• Frühchen: Entlassung wird immer weiter hinaus gezögert

    Hallo ersteinmal zu mir....... Ich bin 33 Jahre alt verheiratet und habe am 10.12.2011 mein 6tes Kind zur Welt gebracht bei SSW 35+1 sie wog 2390 Gramm und ist 46 cm gross. Sie hatte leichte Schwierigkeiten mit ihrer Wärme und musste für 6 stunden ins Wärmebettchen,danach war alles ok. Nach 3 Tagen wurden Sie verlegt auf die Kinderstation.Gleichzeitig…
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    Hallo,


    es ist ja schon ein kleine Weile vergangen, seit du geschrieben hast aber ich möchte dich trotzdem mal mit ein paar Fachinfos versorgen.


    Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.


    35+ 1 Schwangerschaftswoche ist zwar nicht mehr ganz so klein, aber dennoch ein Frühgeborenes mit gewissen Unreifezeichen und potenziellen Problemen. Neben der Temperaturregelung, der Nahrungsaufnahme usw. ist das gängigste Problem die Unreife des Atemzentrums. Frühgeborene neigen dazu aufgrund dieser Unreife phasenweise sehr oberflächlich zu atmen oder Atempausen von mehr als 20 Sekunden zu machen. Deshalb werden sie auch am Monitor überwacht. Das gibt sich mit zunehmendem Alter und "Reife" des Kindes. Allerdings ist es deshalb üblich ein Frühgeborenes bis zum Geburtstermin in der Klinik zu überwachen bzw mindestens bis SSW 37+0. Dafür müsste das Kind allerdings absolut problemlos und stabil sein und das über mehrere Tage. Du möchtest ja nicht heim gehen und dir immer Sorgen machen müssen, ob es deinem Kind gut geht.


    Zur Nahrungsaufnahme: In den ersten Lebenstagen wir das Kind ungefähr um 10 g pro Mahlzeit gesteigert bis es "voll oral ernährt" ist. Das bedeutet ein Neugeborenes (erst recht ein Fühgeborenes) benötigt in etwa 1/6 des aktuellen Körpergewichtes als Tagestrinkmenge, also bei 2380 gr etwa 398 gr. Diese Menge wird nun auf die Anzahl der Mahlzeiten verteilt. In der Regel beginnt man mit sechs Mahlzeiten am Tag. Das bedeutet die kleine Maus müsste 66 gr pro Mahlzeit trinken. Werden die Abstände größer erhöht sich die Menge natürlich. Wichtig ist, dass die Abstände bei einem FG nicht unbedingt viel länger sind als sechs Stunden, da es häufig zu Blutzuckerschwankungen kommen kann, die nichts mit dem Gewichtsverlauf zu tun haben, schwere Schäden anrichten können und häufig ohne Überwachung nicht auffallen. Je "reifer" das Kind wird. Wenn die kleine allerdings am Tag 20 gr der Sollmenge nicht schafft, es aber im Nachtverlauf aufholt, dann ist das kein Problem. Wichtig ist, dass sie regelmässig Nahrung aufnimmt und ihre Tagesmenge schafft. Tut sie das nicht, wird geschaut wie der Gewichtsverlauf ist – verliert sie Gewicht sollte man ihr wieder häufig kleinere Mahlzeiten anbieten und sie dafür auch konsequent wecken. Also sechs Mahlzeiten,alle vier Stunden wecken. Dann ist die Trinkmenge kleiner. Schafft sie es dann immer noch nicht , dann ist die Magensonde der richtige Weg.


    Ich denke, das Klinikpersonal meint es mit deiner Kleinen nicht schlecht. Vielleicht haben sie nicht unbedingt die beste Fähigkeit, dir in einem guten Gespräch die Problematik zu erläutern und auf dich einzugehen.


    Was die Versorgungsrunden angeht: Die Schwestern sind dafür da, die kleine Maus zu versorgen ohne Wenn und Aber. Sie sollten immer davon ausgehen, dass du dein Möglichstes tust, um dein Kind selbst zu versorgen und wenn du es mal nicht schaffst, es einen guten Grund dafür gibt. Vielleicht könnte man sich darauf einigen, dass du kurz telefonisch Bescheid gibst, wenn abzusehen ist, dass du es nicht schaffst. Dann wissen die Schwestern und warten nicht auf dich?


