Beikost und viele Fragen

    Meine kleine ist nun 7 Monate alt und wir versuchen seit ungefähr einem Monat die Beikost einzuführen. Angefangen habe ich mit dem Mittagsbrei. Karotte... Ein paar Löffelchen isst sie, dann schüttelt sie sich und macht den Mund nicht mehr auf. Ich hatte das Gefühl, sie hat jeden Tag weniger davon angenommen. Dann habe ich Weiße Karotte getestet, das gleiche Spiel, wie auch mit Kürbis.


    Mehr als 50 Gramm haben wir nie geschafft. Meine Hebamme meinte dann, ich könnte ja auch mal Abendbrei versuchen. Das klappt auch schon besser aber hier gibt es für mich viele Fragen.


    Es soll ja üblicherweise ein Milchbrei sein, in den noch Obstmus eingerührt wird. Ich habe einige Sachen von der DM Biomarke gekauft. Zum Beispiel Grießbrau, Dinkelbrei, Reisflocken usw. Natürlich aber noch nicht alles getestet ;-) Gerade sind wir beim Griesbrei. Da der ja mit Milch angerührt werden soll, ich aber noch keine Vollmilch verwenden möchte, nehme ich einfach ihr normales Milchpulver (sie ist ein Flaschenbaby). Das sollte ja ok sein, oder? Pur ist sie den Brei auch nicht, also muss viel viel Obstmus rein. Ich gebe ihr Apfel-Mango Mus aus dem Gläschen. Allerdings muss ich da auch immer viel viel reinmachen, damit ihr diese Pampe (Sorry :=o ) schmeckt. Ist das schädlich? Also wenn sich 100 Gramm Brei ist, dann habe ich 2-3 große Löffel Obst drin. Sie verträgt es gut und hat keinerlei Verdauungsbeschwerden.


    Meine nächste Frage, was ist mit diesen Breien zum anrühren, die einen Geschmack haben sollen. Zum Beispiel Gries mit Banane. Kann man sowas geben oder sind da so viele Zusatzstoffe drin, dass ich lieber normalen Gries kochen sollte und dann wieder zum Obstmus greifen sollte? Kann man stattdessen auch einen Saft für den Geschmack einrühren oder schmeckt das dann nicht?


    Die vorletzte Frage ;-) Es gibt verschiedene Brei, wo das Milchpulver schon drin ist. Zum Beispiel auch einen Dinkel Milchbrei. Hat das Nachteile? Bei den Inhaltsstoffen steht dann Trockenmilchzubereitung (entrahmtes Milchpulver, Süßmolkenpulver). Den Dinkelbrei gibt es dann auch Milchfrei zu kaufen.


    Und die letzte Frage. Meine Kinderärztin meinte, ich soll doch mal langsam die Vormittagsflasche weglassen, dann hätte sie auch mittags mehr Hunger. Aber da kennt sie wahrscheinlich mein Kind nicht, wenn es hungrig ist. ;-) Sie braucht diese Flasche und trinkt die auch komplett aus. (170 ml, was ja eigentlich auch zu wenig laut Packung ist aber ich kann es ihr ja nicht reinprügeln. Mehr als diese 170 ml schafft sie nie). Sie bekommt also morgens nach dem aufstehen einen Flasche. Das ist meist gegen 7 Uhr. Dann hat sie um 10 wieder Hunger, 13 Uhr gibt es (die) Mittag(sflasche), 16 Uhr die Nachmittagsflasche und halb 7 rum den Abendbrei. Wie bitte soll ich denn eine Flasche weglassen, wenn sie wirklich Hunger hat. Das möchte ich nicht. Und die Flasche morgens später geben funktioniert auch nicht, weil sie mir dann vor Hunger die Bude zusammenschreit. Ist eine Vormittagsflasche mit 7 Monaten so ungewöhnlich?


