• Mütterliche Ängste (SIDS)

    Hallo ihr Lieben! Mein kleiner Sohn ist jetzt einen Monat alt und macht sich prächtig. Natürlich habe ich-wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch-ziemliche Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Ich wollte mal fragen,in wie weit ihr über die neusten Neuigkeiten was dieses Thema betrifft,informiert seit. Habe natürlich mal wieder Dr.Google…
  • 90 Antworten

    Danke für Eure zahlreichen Antworten :-)


    Ja,ich bin ein sehr ängstlicher Mensch,zu ängstlich,auch das weiss ich.


    Mein Kopf weiss,dass mein Sohn keiner Risikogruppe angehört...kein Frühchen,kein niedriges Geburtsgewicht,keine familäre Vorbelastung,Rückenlage,Schlafsack,Zimmerthemperatur,es wird nicht in der Wohnung geraucht....etc.


    Wie selten ist SIDS denn Heutzutage? Es geht rapide zurück,oder?


    Das,was mir so Angst macht,ist,dass ich gelesen habe (Jaja,Dr.Goole-steinigt mich) dass es eben einfach so passiert...auf dem Bauch der Mutter,beim Fläschengeben usw :-o


    Andererseits ist es ja nahezu bewiesen,dass es ein multifaktorielles Ereignis ist,also dass mehere Faktoren gleichzeitig auftreten müssen,damit das passiert...


    ....es ist alles so verwirrend...


    Den AngelCare habe ich bestellt,er wird nächste Woche hier ankommen.

    Glücklicherweise ist SIDS ein sehr seltenes Ereignis (0,53 Todesfälle pro 1000 Lebendgeborene in Deutschland 2003). Aber es ist die häufigste Todesursache von Kindern im ersten Lebensjahr.


    Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr. In westlichen Industrieländern stirbt etwa eines von 1400 Neugeborenen an diesem Syndrom. Der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, selten sind Kinder vor dem zweiten oder nach dem sechsten Lebensmonat betroffen, fast nie nach Ende des ersten Lebensjahres.


    Der plötzliche Kindstod kommt in allen Bevölkerungsschichten etwa gleich häufig vor. Ist bereits ein Kind in der Familie gestorben, liegt das Risiko für danach geborene Geschwister um das Drei- bis Fünffache höher. Kinder mit einem Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 1.000 Babys am plötzlichen Kindstod, der als häufigste Todesursache im Säuglingsalter gilt.

    Danke für diesen Text :-)


    Ich möchte mich jetzt auch nicht 1 Jahr lang permanent verrückt machen....vielleicht hilft mir der Angelcare ja wirklich,ein wenig gelassender zu werden.


    Dass ich Alleinerziehend bin kommt ja auch noch mit dazu,nicht als Risiko (obwohl es ja manchmal aufgeführt wird,warum auch immer) weil ich natürlich grübele und grübele,das alleine tragen muss...was vielleicht mit Partner auch anders wäre...

    mach dir nicht so einen kopf! irgendwann wirst du gelassener, du bist ja jetzt noch nicht solange mama! das wird schon! :)*

    Meine Tochter ist jetzt 19 Jahre alt (jung). Sie hat als Baby von Anfang an auf dem Bauch am liebsten geschlafen. Zu der Zeit kam gerade die Statistik raus, dass die Babys eher am plötzlichen Kindstod sterben, wenn sie auf dem Bauch liegen. Also haben meine Freundin u. ich versucht, unsere Kleinen auf den Rücken zu legen. Aber es gab Megagebrüll! Die wollten das einfach nicht! So hat meine Tochter weiter auf dem Bauch u. auch auf den Seiten geschlafen. Ich habe einfach nach meinem Instinkt gehandelt u. es ist alles gutgegangen. Allerdings habe ich mir auch nie wirklich so viele Gedanken über den plötzlichen Kindstod gemacht. Muss sagen, damals war das Thema auch noch gar nicht so aktuell. Vll. war das auch ganz gut so. ;-)

    ...aber ich kann dich natürlich auch verstehen. Wenn man ein Kind hat, vergehen die Sorgen nie ganz. Das fängt im Säuglingsalter an u. endet auch nicht mit Eintritt ins Erwachsenenleben! ;-) Doch man sollte sich einfach auch auf sein Gefühl verlassen, das ist ja das Einzige, was man hat! Wenn man zu überängstlich ist, überträgt sich das auch auf die Kinder, die spüren das! Klar, habe ich mir auch Sorgen gemacht, als meine Tochter so klein war. Sie hat z. B. tagsüber fast nur geschrien u. mit 2 Wochen schon 8 Std. in der Nacht durchgeschlafen. Das war am Anfang auch erst mal gewöhnungsbedürftig für mich. Ich bin auch mehrmals aufgestanden u. habe geschaut, ob sie noch atmet. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Medien einen heutzutage ja mit so was regelrecht zuschütten. Ich hatte damals weder einen PC geschweige denn Internet. Und das war auch gut so! :)z Dadurch habe ich viele Dinge einfach auch nicht gewusst u. mir nicht so viele Gedanken gemacht.


