Der Bub bleibt nicht liegen

    Mütter, rettet unsere Nerven! Der Bub ist 8 Monate jung und kann seit ner guten Woche stehen, wenn er sich irgendwo hochziehen und festhalten kann. Das ist am Tag ein biiiischen nervig... aber beim einschlafen? Moah! Normalerweise liegt er zum einschlafen auf dem Rücken, mit einem großen Stillkissen um ihn herum. So liegt er entspannt da und kann sich nicht umdrehen. Naja, bis heute. Seit heute Mittag kann er sich drehen. Das hat zur Folge, dass er sich sofort hinsetzt und aufsteht. Das macht er auch dann, wenn er schon total übermüdet ist. Ergebnis? Geschrei und viele Tränen.


    Wie krieg ich den Jungen wieder dazu, einigermaßen gescheit einzuschlafen?

  • 246 Antworten

    Hallo chi!


    Ohhh, das kenne ich von meinem Sohnemann auch. Es war auch mal ne Zeit lang so, dass er sogar im Halbschlaf immer aufgestanden ist und dann natürlich wach war... Tränen, Geschrei, das komplette Programm. :-o


    Ich kann gut nachvollziehen, dass es anstrengend für dich und deinen kleinen Zwerg ist, aber ich glaube da hilft nur abzuwarten, bis diese Phase wieder vorbei ist. Wenn das Aufstehen nicht mehr so neu ist für ihn, er es sozusagen oft genug geübt hat und es "langweilig" wird (weil er was viel interessanteres gerade lernt :)z ) dann findet er sicher wieder ruhig in den Schlaf.


    Bis dahin – durchhalten!!! @:)

    Wusste ich doch, dass der Faden von dir ist! Hoffe, du bekommst viele wertvolle Tips, habe leider nix in Petto, da keine Erfahrung damit! @:) :)*

    Ich hab meine meist wieder hingelegt im halbdunkeln und leise zugeredet bis die Augen wieder zuklappten. Wer weiß, vielleicht war mein Gesabbel so ermüdent oder sie wollten einfach das ich wieder aufhör ]:D .


    Richtig spassig wird es doch erst wenn sie über das Gitter entkommen (meine waren gute Ausbrecher) und sie dann wieder ins Bett bringen.


    Das hilft nur Geduld mit dem Wissen das es nur ne Phase ist.

    Bei meiner bin ich mit Geduld nicht weit gekommen, die ist über Stunden und Stunden immer wieder aufgestanden. Die musste ich allen ernstes im Bett festhalten. Zusammen mit einem festen Abendritual hat sie irgendwann verstanden das man still liegen muss wenn man müde ist. Deswegen hab ich gefragt ob dein verlobter da ist, so gebeugt über dem Bett stehen ist für dich ja keine Option. wenn es nicht so lange dauert würde ich mich daneben legen, nach dem üblichen AAbendritual und ihn wieder hinlegen wenn er schwächelt. Bleibt er liegen wenn du ihn streichelst oder so?

    Unser Zweiter - ein kleiner Sturkopf - war auch einige Zeit ein Stehaufmännchen. ALLES haben wir probiert, ohne Erfolg, und haben ihn völlig entnervt stehen lassen. Irgendwann schlief er dann ein im Stehen und knickte ein. Wenn er Glück hatte, knallte er mit dem Kopf nicht auf das Holz vom Bettchen. Wenn er Pech hatte, passierte genau das, zum Glück ohne Folgen. Selbstverständlich eilten wir tröstend herbei und schütteten auch noch unsere Belehrungen über das heulende Elend. Nach dem zweiten "Ereignis" hatte er es irgendwie kapiert.


    Zum Kinderwagenfahren stand er weiterhin (hielt sich mit einer Hand an der Stange fest) und es war schwierig, die Karre auszubalancieren. Er begann auch "Tarzan" zu spielen und das Ausbalancieren wurde zu einer zirkusreifen Nummer. Dazu gröhlte er vor Wonne. Beim Einkaufen schaffte er es, sich blitzschnell aus dem Kindersitzchen vom Einkaufswagen hochzuziehen und - etwas wacklig - aufzustehen. Triumpf im Blick. Seine arme Mutter bekam einen Adrenalinschub nach dem anderen. Mit 9 Monaten konnte er laufen und da wurde das Aufpassen noch schwieriger. (Nein, ein Wunderkind war er nicht. Sprechen konnte er erst mit fast 3 so, dass auch Fremde ihn verstanden. Er war sehr leicht und die Kinder laufen eher.)


