• Obere Schneidezähne – Schmerzen bei Stillen

    Jetzt hätt ich mal gern ein Stillproblem ;-) : Der zweite obere Schneidezahn ist gerade durchgebrochen und ich halt es nimmer aus! Das Stillen tut soooo weh! Ich habe gerade verzweifelt meinen Mann ins Kinderzimmer geschickt, die kleine zum Einschlafen zu bringen, weil ich es nimmer aushalte. Letzte nacht bekam sie bestimmt alle Stunde und morgens ging dann…
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    Wir hatten hier das gleiche Problem im gleichen Alter. Es waren drei, vier harte Wochen, in denen ich ebenfalls Rotz und Wasser geheult hab, weil ich dachte, dass ich abstillen muss.. diese Schmerzen %:|


    Ich konnte hier feststellen, dass das unbeabsichtigte Zubeißen vor allem beim Einschlafen/nächtlichen Stillen vorkam, weil wohl die Kieferspannung beim Weglullern nachlässt und so die Zähnchen schnell mal auf den Hof drücken.. was ja sofort höllisch weh tut. Oder aber genau andersrum, wenn er nicht richtig bei der Sache war und quatschig drauf war. Dann ist es genauso passiert.


    Ich hab ihn in der Zeit also ganz bewusst und konzentriert andocken lassen und sobald ich gemerkt hab, dass er Quatsch macht und auch nur die Gefahr besteht, dass er zubeißt, ihn sofort abgedockt. Nachts war es schwieriger, weil ich es gewohnt war, im Halbschlaf zu stillen. In diesen paar Wochen war ich so angespannt und starr vor Angst, dass es wieder passiert, dass ich während des Stillens wach war und ihn sofort abgedockt habe, wenn ich das Gefühl hatte, dass er schon wieder halb wegschlummert.


    Versuche auch, dass sie mit dem Mund wirklich genau vor der Mamille liegt und den Kopf nicht hoch oder runterdrücken muss, um die Brust gut zu fassen zu bekommen. So verringerst du das Risiko, dass sie da mit den Zähnen unsanft in die richtige Richtung "zieht".


    Also, es geht vorrüber und auch das Vertrauen in den Kiefer deines Kindes kommt wieder, ehrlich! ]:D

    Zitat

    auch das Vertrauen in den Kiefer deines Kindes kommt wieder

    ;-D :)_


    Die letzte Nacht war halbwegs okay. Es war nicht ganz so oft. Ich rufe jetzt bei jedem bisschen Schmerz sofort "Aua!", auch wenn es nicht direkt zubeißen ist.


    Brustwarze in den Mund tun macht sie nicht mit. Sie will unbedingt selbst greifen. Heute sieht die Welt wieder etwas besser aus. Vielleicht hilft die Heilwolle ja doch mehr, als ich dachte...

    Wollte mal verkünden, dass es sich blitzschnell total gwandelt hat! :)^ Brustwarzen sind wieder heil und ich kann wieder nuckeln lassen soviel ich will.


    So ein Glück! Ich hatte kruzfristig echt Angst... Danke für den Beistand! @:) @:) @:)

    super! und, was war jetzt das, was zu der entscheidenden wende geführt hat? wär interessant für ähnliche fälle.

    ":/ Wenn ich das wüsste... Also ich habe mich beim leisesten Anflug von Schmerz sofort beschwert. Auch wenn es kein Beissen war, sondern während des Nuckelns und ich merkte, dass sie darauf reagiert. Ich glaube sie hat es dann verstanden, dass sie was falsch macht.


    Und akut fand ich das Stillen, wenn das Kind den Kopf in den Nacken legt zumindest etwas entlastend.


    Ich glaube, sie musste lernen mit ihren neuen Beisserchen umzugehen und im Zuge dessen erfahren wann es mir weh tut und wann nicht.

    Zitat

    Ich möchte gerne MINDESTENS 1 Jahr stillen.

