Welche Vorsätze habt ihr über Bord geworfen als euer Baby da war

    Hallo liebe Mamis und Papis,


    Ich sitze grade vor meiner elektrischen Babyschaukel und lache über mich selbst, wie naiv ich doch war. In der Schwangerschaft (und eigentlich auch schon davor) hatte ich so große Vorsätze. Und jetzt, nach nicht mal drei Monaten, habe ich die meisten über Bord geworfen.


    Ging es noch jemandem so??


    Ich fang mal an:


    - Baby im Bett schlafen lassen. Habe eine tolle Wiege gekauft, die neben meinem Bett steht. Dort sollte der kleine schlafen. Hat nur leider nicht funktioniert, da er sobald ich ihn rein gelegt hab, aufgewacht ist. Also hat er die ersten Wochen bevorzugt auf meinem Bauch geschlafen. Mittlerweile haben wir zwar das Kinderbett zum Beistellbett umfunktioniert, aber wenn er dort nicht schlafen würde, dürfte er immer noch bei Mama schlafen.


    - am Tag zum Schlafen bringen. Ich wollte den Kleinen nie in den Schlaf schaukeln, er sollte sich bloß nicht dran gewöhnen. Meine Vorstellung: mit Musik und Mobile im Stubenwagen und er schläft ein. Nachdem er wochenlang tagsüber nur auf meinem Arm oder im Tragetuch geschlafen hat, haben wir in den letzten 2 Wochen die Maxi cosi genutzt (früher ein NoGo, schlecht für die Haltung etc.) und gestern dann eine elektrische Baby Schaukel gekauft


    - Babys schreien lassen. Gut, ich hatte nie vor mein Baby lange schreien zu lassen. Aber wenn das Baby während ich Dusche anfängt zu schreien, wäre das doch mal nicht so schlimm. Mittlerweile würde ich auch mit shampoo im Haar und nackig durch die Wohnung sprinten...


    Hattet ihr auch so viele Vorsätze die ihr dann nicht mehr durchgezogen habt?

  • 44 Antworten

    Ja hier! Schnuller: Mein Kind bekommt nur zum Einschlafen einen Schnuller… schon nach 4 Wochen könnte ich mich an diesen Vorsatz gar nicht mehr erinnern. Schnuller können so ein Segen sein…

    Ich hatte mir vorher nicht viele Gedanken gemacht/vorgenommen, also konnte ich auch nicht viel "über Bord werfen". Mein Mann wollte das Baby nicht im Bett schlafen haben. Das hat dann aber auch nur 1h gedauert ;-).


    Und wir sind dabei geblieben, dass es wenig Spielzeug und kein elektronisches Spielzeug gibt. Ok, eines mit Musik gab es mal von der Oma, aber das wird nur für lange Strecken im Auto aus dem Schrank geholt.


    Wir sind auch dabei geblieben ihn nicht sehr zu "behüten". Er darf sich z.B. auf dem Spielplatz sehr frei bewegen und ist vergleichsweise selbständig. Wer hingefallen ist, muss ja auch nicht immer sofort aufgehoben werden, er meldet sich schon, wenn es wirklich weh tut.

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    Wir hatten kaum Vorsätze, wir haben von Anfang an gesagt, wir gucken mal, wie es läuft. Hat gut funktioniert. Aber man wird erfinderisch und wundert sich, wie das am Ende tatsächlich so läuft.

    Zitat

    Aber wenn das Baby während ich Dusche anfängt zu schreien, wäre das doch mal nicht so schlimm. Mittlerweile würde ich auch mit shampoo im Haar und nackig durch die Wohnung sprinten...

    Meine Frau hat im Bad eine kleine Leine gespannt, ihren BH drüber gehängt, Baby auf eine weiche Unterlage unten drunter und dann konnte er dran rumspielen, während sie geduscht hat. Hat super funktioniert :-D

    Oh da gibt es einige:


    - Wir benutzen Stoffwindeln! ;-D


    Öhm wann sollte ich die waschen? Ich war froh, wenn ich irgendwann schlafen konnte. Scheiß auf das Umweltbewusstsein. Zumindestens in der ersten Zeit, da geht nichts über Schlafen.


    - Unser Kind bekommt keinen Schnuller!


    Gestrichen nach acht Wochen.


    - Es gibt beim Essen kein Spielzeug am Tisch.