    Ich hoffe, es geht euch allen gut. Ich würde sie nicht auf eigene Verantwortung mitnehmen. Die Hebamme (so gut sie euch kennt) ist eine Fachkraft und kann das Kind nicht überwachen. Und ihr hättet keine ruhige Minute. Wartet lieber ab und schlagt dann das Kapitel "Unsere MAus kam zu früh auf die Welt" im Lebensbuch ohne Zweifel und mit einem Lächeln um. :-)

    Das Krankenhauspersonal wird sicherlich bei ständigem Generve (auch wenn es verständlich ist) noch bockiger.


    Ich würde, gerade da es sich einzig um das Wohl des Kindes geht, vornehm zurückhalten und die Ärzte betätigen, dass das Kind eben ein bestimmtes Gewicht haben sollte.


    Das macht einen selbst sympathischer und man kann Gift darauf nehmen, dass man annimmt, die Eltern seien einsichtig.


    Und denen gibt man eher ein Kind als Eltern, die dauernd quer schiessen.


    Das Gewicht wird doch schnell erreicht sein und somit steht einer Entlassung doch nichts mehr im Weg, oder?

    Das Gewicht ist kein Argument, sondern einzig und allein der Gewichtsverlauf (wenn es überhaupt nur um das Gewicht geht) Ich würde mal ein Arztgespräch einfordern für das ihr euch Zeit nehmt und der Stationsarzt ebenfalls. Das bietet einen guten Rahmen um zu klären, welche Punkte für eine Entlassung noch nötig sind, was der Entlassung noch im Weg steht, was das Klinikpersonal tut um diese Punkte zu erreichen, ob ihr eventuell noch etwas tun könnt? Gibt es eine Nachsorge für Frühchen in dieser Klinik? Das bezahlt die Krankenkasse und bedeutet, dass eine qualifizierte Fachkraft (in der Regel eine Schwester) euch noch ein paar Mal zu Hause besucht und schaut, wie es der Kleinen geht euch eventuell unterstützt. Vielleicht ist das ein Kompromiss auf den sich die Ärzte einlassen.

    all

    vielen Dank für die vielen lieben Zusprüche von euch,das hatte uns etwas Kraft gegeben und uns


    gezeigt das wir nicht alleine sind mit der Meinung.


    Die letzten Wochen waren ziemlich stressig und hatte sehr selten mal die Gelegenheit online zu gehen.


    Nu zu uns ...... wir haben die klappe gehalten und unsere Maus hat 8 mal am Tag immer 50ml getrunken :)z :)z :)z


    muss aber dazu sagen es war sehr schlimm die Zeit weil ich zu 7 Mahlzeiten immer im KH war.Weihnachten war meine Familie alleine da ich ja immer im KH war,und wenn nicht dann war ich immer auf den Sprung dorthin.


    Wie gesagt unsere Maus hatte sich super gemacht so das die Sonde am 24.12 gezogen wurde.


    Am 25.12 wurde sie dann wieder auf 6 Mahlzeiten zu je 80ml gestuft,und auch diese 80ml hat sie immer getrunken.


    Es klappte dann so gut das mir am 25.12 am Abend vor der letzten Mahlzeit gesagt wurde,das


    ich die Sachen zum Anziehen für die Entlassung noch mitbringen kann,damit die Frühschwester sie dann fertig machen kann da sie vorraussichtlich schon am 26.12 entlassen wird. ;-D ;-D ;-D


    So war es dann auch..... wir durften gleich am 26.12 Früh um 9:00 Uhr ins KH kommen um sie abzuholen.


    Wir haben auch keine Vorwürfe oder irgendetwas in der Art getan,waren einfach nur froh das alles vorbei war.


    Sie wurde mit 2575 g entlassen und heute ist sie schon 52cm gross und wiegt 3545 g ;-D :)z :)z :)z

    Zuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu spät gelesen, aber dennoch: alles GUTE für die Maus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!