• Endlich Medikamente (Hashimoto)

    Hallo, bei mir wurde vor ca. einem Jahr eine latente Schilddrüsenunterfunktion (SDU) und nachfolgend Hashimoto entdeckt. Mir ging es da sehr schlecht, war oft müde und schlapp und konnte mich nicht recht konzentrieren. Im Verlauf des Jahres wurden dann alle drei Monate meine Schilddrüsenwerte kontrolliert (TSH-Wert und Antikörper) und ich habe Selen…
  • 67 Antworten

    Ach so. @:) ... Nee zum Glück musste ich mich da morgens nicht umstellen und musste nur die Selentablette gegen die LT-Tablette tauschen. Für die Selentablette habe ich derzeit keinen festen Einnahmerythmus; ich nehme die irgendwann im weiteren Tagesverlauf.

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    Ich bin auch eine Eule ":/

    Na ja ich meinte das so, dass mein Körper vom Biorhythmus her - oder wie man das nennen könnte - morgens einfach primär mit Wachwerden, den Kreislauf hochfahren und "an den Tag gewöhnen" beschäftigt ist. Ist einfach nicht ganz meine Tageszeit. Am besten, man lässt mich einfach die ersten Stunden morgens in Ruhe und versucht nicht, mit mir Gespräche zu führen. ;-D ... Das Ganze ist etwas besser geworden, nachdem ich die Selentabletten bekommen habe vor ein paar Monaten, aber aus mir wird wohl nie ein "Morgenmensch" werden. Dafür bin ich abends deutlich munterer und mir fallen da Tätigkeiten viel leichter, die für mich morgens direkt nach dem Aufstehen die ersten zwei Stunden ca. noch total energiefressend waren, z.B. Lernen.

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    Ich bin auch eine Eule ":/

    Na ja ich meinte das so, dass mein Körper vom Biorhythmus her - oder wie man das nennen könnte - morgens einfach primär mit Wachwerden, den Kreislauf hochfahren und "an den Tag gewöhnen" beschäftigt ist. Ist einfach nicht ganz meine Tageszeit. Am besten, man lässt mich einfach die ersten Stunden morgens in Ruhe und versucht nicht, mit mir Gespräche zu führen. ;-D ... Das Ganze ist etwas besser geworden, nachdem ich die Selentabletten bekommen habe vor ein paar Monaten, aber aus mir wird wohl nie ein "Morgenmensch" werden. Dafür bin ich abends deutlich munterer und mir fallen da Tätigkeiten viel leichter, die für mich morgens direkt nach dem Aufstehen die ersten zwei Stunden ca. noch total energiefressend waren, z.B. Lernen.

    Ich meinte das exakt genauso. Ich bin eine Eule. Gottseidank hab ich Gleitzeit. Ich arbeite lieber von 10-19Uhr als von 7-16Uhr. Vor 10 bin ich nicht ansprechbar und leicht reizbar ^^.


    Meine Familie kann das nicht verstehen "Wenn ich Gleitzeit hätte, würde ich IMMER so früh wie möglich anfangen und meinen Nachmittag genießen"...das ist so der Standardspruch.


    Nur wenn ich früh aufstehe bin ich erstmal 4 Stunden lang nur halb da...und wenn ich dann früh nach Hause komme, bin ich so erschöpft, dass ich schlafen MUSS.

    Vielleicht ändert sich das noch, wenn du mal vernünftig eingestellt bist. In meiner schlimmsten Zeit hab ich beinahe durchgehend geschlafen. Also auch auf der Arbeit, am Schreibtisch, an der Werkbank, auf der Toilette und im Auto, wenn ich an einer Ampel stand. Einfach so. Das war wirklich schrecklich und frag mal meine Kollegen und Ex-Chefs, wie DIE das gesehen haben %-| . Nach einem halben Jahr wurde es schlagartig besser, meinem Kreislauf ging es wesentlich besser, meinem Magen sowieso. Da war ich ca bei 75Mikrogramm. Aber nur mal zum Vergleich, heute nehm ich Prothyrid UND L-Thyroxin, was so ungefähr einer Dosis von 200Mikrogramm LT entspricht. Und erst damit ist meine SD gut eingestellt (bei knapp 3,5ml restlichem Gesamtvolumen).