    Du bist jetzt noch ganz frisch Mama. Da macht man sich viel mehr Gedanken: "Mache ich alles richtig? Bekommt das Kind alles, was es braucht?" Es gibt ja keine Gebrauchsanweisung... ;-) Wenn dein Kleiner dann ein paar Monate alt ist, wird sich das auch legen. :)* :)* :)* :)* :)*

    Ja,genau das ist es! Elias schläft seit drei Tagen Nachts durch,er schafft es bis zu sieben Stunden. Dabei ist er am Dienstag erst 5 Wochen alt. Ist das normal?

    Habe mit meiner Hebamme gesprochen,die war gerade da. Sie sagte,dass sie das in ihren 35 Berufsjahren ganze 2 mal erlebt hat,dass sowas passiert ist. Aber da waren auch deutliche Faktoren zu erkennen...drogensüchtige Mutter,in der Wohnung geraucht,Parties,Alkohol..Kinder wurden im Bett der Mutter überwärmt auf dem Bauch liegend gefunden...


    ...sie sagt,mein Sohn sei so stark,so gesund...und wer Hebammnen kennt,weiss,dass viele etwas esoterisch,spirituell angehaucht sind,genau wie ich,und sie sagt,sie fühlt einfach,dass Elias ein rundrum gesunder,starker Junge ist...


    ...und da ich alles einhalte,was Babysicherheit angeht,muss ich mir keine Sorgen machen. Was passieren soll,passiert halt...man hat nicht alles 100%tig in der Hand...


    ....das hat mich schon beruhigt. Auch ihr mit Euren tollen Beiträgen :-) Und ihr habt immer so viel Verständnis für mich gezeigt,auch wenn ich teilweise echt nerve,ich weiss :-)

    Aber eine Frage habe ich noch....nur mal interessehalber:


    Wie kam es eigentlich,also wie wurde gemerkt,dass sowas gehäuft passiert? Da muss es ja irgendwann mal einen Höhepunkt der Fälle gegeben haben,der dann untersucht wurde.


    Ich finde es einfach sehr gut,dass man heutzutage schon so viel machen kann,damit es nicht passiert.

    03.02.2010 - Hirnforschung


    Mögliche Ursache für plötzlichen Kindstod entdeckt


    Serotonin-Mangel verhindert bei drohendem Ersticken die Weiterleitung von Alarmsignalen


    Der sogenannte plötzliche Kindstod geht auf einen Mangel am Hirnbotenstoff Serotonin zurück, sagen US-Forscher. Aufgrund einer Hirnanomalie produzierten die Kinder weniger Serotonin, einen chemischen Botenstoff, der im menschlichen Gehirn Meldungen zwischen Nervenzellen übermittelt und eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Atmung, des Herzschlags und des Schlafs spielt. Dieser Mangel führe dazu, dass die Kleinkinder schlechter auf Schwankungen des Sauerstoffgehalts der Luft reagieren können und ersticken, schreiben die Forscher um Hannah Kinney von der Harvard Medical School in Boston.

    lichtkristall: vieles wurde ja schon geschrieben.


    auch wir haben den angelcare genutzt und ohne ihn hätte ich wohl viel schlechter geschlafen. wir hatten an tag 6 einen alarm und ein bewusstloses kind und ich will heute nicht drüber nachdenken, was passiert wäre, hätte ich nicht gleich richtig reagieren können.


    was das untersuchen angeht: das kommt schon aus dem mittelalter. da wurde nämlich gern mal nachträgliche familienplanung betrieben und der tote säuglings dann dem kindstod zugesprochen. damals haben sich die fälle gehäuft, weil verhütung nicht drin war aber sich auch nicht jeder 5 kinder leisten konnte. irgendwann begannen dann untersuchungen und da konnte man dann erkennen, ob das kind durch äußere einwirkung erstickt wurde.


    das wird heute noch untersucht, zum einen, um besseres wissen über SIDS zu bekommen, zum anderen, um sicherzustellen, dass keine straftat vorliegt.