habe Sd-werte und befund bekommen, könnt ihr mir helfen?

    Hi Leute, habe nun endlich die Werte meiner Schilddrüsenuntersuchung bei einer Nuklearmedizinerin von Ende März bekommen. Wäre super, wenn ihr etwas zu den Werten sagen könntet - kenne mich noch nicht ganz so gut aus. Hab sie mal kopiert:


    FT3: 7.1 pMol/1 (Norm: 3.0 - 10.0 pMol/1);


    FT4: 18,4 pMol/1 (Norm: 13.0-28.0 pMol/1):


    TSH basal: 3,2 mU/1 (Norm: 0.20 - 3.50 mU/1 -cave- ab 2.5


    latente Hypothyreose möglich!);


    TPO-AK (MAK): 16 U/ml (Norm: 0.6- 100.0 U/ml);


    TRAK-Human: 3 U/l (Norm: 0.0- 15.0 U/l);


    Thyreoglobulin: 3,3 (Norm: 0.0 - 70.0 u.g/1);


    TG-Wiederfindung: 101 (Norm: 70.0 - 130.0 %);


    Calcitonin: 2,48 pg/ml (Norm: <5.0 pg/ml);


    Parathormon: 2,20 pMol/1 (Norm: 0.80 - 7.80 pMol/1);


    Calcium: 2,46 mMol/1 (Norm: 2.15 -2.58 mMol/1);


    Phosphor: 1,15 mMol/1 (Norm: 0.84 - 1.45 mMol/1);


    25-OH-Vitamin D.-12 ng/ml (Norm: 30.0- 100.0 ng/ml);


    Das sind die Werte. Der tsh wert ist doch etwas hoch, oder? Und die werte für ft3 und ft4 sind ganz anders als ich sie kenne. Aber Hashi ist das dann nicht, oder doch? Hatte gehofft mehr zu erfahren, nach der untersuchung, aber bin irgendwie jetzt noch verwirter, mein Hausarzt meint immer noch, ich bräuchte nur Jod...

  • 12 Antworten

    Hier ist auch noch der Bericht der Nuklearmedizinerin:


    Klinische Angaben:


    > Erstvorstellung der blinden Patientin.


    > Anamnestisch bekannte Lappenagenesie links bei normal großer, kleinknotig veränderter


    Schilddrüse rechts.


    > Eine antistrumigene Substitution sei bisher nicht erfolgt.


    Rechtfertigende Indikation:


    Schilddrüsendiagnostik bei o. g. Angaben erbeten (es liegt uns ein Vorbefund vor).


    Anamnese und klinischer Befund:


    Die Patientin berichtet über eine Gewichtszunahme von 5 kg in den letzten sechs Monaten, verstärkte


    Müdigkeit, innere Unruhe, erhöhter Puls, wechselndes Temperaturempfinden mit Frieren und


    vermehrtem Schwitzen sowie zervikale Schluckbeschwerden.


    Inspcktorisch und palpatorisch unauffällige Schilddrüsenregion.


    Sonographie der Schilddrüse:


    Hypoplasie des linken Schilddrüsenlappens.


    Rechts betonte, relativ kleine Schilddrüse mit 9,6 ml Gesamtvolumen (rechts 9,3 ml, links 0.3 ml).


    Homogenes, echonormales Parenchym mit kleinknotiger Veränderung im rechten Mittelgeschoss,


    3,5 mm Größe (echogleich, gut begrenzt, Halo).


    Beurteilung:


    /. Sonomorphologisch befundkonstante, relativ kleine, rechts betonte Schilddrüse bei Hypoplasie


    des linken Schilddrüsenlappens mit kleinknotiger Läsion im rechten Mittelgeschoss (größenregredient


    zur Voruntersuchung von Juni 2009).


    2.


    Kein Anhalt für ein florides Autoimmungeschehen. Die Stoffwechsellage ist peripher euthyreot bei einem TSH basal im oberen Grenzbereich im Sinne einer latent


    hypothyreoten Stoffwechsellage.


    3.


    Wir empfehlen diesbezüglich die Einleitung einer niedrig-dosierten Substitutionsmedikation mit L-Thyroxin, 50 ng/Tag (morgens, nüchtern, eine halbe Stunde


    vor dem Frühstück zu vereinnahmen), sowie eine erneute Befundkontrolle zum Therapiemonitoring und ggf. weiterer Dosisadaptation nach Ablauf von drei Monaten.


