Neurodermitis beim Kleinkind

    Hallo zusammen!


    Mein Sohn neigte schon ziemlich früh zu Hautekzemen. Mit 3 Monaten hatte er mit extremen Milchschorf zu kämpfen. Kurz darauf bekam er Ekzeme an den Fußrücken, die immer mal wieder aufflammten und die er sich dann leider auch gerne aufkratzte.

    Wir bekamen eine Glycerin-Salbe vom Kinderarzt verschrieben, die half und die Ekzeme verschwanden immer wieder. Mit zunehmendem Alter bekam er immer mal wieder auch auf anderen Stellen am Körper Ekzeme. Die Fußrücken wurden richtige Problemstellen, sodass wir sie zeitweise mit Cortisonsalbe behandeln mussten. Seit ein paar Wochen pflegen wir seine Haut systematisch mit parfumfreien Pflegeprodukten für Neurodermitis-Haut. Wir haben eine Basispflege und eine Pflege für akute Stellen. Die Haut ist deutlich besser geworden, vereinzelt taucht aber trotzdem immer mal wieder ein Ekzem auf, aber nicht mehr so schlimm, dass wir auf Cortison zurückgreifen müssen.


    Mein Sohn wurde bis vor wenigen Wochen noch gestillt. Er bekommt seit dem morgens und abends eine Flasche mit Kuhmilch (3,8 % Fett, in Bio-Qualität), da er Pre-Milch noch nie mochte. Nun liest man aber häufig, dass Kuhmilch Neurodermitis Schübe auslösen kann ":/

    Gleichzeitig ist uns aufgefallen, dass er seit er regelmäßig seine 2 Flaschen Kuhmilch trinkt, keinen festen Stuhl mehr hatte. Sein Stuhl ist sehr breiig. Das war vor der Kuhmilch nicht so, da war er schon recht fest.


    Ich frage mich nun, ob die Kuhmilch ihm womöglich gar nicht gut tut, obwohl er sie sehr gerne trinkt und keine Anzeichen von Bauchweh, o.ä. zeigt. Gewichtstechnisch ist er im grünen Bereich. Nicht zu dünn und nicht zu dick.

    Ich werde den Kinderarzt beim nächsten Impftermin darauf ansprechen, aber vielleicht kennt sich hier ja auch jemand mit der Thematik aus.


    Was gibt es für Alternativen, wenn mein Sohn Pulvermilch nicht mag? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er Schaf- oder Ziegenmilch trinken wird. Die schmeckt ja doch sehr speziell :-X Die Milch komplett weglassen, ist auch schwierig, da er nicht so der super Esser ist.

  • 7 Antworten

    was isst und trinkt er denn sonst so, außer den 2 Kuhmilch Flaschen?


    Ich habe meinem Kind nach dem Abstillen mit 9 Monaten die Flasche früh und abends 50:50 mit Pulvermilch und H-Milch gemacht, die hat er aber dann mit 14 Monaten auch komplett verweigert.

    Morgens gegen 8/9 Uhr isst er entweder 100-150 Gramm Porridge/Grießbrei (wieder mit Kuhmilch) oder eine kleine Scheibe Brot mit Wurst oder Käse oder ein Stück Brezel. Es kommt aber gerade morgens häufig vor, dass er nur paar Bissen nimmt und der Rest stehen bleibt.


    Mittags um 12 Uhr gibt es mittlerweile meist eine große Portion (= 200-250 Gramm) Nudeln/Reis/Kartoffeln mit Soße/Gemüse (manchmal mit Hühnchen, Rind oder Fisch). Soviel isst er aber meistens nur, wenn er zum Frühstück wenig gegessen hat. Nachmittags gibt es je nach Tag bisschen Obst (1 Apfelschnitz, 1/2 Banane, paar kleine Reiswaffeln) oder rohes Gemüse (2-3 dicke Gurkenscheiben, ein Stückchen Tomate) auch mal bisschen Kuchen, wenn wir eingeladen sind, selten mal paar Löffel Joghurt.


    Abends gibt es dann entweder nochmal was mit Nudeln/Reis mit Soße/Gemüse (meist kaum mehr als 100 Gramm) oder wieder eine kleine Scheibe Brot mit Aufschnitt oder auch rohes Gemüse (Gurke, Tomate).

    Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen gibt es 200 ml Kuhmilch. Die er bis auf 30-50 ml in der Regel austrinkt. Ansonsten trinkt er nur Leitungswasser.

    Ich würde an deiner Stelle vermutlich versuchen, die Milch Flaschen zu verdünnen, entweder 50:50 mit Wasser oder mit Pulvermilch, oder als Alternative gäbe es Sojamilch und Hafermilch. Da ist der Geschmack nicht gleich so sehr anders als bei Ziegenmilch. Wie genau sich das auf die Verdauung auswirkt, kann ich leider nicht im speziellen beantworten.


    Und ob jetzt die Kuhmilch hauptsächlich nen Neurodermitis Schub auslöst, is möglich aber nicht zwingend. Der Auslöser kann so unterschiedlich sein, auch direkt von Schub zu Schub (ich habe mich als Kind bis ich ca 20 war damit rum geärgert).


    Mir wurde damals vom Arzt davon abgeraten zu essen was FruchtSäure hatte, also Orangen, Mandarinen, Zitronen, dann auch Erdbeeren sowie Tomaten und Paprika. Und alles was zuckerhaltig war. Ebenso tierische Produkte, vor allem auch Eiweiß, und Weißmehl Produkte.


    So, da bleibt am Ende kaum was übrig. Und irgendwas musste ich ja essen, außer Wasser und Brot... und Milch habe ich geliebt. Ich habe auf nichts davon verzichtet, aber sobald ich ne Verschlechterung bemerkt habe, hab ich die betreffenden Lebensmittel reduziert (am schlimmsten waren tatsächlich die Tomaten, die Orangen und die Erdbeeren)


    Die Basis Pflege (Hautpflege generell) ist wichtig und gut, und wenn ihr damit schon gute Erfahrungen gemacht habt um so besser. Alles was stark parfümiert etc ist, kann man eh in die Tonne treten. Vorsicht auch im Hinblick auf Waschpulver und Klamotten. Wolle ging bei mir z.b. überhaupt nicht.


    Für die Badewanne kann ich Balneum Hermal F empfehlen, falls dein Sohn generell zu trockener Haut neigt.


    Mein Sohn hat mit 8 Monaten auch mit roten Flecken angefangen, und demnach auch meine Vorsicht bei der Auswahl der Lebensmittel. Ich habe aber immer versucht ihm alles anzubieten, um seinen Körper/sein Immunsystem mit allem zu konfrontieren.


    Für hartnäckige Stellen hatten wir auch Cortison. Inzwischen ist er fast 5 und ich möchte meinen, er hat eigentlich keine Neurodermitis. Er hat nur noch exakt 2 stellen, die immer wieder austrocknen, jucken und aufplatzen, das sind seine beiden Zeigefinger. Aber die sind ja auch ständig allem möglichen ausgesetzt (Sand, Dreck, Wasser, essen, Knete, etc etc.) Ich hoffe sehr, dass es nicht wieder mehr wird.


    Gibt's bei euch in der Familie Neurodermitis oder Schuppenflechte, oder ist dein Kind das erste mit solchen Symptomen?


    Ich finde dass ihr doch auf einem super weg seid, damit umzugehen. Wenn ihr ohne Cortison zurecht kommt ist das sehr sehr viel wert.

    Wir haben die normale Kuhmilch nun seit 2 Tagen testweise durch laktosefreie Milch ersetzt (weiterhin 3,5% Fett) und der Stuhl ist quasi „über Nacht“ fest geworden.


    Das deutet ja auf eine Laktoseunverträgkichkeit hin. Bisschen Laktase scheint unser Sohn selber zu produzieren, da er geringe Mengen an Laktose über den Tag verteilt über andere Lebensmittel zu sich nimmt.


    Im Internet steht nun aber, dass es eher ungewöhnlich ist, dass Kinder unter 5 Jahren an Laktoseintoleranz leiden ":/???


    Der Zusamennhang von Milch und Stuhlveränderungen kann aber unmöglich Zufall sein, oder doch? :-/