    Da Essen nichts tolles für mein Kind ist und es keinen Babyspeck hat, hätte er ohne Spielzeug nichts gegessen. So war er wenigstens abgelenkt und hat seinen Brei gegessen.


    Aber es gibt auch Sachen, an denen wir festhalten:


    - Schokolade und andere Süßigkeiten gab es nicht vor dem 2. Geburtstag.


    - Zu trinken gibt es nur Wasser, ab und an verdünnten Tee.


    - Fernsehen ist immer noch nicht drin.


    - Wer nicht aufessen mag, muss auch nicht.


    - Wenn er beim essen zapplig wird, muss er nicht sitzen bleiben. Mit zwei Jahren reichen 10 bis 15 Minuten Sitzen komplett aus.

    Warte mal ab, wie es beim 2. oder 3. Kind läuft ;-D Ich finde, beim 1. hat man noch ziemlich viele Prinzipien und zieht sie auch durch.


    Aber mit der Zahl der Kinder nimmt der Pragmatismus dann doch deutlich zu - es geht of gar nicht anders.


    Beispiel:

    Zitat

    Schokolade und andere Süßigkeiten gab es nicht vor dem 2. Geburtstag

    Ja, und dann steckt die grosse Schwester dem Baby ein Stück Schokolade zu. Ist doch lieb, dass es das mit dem Geschwister teilen möchte.

    Zitat

    Und wir sind dabei geblieben, dass es wenig Spielzeug und kein elektronisches Spielzeug gibt

    Hm, das finde ich einen tollen Vorsatz, und den würden wir auch gerne durchziehen, als Eltern. Aber da muss eben dann die ganze Familie/Paten mitziehen, und das funktioniert wohl selten. Wir sind ständig am kämpfen, insbesondere bei den Grosseltern, die Schenkfreude etwas in geordnete Bahnen zu lenken.

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    Zitat

    Wir sind ständig am kämpfen, insbesondere bei den Grosseltern, die Schenkfreude etwas in geordnete Bahnen zu lenken.

    War bei uns bisher kein großes Problem. Die Großeltern bekommen immer Geschenkvorschläge (Schuhe, Bett, Klamotten, Fahrrad/helm) oder halt auch mal Spielzeug, was wir für sinnvoll erachten (dieses Jahr eine Magnet-Maltafel). Wichtig ist aber glaube auch, dass sie sehen, dass das Kind wenig mit Spielzeug spielt, sondern mit allem möglichen anderen: Küchenutensilien, Kastanien und ähnliches sind hier deutlich beliebter. Ok, ich muss auch zugeben, wir haben schon zweimal Spielzeug ungeöffnet weiter verschenkt/gespendet, weil es er einfach etwas ähnliches schon hatte.

    Zitat

    Warte mal ab, wie es beim 2. oder 3. Kind läuft. Ich finde, beim 1. hat man noch ziemlich viele Prinzipien und zieht sie auch durch.

    Das kann ich auch so bestätigen. ;-D


    Süßigkeiten erst mit Zwei? Dann darf Kind 1 erst Süßigkeiten, wenn Kind2 Zwei ist. Wir haben es bei Kind2 immerhin unterbinden können, bis er 18 Monate alt war, danach hatte wir keine Chance mehr, Kind2 wollte/will genau das, was Kind1 hatte/hat.


    Nicht schreien lassen? Kind2 musste gelegentlich schreien, weil ich gerade mit Kind1 beschäftigt war.


    Tagesrhythmus dem Baby anpassen? Ging bei Kind2 nicht mehr vollständig, es musste sich größtenteils dem Familienrhythmus anpassen.


    Kein Fernsehen? War bei uns die einzige Möglichkeit, das Baby hinzulegen, ohne dass Kind1 lautstark dazwischenfunkt (also wenn man alleine mit beiden war).


    Mir fallen zwei Punkte ein, die komplett anders liefen, als geplant:


    Ich wollt ganz unbedingt stillen, 6 Monate voll, dann Beikost und weniger stillen, fließender Übergang zum Familientisch. Über Flaschen habe ich mir nicht ein einziges Mal Gedanken gemacht. Und dann kam es doch anders - zwei Flaschenkinder.


    Ich wollte hauptsächlich tragen - Kind1 war ein fürchterliches Speikind, hat immer und überall gespuckt, über ein Jahr lang. Tragen war da irgendwie unpraktisch, zum Glück war der Kinderwagen genauso beliebt. Kind2 hat mit etwa 12 Wochen im Tuch nur noch gebrüllt, im Kinderwagen war sofort Ruhe.

