Das Drama um die Beikost

    Hallo!

    Nachdem ich über Wochen nun zuschaue und sich nichts verändert, benötige ich doch einen Rat bzw. Input, was ich tun könnte. Wer hätte gedacht, dass das so schwierig wird...

    Mein Kind wird voll gestillt und hat keine Lust auf Beikost. Es ist mittlerweile 7 Monate alt und lehnt alles was Brei ist komplett ab. Ich habe so langsam die Vermutung, dass es an der Konsistenz liegt. Wenn ich ein Obst anbiete, wird (manchmal) daran rumgesaugt, als Brei ist es dann aber gänzlich uninteressant, der Kopf wird geschüttelt, gewürgt, der Mund nicht mal aufgemacht. Ich habe bereits einiges an Gemüse durch, da scheinen wir gar nicht vorwärts zu kommen. Ein bisschen kann ich mit Obst locken, aber auch nur, wenn es am Stück ist. Ich habe nun mal Gemüse gedünstet und in die Hand gedrückt - aber der entgeisterte Gesichtsausdruck, als bemerkt wurde, dass es sich hier nicht um Obst handelt... :-X:=o

    Es macht mir nichts aus, dass ich noch voll stille. Aber so langsam frage ich mich, wie wir das ganze in eine Richtung steuern können, in der zumindest mal ein bisschen gegessen wird.

    Eigentlich wollte ich kein breifrei praktizieren, weil ich viel zu große Angst davor habe, dass das Kind erstickt. Aber es scheint keine andere Möglichkeit zu geben? Hat jemand Erfahrung und kann ein bisschen berichten, was ihr so gebt, in welcher Art...? Und wie es gelaufen ist? Oder hat jemand noch eine Idee, was ich machen könnte, damit der Brei vielleicht doch noch attraktiv wird? Das einzige was mir einfällt, den Abendbrei mit Muttermilch anrühren und hoffen, dass dann der Geschmack zieht und die Konsistenz in den Hintergrund rückt. Aber dann denke ich mir wieder, ein Kind zu etwas zwingen, was es einfach nicht möchte? Gibt es denn überhaupt Kinder, die gar keinen Brei mögen? Es kann ja nun nicht die Lösung sein, dass ich nur Obst anbiete.

    Ständig wird mir gesagt, wie wichtig das Breiessen ist. Damit das Kind gut versorgt wird. Jetzt kann ich aber sämtliche Breipläne über den Haufen werfen. Wie sorge ich nun dafür, dass es zu keinem Eisenmangel kommt? Und wie soll ich dahin kommen, irgendwann mal mit dem Abstillen anzufangen? Pre-Nahrung ist für mich keine Alternative. Mit Einführung des Breis ist der erste Schritt Richtung Abstillen getan. Mit Breifrei nun eher nicht.


    Hilfe. ;-D

  • 25 Antworten

    Alles wissenswerte auch zum Thema Eisen und Ersticken usw findest Du sehr schön hier zusammengefaßt, da muß ich mir nicht selber die Finger wundtippen ;-Dhttps://www.gewuenschtestes-wu…beikost-breifrei-blw.html

    Und ja, es GIBT Kinder, die Brei, und aber auch Fingerfood ablehnen oder erst später damit anfangen. Meine Nr 3 war so eine Kandidatin, die ersten 6 Monate fand sie Essen absolut uninteressant, und auch danach hat sie das Angebotene höchstens etwas angematscht aber kaum etwas davon wirklich gegessen, die Gesichter beim Probieren waren jedenfalls bei egalwas immer sehenswert (und besonders zur Erheiterung der großen Geschwister :-D). Brei wollte sie sowieso nicht, höchstens mal Apfelmus, und wenn dann bitte immer selber essen. Ich hab mir da keinen Streß gemacht, bei der U gesagt, daß es mit der Beikost keine Probleme gibt (was es im Sinne von BWL ja auch tat) um mir einen Sermon von der Kinderärztin zu ersparen, und ihr halt bei unseren Mahlzeiten weiter angeboten, und weiter nach Bedarf gestillt (wichtig, wegen dem Eisen). Irgendwann hat sie dann so viel gegessen daß das Stillen weniger wurde, und mit knapp 2 hat sie sich selber abgestillt und lieber gegessen (ich hatte mich innerlich schon drauf eingestellt, daß ich sie bis zur Schule stillen werde, aber dann war eben Schluß, mehr oder weniger von heut auf morgen). Jetzt wird sie bald 3 und ißt immernoch nur eine handvoll vertrauter Sachen, aber gut über alle Lebensmittel verteilt daß sie auch alles bekommt was sie braucht (zu ihren Lieblingen seit sie ausreichend Zähne hat gehören so etwas skurrile Sachen wie Krautsalat und Fischstäbchen), und manchmal hat sie einen mutigen Tag und probiert auch was neues (was ihr in 90% der Fälle aber dann doch nicht schmeckt, außer es ist was süßes...). Aber so der superduperallesesser wird sie denk ich nie werden. Kinder sind eben verschieden.

