Jahrelang!


    Hat keine Unterschied gemacht. Hatte allerdings auch keine NW von wegeb fühle mich abgestumpft oder Gewichtszunahme etc.


    Ob solche Ssris wirklich soo viel bewirken bezweifle ich auch mittlerweile.


    Uch habe solange gedacht ich bin halt plötzlich labil oder psychisch krank oder negativ geworden. Aber da habe ich eine körperliche Krankheit von der man weiß dass sie auf die Laune gehen kann...sogar sehr. Warum daran zweifeln? Zumal ich nicht die Symptome einer psychischen Krankheit und auch keiner klassischen Depression aufweise.


    Reicht den Hashimoto mit all den Auswirkungen nicht als Erklärung?


    Das ist eine rhetorische Frage quasi...und v.a an mich gerichtet. Weil ich auch die Selbstzweifel an meiner Stärke und Psyche satt habe.

    Gut: Wenn es Dir bei freien Werten ab 70 % miserabel geht, liegt es nahe, die höheren Regionen tunlichst zu vermeiden. Ich werde aber den Gedanken nicht los, dass bei Dir neben Hashi noch ein anderer Vorgang abläuft. Du weißt, dass sich autonome Zellen vom SD-Regelkreis abgekoppelt haben und SD-Hormon vor sich hinproduzieren, "geregelt" allein durch die mit der Nahrung aufgenommene Jodidmenge. Meistens manifestieren sich die autonomen Zellen in heißen Knoten - aber nicht immer. Wenn sie gleichmäßig über die ganze SD verteilt sind, spricht man von einer "disseminierten SD-Autonomie". Sie ist durch Sono und normale Szinti nicht zu entdecken, sondern nur mittels einer Suppressionsszintigraphie. Gibt es so gut wie nie? Zumindest ich habe eine gehabt.

    Hallo Zwack,


    wenn man das so gut wie nicht feststellen kann, wie kam es bei Dir raus?


    Bzw was veranlasste einen Arzt die Suppressionsszintigraphie zu machen?


    Und v.a. was kann man dagegen tun?


    Denkst Du, das könnte bei mir der Fall sein wegen der Schwankungen (sowohl TSH als auch Befinden?).


    Könnte es nicht auch sein, dass die TSH-Schwankungen durch Schübe kommen, genauso wie meine Abstürze im Befinden. Und derzeit vielleicht zusätzlich auch, weil ich seit Ewigkeiten Dosishopping gemacht habe? ":/


    Aber danke für den Hinweis, dass es auch solche noch komplizierteren Autonomien gibt.


    Das ist schon schlimm, wie die Schilddrüse einen da fertig machen kann. Wenn es mir nicht gut geht, dann hadere ich sehr damit und es macht mich traurig, dass ich entweder nicht gut mit Hashimoto umgehen kann, oder eben ein schwieriger Fall bin.


    Andererseits..ist man das, wenn man ein normales beschäftigtes Leben führen kann und aber vielleicht Phasen hat, wo man sich mehr anstrengen muss und sich durchkämpfen muss?


    Für "Gesunde" ist das ja auch oft so...


    Ich habe nur seit ich die Krankheit habe ein größeres Spektrum an psychisch schlecht fühlen und habe das Gefühl, ich bin dadurch empfindlicher geworden.


    Ok..ich drifte ab... ;-D

    Zitat

    Andererseits..ist man das, wenn man ein normales beschäftigtes Leben führen kann und aber vielleicht Phasen hat, wo man sich mehr anstrengen muss und sich durchkämpfen muss?


    Für "Gesunde" ist das ja auch oft so...


    Ich habe nur seit ich die Krankheit habe ein größeres Spektrum an psychisch schlecht fühlen und habe das Gefühl, ich bin dadurch empfindlicher geworden.

    Du bist mit dem Gedanken nicht allein.


    Das wollte ich dir nur mitteilen. Ich habe mich das auch schon gefragt. Zumal ich ja mehr Zeit MIT Schilddrüsenunterfunktion lebe als ohne. (bin 27 und nehm schon fast 20 Jahre Tabletten deswegen)


    Ich habe mich oft gefragt, ob das nun normal ist, oder ich einfach nur ein Tief hab...Das MUSS ja normal sein... 13 Stunden schlafen... ich bin halt einfach faul.


    Das war mein gedankengang.


    Aber in den letzten 2 Jahren hat sich einiges getan bei mir. Ich bekam einen Vitamin D Mangel attestiert, und meine Dosis wurde erhöht und...ich fühle mich besser denn je.


    Ich fühle mich jetzt nicht mehr wie 50...Klar schlaf ich immernoch gerne und ich frag mich auch, ob ich das Schlafen weniger genießen würde, wenn ich nicht 20 Jahre schon rumlaborieren würde...wenn ich einfach "gesund" wäre.


    Aber das werde ich nie erfahren.


    Ich hoffe wirklich für dich, dass du den richtigen Weg noch findest! Sei es eine exotische Dosis, oder, was Zwack erwähnte, und was man hoffentlich behandeln kann....

    Danke Xirain!


    Und schön, dass es Dir besser geht. Ich wünsche Dir dass das so bleibt bzw es noch weiter aufwärts geht.


    Und ja, diese Überlegungen wie es oder man selbst wäre, wenn man SD-gesund wäre...aber es bringt wirklich nichts darüber zu grübeln.


