Endlich Medikamente (Hashimoto)

    Hallo,


    bei mir wurde vor ca. einem Jahr eine latente Schilddrüsenunterfunktion (SDU) und nachfolgend Hashimoto entdeckt. Mir ging es da sehr schlecht, war oft müde und schlapp und konnte mich nicht recht konzentrieren. Im Verlauf des Jahres wurden dann alle drei Monate meine Schilddrüsenwerte kontrolliert (TSH-Wert und Antikörper) und ich habe Selen bekommen. Zwischendurch wurde der TSH-Wert besser (von ca. 6 auf 4), aber im Januar 2017 war der TSH-Wert dann bei 8, so schlecht war der noch nie.


    Seitdem bekomme ich seit wenigen Tagen (endlich) Medikamente und zwar L-Thyroxin 25 Mikrogramm (Eferox). Die soll ich bis zum Sommer in der Dosierung nehmen und dann würde man mal weiterschauen, meinte der Arzt.


    Ich bin nun etwas verunsichert, dass der Arzt offenbar die Einstiegsdosis von 25 Mikrogramm für ausreichend findet für die nächsten ca. 6 Monate. Eigentlich ist das doch eine Babydosis? ... Von den 25 Mikrogramm merke ich derzeit noch nichts. Im Gegenteil, ich bin weiterhin schnell müde, wenn auch geistig nicht mehr so matschig.

  • 67 Antworten

    Meine Werte:


    März


    TSH: 5,82 mU/l [Normbereich 0,55 - 4,78]


    FT3: 3,55 pg/ml [Normbereich: 2,30 - 4,20]


    FT4: 1,45 ng/dl [Normbereich: 0,89 - 1,76]


    Eosinophile: 10,7 % [Normbereich: 0,0 - 6,0]


    Vitamin D 25 OH: 72 nmol/l [Normbereich: 25,0 - 105]


    eGFR: 59 ml/min [kein Normbereich angegeben]


    Eisen: 72,0 µg/dl [Normbereich: 60,0 - 180,0]


    Hämoglobin: 12,4 g/dl [Normbereich: 12,0 - 15]


    MCV: 86,6 fl [Normbereich: 82,0 - 101,0]


    MCH: 28,6 pg [Normbereich: 27,0 - 34,0]


    MCHC: 33,0 g/dl [Normbereich: 32,0 - 36,0] => den habe ich mal markiert, weil der ja etwas grenzwertig ist; wofür ist der MCHC-Wert überhaupt gut?


    (Die Antikörper wurden da auch bestimmt in einer 2. BE. Die Antikörper waren auf jeden Fall zu hoch, aber ich habe vergessen, mir die genauen Werte davon auch zu besorgen).


    Juli


    TSH: 3,87 mU/l [Normbereich 0,55 - 4,78]


    FT3: 3,78 pg/ml [Normbereich: 2,30 - 4,20]


    FT4: 1,40 ng/dl [Normbereich: 0,89 - 1,76]


    TPO: 87,3 U/ml [Normbereich: unter 35]


    Eosinophile: 7,9 % [Normbereich: 0,0 - 6,0]


    eGFR: 66 ml/min [kein Normbereich angegeben]


    Eisen: 64,0 µg/dl [Normbereich: 60,0 - 180,0]


    Hämoglobin: 12,7 g/dl [Normbereich: 12,0 - 15]


    Vitamin B12: 336 pg/ml [Normbereich: 211 - 911]


    Oktober


    TSH: 3,93 mU/l [Normbereich 0,55 - 4,78]


    TPO: 56,6 U/ml [Normbereich: unter 35]


    Januar 2017


    TSH: 8,25 mU/l [Normbereich 0,35 - 5,0]


    TPO: 40,6 U/ml [Normbereich: unter 35]


    Kreatinin: 1,14 mg/dl [Normbereich: 0,60 - 1,00] => bei mir ist der KREA-Wert aber immer so hoch und das wurde vor zig Jahren schon mal vom Nephrologen abgeklärt, weil in meiner Familie zwei Personen keine ausreichende Nierenfunktion mehr gehabt haben und dialysepflichtig geworden sind; aber bei mir scheint das harmlos zu sein mit dem Kreatinin-Wert. Der bleibt auch konstant so hoch.