    Bei meinem ersten Kind hab ich iü noch mit klassisch Brei anfangen wollen, man läßt sich ja noch sehr verunsichern und so, aber außer Getreideobstbrei (den auch ich ausnehmend lecker finde) haben wir eigentlich keinen wirklich gemacht, und sind ziemlich schnell auf so einen gemischten Weg aus Fingerfood, Brei und Stillen gemacht. Und der zweite war so gierig auf Essen, daß ich ihn ab drei Monaten nur noch abseits von Eßbaren stillen konnte, und mit 15Woche meinte er mir mein Gulasch vom Teller runteressen zu müssen... Da hab ich dann auch nicht mehr groß über Breikochen nachgedacht, sondern ihm halt wie BWL alles angeboten, nach möglichkeit natürlich ungesalzt/gewürzt und keine verschluckbaren Kleinteile usw. Und den GOB, weil der einfach lecker ist und immer gern gegessen wird (wird auch heut noch gelegentlich verlangt) und wegen Eisen und so (ich mach den aus Hafer/Hirseflocken, mit etwas wasser aufkochen, meistens Apfelmus dazu, etwas Osaft fürs VitaminC (Eisenaufnahme) und ggf etwas Rapsöl. Njam.


    Langer Rede kurzer Sinn: Laß Dich nicht kirre machen, Kinder sind verschieden und sie werden ihren Weg finden sich zu ernähren, bau bloß keinen Druck auf, weder Dir noch dem Baby. Mal Pause machen hilft sicher auch, Abstand zu bekommen. Und dann entspannt und ohne Daskindmussdochmalendlichwasrichtigesessengedanken einfach wieder was anbieten, am besten wenn ihr Große auch am Tisch sitzt und eßt (Vorbild-Nachahmen und so), dann kann es parallel Banane matschen oder Zwieback nagen (Hirsebällchen kamen hier immer sehr gut an) oder whatever.

    Alles ist gut bei euch und kein Grund zur Panik.:)*

    also bring da erstmal wieder Ruhe rein. Meiner hat zwar Flasche bekommen, von dem her war mir des doppelt egal wie lange er nur Milch will, aber ich hab mich schnell damit abgefunden, dass es mit Brei einfach nix wird. Obwohl er mit 8 Monaten 8 Zähne hatte, hat er 9 Monate ausschließlich von Milch gelebt. Dann Ging Brei etwas, aber der Riesen hit war es nie für ihn. So ca. Mit 11 Monaten, durfte es dann aber plötzlich am besten schon ein ganzes Schnitzel sein. Trotzdem hat er noch abends und nachts bis er fast 1,5 war seine Milch bekommen. Jedesmal wenn ich mich da total entspannt hab und mir dachte "wird schon irgendwann" kam immer alles recht schnell von alleine.

    Ich würde mir keinen Stress machen. Wenn er keinen Brei will, dann eben nicht. Drück ihm andere Dinge in die Hand, damit er Geschmäcker/Konsistenzen kennen lernt. Er muss sich daran ja nicht satt essen. Solange er voll gestillt wird und keine Lust hat, kannst und brauchst du eh nichts machen. Und glaub mir: Wenn du dir da so Gedanken machst, hilft das nur insofern, als dass du deine eigene Lebenszeit darauf verschwendest. Das Kind wird eh in seinem Tempo voranschreiten, ob mit oder ohne Gedanken...

