Habe auch Hashimoto

    Bei mir wurde 2000 eine Thyreoiditis festgestellt. Zur Zeit folgende Beschwerden: Schwindel, Benommenheit, Kopfweh, Sehstörungen, Kribbeln im li. Bein und li. Hand und Wärmegefühl, Gereiztheit, Müde, Verspannungen im Nackenbereich. Habe ich gerade einen Schub? So richtig erklärt hat es mir eigentlich niemand. Mein letztes TSH vom Januar 2010 war 0,63. Nehme Eythyrox 112 mg. Vor ein paar Tagen wurde bei mir ein CRP-Test gemacht, der war negativ. Erst beim Durchlesen dieses Forums kam ich auf die Idee es könnte an meiner SD liegen. Die Ärzte sagen immer meine Akkus seien leer (Burn-out). Von meiner Autoimmunkrankheit spricht keiner. ???

  • 50 Antworten

    Hallo Schnecke273,


    jaja ein TSH von 0,0,63 ist ja super in der Norm ;-D was aber auch sein kann, dass die freien Werte zwar auch in der Norm aber niedrig sind. Werden die freien Werte mitbestimmt ?


    LG Silbermondauge

    Hallo,


    ich möchte morgen bei meinem Hausarzt eine Blutabnahme machen lassen. Können die Werte normal sein und ich trotzdem diese Symptome haben? Möchte alle SD Werte machen lassen. Auch die Antikörper. Was ist sonst noch wichtig??


    Liebe Grüße


    Schnecke

    Hallo Schnecke23, wenn Dein letztes Sonogramm von 2000 stammt, sollte man vielleicht ein neues machen, damit die Entwicklung erkennbar wird.

    Hallo,


    habe nun endlich die neuen Werte vom12.05.2010:


    TSH 0,08 (Norm 0,35-4,5)


    FT3 3,4 (Norm 1,9-6,1)


    FT4 1,8 /Norm 0,7-2,0)


    MAK (Anti-TPO) < 8 ( Norm <34)


    TAK < 10 (Norm < 115)


    Nahm bis jetzt Euthyrox 112mg. Mein Hausarzt sagt ich solle auf 100mg runtergehen.Was meint ihr dazu?


    Können meine Beschwerden daher kommen?


    Liebe Grüße


    Schnecke *:)

    Dein Arzt guckt wie viele andere Ärzte auch fast nur auf den TSH-Wert, und der ist niedrig, betrifft aber schließlich nur das Botenhormon, mit dem die Hypophyse die SD auffordert, die Hormonproduktion zu steigern oder zu drosseln. Was mir bei Dir auffällt, ist die große Differenz der freien Hormonwerten: fT3 = 36%, fT4 = 85%, jeweils bezogen auf die Normalbereiche. Vorausgesetzt, dass Du Deine SD-Tablette am Tag des Arztbesuchs erst nach der Blutentnahme eingenommen hast, sprächen die Werte für eine fT4/fT3-Umwandlungsstörung. Du könntest sie durch Einnahme von Selen zu beheben oder mindestens zu mildern versuchen; andernfalls müßte man daran denken, die Hormone teilweise als Thybon (= T3) "zuzufüttern". Bei der vom Arzt vorgeschlagenen LT-Reduzierung sollte Dein fT3 weiter sinken - das ist aber gerade das an den Zielorganen (Herz, Lunge usw.) aktive Hormon!


    Die Antikörper sind normgerecht, aber es gibt a) auch seronegative Autoimmunkrankheiten, bei denen keine erhöhten AK nachweisbar sind, und b) können AK im Laufe einer AI-Krankheit auch verschwinden. Und das neue Sonogramm? Schließlich solltest Du schon wissen, ob sich in den vergangenen 10 Jahren Knoten gebildet haben, und falls ja, welche (heiße oder kalte).