    eGFR: 56 ml/min [kein Normbereich angegeben]


    Hämoglobin: 12,9 g/dl [Normbereich: 12,0 - 15]


    Hämatokrit: 37,80 % [Normbereich: 35,60 - 45,40]


    Leukozyten: 8,4 nl [Normbereich: 4,0 - 10,0]


    Erythrozyten: 4,39 pl [Normbereich: 3,8 - 5,0]


    MCV: 86,1 fl [Normbereich: 82,0 - 101,0]


    MCH: 29,4 pg [Normbereich: 27,0 - 34,0]


    MCHC: 34,1 g/dl [Normbereich: 32,0 - 36,0]


    Thrombozyten: 266 nl [Normbereich: 150 - 450]


    Selen ist meistens mitgetestet worden, war aber immer im Normalbereich [1,16 µmol/f => Normalbereich: 0.9 - 1,8]


    Diagnosen:


    Eosinophilie, Kreatininerhöhung, allergische Rhinitis, Hashimoto-Thyreoiditis

    Schade, dass die Absätze nicht übernommen bzw. beim Veröffentlichen automatisch rausgenommen worden sind. Beim Schreiben waren die Absätze noch eingefügt. ":/ ... So ist es leider etwas unübersichtlich.

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    Ich weißnicht, ob das hier das richtige Unterforum ist, aber mich würde interessieren (falls sich jemand damit auskennt), ob meine Eisen- bzw. Hämoglobin-Werte ok sind oder ob es besser wäre, wenn die höher werden. Ich bin nämlich kreidebleich und habe auch schnell bläuliche Finger, Lippen etc.. Ironischerweise auch beim Sport je nachdem. Das könnte aber natürlich auch an der Schilddrüsenerkrankung sowie meinem Raynaud-Syndrom liegen, dass mein Körper den Puls und Blutdruck nicht hoch genug bekommt und Hände & Füße schlecht durchblutet sind und empfindlich auf Kältereize reagieren.


    Gerade während der Periode bin ich sehr schlapp, an den Tagen, an denen ich viel Blut verliere (insgesamt ist meine Periode durchschnittlich; bevor ich Selen bekommen habe, war sie eher schwach ausgeprägt und kam alle 5 Wochen, jetzt habe ich den Mist alle 4 Wochen mit Schmierblutungen zwischendurch und verliere so natürlich auch mehr Blut. Außerdem ernähre ich mich nicht eisenreich, obwohl ich kein Vegetarier bin, aber nehme ab und zu Eisentabletten).


    Ach so: Ich bin 26 Jahre alt.

    Bei was für einem Arzt bist du in Behandlung?


    Deine Werte sind...seltsam... FT3 und FT4 sind ja noch relativ gut in der Mitte, aber dein TSH so hoch? Das habe ich ehrlich gesagt so nicht erlebt. Wenn mein TSH auf 6 hoch geht, sind meine freien Hormonwerte im ganz unteren Normbereich oder sogar niedriger.


    ich würde ehrlich gesagt zu einem Endokrinologen gehen um das abklären zu lassen.

    Ich bin durchgängig beim Hausarzt (Internist) in Behandlung gewesen.


    Warum der TSH so hoch ist, weiß ich nicht.


    Was mich auch wundert ist, dass ich trotz SDU sehr schlank bin (1,7 m, 55-57 kg, 17-18% KfA). Aber ich habe auch gerade an den Tagen, an denen ich so schlapp bin, wenig Appetit und logischerweise esse ich weniger, wenn ich den halben Tag verschlafe. Allerdings esse ich dann eher "ungesund", eben Pizza, TK-Gerichte, Brötchen mit Käse oder als selbstgemachte Hamburger, Chips, Schokolade, Weingummi, Eis usw. statt Gemüse & Co. (Salat mag ich nicht und esse ich nie). Daneben erledige ich eben meine Arbeitsaufgaben - einen Teil davon kann ich mit eigenverantwortlicher Zeiteinteilung Zuhause erledigen, einen anderen Teil eben vor Ort mit Anwesenheitspflicht.