    Hast du mal deine Hebamme gefragt oder einen Beikostkurs gemacht? Den fand ich damals ganz hilfreich. U.a. wurde gesagt, dass man am besten zwischen der 17. und 27. Lebenswoche mit Beikost starten solle und zuerst mal mit einem Gemüse, z.B. Kürbis oder Pastinake oder Karotte oder weiße Möhre, und das dann jeweils mehrere Tage lang versuchen, bis man zum nächsten übergeht. Erst wenn das einigermaßen gut klappt, kann man Kartoffeln dazunehmen. Der nächste Schritt ist Fleisch, dann Fisch. Und irgendwann der süße Abendbrei usw.

    Ich hab mit meiner Tochter um Weihnachten 2016 herum angefangen, da war sie fünf Monate alt. Der Anfang war auch schwierig, sie mochte einfach nicht, hat das Gesicht verzogen und alles wieder ausgespuckt.

    Wie schon hier vorgeschlagen haben wir dann zwei Wochen Pause gemacht und Mitte/Ende Januar (also mit knapp sechs Monaten) nochmal gestartet, dieses Mal nicht mit Gläschen, sondern selbstgekocht. Und das hat dann Wunder bewirkt, von da an ging es super. Zwar mochte sie recht schnell wieder Gläschen viel lieber als Gekochtes, aber das war mir auch Recht. Innerhalb von wenigen Monaten hab ich zackzack alle Stillmahlzeiten tagsüber durch Brei ersetzt und ab acht Monaten wurde sie nur noch nachts gestillt. Das dafür dann allerdings wieder stündlich %:| Bis es von selbst immer weniger wurde und sie sich zwei Wochen vor ihrem ersten Geburtstag im Juli 2017 selbst abgestillt hat. Ab dem Zeitpunkt hat sie auch schon viel bei uns mitgegessen und kaum noch Brei gewollt. Also unsere Breizeit war nicht allzu lang :=o

    Ich kenne einige Kinder, die einfach keine Lust auf Brei haben/hatten, bei denen muss man dann quasi das Baby-led weaning (vom Baby bestimmtes Abstillen) betreiben. Also weiterstillen und feste Nahrung anbieten, insofern es die Zähnchen schon zulassen. Damit kenne ich mich leider nicht wirklich aus. Aber die meisten sagen, dass man die Zeit bis zum ersten Geburtstag (ab dem sie laut Kinderarzt dann wirklich ALLES essen dürfen, auch Gewürze) relativ gut überbrücken kann.

    Unsere Tochter wird in wenigen Wochen zwei Jahre alt, ist lang und schlank, futtert wie ein Scheunendrescher und hat einen Stoffwechsel, dass man neidisch werden könnte o:) Sie isst wirklich den ganzen Tag! Morgens daheim Müsli und Obst, in der Krippe um halb neun gibt's nochmal Frühstück, um kurz nach elf dann Mittagessen, nach dem Mittagsschlaf ab zwei geht's weiter mit Nachmittagssnacks (Brezeln, Obst, Müsli, Joghurt, Gemüse, Knäckebrot) und wenn ich sie um drei abhole, hat sie schon wieder Hunger und mampft dann (Quetschies, Obstriegel, Reiswaffeln/Kekse, Obst) weiter bis zum Abendessen um 6. Um 7 bekommt sie im Bett noch 200ml Vollmilch und schläft dann ein.

    Tagsüber hat sie 6-7 volle Windeln :_D

    Was ich damit sagen will: solang sie unter einem Jahr sind, verdrücken die meisten Babys noch keine riesigen Mengen, weil der Magen noch recht klein ist. Und solang man stillt, brauchen sie offenbar auch nicht arg viel anderes bzw. sind schnell satt und zufrieden. Wenn ein Baby Hunger hat, merkt man das ja eigentlich recht schnell.
    Ich würde es einfach weiterhin versuchen und am Thema dranbleiben. Wenn es gar nicht klappt, dann vielleicht auch mal unkonventionellere Wege gehen und gleich mit süßem Brei anfangen oder Obstbecher probieren. Und immer erst einmal ein paar Tage lang das Gleiche probieren, bevor ein neuer Geschmack dazukommt.

    Lieben Dank euch allen!

    Ich mach mir bzgl. Stillen auch keinen Stress. Dann ist es eben so. Und es funktioniert gut und das Kind liebt es. Allerdings soll es in 6 Monaten in die Krippe gehen - dann wäre es von Vorteil, wenn das Kind auch ohne meine Brüste dorthin gehen würde. ;-D

    Im Moment bin ich tagsüber im 2-3 Stunden Takt gefragt. Das ist schon in Ordnung, die Freiheit muss dann wohl noch warten. Auf Abpumpen habe ich irgendwie keine Lust mehr, dafür war das Thema zu Anfang zu dominierend.