    Ich hoffe ich darf mal eben reingrätschen, habe eine Frage an Mrs_Darcy :-)

    Zitat

    Tagesrhythmus dem Baby anpassen? Ging bei Kind2 nicht mehr vollständig, es musste sich größtenteils dem Familienrhythmus anpassen.

    Vorab - ich bin Baby-Laie aber ich habe immer (wohl unwissentlich?) gesagt, dass ich meinen Tag nicht um das Baby herumplanen muss wenn es nicht nötig ist. Wie ich Dich verstehe, wolltest Du aber genau das, richtig? Darf ich fragen, warum? @:)

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    Das einzige war "es gibt kein Spielzeug dass Musik macht und aus Plastik ist" %:| zum brunzbier gab es dann einen vtech spieltisch und irgend So ne Bauernhofrassel von .. auch v tech? Keine Ahnung.


    Nerven tut das Zeug trotzdem noch.


    Ansonsten hab ich mir nicht vorgenommen was ich nicht halte.

    Zitat

    Vorab - ich bin Baby-Laie aber ich habe immer (wohl unwissentlich?) gesagt, dass ich meinen Tag nicht um das Baby herumplanen muss wenn es nicht nötig ist. Wie ich Dich verstehe, wolltest Du aber genau das, richtig? Darf ich fragen, warum?

    Kind1 hatte einen ganz festen Schlafrhythmus. Wurde der nicht eingehalten, war der Tag im Arsch. Und ich dann auch. Klar, bestimmte Dinge gingen nicht anders, Arztbesuche und Amtstermine zum Beispiel. Alles andere war variabel. Ich hatte meist eine grobe Tagesplanung, allerdings ohne fixe Zeiten. Aber auch die war auch manchmal hinfällig - Kaffeeklatsch mit mies gelauntem Baby weil Zähne/Müde/Krank/Igendwasistimmer macht auch nicht so wirklich viel Spaß. Oder wenn die Nacht scheiße war, da hat man dann auch keine Lust auf großes Programm. Kind2 war nicht ganz so schlimm, aber auch hier musste ich schauen, das es irgendwie zusammenpasste, also unser Rhythmus und der des Babys, weil sonst der Tag auch halbwegs im Arsch war.

    Weiß ich jetzt grad gar nicht mehr, aber dass ich das leider nicht mehr so durchziehen kann wie bei den ersten beiden weiß ich jetzt schon. Ich hatte lange die Regel dass es TV nur am WE gibt, unter der Woche ein Tabu. Man kann sich vorstellen dass das jetzt nicht mehr so gehen wird. Wenn dieses Dingelchen im Bauch mal draußen ist und zwei/drei Jahre alt, wird die Große 15 sein und die Kleine 13, die beiden haben schon jetzt soweit freie Wahl (auch wenn die immer noch artig fragen), dass das dritte Kind wahrscheinlich viel, viel mehr Freiheiten haben wird.


    Bei Kind I und II hatte ich einen wunderbaren Rhythmus, kein Gejammer, sind brav ins Bett und alles gut. Diesen sauber geregelten Tagesablauf werde ich nicht mehr aufrecht halten können. Ich hab auch keinen Elan mehr, mit 17/18 war ich so die perfekte Superhausfrau und Saubermutter, gerade weil ich so jung war und ich niemals nicht in die Teeniemutterrolle fallen wollte. Gab auch keine Probleme.


    Jetzt... ist es mir egal.


    Eher zeige ich den Mittelfinger als dass ich mich noch einmal dahin raufe. Vielleicht mach ich es automatisch, ich glaubs nicht.


    Leid tut es mir um meinen Mann weil er mich bewundert hat dass ich das so hinbekam, obwohl er ja nicht der Vater der ersten beiden ist, er hat mich als konsequente und alles in Ordnung haltende Mutter und Frau kennengelernt, aber das werde ich bei dem gemeinsam gezeugten Kind nicht mehr so durchhalten können, wollen.


    Ich sterb ja jetzt schon halb und komm körperlich mit der dritten Schwangerschaft so schwer klar, bei den ersten beiden hatte ich bis zum Schluss noch Wanderungen unternommen und bin durch die Gegend geturnt. Geht leider alles nicht mehr.