    Darf ich mal fragen, warum? ":/


    Ich sehe gerade das andere Extrem: meine Schwester lebt in der Schweiz und dort ist die Mutterschutzregelung ja etwas anders. Ihre Kleine wurde am 4. Januar geboren und seit zwei Wochen geht sie wieder arbeiten, gestillt wird nur noch abends.


    Meine Cousine hat auch bereits nach vier Monaten abgestillt, weil sie wieder tageweise ins Büro musste. Und das werde ich dann auch so praktizieren, wenn ich mein erstes Kind bekomme.


    Zum einen möchte ich nicht monatelang Schmerzen haben (soooo angenehm ist Stillen ja nun offenbar auch nicht), zum anderen möchte ich nicht völlig "abhängig" sein. Man kann ja nicht mal einen Abend mit dem Partner ins Kino oder sich mit Freunden treffen und das Baby solange den Großeltern in die Obhut geben, solange man noch voll stillt.


    Und die Kleinen stehen doch total auf Fläschchen, Brei und Co. (hab ich festgestellt).


    Ein Jahr stillen finde ich das Maximum, danach sind es ja auch quasi keine Babys mehr, viele beginnen mit etwas über einem Jahr ja schon, zu laufen und/oder zu sprechen. Da fände ich stillen irgendwie merkwürdig.

    PS: Der vorderrangigste Grund (bei uns) ist natürlich, dass es mit einem Gehalt auf Dauer einfach zu knapp wird - Leben in der Großstadt ;-) Deshalb möchte ich gerne nach ca. 6-9 Monaten wieder teilzeit arbeiten gehen und schnell auf Vollzeit umsteigen, wenn möglich. Ich verdiene auch mehr als mein Partner.

    Zitat

    Zum einen möchte ich nicht monatelang Schmerzen haben (soooo angenehm ist Stillen ja nun offenbar auch nicht), zum anderen möchte ich nicht völlig "abhängig" sein. Man kann ja nicht mal einen Abend mit dem Partner ins Kino oder sich mit Freunden treffen und das Baby solange den Großeltern in die Obhut geben, solange man noch voll stillt.

    Also vorneweg: Das ist natürlich DEINE Entscheidung und ich will dich nicht bequatschen. @:) Mein Kommentar richtet sich eher an eventuelle Mitleserinnen, die sich nicht sicher sind, wie sie das handhaben wollen:


    - Ich habe zwei Kinder und mir hat das Stillen nie wehgetan, bis auf wenige Tage: Beim ersten Kind die ersten zwei Tage, bis sie die Technik verstanden hatte. Und beim zweiten Kind jeweils ca. eine Woche bei Durchbruch der ersten zwei Zähnchen, so schlimm wie bei der TE war es aber nicht (keine wunden Brustwarzen). Ansonsten ist es einfach gemütlich, niedlich und kommt meiner Faulheit entgegen.


    - So lange man VOLL stillt, kann es unmöglich sein, ohne das Baby irgendwo hinzugehen. Ich konnte das tatsächlich nicht. Kenne aber auch Frauen, deren Babys seltener trinken wollten als meine und die mit einer Milchpumpe gut zurechtgekommen sind. – Wenn man aber "eigentlich" voll stillt und dennoch mal abends weg will, kann man durchaus der Oma ein Fläschchen mit Pulvermilch dalassen (wenn die ersten Wochen vergangen sind und mit der Milchbildung alles seinen Gang geht, und wenn man das Industrieprodukt nicht grundsätzlich ablehnt; aber wenn man abstillen würde, müßte man ja auch Pulvermilch geben).


    Voll stillen und arbeiten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Meine Schwester hat es gemacht, aber sie hatte eben auch jemanden, der ihr das Kind zwischendurch gebracht hat – und der das Schreien ausgehalten hat, wenn es nach weniger als 4 Stunden wieder Hunger hatte. ABER falls man nicht ganz abstillen will, wäre es möglich, noch morgens und abends zu stillen und tagsüber halt nicht. Es gibt ja nicht nur voll stillen und gar nicht stillen.


    Wie gesagt, für Unentschlossene. Ich kann das gut verstehen, wenn für dich Stillen und Arbeiten nicht zusammenpaßt. (Oft ist es allerdings so, daß man manches anders sieht, wenn das Kind erst mal da ist...)