    5 Zähne sind bereits vorhanden. Ich bin echt ein bisschen überfordert... was geb ich denn? Also alles mögliche, aber gibt es etwas, was man nicht geben darf? Ich war so auf Brei eingestellt, dass ich jetzt komplett umdenken muss. Darf ich Brot geben? Rinde oder Stückchen? Oder ist das blöd, weil es aus zu viel verschiedenen Zutaten besteht? Nudeln? Naturjoghurt? Ich weiß eben nicht, könnte gut möglich sein, dass die Zähnchen dann auch schon genutzt werden...? Und wie machen die das dann - die Kleinen haben ja keine Backenzähne. Wird das einfach so geschluckt oder am Gaumen zerdrückt?

    Danke auch für den link, werde ich mir heute Abend in Ruhe durchlesen!

    Smilli2 schrieb:

    Aber so langsam frage ich mich, wie wir das ganze in eine Richtung steuern können, in der zumindest mal ein bisschen gegessen wird.

    Es gibt für jedes Kind den richtigen Zeitpunkt - nämlich dann, wenn es sich für die Nahrung am Tisch interessiert.

    Ich würde mir da auch nicht so Gedanken machen, was das Baby haben darf und was nicht. Wir haben dem Kleinen in die Hand gedrückt, was wir gegessen haben und ihn probieren lassen. Natürlich kein indisches Curry, klar, aber ansonsten: Wenns kein rohes Fleisch ist, kein Honig und kein Salz in Mengen, dann seh ich nicht, warum es nicht probieren sollte. Eher würde ich halt nicht ständig Brot oder Brezel anbieten und auch nicht dieses ganze "Kinder" Essen, wie die mir völlig nutzlos erscheinenden Maiswaffeln. Wenn du dich gesund ernährst und dein Baby dabei das gleiche probieren lassen, kann das doch nur gut gehen.

    Bei einem Vortrag war ich schon. Das war leider gar nichts. Die Beraterin hat ihren Vortrag abgespult, das ging eben sehr in die Breischiene und wie man es machen muss. Zu breifrei wusste sie gar nichts. Und ich war damals noch nicht soweit, hatte das mit der Beikost noch nicht probiert und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass das bei uns nicht so einfach klappen wird mit der Einführung.

    Eine Breipause machen wir im Moment. Der letzte Brei ist eine Woche her und seitdem gibt es nur hier und da mal ein Stück Obst. Obstgläschen kommen nicht gut an, der süße Abendbrei wurde letzte Woche komplett verweigert. Da wird ja nicht mal mehr der Mund aufgemacht. Einzig, was so für 3 Löffel klappt, wenn ich den Löffel fülle, dem Kind in die Hand drücke und man selbst essen kann. Dann wird der Brei runtergelutscht, anschließend das Gesicht verzogen und nach 2-3x war's das dann aber auch, weil es scheinbar nicht schmeckt.

    Muss man bei breifrei eigentlich auch tagelang das Gleiche geben?

    Und wie sieht es mit Fleisch aus? Dürfte man das gekocht in die Hand drücken? Wobei ich mich gerade frage, ob das bzgl Konsistenz überhaupt geeignet ist. Ich tu mich schwer damit zu verstehen, welche Konsistenz für das Fingerfood gut ist. Möglichst weich, damit es auch zerdrückt werden kann oder - in Hinblick auf das Brot - eher hart, zum Anspeicheln? Ich seh schon, ich glaube, ich sollte erst mal den link lesen oder wahrscheinlich generell mal BLW googeln...

    Mir erschließt sich eh nicht, weshalb dieses Breiding so aufgeblasen wird. In Japan beispielsweise, bekommen die Babies zuerst Reis. Da würde niemand auf die Idee kommen, Karotten oder Pastinakenbrei zu füttern (hast das mal eine von euch probiert? Pastinaken schmecken ohne was anderes ekelhaft). Und dennoch leben die Leute da lang und gesund. In anderen Kulturen wieder werden sie bis zum 2. Lebensjahr vollgestillt. Dann gibt es wieder bei anderen nur Hirse-Fleischbrei.

