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    Bin am Verzweifeln - Beikost einführen klappt überhaupt nicht!

    Hallo zusammen. Meine Tochter ist nun 8einhalb Monate alt und das Thema Beikost treibt mich in den Wahnsinn {:(

    Bei meiner älteren Tochter hab ich nach 4 Monaten den ersten Brei eingeführt. Sie hat von Anfang an gegessen und es ging nach Plan und mit 8 Monaten waren alle Stillmahlzeiten mit Essen ersetzt. Bei meiner Kleinen hab ich nach 4 Monaten probiert. Sie wusste 0komma0 was damit anzufangen. Also dachte ich mir ok, sie ist noch nicht so weit. Mit 5 Monaten und 1 Woche wieder probiert und es klappte immer noch nicht. Habs dann immer wieder versucht. Eine Zeit lang war die Konsistenz ein Problem, also hab ich von selbstgekocht auf Hipp umgestellt, weil das so superfein püriert ist. Ich hab wirklich ALLES probiert: weich gekochte Stücke, Milchbrei, selbstgekocht, Hipp, alle Menüs, etc.

    Mittlerweile isst sie Mittags ein halbes Glas Hipp, aber auch nur, wenn ihr das Menü schmeckt und das schmeckt ihr Mal, Mal nicht. Dazu trinkt sie etwas Wasser. Ich stille sie aber trotzdem auch Mittag, weil das doch etwas wenig ist. Von Abendbrei oder Nachmittag/Vormittag sind wir weit entfernt. Jedesmal, wenn sie mit Kuhmilch was zu essen bekommt, erbricht sie schwallartig. Ich kann ihr also auch keine Säuglingsnahrung geben, weil ja auch die aus Milcheiweiß und -zucker gemacht wird. Grade heute wieder probiert. 2 Schluck getrunken. Danach gestillt. Nach 10 Minuten hat sie alles ausgekotzt.

    So. Nun bin ich wirklich am Verzweifeln. Sie braucht ja eigentlich schon viel mehr, als nur Muttermilch. Sie stagniert gewichtstechnisch und irgendwann wird es kippen. Vor allem fängt sie an zu krabbeln und da wird sie sehe viel mehr Energie benötigen. Zudem hab ich immer mehr das Gefühl, nicht mehr genug Milch zu produzieren für das, was sie braucht. Ich stille insgesamt 5 Mal (sie schläft von 7 abends bis 5:30 Uhr morgens). Zudem ist sie ziemlich grob, weil sie so ein Energiebündel ist.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Was kann ich tun?

    Das Einzige, was mich tröstet ist, dass sie irgendwann auch groß sein und ganz normal essen wird.

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    Vielleicht mag sie keinen Brei, sondern lieber Fingerfood - das könntest Du ausprobieren. Vielleicht ist sie noch nicht so weit. Vielleicht ist gerade alles andere interessanter. Sicher bin ich mir aber, dass sie nicht verhungern wird. Sie holt sich schon, was sie braucht, gerade, da Du stillst. Oder wirkt sie sehr unzufrieden? Gerade ihre supertollen Schlafenszeiten sprechen doch für sich.


    Evtl. schaffst Du es, Dich von diesem "Stillmahlzeiten ersetzen"-Denken zu lösen. Im 1. Lebensjahr heißt es ja Beikost, weil die Kalorien immer noch hauptsächlich durch Muttermilch (oder Fläschchen) zugeführt werden. D. h. Du stillst einfach weiter, wie es Euch beiden passt, und die Beikost kommt so dazu, wie Dein Baby es kann.


    Kennst Du das https://stillen-und-tragen.de/forum/ Forum?


    Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du Dich entspannen kannst! :)_

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    Es gibt auch Säuglingsnahrung, die nicht auf Kuhmilch basiert. Findet man in jeder Drogerie.


    Hast du die ganze Problematik schon mal mit dem Kinderarzt besprochen? Der könnte feststellen, ob es wirklich ein Problem mit Kuhmilch gibt und ob mit Gewicht und Nährstoffversorgung noch alles stimmt.


    Aber so ungewöhnlich ist es nicht, dass Babys sich nicht an den offiziellen Beikostfahrplan halten wollen und lange nur Muttermilch wollen. Das wird sich von ganz allein ändern. @:)

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    OneOnly schrieb:

    Sie braucht ja eigentlich schon viel mehr, als nur Muttermilch.

    Nein, das braucht sie nicht.

    Du kannst sie ohne Bedenken weiter stillen.

    Irgendwann kommt bei jedem Kind das Interesse an fester Nahrung von allein.

