Habe ich Hashimoto?

    Ich war heute bei meinem Hausarzt, zu dem ich eigtl auch nur hingehe wenn ich mal erkältet bin etc.


    Habe trotzdem mal vor ein paar Wochen nen Checkup bei ihm gemacht, weil ich wieder diese Müdigkeit und Benommenheit verspürte (manches davon in anderen Fäden angesprochen).....dabei wurde mein SD TSH bestimmt und ein Ultraschall von der Schilddrüse veranlasst. Typisch Hausarzt, nur THS bestimmt. Der lag bei 2,1. Ich nehme seit 7 Jahren ohne Unterbrechung, aber auch ohne Besserung 50 mg Hexal Thyroxin. Jetzt habe ich trotz 50er schon einen TSH von 2,1....


    Aber was wirklich aufgefallen ist, meine Schilddrüse ist gerade mal 6ml groß. Der Arzt meinte, "für einen Mann ist ihre Schilddrüse sehr klein", aber er wollte nicht weiter drauf eingehen. Für ihn ist das nicht auffällig. Er will jetzt nochmal den TSH bestimmen, freie Werte will er nicht ansehen wegen Zusatzkosten. VOn Dosis Anspassung will er auch nichts wissen, Leute wie Wolff/Weihrauch hat er als Schilddrüsen Päpste bezeichnet. Er hat mich fast ausgelacht.


    6ml Groß und lacht mich aus....

  • 15 Antworten

    Die Fachärzte vergeben ihre Termine erst in den nächsten 100 Jahren (Termin ist bereits gemacht). Aber danke für die nutzlose Antwort.


    Ich fand es trotzdem interessant zu wissen, wie klein meine SD ist. Ich habe bisher nicht gewusst, dass sie so winzig ist.

    Nalas Antwort ist die beste, die du hier kriegen kannst - und anscheinend schon oft genug bekommen hast. Ich habe damals auch fast 6 Monate auf meinen ersten Endokrinologentermin gewartet. Ohne weitere Untersuchungen und Blutwerte kann man dir nichts anderes antworten.

    Meine hat auch nur 6ml und es ist trotzdem kein Hashimoto. Also was soll man dir jetzt als Antwort geben?


    Du hast 7 Jahre lang die selbe Dosis genommen und es wurde nichts weiter gemacht - aber wir sollen nun anhand der SD größe wissen ob du Hashimoto hast? Und jetzt muss es plötzlich ganz schnell gehen.


    Ich bin den Ärzten 3 Jahre mit kompletter Befundung nachgelaufen bis ich mal LT bekam. JA es ist anstrengend, aber dafür kann hier niemand was.

    Indirekt geht aus Deinem Anfangsbeitrag hervor, dass Dein TSH innerhalb mehrerer Jahre gestiegen ist. Zusammen mit der kleinen SD kann das schon ein Indiz für Hashi sein. Ob dieses bei Dir vorliegt, kann nur eine komplette SD-Untersuchung beantworten. Hashis wird übrigens ein TSH unter 1.0 angeraten. Weil Du davon weit entfernt bist, sollte Dir das Bohren nach einer Antwort auf die Frage "Hashi ja oder nein" schon einige Mühe wert sein.

    Eine erneute BE ergab, dass mein TSH Wert von 2,1 im August, nun bei 2,7 angelangt ist. Das ganze unter LT 50mg Einnahme. Ich habe seit August ein schleichende, spürbare Verschlechterung bemerkt, die sich zum ersten mal seit Jahren, auch am TSH abmessen lies. Auf einmal fühlte ich mich öfters wieder krank, die Gelenke schmerzten, das Sodbrennen wurde wieder stärker und allgemein war ich nach Bewegung auf einmal schnell erschöpft.


    Mein Hausarzt, der zuerst skeptisch war, ich Eingangs davon berichtet, hat nachdem er gesehen hat, dass mein TSH weiter angestiegen ist vorgeschlagen, die Dosis zu erhöhen. Darüber bin ich sehr froh und genau das habe ich mir auch gewünscht, da ich denke, dass ich seit Jahren einfach völlig Fehldosiert war. Leider habe ich keine aktuellen freien Werte zu bieten, Internisten testen diese leider nicht.


    Auch habe ich ein paar alte Befunde aus früheren Jahren auftreiben können, ich weiß, dass ich 2005 furchtbare Beschwerden wie innere Unruhe, besonders häufiges Herzstolpern, Schwäche und Schwindelgefühle hatte. Der TSH war im April 2005 schon bei auffälligen 2,9, 2007 lag er bei 4,3 bis 2010, durch 50er sank der TSH dann, die Werte wirkten passabel aber mir ging es irgendwann wieder deutlich schlechter. Leider haben die die Ultraschalls der SD verschlampt daher weiß ich nicht wie groß sie 2005 war.


    Würde die SD im Lauf der Jahre schrumpfen, würde das doch auf etwas hinweisen oder?


    Ich zeigte diese Befunde nun meinem Hausarzt und er meint, ein Muster zu erkennen.