    Ich hatte schon genug Phasen, da war Hashimoto wirklich kein Thema für mich. Und die kleinen Symptomchen habe ich dann einfach nicht weiter beachtet oder eben gedacht "is halt so". Aber da mich die Dosis und das Befinden jetzt echt schon lange beschäftigt, weiß ich auch nicht mehr so richtig, wie ich mich denn normal fühlen "soll".


    Ich werde einfach jetzt mal richtig in die Feineinstellung gehen, Werte beobachten, alles aufschreiben und nebenbei gucken, dass ich gut zu mir bin. Nicht so streng sein und erwarten, dass ich mich immer toll fühlen muss und gut drauf sein muss und mir alles leicht fallen muss. Das erwarten SD-Gesunde auch nicht von sich. Ich stress mich damit noch zusätzlich.

    @ Zwack:

    Habe ich schonmal davon gehört. Ich muss sowieso mal einen Arzt finden, der sich zumindest halbwegs auskennt und auch einfühlsam auf Beschwerden eingeht. (nicht den klassischen "Werte sind im Normbereich, die Beschwerden können nicht von Hashimoto kommen"-Doktor..).


    Ich werde dranbleiben und genau überwachen, bei welchen Werten es mir wie geht und hoffen, dass ich wieder mal eine längere Stabilität erreichen kann.


    Und die schlechten Phasen einfach aussitzen. Augen zu und durch. Es geht ja immer wieder vorbei und vielleicht lerne ich ja auch, irgendwann besser damit umzugehen bzw mich nicht zusätzlich durch eigene Anspürche unter Druck zu setzen.


    Danke Dir jedenfalls für Deinen Input! Du bist ja wirklich einer der absoluten SD-Experten hier und ich finde es toll, dass Du es nie leid wirst, hier auf Fragen einzugehen. @:)

    @ Xirain:

    Auch Dir nochmals vielen Dank für all Deine Ansätze und Tipps! @:)

    Zitat

    wenn man das so gut wie nicht feststellen kann, wie kam es bei Dir raus? Bzw was veranlasste einen Arzt die Suppressionsszintigraphie zu machen? Und v.a. was kann man dagegen tun?

    Ich bin in regelmäßigen Abständen bei meinem SD-Arzt aufgetaucht und habe gesagt "So geht es nicht weiter". Ärzte neigen dazu anzunehmen, dass seltene Erkrankungen in ihrer Praxis selten bis nie auftauchen. Da braucht man als Patient einfach einen langen Atem. Was man dagegen tun kann? Radiojodtherapie.

    Zitat

    Denkst Du, das könnte bei mir der Fall sein wegen der Schwankungen (sowohl TSH als auch Befinden?).


    Könnte es nicht auch sein, dass die TSH-Schwankungen durch Schübe kommen, genauso wie meine Abstürze im Befinden. Und derzeit vielleicht zusätzlich auch, weil ich seit Ewigkeiten Dosishopping gemacht habe? ":/

    Ich habe mich da eher durch Deinen 9-jährigen Leidensweg beeindrucken lassen. "Denken" hieße in diesem Zusammenhang nur würfeln. Das bringt niemanden weiter. Ein Patient darf ja berechtigterweise fragen, "wenn nicht Erkrankung X, was dann?" Wenn man den Arzt dazu bringt, die Patientenakte von vorn bis hinten in einem Zug zu lesen, kann das schon die halbe Miete sein, und nach 9 Jahren darf man als Patient ja mal bescheiden fragen, ob vielleicht etwas Zusätzliches dahinter stecken könnte.

    @ Zwack:

    Und hat Dir die RJT geholfen, also richtig?


    Angenommen ich hätte eine solche Autonomie, müsste ich dann nicht eher ständig eine sehr niedrigen TSH und hohe freie Werte haben? Und dann ganz klassische ÜF-Symptome?

    1. Ja, nach 2x RJT ähnelt die Rest-SD einem toten Hund.


    2. Es kommt wie immer auf den Grad der Erkrankung an. Dein TSH lag am 4.12.2017 auf der Normuntergrenze, Dein fT3 bei 25 % und Dein fT4 bei 60%. Wenn Du Jodid meidest, können die autonomen Zellen nichts produzieren - die gesunden Zellen werden mit LT von außen versorgt; wenn Du weniger gut aufpaßt, landest Du in einer ÜF. Wohlgemerkt: Ich sage nicht, dass Du an einer disseminierten SD-Autonomie leidest. Es scheint mir, dass Du keinen roten Faden findest, an dem Du Dich orientieren könntest. Das "normale" Hashi-Muster wechselt ja meistens von relativ gut eingestellter SD zu einem zeitlich begrenzten Entzündungsschub. Deinen Äußerungen entnehme ich, dass Du Dich selbst in diesem Schema nicht wiederfindest. In solchen Fällen denke ich oft an gleichzeitiges Vorhandensein von Pest und Cholera. Es gibt auf diesem Gebiet viele mögliche Gründe für unkonventionelle Krankheitsverläufe. Nur nebenbei gesagt: Ein sehr, sehr geringer Teil erkrankter SD läßt sich trotz aller Mühe nicht richtig einstellen. Solltest Du in diese Gruppe fallen, würdest Du sicher darüber nachzudenken haben, ob Du Dich von Deiner SD nicht besser trennst.