    Heißt nicht, dass alles falsch sein muss, was sie sagen. Aber dieses "der mensch braucht zwei Wochen dies und dann drei Wochen jenes", das geht meiner Meinung nach am Konzept der individuellen Vorlieben und der Individualität des Menschen total vorbei. Manche Babies finden normales essen total geil, manche nicht. Manche lieben Brei, manche nicht. Manche werden vegetarisch ernährt und überleben es auch.

    Du wirst das schon richtig machen.

    Es gibt einen schlauen Satz: "Food before one is just for fun." will heißen, im ersten Lebensjahr würde Milch völlig reichen.

    Ich kann dich aber gut verstehen. Hier ist Kind 2 knapp neun Monate alt und mit der Beikost geht es mal besser, mal schlechter. Brei ist auch nicht seine große Leidenschaft. An manchen Tagen isst er ganz viel und ich stille tagsüber gar nicht, an anderen ist wieder fast nur Stillen angesagt. Ist eben auch mehr als die pure Nahrungsaufnahme, das sage ich mir dann immer. Ich gebe alles Mögliche. Er bekommt Brei angeboten, den mag er aber lieber möglichst dick. Kartoffeln mag er gar nicht im Brei, deshalb mache ich am liebsten Couscous, das isst er am liebsten. Reis geht auch, Nudeln sind auch nicht so sein Ding. Ich gebe ihm immer von meinem Teller ab, er will auch unbedingt alles probieren, was ich so esse. Dann gibt's mal ein Stück Pizzarand zum Knabbern, Gemüse, Fisch. Brot schneide ich ihm in lange Streifen, damit er es gut halten kann. Ein riesiger Fortschritt dabei war, als er im Hochstuhl allein sitzen konnte. Das macht es deutlich einfacher und entspannter. Ich versuche mich auch nicht verrückt zu machen, ist aber echt nicht leicht. Da habe ich den Vorteil, dass ich alles schon ein Mal mit dem Großen durch habe und folglich sicher sein kann, dass das Kind weder verhungert noch erstickt. Ich bin ja immer dabei.

    Während ich diesen Text geschrieben habe ist mein Baby beim Stillen in meinem Arm eingeschlafen, obwohl er vor ungefähr einer Stunde eine große Portion Getreide Obst Brei gegessen hat und bestimmt auch später wieder von meinem Mittagessen stibitzen möchte. Da er seit Tagen den Mittagsbrei verschmäht gibt's heute keinen, er bekommt nur von uns. Mal schauen, wie das wird. Aber für diese Leichtigkeit im Umgang mit dem Thema habe ich auch ein zweites Kind gebraucht. 😉


    Ach, und noch eine Ergänzung: Versuche mal, die Uhrzeit zu variieren. Bei uns ging der Gemüsebrei zeitweise nur abends, mittags wollte er das nicht. (Wichtig, vorher probieren, ob das Kind das verträgt. Das willst du nämlich nicht nachts ausprobieren.) und die Temperatur. Baby hier isst am liebsten mit Zimmertemperatur, den Getreide Obst Brei sogar direkt aus dem Kühlschrank. Einzig der Griesbrei am Abend war zeitweise lauwarm akzeptiert.

    Zitat

    Allerdings soll es in 6 Monaten in die Krippe gehen - dann wäre es von Vorteil, wenn das Kind auch ohne meine Brüste dorthin gehen würde.

    Zwei meiner Nichten waren wie dein Kind - sie haben lange sowohl Brei als auch "BLW" verweigert. Erst mit 10/11 Monaten war dann das Interesse da, und dann ging es auch schon direkt an den Familientisch, Brei haben sie nie gegessen. In die Krippe kamen beide kurz nach dem ersten Geburtstag, dort haben sie ganz normal gegessen, Zuhause wurden sie neben dem Familienessen noch weiter gestillt.

    Mach dir keinen Stress, ich würde das mit dem Brei erstmal sein lassen und das Kind lieber bei den Mahlzeiten mit an den Tisch setzen und dem Kind einfach dein Essen, sofern geeignet, vor die Nase legen und es dann machen lassen.