    Hat sonst noch jemand einen Tipp, wie ich dann den Mittagsbrei wieder einführen kann? Einfach trotzdem jeden Tag weiterversuchen auch wenn sie anfängt sich zu schütteln? Würde das irgendwann weggehen und sie gewöhnt sich dran?

  • 40 Antworten

    Also ich kann dir jetzt nur von den Erfahrungen mit meinem Patenkind erzählen. Er hat auch jeglichen Brei verweigert. Letzten Endes haben seine Eltern dann mit ihm "Baby led weaning" gemacht. Also er hat einfach gedünstetes Gemüse, Obst, Brot usw., was halt gut selbst in die Hand genommen werden kann, bekommen und dann mit seinen Eltern am Tisch gesessen und sein Essen selbst gegessen. Natürlich hat ihm das zu Anfang nicht gereicht und er hat noch nebenher die Flasche bekommen. Inzwischen ist er 2,5 Jahre und isst eigentlich echt alles. Sein Lieblingsessen war und ist von Anfang an gedünsteter Brokkoli ;-D

    Also nachdem ja jedes Kind verschieden ist, kann ich nur kurz von meinem berichten, der mit knapp 5 Monaten schon ein großes Glas Karotte verdrückt hat, ohne mit der Wimper zu zucken.


    Bei allen anderen Brei Arten konnte ich ausschließlich mit Hipp Abendbrei Grieß Banane landen. Jegliche selbst gekochten Breie mit Obstmus am nachmittag oder abend wurden nach dem ersten Löffel mit einem scheußlich verzogenen Mund komplett verweigert.


    Wegen der Inhaltsstoffe hab ich mir da weniger Gedanken gemacht, zum einen sind sie ja für Kinder gemacht und zum anderen essen sie die Breie ja nicht ein leben lang.


    Die Variante mit Milchpulver anrühren wurde hier auch verweigert, ich glaub mit normaler Milch soll man warten bis die Kinder 1 Jahr alt sind (aber ob das zum puren trinken gemeint ist oder auch nur zum Brei anrühren weiß ich nicht, mein Kind ist jetzt 15 Monate und mag Milch eher in Käse Form) ;-)

    Jep, diese ganze Brei Geschichte vewirrt nur. Meine Hebamme sagt immer: "Von der Brust an den Tisch." Koch einfach in nächster Zeit die Nudeln ein bißchen matschiger und gib ihr weiches, gedünstetes Gemüse. Das spart einen Haufen Geld und Nerven.


    Das Wichtigste aber ist, vertrau Deinem Baby und Deinem Gefühl. Wenn das Baby jetzt morgens noch eine Flasche braucht, dann gib sie ihm. Irgendwann wird Dein Kind von alleine essen. Ganz, ganz sicher. Und wenn Dein Baby jetzt noch gar keinen Brei möchte, dann gib ihm doch noch einen Monat wieder die Flasche.


    Früher haben die Kinder immer das bekommen was die ganze Familie aß, warum jetzt nicht auch?


    Stelle am Besten alle Ratgeber in den Schrank, Du machst das ganz sicher richtig!


    Ich hab das bei meinen drei Kindern so gemacht und bei meinem vierten wird es wieder so passieren. Ganz nach dem Tempo des Kindes und nach der Familie.

    Diese ganze Geschichte mit Baby led weaning möchte ich vermeiden. Das ist mir zu viel Sauerei 😝 Auch bin ich keine große Köchin. Bei uns wird viel bestellt, wir gehen Essen oder kaufen Mittagessen unterwegs ein.


    Deshalb, es soll schon Brei sein.

    Bei uns war Brei die wesentlich größere Sauerei als Gemüse, Obst und Nudeln/Kartoffeln/Brot am Stück, aber offensichtlich ist das bei jedem anders.

    Zitat

    Meine nächste Frage, was ist mit diesen Breien zum anrühren, die einen Geschmack haben sollen. Zum Beispiel Gries mit Banane. Kann man sowas geben oder sind da so viele Zusatzstoffe drin, dass ich lieber normalen Gries kochen sollte und dann wieder zum Obstmus greifen sollte? Kann man stattdessen auch einen Saft für den Geschmack einrühren oder schmeckt das dann nicht?