    Aküwa wünscht Dir gute Tipps... ich habe keine. Kann Dir nur sagen, was bei uns NICHT geholfen hat.


    Länger aufbleiben lassen in der Annahme, er sei dann soooo müde, dass er liegen bleibt. Fehlanzeige.


    In einem Schlafsack zur Nachtruhe legen, der mittels Bändel am Bett festgebunden werden konnte. Fehlanzeige. Er war so dünn und leicht, dass er sich herausaalen konnte.


    Hinlegen mit liebevollen Erklärungen - half nichts. Hinlegen mit ernster Ansage - half nichts. Hinlegen und bei ihm bleiben, bis er eingeschlafen war (wurde vor 40 Jahren noch nicht so gehandhabt) - half nichts.

    So ging es mir auch, Grauamsel. Nur hat meine es auch nach dem Umfallen nicht verstanden, weshalb ich sie dann festgehalten habe. Je nach Eskalationsgrad würde ich mich so vorarbeiten:


    - hinlegen und streicheln, schlaflied singen, was immer er zum schlafen sonst so gewohnt ist


    - stehen lassen und abwarten bis er vor Müdigkeit umfällt, je nach Stimmung dabei bleiben, aber ohne ihm die ganze Zeit ins Gesicht zu schauen sondern dabei zumindest so tun als ob ich ein Buch lese. Immer mal wieder gute Nacht sagen und lächeln, also ganz allgemein so tun als sei alles in bester Ordnung


    - im liegen festhalten, nicht mit gewalt, aber bestimmt.


    und ich würde das Stillkissen rausnehmen oder es zumindest an den Rand schieben. Irgendwann fangen die auch an sich ihre bequemste Schlafposition zu suchen und da stört es wenn man sich nicht drehen kann.

    Oh, das kenne ich gut. Mein Baby ist nur wenig älter als deins und macht das seit über einem Monat. Wir haben drei Möglichkeiten. Eine ist, dass das Baby bei uns auf dem Arm mit der letzten Flasche einschläft (und dann erst ins Bett gebracht wird). Die zweite, dass wir eine Hand mit minimalem Druck auf den Bauch legen und mit der anderen über die Fontanelle zur Stirn bis zu den Augen streichen. Wenn wir Glück haben, beruhigt das das Baby und es schläft ein. Die dritte Möglichkeit (nicht gerade unser Favorit) ist, dass Baby motzen zu lassen und immer wieder mal hinzugehen, das Baby wieder hinzulegen und zu zeigen, dass wir da sind. Passiert leider immer mal wieder, aber irgendwann wird das Baby müde...


    Wenn deine Nerven versagen, stell dir das süße Bild vor, wenn dich dein Baby morgens stehend im Bett anstrahlt. Ist einfach super süß, wenn das kleine Köpfchen über den Rand des Betts schaut.


    Hm, wahrscheinlich konnte ich dir nicht wirklich weiterhelfen, aber wenigstens weißt du, dass du nicht die einzige bist, die nicht automatisch auf das Patentrezept kommt.

    Wir haben uns in die Kuschelecke (gegenüberliegende Zimmerecke) gelegt, während er im Bett stand und brüllte. Wenn er sich hingelegt hat, haben wir uns neben ihn gelegt, und wenn er besonders zapplig war, haben wir ihm den Rücken gestreichelt. Sobald er wieder aufgestanden ist, sind wir wieder in die Kuschelecke gegangen. Billigste Konditionierung also. Hat bei uns gut geklappt, allerdings heißt "gut", dass wir durchaus mal eine halbe Stunde Gebrüll ausgesessen haben, was für manche inakzeptabel wäre. Zu uns ins Bett nehmen war aber nie eine Option (nicht aus Prinzip, sondern weil er dann immer nur gespielt hat). Bei uns waren es ein paar Tage, bis er sich unseren doofen Ideen schicksalergeben gefügt hat. Übers Gitter ist er nie geklettert – ich glaube, insgesamt ist er ein eher braves Kind, deshalb ist unsere Herangehensweise vermutlich auch eher für einigermaßen kooperative Kinder geeignet, die dann nicht sagen, pah, dann erst recht.

    Ich würde es nicht festhalten oder auf dem Arm einschlaffen lassen. Dem Baby soll schon die Möglichkeit gegeben werden, selber zu lernen. Das wird ihn auch auf lange Sicht glücklicher machen.