ganz aus Versehen richtig fröhlich und glücklich war, ganz ohne mich dafür anstrengen zu müssen. Nicht durchgehend, klar, aber es wurde ab da an immer häufiger. Bei manchen dauert es noch länger, aber bei ganz vielen geht es viel schneller.

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    Danke, ihr Lieben! Ja, die Klausuren sind in 1,5 Wochen rum, danach muss er zu Hause zwar noch eine Arbeit schreiben, wir hoffen aber, dass das besser klappt als Auswendiglernen mit wenig Schlaf. Mein Mann ist wirklich toll, nicht dass es hier so rüberkommt als wäre ihm die Uni wichtiger;-)Er ist mir eine unfassbar große Stütze, praktisch und psychisch, schon während der Geburt (36 Stunden Wehen und ungeplanter Kaiserschnitt) und auch jetzt. Wir reden offen über unsere Gedanken und heulen auch mal zusammen, und er macht sich toll als Papax:)Ich bin leider nicht so der Typ "6 Wochen mit dem Baby kuscheln", da krieg ich Beklemmungsängste. Dass der Haushalt liegenbleibt stört mich nicht, es tut mir allerdings gut, auch mal kurz die Spülmaschine auszuräumen oder wie gestern mal eben zum Standesamt zu fahren, nach so kleinen Auszeiten geht es mir wesentlich besser.

    Ich denke, es geht in gaaanz kleinen Schritten bergauf;-)

    Hat jemand einen Tipp gegen Blähungen? Der Kleine brüllt wie am Spieß und schläft fast gar nicht mehr, trotz Fencheltee (damit machen wir die Fläschchen statt Wasser, Tipp der Hebamme), Trage, Fliegergriff, Bauchmassage... Doch irgendwelche Tropfen?":/

    Kümmelzäpfchen

    Pucken

    Tragetuch


    Ich wünsche dir ne große Portion Nerven aus Drahtseilen. Es wird wieder besser werden!

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    Saab Simplex fällt mir noch ein. Am besten geholfen hat bei uns, das Kind nackig auf dem Wickeltisch strampeln zu lassen.


    Die Fläschchen schüttelt ihr ja bestimmt nicht, gell?


    Ansonsten sind Pupse halt echt Mist!

    Nein, die Fläschchen schwenken wir möglichst nur. Haben auch einen Sauger, durch den (angeblich) keine Luft durchkommt, es blubbert aber zum Ende hin trotzdem ganz schön teilweise... Habe das Gefühl dass es so schlimm ist, seit wir Vitamin D (leider noch als Tabletten, Öl gibts dann ab der U3) geben, aber weglassen will ich es auch nicht:-/

    Ich würde es mal versuchsweise weglassen. Gerade momentan hat dein Kind doch sehr gute Chancen auf Sonne und ich habe schon von einigen Kindern gehört, die da solche Probleme mit haben. Meine Kinder haben die Tabletten auch nur sehr unregelmäßig bekommen (ich hab die immer vergessen)

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    Viel rausgehen tun wir allerdings momentan nicht, es ist einfach zu heißX-\Und wenn, deck ich den Wagen komplett ab, damit er eben keine Sonne abkriegt, hm":/

    Ich würde das Vitamin D trotzdem ein paar Tage weglassen.

    Er bekommt ja trotzdem ihr viel drin seid und er draußen keine direkte Sonne bekommt sehr viel mehr Sonnenlicht als ein Winterkind (das packt man ja warm ein, damit es nicht friert). Es sind ja auch viel mehr Sonnenstunden.


    Mein Kind ist jetzt 1 Jahr und mehr als 3 Blister (also 90 Tabletten) habe ich bestimmt nicht gegeben. Immer mal eine Woche am Stück dran gedacht und dann wieder 2 Wochen vergessen :=o


    Hast du deine Hebamme schon gefragt? Ich glaube unsere hat einer anderen im Kurs damals auch geraten die Tabletten mal eine Weile weg zu lassen, bis sich die Verdauung etwas entwickelt hat

    Sie kommt morgen, dann frag ich sie. Laut Krankenhaus sollen wir die Tabletten ab dem 5. Tag geben, sie meinte direkt, das wäre zu früh wegen eventueller Bauchschmerzen und 10. Tag würde reichen. Wenn er mal nur ne halbe trinkt wärs auch nicht so schlimm eben weil er ja ein Sommerkind ist...

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    Willkommen in unserer Runde, 0815!

    Zum Thema Verdauung und Vitamin-D-Tabletten: Wir haben die beim Großen wegen der Verdauungsprobleme auch irgendwann nicht mehr gegeben. Und siehe da, es wurde wesentlich besser! Bei der Kleinen (jetzt knapp 1Jahr) haben wir uns vom KiArzt bei der U3 direkt die Tropfen aufschreiben lassen. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass wir auch die ständig vergessen und irgendwann gar nicht mehr gegeben haben.

    nehmt ihr mich auch noch auf?

    Mein Kind ist grad 2 geworden und zum Jahreswechsel kommt noch ein Geschwisterchen...


    Vitamin D hatten wir auch ab der U3 die Tropfen und glaub so wirklich täglich hab ich die auch nicht gegeben.

    Das einzige das es anfangs in jedes Fläschen gab war Sab Simplex

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