    Zutaten für Babynahrung haben recht strenge Grenzwerte, "normaler" Grieß ist weniger streng überwacht. Ob das nun besser oder schlechter ist als die Zusatzstoffe im Fertigbrei, kommt auf deine Einstellung an. Fertigbreie enthalten gerne mal viel Zucker und Aromen, das würde ich persönlich nicht wollen. Und ob das schmeckt oder nicht, musst du dein Baby fragen ;-)

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    Sie bekommt also morgens nach dem aufstehen einen Flasche. Das ist meist gegen 7 Uhr. Dann hat sie um 10 wieder Hunger, 13 Uhr gibt es (die) Mittag(sflasche), 16 Uhr die Nachmittagsflasche und halb 7 rum den Abendbrei.

    Fünf Mahlzeiten am Tag finde ich nicht viel für ein Baby, wir sind hier mit einem Jahr bei 7 (ok, drei davon "nur" Stillen).

    Zitat

    Hat sonst noch jemand einen Tipp, wie ich dann den Mittagsbrei wieder einführen kann? Einfach trotzdem jeden Tag weiterversuchen auch wenn sie anfängt sich zu schütteln? Würde das irgendwann weggehen und sie gewöhnt sich dran?

    Wie würdest du reagieren, wenn dir jemand Tag für Tag etwas vorsetzt, du probierst, stellst fest, dass du es nicht magst, und am nächsten Tag das Gleiche von vorn?

    Naja, beim Grießbrei oder Obstmus hat sie sich am Anfang auch ständig geschüttelt und heutr isst sie es gerne. Sie muss sich ja auch erstmal an die verschiedenen Geschmäcker gewöhnen, denke ich.

    Zitat

    Diese ganze Geschichte mit Baby led weaning möchte ich vermeiden. Das ist mir zu viel Sauerei 😝

    Um die Matscherei wirst du nicht drum herum kommen. Irgendwann wird das Kind was am Tisch mit essen.

    Ich seh nichts von Deinen Beschreibungen, was Du wirklich falsch machst. Falsch wären höchstens Gummibärchen und ganze Erdnüsse. Ansonsten darf man ja heutzutage zum Glück fast alles.


    Bzgl. Essensmengen muss man sich wirklich versuchen zu entspannen. Alles andere bringt einfach nix. Über 50g Brei kamen wir das ganze erste Lebensjahr nicht hinaus. Im zweiten waren es dann 100g. Wenn er überhaupt mal Brei angerührt hat... Getreidebrei mochte er nie, den hab ich dann immer gegessen. Kinder sind wirklich unterschiedlich.


    Wenn Du unbedingt Brei füttern willst... meiner hätte das auch mit 7 Monaten nur SELBER gegessen. Mit minimalen Tricks von meiner Seite aus ging das auch irgendwie. Musst Du vielleicht mal ausprobieren.

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    damit ihr diese Pampe (Sorry :=o ) schmeckt

    Ganz ehrlich: ich hätte meinem Kind nie etwas gegeben, das ich eklig finde. Kauf gute Zutaten, die Du auch (natürlich mit Abstrichen wegen Gewürzen etc.) essen würdest. Z.B. reiner Getreidebrei, mit Milch anrühren, echtes Obstmus dazu, fertig. Das ist dann keine Pampe sondern eine leckere Mahlzeit.