    Ich habe jetzt auf 75mg hoch gesetzt, ist der zweite Tag mit 75er LT. Eigtl hatte ich vor, so auch mein Arzt, erst einmal um 12,5 zu steigern, aber vielleicht ist gleich 75 besser? Bis auf das ich mich vorhin etwas müde fühlte, ist eigtl alles relativ in Ordnung. Das Achselschwitzen ist natürlich immer noch da, das trat auf im laufe der letzten 6 Monate, als der TSH recht auffällig nach oben kletterte. In dem Buch internistische Therapie wird ein Zieldosis zu je 2,5 mg pro KG empfohlen, auch im Beipackzettel wird eine mehrwöchige Steigerung empfohlen.


    Vielleicht weiß Zwack44 noch näheres oder hat ein paar Tipps?


    Euer toller Facharzt hat mir letztes Jahr übrigens noch empfohlen abzusetzen.

    Im übrigen fand mein Hausarzt den Insulinwert meines Zuckertests, der nach 2 Stunden bei über 80 war (0-30) schon ein wenig bedenklich. Da manch einer angezweifelt hat, dass ich wirklich unterzuckere, habe ich ein Gerät gekauft, welches letztens nach dem Aufstehen schon 58 anzeigte!


    Ich verstehe nicht, wieso dieser tolle Facharzt, Endokrinologe das überhaupt nicht weiter vertieft hat. Ich mache mir sorgen, dass irgendwas in meiner Bauchspeicheldrüse schief läuft....

    Zitat

    Würde die SD im Lauf der Jahre schrumpfen, würde das doch auf etwas hinweisen oder?

    Ich kann nur von mir sprechen. Meine Schilddrüse wird sich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten von selbst auflösen bzw zerstört. Ich habe eine chronische Schilddrüsenentzündung, was ich nicht merke und auch keine Medikamente benötige. Die Werte sind noch gut, sie arbeitet ja noch. Man muss auch nicht operiert werden, sondern bkeommt dann irgendwann einfach Tabletten und gut ist.

    Hallo Oktober97, die Empfehlungen zur LT-Dosis pro kg Körpergewicht differieren untereinander (ich kenne 1.5-2 µg/kg) und sind nur als grobe Daumenregel zu betrachten (sonst wäre die Einstellung vielleicht doch zu einfach). Nach 2 Tagen erhöhter Dosis kannst Du natürlich noch nichts merken, weil LT eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen hat und Deine morgendliche Tablette den Thyroxin-Gesamtspiegel noch nicht wesentlich beeinflußt. In 3 Wochen sieht es vielleicht anders aus. Die Dosis sollte Dir keine schlaflosen Nächte bereiten, denn falls Du überdosiert hast, merkst Du das an Beschwerden wie Nervosität, innere Unruhe, Hitzegefühl, vermehrtes Schwitzen, evtl. beschleunigte Verdauung und kannst in einem solchen Fall zwanglos von den zusätzlichen 25 µg auf 12.5 µg zurückgehen. Wenn nichts derartiges passiert, ist es ratsam, 6 Wochen nach Dosisänderung zur Kontrolluntersuchung zu marschieren (so lange braucht der Körper zur Einstellung eines neuen stabilen SD-Hormonspiegels). Wenn das TSH steigt und die SD schrumpft, denkt man automatisch an Hashi. Ich empfehle Dir das Buch "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis" von Brakebusch/Heufelder, ISBN 978-3-86371-196-2, EUR 14.95. Hashi ist bekanntlich eine Autoimmunerkrankung, und es hat sich leider gezeigt, dass AI-Patienten eine etwas erhöhte Chance haben, sich im Laufe der Zeit noch eine oder mehrere weitere AI-Erkrankungen zuzuziehen. Ich z.B. fing mit Pollenallergie an, der SD-Ärger kam irgendwann dazu, dann Kreuzallergien, beginnender anaphylaktischer Schock nach Verzehr einer rohen Karotte, dann konnte ich keine Napfschnecken (span. Lapas) mehr essen, Allergie gegen bestimmte ätherische Öle wie Petersilie, Fenchelkraut, manche Parfums (falls sie ins Auge geraten), Allergie gegen manche Äpfel, Arnikatinktur, Sertralin (Antidepressivum) und 2 oder 3 andere Arzneimittel, schließlich Schuppenflechte. Das muß aber bei Dir nicht so kommen. Behalte den Blutzucker ruhig im Auge; Du wirst im oben genannten Buch auch etwas darüber finden.

    Nach gerade mal 5 Tagen mit neuer Substitution, wie folgt: 50 -75 -75 (ausversehen die Tablette verwechselt)- 50 und heute wieder 75 spürte ich bei den letzten beiden Malen (beim ersten mal gar nichts) mit 75 merkwürdige Symptome, immer ca 7-10 Stunden nach Einnahme der neuen Dosis. An den Tagen mit 50 traten diese Symptome, welche sich mit ausgeprägter Benommenheit/Trunkenheit und Müdigkeit äußerten und welche nach ca 1 Stunde wieder abklangen. Ich war auch unruhig, aber auch in großer Sorge, weil ich alle Hoffnung auf mehr LT gesetzt habe und mir Besserung versprochen habe und mir versprochen wurde, so mein Arzt, der das auch empfohlen hat.


    Achsel-Schwitzen tritt bei mir seit August regelmäßig auf, egal ob beim schlafen, fernsehen oder Däumchendrehen, begleitend zu einem ansteigenden TSH wert. Also kurz gesagt, bei mir scheint eine UF Schwitzen zu verursachen.