    Ich hatte nur am Anfang Wassereinlagerungen (chronisch), die aber mit der Selen-Behandlung weggegangen sind. Dadurch habe ich konstant 2 kg verloren und lagere nicht mehr ständig Wasser ein - auch nicht, wenn ich eher salzig esse. Das ist ein ganz neues Körpergefühl.

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    Aber dass ich Hashimoto habe, ist ja gesichert. Was für andere Möglihkeiten gibt es denn, dass die ft3- und ft4-Werte ok sind, aber der TSH so erhöht? ... Ich dachte, dass dient einfach der Unterscheidung, ob latente oder manifeste SDU. Laut Arzt ist die latente SDU auch nichts, was groß Beschwerden hervorruft. Aber als er mir jüngst das L-Thyroxin verschrieben hat wegen des letzten hohen TSH-Werts, meinte er, dass es mir davon besser gehen würde und ich dann nicht mehr so müde sei und mich fitter fühlen würde.


    Meine Nieren sind wie gesagt in Ordnung, der Nephrologe hatte das sorgfältig untersucht vor ca. 10 Jahren und z.B. Vererbungsmöglichkeiten ausgeschlossen. Die beiden Familienmitglieder hatten jahrelang zu hohen Blutdruck und daher dann letztlich die kaputten Nieren. Davon bin ich weit entfernt. Habe eher normalen bis niedrigen Blutdruck.

    Zitat

    ich würde ehrlich gesagt zu einem Endokrinologen gehen um das abklären zu lassen.

    Na ja, es ist ja abgeklärt. Ich verstehe nicht, was mir der Endokrinologe bringen soll?

    Also ich meine damit, dass eine latente SDU (eben ft3 und ft4 normal, TSH erhöht) m. E. nichts ungewöhnliches ist bei einer festgestellten Schilddrüsenerkrankung. Mehr als Hashimoto kann der Endokrinologe auch nicht feststellen, denke ich.

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    Ein Endokrinologe behandelt Hormonstörungen. Jede Schilddrüsenfehlfunktion ist solch eine Hormonstörung.


    Ich weiß eben nicht, wie das zusammen funktioniert, deswegen verwundert es mich...


    Aber ich bin kein Arzt ich habe nur selbst eine Unterfunktion.


    Hausärzte fühlen sich zwar in den meisten Fällen dazu berufen Schilddrüsen zu behandeln, aber naja...nicht jeder Hausarzt kann das auch alles so genau...


    Wurde überhaupt mal Ultraschall oder Scintigrafie gemacht? Hast du Knoten? Ist die Schilddrüse zu klein oder zu groß?


    Meiner Meinung nach, wäre es gut da mal eine Expertenmeinung einzuholen...


    Die Müdigkeit und Unkonzentriertheit kann neben der Schilddrüse zBsp auch andere Ursachen haben wie Eisenmangel. Den kann man nicht mit "Eisen im Blut" allein bestimmen...wenn man da eine genaue Diagnostik will, brauch man auch das Speichereisen...


    In Frage kommt auch ein Vitamin B12 Mangel oder Vitamin D Mangel.


    Alle 3 Sachen sind Dinge mit denen Hashimoto Patienten oftmals kämpfen, deswegen bestimmen auch viele Endokrinologen diese Werte... wo man beim Hausarzt betteln muss.


    Mir fällt vor allem auf, dass dein Hausarzt es nicht für nötig hält IMMER FT3 und FT4 mitbestimmen zu lassen, was für mich ein Indiz darauf ist, dass er nicht der "beste" Arzt für die Schilddrüse ist.


