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    Manchmal sind wir es auch selbst, die die Ohren zumachen für bestimmte Aussagen. Man kann es ja hier im Forum gut beobachten, wie sich User an ihre eigenen Vermutungen klammern - und z. B. nach Jahren noch sicher sind, die und die Erkrankung zu haben, obwohl sie von allen Seiten lesen, dass sie dann schon längst eine belegte Diagnose hätten - als sich mit dem Nächstliegenden zu befassen.

    Ich brauchte einen Bericht vom Hausarzt für eine Verhaltenstherapie. Dort tauchte es zum ersten Mal auf, dass ich Hashimoto habe.


    Gestern habe ich meinem Endokrinologen eine Mail dazu geschrieben, auf die er folgendes antwortete:


    "ihr Hausarzt hat recht, sie haben eine Hashimoto-Thyreoiditis, ich hatte das nur nicht in die Diagnose eingegeben. In dem Blutwerten vom 16.11. zeigt sich wiederum ein etwas hoher TSH-Wert, so dass sich erneut eine Dosiserhöhung auf 125 µg empfehlen."


    Und heute habe ich ihn noch einmal gefragt, ob ich auf irgendetwas achten müsste (z.B. Ernährung, etc.)


    oder ob ich mal ein Ultraschall machen lassen müsste.


    Darauf er:


    "Guten Morgen, sie haben seitdem sie L-Thyroxin einnehmen eine Hashimoto-Thyreoiditis, solange sie die richtige Dosis nehmen ist nichts weiter zu beachten, wir empfehlen den TSH-Wert mindestens einmal jährlich zu kontrollieren. Bei der nächsten Kontrolle können wir auch noch mal einen Ultraschall machen."

    Mein Hausarzt hat bis letzte Woche nichts von Hashi gesagt. Er meinte nur, dass meine Schilddrüse nicht mehr so richtig arbeitet, und sie deshalb mit dem L-Thyroxin Unterstützung braucht.


    Ich denke, dass ich meine Ohren die letzten Jahre immer offen hatte...

    Damit kann man jetzt mehr anfangen.

    Zitat

    ihr Hausarzt hat recht, sie haben eine Hashimoto-Thyreoiditis, ich hatte das nur nicht in die Diagnose eingegeben. In dem Blutwerten vom 16.11. zeigt sich wiederum ein etwas hoher TSH-Wert, so dass sich erneut eine Dosiserhöhung auf 125 µg empfehlen."

    Du hast eine Schilddrüsenunterfunktion. Deine Schilddrüse stellt nicht genügend Hormone zur Verfügung. Deine Werte sind nicht ideal. Durch eine Dosiserhöhung wirst du wieder richtig eingestellt.


    Ich denke im 2. Abschnitt hat er sich ungünstig ausgedrückt.


    Es ist im Grunde so, dass da zuerst das Hashimoto ist. Eine Autoimmunerkrankung, die die eigene Schilddrüse angreift und Entzündungen der selbigen auslöst. Die Schilddrüse verkleinert sich mit der Zeit und kann somit nicht mehr genügend Hormone bereit stellen.


    Deswegen bekommt man L-Thyroxin um dieses Defizit auszugleichen.


    Man muss aber eben regelmäßig die Hormoneinstellung kontrollieren (Einmal im jahr halte ich für deutlich zu wenig. Mindestens halbjährlich, bestenfalls alle 3 Monate.)


    Den Ultraschall würde ich auch in regelmäßigen Abständen machen lassen. (Ich bekomm ihn alle 2-4 Jahre)


    Bei hashimoto-Unterfunktion ist es laut Studien vorteilhaft, wenn man auf Jod verzichtet, da Jod Entzündungsschübe auslösen kann. mehr wüsste ich darüber nicht.

    Zitat

    Mein Hausarzt hat bis letzte Woche nichts von Hashi gesagt. Er meinte nur, dass meine Schilddrüse nicht mehr so richtig arbeitet, und sie deshalb mit dem L-Thyroxin Unterstützung braucht.


    Ich denke, dass ich meine Ohren die letzten Jahre immer offen hatte...

    Vielleicht wurde vergessen dir das zu sagen, aber es macht kaum einen Unterschied, ob man eine reine Schilddrüsenunterfunktion hat, oder eben Hashimoto.


    Beides wird gleich behandelt: Gabe von L-Thyroxin und regelmäßige Ultraschalls.

    Gitb es weitere Befunde?


    Ultraschall oder Antikörper?


    bei mir wurde die Diagnose Hashimoto gestellt weil ich eine schlimme Phase mit kaputtem Schilddrüsengewebe hatte und eine viel zu kleine SD.


    Diese Diagnose wurde nun nach 7 Jahren revidiert. Es ist NUR eine Unterfunktion aufgrund einer zu kleinen SD. Kein Entzündungen seit 7 Jahren, keine Schübe, kein wechselndes Befinden und nie waren Antikörper zu finden.

    Naja ich würde mit dann wohl nen andren endokrinologen zulegen...


    Denn deiner informiert dich nicht richtig... und ultraschall scheint er halt auch nicht ernst zu nehmen.


    Du kannst ihm natürlich auch noch eine chance geben aber dann frag alles was dir in den Sinn kommt

    Zitat

    Mein Hausarzt hat bis letzte Woche nichts von Hashi gesagt. Er meinte nur, dass meine Schilddrüse nicht mehr so richtig arbeitet, und sie deshalb mit dem L-Thyroxin Unterstützung braucht.


    Ich denke, dass ich meine Ohren die letzten Jahre immer offen hatte...

    Sorry, ich wollte Dir nicht zu nahe treten, meinte nur, ich hätte wohl schon eher mal weiter nachgefragt und versucht, den Aussagen auf den Grund zu gehen. Aber da sind wir wohl alle verschieden.


    Was hat sich denn jetzt wirklich geändert? Nun weißt Du von Hashimoto, vorher wusstest Du bereits, dass Deine SD angeknackst ist. Durch die Diagnose hat das Kind einen Namen, es ändert aber ja an den Fakten nicht so viel, oder?

    Hashis wird ein TSH unter 1.0 angeraten. Manche, aber nicht alle, Hashis fühlen sich erst richtig wohl, wenn ihre freien Werte im oberen Drittel ihrer Normbereiche liegen. Das ist zumindest ein Unterschied gegenüber einer UF ohne Hashi. Dazu kommt, dass Hashi eben fortschreitet und deshalb von Zeit zu Zeit eine Dosisanpassung fällig ist (was bei UF mit unklarer Genese auch passieren kann, aber nicht muß).


    a-Psycho, ich empfehle Dir das Buch "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis" von Brakebusch/Heufelder, ISBN 978-3-86371-196-2, EUR 14.95.