    4.


    Nebenbefimdlich erniedrigter Vitamin-D-Spiegel. Wir bitten um eine entsprechende Substitution (z.


    B.


    Vigantoletten 500 -1.000 lE/Tag).

    Zu den Werten kannst du hier mal nachlesen:


    http://www.schilddruesenguide.de/sd_laborwerte.pdf


    Grenzwert für den TSH sind 2,5, nicht 3,5.

    Das tsh mitlerweile 2,5 ist hatte ich hier schon gelesen. Wissen wohl noch nicht viele Labore oder Ärzte. Meint ihr ich solle nun also l-thyroxin nehmen? Habe gelesen, man muss es doch einschleichen. Kann man da überhaupt mit 50 mg beginnen? Mein Hausarzt würde mir das glaube nicht mal gerne verschreiben, deshalb bin ich so unsicher.

    Das müsstest du deinen Arzt fragen, ob du das sollst.


    Aber wenn dein Hausarzt keine Ahnung von den Werten hat, geh doch zum Spezialisten (Endokrinologe) und klatsch deinem Hausarzt den Ausdruck vor ;-)

    Mein Hausarzt hatte den Brief bekommen, obwohl ich die drei Euro gezahlt hatte, damit ich ihn auch selbst bekomme, hab ich nochmal anrufen müssen um dann gesagt zu bekommen, dass ich das nicht gezahlt habe und sie es mir jetzt doch noch gaaanz ausnahmsweise und weil sie so nett ist, zuschickt. Mein HA kennt also die Werte.

    Na, offensichtlich sieht er es aber nicht für notwendig an, zu handeln. Daher mein Rat, geh zum Spezialisten.


    Bis auf den TSH ist ja auch alles ok (im Blutbild, mit dem Rest kenn ich mich nicht aus), hast du überhaupt Beschwerden?

    Hallo Tobya,


    9,6ml Schilddrüse. Davon fehlt ein Schilddrüsenlappen so gut wie ganz.


    Hattest du mal eine Operation an der Schilddrüse ?


    Mit 50 µg Thyroxin anzufangne kann nichts schaden. Nimm die ersten 2 Wochen nureine halbe Tablette. Und suche weiter...


    www.top-docs.de


    Ahja, und Vitamin D nicht vergessen !


    LG Silbermondauge

    Hallo Tobya, Deine Nuk scheint ja ganz gut zu sein, außer dass es halt manchmal Informationsdefizite gibt, wenn der Facharzt die Patientenaufklärung dem Hausarzt überläßt, der aber gerade auf diesem Fachgebiet unterbelichtet ist. Dass der TSH ab 2.5 kritisch wird, weiß auch Deine Nuk, denn hinter dem Normalbereich steht ja "cave (= Vorsicht!) ab 2.5". Dein fT3 liegt bei 59%, Dein fT4 bei 36%, jeweils bezogen auf die Normalbereiche. Das läßt sich vielleicht so interpretieren, dass Dein Körper versucht, genügend Trijodthyronin (= T3) zu erzeugen, allerdings schon sichtlich zuungunsten des Vorratshormons L-Thyroxin (= T4). Deine Nuk hat völlig richtig eine "latente Unterfunktion" gesehen - im Gegensatz zur manifesten UF, bei der dann auch die freien Hormonwerte die Normalbereiche verlassen haben. Die SD-Antikörper sind nicht vermehrt, was aber nicht viel heißen muß, weil es auch sog. seronegative SD-Autoimmunkrankheiten gibt, bei denen vermehrte AK nicht nachweisbar sind. Allerdings ist das Sono-Echomuster in Bezug auf Entzündungen anscheinend unauffällig, so dass sich der Gedanke an eine Autoimmunkrankheit nicht aufdrängt. Jodidgaben stehe ich immer kritisch gegenüber, sofern kein Jodidmangel explizit nachgewiesen ist. Deswegen würde ich die LT-Tabletten bevorzugen. Im Prinzip könntest Du mit LT50 anfangen, aber Du kannst auch erst eine Woche lang täglich jeweils eine halbe Tablette nehmen und danach auf eine ganze gehen. Ob LT50 schon Deine endgültige Dosis ist, sollte von den Werten der nächsten Kontrolluntersuchung (könnte auch schon nach 4-6 Wochen stattfinden) und Deinem Befinden abhängig gemacht werden. Ich wünsche Dir alles Gute.