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    Bei uns wird viel bestellt, wir gehen Essen oder kaufen Mittagessen unterwegs ein

    Nimm mir den Hinweis nicht übel, aber hier musst Du Dir echt mal überlegen, wie ihr das in 1-2 Jahren handhaben wollt. Deine Tochter würde vermutlich schon jetzt viel lieber das essen, was Du auf dem Teller hast. Und dieser Wille wird stark und laut. Einem Kind gehört meiner Meinung nach ein ordentliches, selbst gemachtes Essen ohne werweißwieviel Fett, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Nicht umsonst schmeckt es ja im Restaurant immer so gut. Die tun da allerhand rein, was man selber nie verwenden würde. Versuche Dir mal vorzustellen, wie Eure Mahlzeiten in 2 Jahren aussehen sollen und überlege, wie Du da hin kommst. Bio-Kiste (haben oft ein Rezept dabei), Kochkurs bei Mama oder VHS,... irgendwas findet sich schon.

    WEnn sie mit 7 Monaten noch nicht will, dann lass sie doch. Gib ihr den Abendbrei wenn sie den mag. Bei uns gab es abends ab ca. 9 Monate immer Butterbrot zum selber rein stopfen. Da waren meine Kinder immer sehr viel begeisterter als vom gefüttert werden.


    5 Mahlzeiten sind normal in dem Alter. Essen hat da auch oft noch wenig mit richtig Hunger zu tun, sondern eher mit Interesse. Deshalb soll man auch die Kinder dann füttern, wenn man selber auch gerade isst. Denn sie lernen auch Essen nur durch Nachahmen. Da ist es auch anfangs egal ob die gerade hungrig sind. Probieren, mitmachen, Spaß haben. Dann schmeckt es auch bald und man kann feste Mahlzeiten einführen.

    Zitat

    Nimm mir den Hinweis nicht übel, aber hier musst Du Dir echt mal überlegen, wie ihr das in 1-2 Jahren handhaben wollt.

    Sie wird in einem Jahr zur Tagesmutter gehen und wird dort 9 Stunden sein und dort alle Mahlzeiten außer das Abendessen einnehmen. Abends gibt es bei uns Brot. Und fürs Wochenende werden wir dann eine Lösung finden. Aber jemand der gerne kocht oder in der Küche steht, werde ich dann trotzdem nicht.

    Zum Thema Vormittagsflasche: ich würde diese langsam durch Obstmus ersetzen - also ein paar Löffel Mus, und den Resthunger dann per Flasche stillen. Obst hält weniger lange vor als Milch, vielleicht mag sie dann mittags mehr essen. Ich glaube nicht, dass deine Kinderärztin meint, du sollst das Kind den ganzen Vormittag hungern lassen :-D


    Ich hab beim Großen alle Breie selbst gemacht; nachdem er an diverse Obst-/Gemüsesorten gewöhnt war, gabs für ihn immer genaus das Gemüse oder Obst in Breiform, das an dem Tag auch bei uns auf den Tisch kam. Beim Kleinen wird das jetzt auch wieder so laufen - spart Zeit beim Einkaufen, und letztendlich essen wir alle ziemlich das gleiche. Dadurch hatte man auch nie das Gefühl, dass am Babyteller komische Pampe liegt. :-D

    Wochenende, Ferien, Krankheiten ... sie wird trotzdem ETLICHE Mahlzeiten bei euch bestreiten.


    Man muss ja nicht drei Stunden in der Küche stehen. Aber es gibt viele Sachen die in einer halben STunde fertig sind. Soviel Mühe darf einem das schon Wert sein.

    Ein paar Nudeln zu kochen oder eine Karotte zu dünsten erfordert weder Zeit noch Kochkunst.


    Milchflaschen durch Brei in dem Alter zu ersetzen ist Quatsch. Das Kind darf sich gern langsam an neues Essen gewöhnen und probieren dürfen. Hauptnahrung muss die Milch bleiben, die ist wichtig für die Gehirnentwicklung.


    Ich würde den Getreidebrei auch mit Pre anrühren.


    Meiner hat auch jeglichen Gemüsebrei verweigert und lieber Butterbrot gelutscht, ohne Sauerei übrigens. Aber dass Kinder auch mal Dreck machen ist dir hoffentlich bewusst. ;-D