    @ chi

    Dann war es bei dir vorher echt schlimm. Bei mir habe ich so krasse durchgehende Müdigkeit wie du sie beschreibst zum Glück nur phasenweise gehabt - wobei ich da die Zusammenbrüche immer erst Zuhause gehabt habe und in der Arbeit bzw. im Studium immer irgendwie durchgehalten habe, egal wie. Natürlich war aber meine Konzentrations- und die allgemeine Leistungsfähigkeit zT sehr eingeschränkt und die durchgehende starke Antriebslosigkeit hat ihr Übriges getan; es ging mir auch psychisch nicht gut bzw. war mir alles gefühlt gleichgültig und ich habe wenig Sinn darin gesehen mit so einem Dauerempfinden sonderlich alt werden zu wollen. Nach dem Beginn der Seleneinnahme waren heftige Müdigkeitsanfälle nur noch selten. ... Körperliche Müdigkeit ist bei mir ein Problem, aber nicht das Gravierenste.


    Hat sich bei dir eigentlich psychisch etwas geändert (wenn dir die Frage nicht zu privat ist)? ... Bei mir habe ich gemerkt, dass mit der Seleneinnahme die Suizidgedanken, die ich plötzlich hatte, genauso schnell und rätselhaft verschwunden sind, wie sie aufgetaucht sind. Allerdings scheint das nicht ganz von Dauer gewesen zu sein. Bevor das jemand in den falschen Hals bekommt: Nein, ich bin nicht akut suizidal; wenn schon eher im wahrsten Sinn des Wortes manchmal lebensmüde; das kommt und geht. Keine Ahnung, warum das so ist; das kam erstmal zusammen mit der ersten SDU als Jugendliche.

    Eine Schilddrüsenunterfunktion kann Depressive Symptome auslösen. Sogar richtige Depressionen...


    zu den Symptomen einer Depression gehört manchmal auch diese Sache des nicht mehr leben wollens...

    Ja, aber ich glaube nicht, dass ich eine Depression habe. Ich kenne aus meinem Freundeskreis ein, zwei Menschen mit einer diagnostizierten Depression ??früher auch eine, die tatsächlich versucht hat, sich umzubringen, und der hinterher Depressionen diagnostiziert worden sind, sowie einen Mitschüler, der sich umgebracht hat?? und bei denen ist das nochmal anders. Auch was ich soweit dazu gelesen habe, passt einfach nicht. ... Vielleicht ist das einfach ein Teil meiner Persönlichkeit?

    Also ich meine damit, dass ich derzeit nicht denke, dass das komplett weggehen wird dauerhaft. Man wird ja kein anderer Mensch durch eine - wieder - funktionierende Schilddrüse bzw. eine gut eingestellte Schilddrüse.

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    Also ich meine damit, dass ich derzeit nicht denke, dass das komplett weggehen wird dauerhaft. Man wird ja kein anderer Mensch durch eine - wieder - funktionierende Schilddrüse bzw. eine gut eingestellte Schilddrüse.

    Soweit ich weiß, geht das schon, was einfach daran liegt, wenn man völlig ohne Antrieb war und die Schilddrüse eingestellt wird man wieder "leben" kann.


    Ich selbst habe halt nur die Erfahrung gemacht Depressionen zu haben, obwohl ich eingestellt war. Deswegen kann ich da nur begrenzt mitreden.


    Ich denke es wäre schon wichtig für dich zu wissen, woher diese Gedanken kommen

    Auch wenn das deine Frage nicht beantwortet (oder nicht direkt):

    Zitat

    Ich denke es wäre schon wichtig für dich zu wissen, woher diese Gedanken kommen

    Es ist einfach ein kommendes und gehendes Empfinden von gefühlter unendlicher Distanz zu alles und jedem

    und diese gefühlte Gleichgültigkeit. ... Ich denke nicht, dass es dafür spezielle Gründe gibt. Empfindungen bzw. Gefühle sind so eine Welt für sich, finde ich, und kommen und gehen und entstehen nicht immer aus einem bestimmten Grund. So wie es mal regnet, mal sonnig ist, mal schneit usw.. Fraglich, ob man da viel drauf geben sollte.

    Ich bin kein Therapeut, kann dir deshalb deine Gedanken auch weder erklären, noch dich anleiten...


    Was ich festgestellt habe für mich, meine Selbstmordgedanken (Ich nenne sie eigentlich eher "Nicht-mehr-existieren-wollen" Gedanken") hatten eine Ursache und diese wurde behandelt. Seit dem ich in Therapie war, hatte ich tatsächlich nie wieder diese Gedanken.


    Dabei wollte ich mir niemals aktiv etwas antun, es war mehr ein "Ich wünschte ich könnte weg sein und niemals exisitert haben".


    Mit meinem Therapeuten habe ich mein leben wieder in die richtige Bahn gelenkt und dadurch ist der Gedanke wieder verschwunden.


    Meiner Meinung nach solltest du dieses Gefühl schon sehr ernst nehmen...das ist keine Kleinigkeit...