    Zitat

    5 Zähne sind bereits vorhanden. Ich bin echt ein bisschen überfordert... was geb ich denn? Also alles mögliche, aber gibt es etwas, was man nicht geben darf? Ich war so auf Brei eingestellt, dass ich jetzt komplett umdenken muss. Darf ich Brot geben? Rinde oder Stückchen? Oder ist das blöd, weil es aus zu viel verschiedenen Zutaten besteht? Nudeln? Naturjoghurt?

    Ich habe gerade mal geschaut - mein Lütter saß mit 7 Monaten, da noch ohne Zähne, mit am Tisch und hat sich Kartoffelspalten aus dem Backofen reingeschoben. Es gab für ihn zu dem Zeitpunkt (neben Brei) auch schon weichgekochte Nudeln, diverses weichgekochtes/ gedünstetes Gemüse, Brotkanten zum Weichlutschen, weiches Brot (ohne Rinde) mit Butter oder vegetarischem Aufstrich in Stückchen geschnitten, weiches Obst (Banane, Mango, Birne, Pfirsich...).

    Smilli2 schrieb:

    Allerdings soll es in 6 Monaten in die Krippe gehen

    6Monate sind in dem Alter eine Menge Zeit. Kuck mal was Dein Kind in den vergangenen 6 Monaten alles gelernt hat und sich entwickelt hat. Ich denke, in einem halben Jahr wird Dein Kind soweit essen, daß es einen Vormittag ohne Busen überbrücken kann (Vollzeit wird schwieriger, aber denk ich auch machbar).

    Was bei meiner mäkeligen Madame das Essen auch durchaus beschleunigt hat, war daß ich mit einem Jahr auch wieder 4h arbeiten war. Gab dann halt nix anderes, wobei sie bis heute lieber fastet als etwas unliebsames zu essen. Über Krippenessen würd ich mir frühestens einzwei Monate bevor es soweit ist Gedanken machen, jetzt habt ihr wirklich noch alle Zeit, entspannt von ihr den Impuls ausgehen zu lassen.

    Smilli2 schrieb:

    aber gibt es etwas, was man nicht geben darf?

    Honig ist unter 12Monaten tabu, alles andere steht im Link

    Smilli2 schrieb:

    Wird das einfach so geschluckt oder am Gaumen zerdrückt?

    Sie kriegen erstaunliches ohne Backenzähne klein... es wird durchaus gekaut, und wenn Du mal einem zahnenden Baby den Backenzahnbereich des Zahnfleisches mit nacktem Finger massiert hast, merkst Du was da für Kräfte möglich sind...

    Vorsichtig wäre ich, wenn schon Schneidezähne da sind, mit harten Sachen wie rohen Möhren, weil sie da die berühmten "verschluckbaren Kleinteile" abraspeln, und meine kleinste hat sich bis vor kurzem noch jedes Mal an ungeschältem Apfel verschluckt (geschält kein Problem). Deshalb auch, nie ohne Aufsicht essen lassen!

    Und wenn sie schon sitzen kann, kannst Du ihr auch eine (Kuchen)gabel, vielleicht nicht die allerpiksigte, aber schon eine mit der man sachen auch aufspießen kann, dazu legen. Die Kinder lernen normal sehr schnell, sich damit kein Auge auszustechen, und das Aufgabeln war immer sehr beliebt (die Große hat damals zwar meistens die Gabel in der rechten gehalten und dann mti der linken gegessen, aber die Gabel in der Hand war Muss). Wenn das Gabeln klappt ist dann auch das selber löffeln nicht mehr soo schwer, und sie kann dann Sachen wie Jogurt und Mus besser "erkunden" bzw vielleicht sogar essen. Ja, BWL ist erstmal viel Sauerrei (deshalb auch nciht gleich ganze Portionen hinstellen, sondern eben kleine Mengen anbieten), aber sie lernen schnell wenn sie dürfen (und wollen...).

    Ach, da finde ich mich ja sehr wieder (habe auch einen Faden dazu eröffnet). Was durfte ich mir da alles anhören, Horrorgeschichten wurden gestrickt und wirkliche doofe Tipps (vor allem auch von ärztlicher Seite) gegeben. Von "er will sonst später nicht mehr so gerne essen" über "Eisen- oder Nährstoffmangel" bis zu "ein Kind kann ab 4. Monat Kuhmilch statt Muttermilch trinken". Der offizielle Beikostplan wurde zitiert und dass ich doch mit Brei X anfangen müsse, selbstverständlich eine feste Uhrzeit beibehaltend. Unsere Kinderärztin hat mich zum Arzt geschickt wegen Eisenmangels bei mir und meine Hausärztin hat mir zu verstehen gegeben, dass sie nicht wirklich die Gefahr eines Eisenmangels bei mir sieht, zumal ich keinerlei Symptome aufweise.