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    kann es unmöglich sein, ohne das Baby irgendwo hinzugehen.

    Mißverständlich formuliert. Gemeint war: "kann es sein, daß es nicht möglich ist...."

    Zitat

    (Oft ist es allerdings so, daß man manches anders sieht, wenn das Kind erst mal da ist...)

    Das ist mir bewusst und ich freu mich auch schon drauf ;-D x:)

    lange zu stillen hatte einfach die entscheidenden wissenschaftlichen argumente. das fängt bei der empfehlung der who an und hört bei x studien zu immunität, karies, gehirnwachstum, bindung, nährstoffversorgung etc auf. und das entscheidende: rein gefühlsmäßig wäre es für mich ähnlich absurd mein kind so früh schon nicht mehr zu stillen wie es nicht in den arm zu nehmen. stillen gehört für mich einfach zum muttersein dazu.

    Zitat

    Darf ich mal fragen, warum?

    Klar darfst du! @:)


    Verstehe es nicht falsch. Aufs ud Abs gibt es immer. Ständiges Fläschchen auskochen und dran denken zu müssen immer alles dabei zu haben usw usf kann einem sicherlich zeitweise auch auf die Nerven gehen. ;-)


    Stillen ist eigentlich gar nicht unangenehm. Es ist wundervoll! Mit der Geburt muss man ja die direkte körperliche Verbindung schon aufgeben. Das Stillen ist wie ein kleiner Rest davon, den man sich bewahren kann. Es fühlt sich gut an, wenn dein Baby an deiner Brust nuckelt und so glücklich und zufrieden ist. Es erfüllt einem mit einer Art stolz, wenn dein Kind nach z.B. 6 Monaten voll stillen mehrere Kilo zugenommen hat – nur durch dich. So ähnlich wie das Gefühl nach der Geburt: "Schaut mal alle: Das da habe ICH 'gemacht'!" ;-)


    Warum 1 Jahr?: Das ist so etwa die Zeitspanne, bis mein Kind gut ohne Milch(-Ersatz) auskommen kann. D.h., wenn ich 1 Jahr lang stille muss ich NIE ein Milchfläschchen machen. Ich finde das eher luxoriös. Ich bin in der glücklichen Situation es mir "leisten" zu können, so lange ganz und gar für meine Kinder da sein zu können. Aber ich weiß, dass das heute leider nicht alltäglich ist. Mir tut es leid, dass nicht jede Mutter die freie Wahl hat. :-(


    Dann ist es auch so, wie marika schreibt: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ja mindestens 2 Jahre zu stillen. Das hat ja körperlich und sogar psychische Gründe. Du gibst deinem Kind so viel Gutes mit, wenn du das machst (/machen kannst).


    Das Mami in der Anfangszeit dann an's Kind gekettet ist stimmt. Aber das hat die Natur auch so vorgesehen und es ist sehr wichtig, dass ein Baby eine feste Bezugsperson hat und nicht dauern switchen muss. Urvertrauen aufbauen ist die Devise für die ersten Monate.


    Ansonsten finde ich es auch erlaubt sich gaaaaanz kleine Freiräume zu erlauben. Als sie ganz klein war, bin ich z.B. alleine zur Rückbildung oder war einmal im Kino (der kleine Hobbit 2 ;-D ), da hat sie dann so ein fertigfläschchen vom Papa bekommen. Gibt es ja schon agerührt, wo nur ein Sauger drauf muss. ;-)


    Aber das hatte Folgen: Meine Güte hat sich da bei mir die Milch dann gestaut! ;-D


    Jetzt ist sie bald 10 Monate alt und kann schon praktisch den ganzen Tag ohne mich sein, so viel Beikost isst sie schon. Nur in der Nacht braucht sie mich eben noch ganz viel. Es pendelt sich alles ganz von alleine zum richtigen Zeitpunkt ein, wenn man den Dingen einfach ihren natürlichen Lauf lässt. :)_