    Blingblingautomatik Spielzeug fanden beide als Kleinkinder ziemlich doof und uninteressant. ":/ Ich hab immer noch ein Zwölfjähriges Kind das mit Stofftieren (auch Pokemonplüschfiguren) und Feenfiguren spielt, wie schon immer. Oder zeichnet. malt. Liest. Inliner fährt. Reitet.


    Konsolenspiele spielen wir zusammen und ich liebe es dass meine zwei mit mir Mario und Yoshi spielen sowie Pokemon daddeln. x:) Schönschön, ich fördere das. Und fall komplett aus der Reihe.


    Dieser Nachzügler wird wahrscheinlich ein großes Ungeheuer. Die Große ist toll, sensibel und empathisch. Die Kleine, nun Mittlere, ist schon ein kleines Ungeheuer, lebhaft, jungenhaft, unheimlich sozial.


    Und das Dritte... wird wahrscheinlich eine Katastrophe wo ich am besten gar keine Vorsätze machen sollte. Babygerümpel gibt es nur das allernötigste... pah, spezielle Badewanne? Nä. Ich will noch nicht einmal einen Kinderwagen. Maxicosi und Tragegurt, das wars. Haha, aber ob ich diesen Vorsatz durchhalte? Wer weiß, wer weiß.

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    Ich hab eigentlich nur einen Vorsatz nicht gehalten. Ich höre mich noch sagen "Das dritte Kind wird so günstig, wir haben ja noch so viel von den Großen, da brauch ich kaum was kaufen!". Ha ha ha.


    Bücher und Spielzeug kaufe ich tatsächlich nicht (ausser zum Geburtstag und zu Weihnachten natürlich ein bisschen), ebenso Bettwäsche, Handtücher und so was. Aber Klamotten. |-o Und Stoffwindeln. Damit könnte ich Drillinge versorgen. Einen neuen Kinderwagen hab ich auch gekauft, weil mir der alte nicht gefallen hat...Und Tragetücher, obwohl wir eine Trage hatten.


    Ernährungstechnisch bin ich mir treu geblieben. Ebenso bei den alltäglichen Themen (Familienbett, Stillen und die weitere Ernährung, Tragen,...) Da hab ich mir keine Illusionen mehr gemacht, das hab ich damals von den Großen gelernt.


    Ach doch, ein Thema gab es noch: Schnuller. Den hab ich überraschend schnell als Hilfe akzeptiert. Allerdings hat ihn der Zwerg plötzlich mit 8 Monaten abgelehnt, was mit die Entwöhnung erspart hat.

    Zitat

    Warte mal ab, wie es beim 2. oder 3. Kind läuft. Ich finde, beim 1. hat man noch ziemlich viele Prinzipien und zieht sie auch durch.

    richtig!!! ;-D ;-D UND immer wieder erfreuen an den Vorsätzen,die sich Erstmama's so vornehmen.


    Den einzigsten Vorsatz, den ich regelmäßig umsetze,ist -in den Ferien oder am WE mal frühmorgens (also so gegen 8-9 Uhr) ins KInderzimmer zu stürzten und lauthals "FRÜHHHHHSTÜCK" zu brüllen.


    DAS hab ich mirvor vielen vielen Jahren vorgenommen, als ich Nacht für Nacht 3 oder 4Uhr Pipi Langstrumpf schauen musste.


    Und diese herrlichen Stöhn-- und Meckergeräusche,die da jetzt aus den KInderzimmern kommen...ein TRAUM!!! ]:D ]:D ]:D

    Ja, das habe ich auch schon sehr genossen...nachdem meine Große mal nachts hörbar stockbetrunken nach Hause kam, habe ich den nächsten Morgen zum gründlichen Staubsaugen vor und gegen ihre Zimmertür genutzt, gepaart mit einem fröhlichen "Guten Morgen! Frühstück! Herrliches Wetter draußen!". ]:D


    Das war die Rache für all die Jahre, wo man Sonntagsmorgens gegen 6:00 von bestgelaunten Kleinkindern geweckt wurde.


    Vorsätze: ich habe in meiner ersten Schwangerschaft sehr, sehr viele gehabt und wahrscheinlich einen ungeheuren Blödsinn von mir gegeben. Leider verhielt sich keins meiner Kinder brav nach meinen Ratgeberbüchern. Ich war dann ziemlich kleinlaut.

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