    Hallo,


    vielen Dank für die Antwort zwack44,


    Sono wurde jetzt keines gemacht. Ich habe leider vom Sono nur den alten Befund von 2002. Seither wurde mir immer nur gesagt, das fast kein Schilddrüsengewebe mehr da ist. Die Entzündung hatte wohl heftig zugeschlagen. Keine Knoten.


    Habe am Tag der Blutanahme erst danach meine Tabl. genommen. Soll ich auf 100mg runtergehen oder bei 112mg bleiben.


    Wie wirkt das Selen? Wie viel muß ich einnehmen? Ist das verschreibungspflichtig?


    Mein Hausarzt will mich in 2 Wochen wieder sehen. Soll ich das Selen erwähnen?


    Schon mal vielen Dank


    Liebe Grüße


    Schnecke273 *:) *:)

    Beim Sono von 2002 stand: Inhomogen strukturierte, sehr kleine Schilddrüse, Volumen rechts 0,5ml, links 1 ml ( normal bis 10 ml). Ausgeprägte Echoarmut der Struktur. Klassisches Bild eineratrophischen Thyreoiditis, latent hypothyreot.


    Wie gesagt, sehr alter und einzig schriftlicher Befund.


    Schnecke273

    Also nach 8 Jahren kann man schon noch einmal eine Sonographie machen lassen, damit man weiß, ob man überhaupt no so etwas wie eine SD beherbergt. "Normal bis 10 ml" muß ja heißen, dass Du damals 12-14 warst und heute erwachsen bist. Selen gilt als fT4/fT3-Umwandlungsförderer, d.h. bei Seleneinnahme könntest Du eine Erhöhung des fT3 zugunsten des fT4 erwarten. Das Produkt ist verschreibungsfrei; möglich wären Selen Graf 100 und Selen Graf 200. Wenn sich damit Deine freien Hormonwerte auf 50-60% einpendeln würden, bestünde kein Anlaß zu einer Reduzierung Deiner LT-Dosis und Du könntest Dich besser fühlen. Ob das Selen die gewünschte Wirkung erzielt, wäre nach einiger Zeit durch eine neue Kontrollbestimmung der SD-Parameter zu überprüfen.

    Mal was anderes: Als ich diese SD-Entzündung hatte war ich gerade schwanger. Kann diese Krankheit auf die Schilddrüse meines Kindes überspringen? Ich habe damals Jod genommen.


    Die SD von meiner Tochter hatte ich beim Kinderarzt überprüfen lassen. War in Ordnung. Ich glaube nicht das der Kinderarzt nach einer SD-Entzündung gesucht hat. Sie ist unruhig. Immer die Kleinste, schlank. Könnte es sein das bei Ihr was übersehen wurde?? Weiß jemand Rat?


    Liebe Grüße


    Schnecke273 :-)

    Keine Sorge, Schnecke273, Brakebusch/Heufelder schreiben in ihrem Buch "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis" auf Seite 141: Wurden Antikörper während der Schwangerschaft übertragen, so sind diese Antikörper für das Kind fremde Antikörper. Sie werden innerhalb des ersten Lebensjahres abgebaut. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist durch eine Übertragung von Antikörpern nicht ansteckend. Sie verursachen beim Kind keine chronische Hashimoto-Thyreoiditis. Mütter mit Hashimoto-Thyreoiditis können bedenkenlos stillen.


    Zufrieden?

    Hallo Zwack44,


    vielen Dank für die Antwort, bin beruhigt. Das Buch muß ich mir kaufen. Mir geht es übrigens schon besser. Nehme jetzt Selen und bin auf 100mg runter. Der benommene Kopf und das verschwommene Sehen ist einiges besser.


    Nochmals vielen Dank.


    Liebe Grüße


    Schnecke273 @:)

    Leveke Brakebusch/ Armin Heufelder, "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis", 3. Aufl., W. Zuckschwerdt Verlag, München, Wien, New York 2007, ISBN 978-3-88603-917-3, EUR 14.90. Vielleicht gibt es ja schon eine neue Auflage.