    So, und ich habe mich anfangs echt kirre machen lassen. Habe mir Gedanken gemacht, wie ich alles organisiere, mir die Breisorten rausgesucht und sonst was für Aufwand betrieben. Ich muss nicht erwähnen, dass Junior davon herzlich wenig beeindruckt war?


    Irgendwann, auch dank lieber User im Forum, habe ich da mal einen Schritt zurück gemacht. Den Beikostplan habe ich erst einmal für mich als Vorschlag gesehen und nicht als in Stein gemeißelt. Ferner musste ich feststellen, dass Sohnemann am liebsten Kürbisbrei mit Apfel mag und ich nicht das gesamte Sortiment im Schrank stehen haben muss - mag er eh nicht (und wir haben einiges ausprobiert). Auch ignoriere ich feste Uhrzeiten, sondern schaue, wie er drauf ist und mir signalisiert. Wenn er nämlich um 11h schläft oder pappsatt ist, brauche ich nicht mit dem Löffel herumfuchteln. Außerdem drücke ich ihm einfach regelmäßig Gemüsesticks in die Hand. Und er hat sein Faible für Gurken entdeckt, auch Mango mag er ab und zu lutschen.


    Insgesamt habe ich aber eingesehen, dass nun mal jedes Kind unterschiedlich ist. Während das eine Kind mit vier Monaten bereits Steak möchte, ist meiner mit korrigiert 9 Monaten noch der Muttermilch-Fan. Ich werde jetzt immer wieder was Neues anbieten, weiterhin Muttermilch geben und bei der Tagesmutter gibt es dann im Notfall PRE und zu Hause Muttermilch, die tief gefroren war.

    Wenn ich meiner Mutter glauben kann, war ich eine echte Breiverweigerin.
    Ich mochte die Fertig-Gläschen einfach nicht und hab sie immer wieder ausgespuckt.

    Irgendwann haben sie mir was von ihrem Essen püriert und das mochte ich wohl.


    Von da an wurds immer so gemacht, laut Muttern.


    Das nur als kleine Aufmunterung, groß geworden sind se noch alle, die Brei-Verweiger-Kinder.

    %:|;-D Das ist jetzt die Rache.

    Gestern habe ich auch mal ein Stück gegarte Karotte gegeben, etwa Pommesgröße. Das werde ich jetzt einfach regelmäßig machen, vielleicht auch mal mit Zucchini oder Paprika.

    Hatschepsut, ich bin sehr froh, dass der Kinderarzt total gelassen reagiert und abgewunken hat. Für den ist alles in bester Ordnung, da das Kind wächst und gedeiht. Nur ich wurde irgendwie unruhig, vor allem wenn einem schon die Zähnchen entgegen strahlen und man sich denkt: Sollte es nicht langsam anders sein? Und natürlich, egal wo ich hinkomme, überall beginnt das Beikostthema. Ich kann es nicht mehr hören. Alle packen ihre Gläschen und ich die Brüste aus. Noch immer. Und eigentlich finde ich das auch schon ziemlich gut, da ich mir da gar keine Gedanken machen muss und das Essen immer dabei habe. Das ist jetzt eher der Druck von außen und dieses "oje das Kind hat bestimmt bald einen Mangel an x,y,z...!". Wie machst du die Gemüsesticks? Roh oder gedünstet? Und die Gurke?

    RegistrierterSenf,

    da hast du recht. In dem letzten halben Jahr ging hier echt einiges. Ich sollte mich mal entspannen... Ich kann das bisher mit der Kraft seiner Kauleisten kaum einschätzen, weil ich selten in den Mund greifen darf. Beim Zahnen erst recht nicht, da ist der Mund Privatsphäre. %-|;-D Und einen Löffel gibts meistens auch in die Hand... Aber vorhin habe ich Melone angeboten und da war dann nachher ein großes Stück Melone im Mund! :-o Erfolgreich abgeraspelt! Ich habe mich so erschreckt und versucht, das Stück aus dem Mund zu fischen. Ich durfte natürlich nicht und schwups, war es auch geschluckt. :-o