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    Danke für eure Antworten!


    Biene und Spüli - Fingerfood hab ich auch schon probiert. Sobald ein Stück von irgendwas im Mund ist, würgt sie und kann es mit Mühe und Not irgendwann schlucken.


    Clairet - meinst du HA Nahrung? Die ist ja auch aus Kuhmilcheiweiß nur wohl besonders wenig wenn ich das richtig verstanden habe. Oder welche Art von Nahrung meinst du?


    Und zum Thema entspannter sehen - ihr habt vielleicht Recht. Vielleicht muss ich einen anderen Zugang zu dem Thema finden. Aber ich habe einfach das Gefühl, dass mir bald die Milch ausgeht. Das kann doch nicht ewig so weitergehen?!

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    Mein ältesten Sohn war auch schwierig, dann entdeckten wir, dass er super gern Garneln, Knoblauch, Chilli und Tomaten Sosse auf Spaghetti isst.

    Nicht püriert. Am Anfang wollte er nur Fisch (Sorte egal) Fleisch ging gar nicht.

    Pürierte Sachen wollte keine meine Kinder. Bei die anderen 2 waren Wursten und Salzkartoffeln angesagt.oder Rohkost. Gemüse gekocht, war ein absolut No-Go bei allen.

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    OneOnly schrieb:

    Aber ich habe einfach das Gefühl, dass mir bald die Milch ausgeht. Das kann doch nicht ewig so weitergehen?!

    Warum sollte die Milch ausgehen? Milch wird so lange produziert, wie das Kind trinkt.

    Die Nachfrage regelt die Produktion.

    Ich habe meinen ersten Sohn über 3 Jahre gestillt, das erste Jahr voll und dann nach Bedarf.

    Meinen anderen Sohn habe ich 2 Jahre gestillt, das erste Jahr auch fast vollständig.

    Das Kind zeigt von allein Interesse an euren Mahlzeiten, wenn es so weit ist.

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    OneOnly schrieb:

    Clairet - meinst du HA Nahrung? Die ist ja auch aus Kuhmilcheiweiß nur wohl besonders wenig wenn ich das richtig verstanden habe. Oder welche Art von Nahrung meinst du?

    Ich meine die Produkte aus Ziegenmilch, da gibts auch einige Hersteller.


    Und zur Muttermilch: Solange du stillst wird weiterhin Milch produziert. Nach 8 Monaten fühlt sich die Brust nicht mehr so prall an wie am Anfang, das ist normal. Die Milchmenge geht erst zurück, wenn du weniger anlegst bzw. das Kind weniger trinken möchte.

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    Ich glaube auch, dass es absolut ausreichend ist, wenn du sie hauptsächlich stillst. Beikost ist Beikost, entweder sie akzeptiert sie oder nicht. Es wird der Punkt kommen, wo sie am Tisch mit essen möchte, und den wird sie euch deutlich mitteilen. Jedenfalls war das bei uns so. Nach ca einem Jahr. Davor hab ich mir auch viele Gedanken gemacht wegen Nährstoffmangel und so. Aber ich glaube das braucht man nicht. Die Kinder melden sich wenn sie mehr als Muttermilch benötigen.

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    Ich nehme an, sie sitzt mit am Tisch, sieht euch essen, bekommt auch einen Teller mit ein paar Sachen zum anfassen, lutschen, ...? Wenn du ihr die Garnele in die Hand drûckst oder in den Mund steckst, wird’s eher nichts...

    Zinn Thema „man hat immer genug Milch“ muss ich sagen, stimmt eben nicht für alle. Meine Mutter hatte nicht genug für uns Kinder, ich hatte nicht genug für meins, das wurde immer dünner mit drei Monaten, bis es dann Flaschen bekommen hat. Wenn du meinst es reicht nicht mehr, dann vertrau deinem Gefühl und nicht den Leuten, die drei Jahre lang genug Milch hatten und gar nicht wissen, wie sich das anfühlt wenn es nicht reicht.

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    AnnaKarma

    Wenn das Kind 8 Monate alt ist und die Milch wirklich nicht reichen wuerde, waere das Interesse an Beikost gross. Hungrige Kinder in dem Alter essen einfach.


    OneOnly

    Manche Kinder moegen pueriertes Essen. Meiner Erfahrung nach hassen es die meisten aber. Probier selber mal, wie langweilig das meistens schmeckt. Mit 8 Monaten kann Dein Kleines schon ganz anderes wuppen. Einfach mit an den Tisch und ein bisschen von allem, was auf dem Tisch ist auf den Teller. Nur schoen getrennt halten!