    Versteh mich nicht falsch, ich lass meine Schilddrüsenunterfunktion auch beim Hausarzt behandeln, aber meiner lässt IMMER die freien Hormonwerte mitbestimmen, da diese sehr viel aussagekräftiger sind als der TSH allein.

    man kann auch einen TSH von 20 und mittlere freie Werte haben. Aber dein Arzt hat ja null Ahnung ! Nach 4-6 Wochen sollte eine Kontrolle und ggf Dosisanpassung erfolgen

    Ich hab jetzt nicht die Zeit, auf alles einzugehen, aber ich möchte betonen, dass 25 Mikrogramm "bis zum Sommer" definitiv nicht die richtige Behandlungsart bei Hashimoto ist. Du brauchst da einfach einen kompetenten Arzt - und ja, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, so einen zu finden. Aber deine 25Mikrogramm sind quasi ein "Pups", die sind heiße Luft. Und mehr als 6 bis 8 Wochen sollte man auch nicht warten, mit der nächsten Blutentnahme.

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    Also bei mir hauts immer sofort die freien Werte runter, kenn das garnicht anders ;-D


    TSH von 6 heißt bei mir Werte unter der Norm.


    Aber ich schätze meine Schilddrüse kann das einfach nicht kompensieren...


    Die Schilddrüse der TE versucht es, schafft es auch zu einem gewissen Grad, aber läuft deswegen halt auf Hochtouren...


    Und deswegen sag ich Endokrinologe, der kennt sich da mit der Dosis besser aus, auch mit eventuellen Nebenwirkungen bei zu schneller Dosissteigerung. Der Hausarzt scheint mir in diesem Fall nicht ausreichend Erfahrung zu haben, egal ob er nun Internist ist oder nicht.

    Ok. Hast du auch Hashimoto?

    Zitat

    Wurde überhaupt mal Ultraschall oder Scintigrafie gemacht? Hast du Knoten? Ist die Schilddrüse zu klein oder zu groß?

    Es wurden mehrere Sonografien gemacht. Dabei wurde eine kleine Schilddrüse festgestellt, wobei das auch angeboren sein kann, weil meine Schilddrüse auch als Jugendliche bei mir schon klein war ohne dass ich eine SDU gehabt habe. Bei der letzten Sonografie 2016 wurden zwei sehr sehr kleine Knoten festgestellt in der Schilddrüse. Diese sind aber harmlos und ohne Krankheitswert.

    Zitat

    In Frage kommt auch ein Vitamin B12 Mangel oder Vitamin D Mangel.

    Habe ich nicht und wurde im Blut getestet:

    Zitat

    Vitamin B12: 336 pg/ml [Normbereich: 211 - 911]


    Vitamin D 25 OH: 72 nmol/l [Normbereich: 25,0 - 105]

    Der Arzt ist da sehr gründlich.

    Zitat

    Die Müdigkeit und Unkonzentriertheit kann neben der Schilddrüse zBsp auch andere Ursachen haben wie Eisenmangel. Den kann man nicht mit "Eisen im Blut" allein bestimmen...wenn man da eine genaue Diagnostik will, brauch man auch das Speichereisen...

    Mhm betrifft das nicht diese Werte ?

    Zitat

    Eisen: 72,0 µg/dl [Normbereich: 60,0 - 180,0]


    Hämoglobin: 12,4 g/dl [Normbereich: 12,0 - 15]

    Zitat

    Eisen: 64,0 µg/dl [Normbereich: 60,0 - 180,0]


    Hämoglobin: 12,7 g/dl [Normbereich: 12,0 - 15]

    Die sind ja konstant im Normalbereich.

    Das sagt nur aus, dass dein Eisen im Blut im normalen bereich ist und dass du noch keine Anämie hast.


    Ich bin immernoch kein Arzt, bei mir wurde aber für eine Diagnose auch Ferritin und Transferritinsättigung gemessen. (Speichereisenwerte: diese waren bei mir im Keller)


    Sind die Speichereisenwerte im Keller, ist das eine Vorstufe zur Eisenmangelanämie und KANN Symptome verursachen.


    Dein HB wird erst an allerletzter Stelle absinken unter die Norm.


    Schau mal hier ist es mit Bildern eig gut erklärt:


    http://www.eisen-netzwerk.de/eisenmangel/diagnose.aspx


    Deswegen ist der alleinige Eisenwert fast völlig sinnfrei... außer der Hb ist zu niedrig. Deswegen wird Eisenmangel meist auch erst erkannt, wenn die Patienten schon ne Weile unter Symptomen leiden...

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