    Vielen Dank erstmal für eure Antworten, wirklich nett!

    Zitat

    hast du überhaupt Beschwerden?

    ja einige, hatte ich auch schon in meinem früheren Faden geschrieben, zumteil stehen die auch im Bericht oben. Wegen den Beschwerden habe ich ja begonnen zu Ärzten zu gehen und die Ursache zu finden, deshalb kam man dann auf die Sd. Herzrasen, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, sind nur ein paar.

    Zitat

    Hattest du mal eine Operation an der Schilddrüse ?

    Nein, hatte noch keine op. Das scheint wohl bei mir seit Geburt so zu sein, dass nur ein SD-Lappen vorhanden ist, anders kann ich es mir nicht erklären. Wurde halt erst vor zwei Jahren entdeckt.

    Zitat

    Ahja, und Vitamin D nicht vergessen !

    Kennt sich jemand mit Vitamin D Mangel aus? Werde wohl ein wenig darüber nachlesen. Wußte nicht, dass ich den habe. Wovon kommt das denn oder was kann man da zusätzlich zu Tabletten vielleicht machen?


    Die Topdocs Liste kenne ich, find ich sehr gut. Hatte auch schon überlegt mal zu Dr. Mutter zu gehen, denn viele Spezialisten bei Mainz gibt es leider nicht. War ja jetzt bei der Nuklearmedizinerin, sie wurde mir auch sehr empfohlen, aber dann kam ich doch zu einer anderen, da es eine Praxis im Krankenhaus mit mehreren Ärzten war. Werde meinen Ha fragen ob er mir lt verschreibt und wenn er sich weiterhin weigert, den ha wechseln. Bei der nächsten Untersuchung wollt ich dann fragen, ob die fehlenden Antikörper mitgetestet werden könnten.


    Danke Zwack44 für deine ausführliche Antwort. Hat mir weitergeholfen, sehe das wohl auch so, deshalb habe ich auch kein Jod genommen, als ich es bekam.

    Zitat

    Allerdings ist das Sono-Echomuster in Bezug auf Entzündungen anscheinend unauffällig, so dass sich der Gedanke


    an eine Autoimmunkrankheit nicht aufdrängt.

    Komisch war nur, dass sie meinte, hm weiß gar nid mehr wie sies genau ausgedrückt hat, aber das es halt nicht sehr doll danach aussieht, als wäre es eine Entzündung, nur ein Bißchen. Na ich werd nochmal nachfragen bei der nächsten Untersuchung.

    ja huhu...du deine werte sehen wirklich gut aus


    dieser werte hier


    Calcitonin: 2,48 pg/ml (Norm: <5.0 pg/ml);


    Parathormon: 2,20 pMol/1 (Norm: 0.80 - 7.80 pMol/1);


    sind tumormarker und top in ordnung


    lg

    Vitamin D wird im Körper aus seinem Vorprodukt mit Hilfe des UV-Lichts der Sonnenstrahlen hergestellt. Im Winter ist dadurch die Vitamin D-Biosynthese etwas gebremst, ebenso ganzjährig bei "Stubenhockern". Dazu kommt wohl eine individuelle Disposition. Durch Nahrungsauswahl kann man nicht viel verbessern außer fetten Fisch zu essen (Lebertran!). Am einfachsten: aus der Apotheke. Wenn man unterversorgt ist, kann man zunächst mit höheren Dosen den "Vorrat" auffüllen und danach auf eine Erhaltungsdosis zurückgehen. Im Netz findest Du dazu Anleitungen. Es lohnt sich, sich zu informieren, denn zuviel Vitamin D ist schädlich.

    Okay, danke, ich werde mich noch ein wenig umhören oder lesen :-) und dann wohl etwas einnehmen. 'n Stubenhocker bin ich absolut nicht ;-)


    Nur leider zwangsweise manchmal schon, wenns mir eben nicht gut geht...