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    kann dir deshalb deine Gedanken auch weder erklären, noch dich anleiten...

    Das würde ich nun echt nicht erwarten. Es ist für mich völlig in Ordnung und durchaus interessant, was du hier schreibst.

    Zitat

    Dabei wollte ich mir niemals aktiv etwas antun, es war mehr ein "Ich wünschte ich könnte weg sein und niemals exisitert haben".

    War das bei dir denn dauerhaft so? ... Bei mir ist es wie gesagt so, dass cih das zT Wochen/Monate nicht habe und mich durchaus wohlfühle in meinem Leben und irgendwann - ohne erkennbaren Auslöser/Grund - kommt das dann und hält vielleicht einen Nachmittag, einen Tag oder maximal zwei Tage an. Es sind auch keine Suizidgedanken bzw. ist erst das Empfinden da und Gedanken dazu sind eher flüchtig und vage. Ich könnte mir auch gar nicht selbst aktiv physischen Schaden zufügen. Da habe ich eine tiefsitzende Sperre, weshalb es mich befremded und fasziniert zugleich, dass manche Menschen fähig sind, sich zB tiefe Schnittwunden (oder überhaupt aktiv) Schnittwunden zuzufügen. Natürlich weiß ich auch, dass das bei denen auf Leidensdruck zurückgeht.

    Zitat

    Dabei wollte ich mir niemals aktiv etwas antun, es war mehr ein "Ich wünschte ich könnte weg sein und niemals exisitert haben".

    Mhm bei mir ist das vom Empfinden her anders. Eben dieses unendliche Distanzempfinden und da ich gefühlt keinen Bezug mehr zu der Welt um mich herum empfinde, kein Teil der Welt bin, wäre es dann gefühlt auch nicht schlimm bzw. "logisch", ganz aus dieser Welt wegzudriften. Gar nicht zu existieren, ist nicht der Wunsch dabei. Eher, das Empfinden aufzulösen.. Es ist ja kein angenehmes Empfinden, auch wenn es mir vertraut ist, sondern eher wie so ein Sog ins Nichts. Das vergeht auch relativ zügig wieder, spätestens nach einmal Schlafen ist das idR wieder weg. Kann dann sogar sein, dass cih am nächsten Tag eher ausgesprochen zufrieden gestimmt bin. ... Als vagen und beruhigenden "Fluchtgedanken" habe ich nicht ernstgemeinte Suizidgedanken nur ganz vereinzelt mal gehabt, als ich mich überfordert gefühlt und anhaltend Stress gehabt habe. Da war mir der Zusammenhang aber völlig klar und auch, was ich konstruktiv da machen kann. Da wüßte ich beim besten Willen nicht, was ich einem Therapeuten o. ä. da mehr zu sagen könnte. Zumal es da nichts zu therapieren gibt; ich weiß ja, welchen Zusammenhang das hat und was ich machen kann, um das zu ändern.


    Das erste halte ich schlicht für eine Art Fehlregulation in meiner Gefühlswelt. So eine Art Nebenwirkung bis sich das System wieder eingespielt hat oder so ähnlich. Schlecht ist eben, dass dieses Empfinden die ganze Wahrnehmung etc. vorübergehend ändert. Insofern nehme ich es notgedrungen ernst bzw. kann es nicht zu 100% ignorieren. Aber idR konzentriere ich mich dann eben auf meine Aufgaben und meinen Alltag und so ist das auch wieder recht schnell rum.

    Soweit ich weiss, werden Depressionen nicht durch die SD ausgelöst. Sie werden eher verstärkt, wegen der Symptome der Unterfunktion. Die Ursache liegt eher woanders.


    Ich war lange Zeit depressiv, aber das hatte einerseits die ständigen Schmerzen (Morbus Bechterew, 2 operierte Knie und Wirbelsäulenerkrankungen) und andererseits die schlimme Schwangerschaft zur Ursache. Ich nehme ein Antidepressivum und bin damit sehr stabil und entspannter. Außerdem hab ich eine Therapie gemacht.

    Zitat

    Soweit ich weiss, werden Depressionen nicht durch die SD ausgelöst. Sie werden eher verstärkt, wegen der Symptome der Unterfunktion. Die Ursache liegt eher woanders.

    Nachdem, was ich dazu online gefunden habe, ist es so wie Xirain es geschrieben hat. Also, dass es auch wirklich nur an der Schilddrüse liegen kann, wenn man Beschwerden in die Richtung hat. Aber ich kenne mich da auch nicht näher aus.


    Dass Xirain und du gute Erfahrungen mit Therapie (und du auch mit Antidepressiva) gemacht habt und es euch seitdem besser geht, freut mich.