Hashimoto: Umwandlungsstörung oder aufgebende Schilddrüse?

    Liebe Forenmitglieder, erst mal zu meiner Person: Bin 50 Jahre, männlich 180 cm groß und normal gewichtig (83kg).


    Vor ca. 2 Jahre wurde bei mir Hashimoto festgestellt und bin seitdem in der L-Thyroxin


    Einstellung.


    Nach vielem hin und her ,Rauf-Runterdosierungen und unterschiedlichen Meinungen der Ärzte (Endo, Nuk, Hausarzt und KH), bin ich derzeit derzeit in Absprache mit meinem Hausarzt, bei 106,5 µg.


    Was ich nicht verstehe ist, wenn ich die Dosis erhöhe, der TSH, aber auch ft4 und ft3 nach unten gehen.


    Beispiel:


    L-Thyroxin 100 für ein halbes Jahr eingenommen.


    Werte vom Juni 2014


    TSH 2,17 (0,27-4,2)


    ft3 3.13 (2,0-4,4) 47%


    ft4 1,39 (0,9-2,0) 44,5%


    Dann auf L-Thyroxin 106,5µg erhöht und für 8 Wochen eingenommen.


    Selbes Labor.


    Werte vom August 2014


    TSH 0,71


    ft3 2,74 31%


    ft4 1,37 42,7%


    Ähnliche Werte hatte ich mit 75 und 88µg. Werte ft3 nie über 50%.


    Fühle mich immer irgendwie in Unterfunktion, also nicht besonders gut.


    Gehe meiner Arbeit nach, läuft aber alles auf der letzten Rille.


    Das einzige mal das mein ft3 bei 75% lag, war am Anfang der Einstellung und da


    war ich dann in einer latenten Überfunktion, mit 150% ft4.


    Letzte Schilddrüsenkontrolle war im Januar 2014.


    Kein Hinweis auf autonome Gebiete oder disseminierte Autonomie.


    Normale Form, Lage und größe der Schilddrüse.


    Unauffällige Echostruktur.


    Umwandlungsstörung oder einfach nur eine den Geist aufgebende Hashi- Schilddrüse!??


    Danke im voraus für Antworten.


    louisZ

  • 11 Antworten

    zwack44...


    Nach längerem rechechieren hier im Forum, kann ich mir glaube ich, meine Frage selbst


    beantworten.


    Da einige Forenmitglieder gleiche Konstellationen haben und "ZWACK44" diese sehr


    gut erläutert, werde ich meine Dosis nach oben anpassen (auf 112 microgramm) und


    meinen HA in 2 Wo. davon informieren (ist im Urlaub).


    Sollten sich die freien Werte nicht vernünftig nach oben bewegen, werde ich meinen HA


    evtl. auf Thybon ansprechen.


    louisZ

    Naja, und vergiß nicht, dass es sich ja immer nur um Momentaufnahmen handelt. Während der Hashi-Schübe gehen SD-Zellen unter und setzen das in ihnen gespeicherte SD-Hormon frei - das ist natürlich etwas anderes als vor oder nach dem Schub.

    danke zwack44 für die Antwort.


    Ja das ist leider ein Problem bei Hashi, das man sich öfters mit der Dosierung auseinander


    setzen muß und ich leider bis heute nicht(noch nicht!) weiss, ob ein ft3 im oberen Drittel,


    die eine oder andere Symtomatik verschwinden lässt. ???

    Das kann man nur ausprobieren. Wer schon einmal einen großen Teil der Normbereiche überstrichen hat, weiß, dass man sich nicht bei jedem Hormonspiegel gleich gut fühlt. Daraus leite ich ab, dass man sich auch zufälligerweise bei Hormonspiegeln wohlfühlen könnte, die man noch nie versucht hat.

    Zitat

    Das kann man nur ausprobieren. Wer schon einmal einen großen Teil der Normbereiche überstrichen hat, weiß, dass man sich nicht bei jedem Hormonspiegel gleich gut fühlt. Daraus leite ich ab, dass man sich auch zufälligerweise bei Hormonspiegeln wohlfühlen könnte, die man noch nie versucht hat.

    Das ist allerdings auch nicht allgemeingültig. Manch einer Fühlt sich bei TSH Werten von 0,001 – 15 und allem dazwischen vollkommen gleich.


    Was Werte und Befinden angeht reagiert jeder vollkommen unterschiedlich

    ja zwack44, Deiner Aussage kann man nur zustimmen.


    Was mich doch teilweise sehr wundert, ist das bei steigender Thyroxingabe, die ft Werte


    bisher nicht relevant nach Oben gegangen sind.


    Das Allgemeinbefinden sich bei Dosissteigerung erst verbesert, um sich dann wieder auf den


    Ausgangslevel der niedrigeren Dosis einzupendeln.


    Als ob der Körper signalisiert, nee das ist es noch nicht.


    Kenne jemanden der Morbus Basedow hat.


    Bei dem ist der ft4 bei 15% und ft3 bei 65%. Der fühlt sich relativ gut, hat nur das Problem


    mit leichten Muskelkrämpfen nach dem Sport.

    Die von Dir bei der LT-Dosierung beobachteten Phänomene sind nicht außergewöhnlich. Die SD reduziert bei LT-Zufuhr von außen ihre Hormonproduktion, so dass nach einer Besserung tatsächlich wieder eine Verschlechterung des Befindens eintreten kann. Das ist dann ein Zeichen, dass die LT-Dosis weiter gesteigert werden kann, was natürlich von ärztlichen Kontrolluntersuchungen (jeweils ab 6 Wochen nach der letzten Dosisänderung) begleitet werden soll.

    okay Zwack44!


    Werde mal schauen wie weit ich die LT-Dosis in den kommenden Monaten steigern kann.


    Bin gespannt ob sich die ft Werte dann mal ins obere Drittel bewegen lassen, oder


    ich wieder in eine latente Überfunktion gerate.


    Meine Frage wäre dann immer noch, ob nicht eine Umwandlungsstörung vorliegen könnte.


    Kann mich diesbezüglich aber evtl. auch irren und einfach nur im Kopf festgefahren sein.


    Der ft3 müsste dazu wohl noch viel weiter weg vom ft4 sein, um von einer U-Störung zu


    sprechen...!?

    Zitat

    Der ft3 müsste dazu wohl noch viel weiter weg vom ft4 sein, um von einer U-Störung zu sprechen...!?

    Ja.


    Solange Du in einer latenten ÜF leben würdest und es Dir dabei gut


    ginge, wäre das ja noch kein Drama. Die Internisten warnen zwar vor erniedrigtem TSH, wohl aus Sorge vor Herz/Kreislauf-Beschwerden und Osteoporose (dabei ist das TSH "nur" das SD-Steuerhormon), aber ich selbst hatte auch schon erniedrigten TSH und mir ist es dabei sehr gut gegangen. Mein SD-Prof war der Meinung, wenn Beschwerden auftreten würden, könne man die LT-Dosis ja immer noch reduzieren.

    Ergänzungssenf (oder stand es schon irgendwo ?) – morgens vor der Blutentnahme das Thyroxin nicht nehmen, erst danach, sonst hat man (falsch) hohe fT4-Werte weil die ganzen Hormone noch im Blut rumschwimmen und noch nicht da sind wo sie hingehören

    Zitat

    Mein SD-Prof war der Meinung, wenn Beschwerden auftreten würden, könne man die LT-Dosis ja immer noch reduzieren.

    Die Meinung ist gut und würde es bergüßen wenn die behandelnden Ärzte nicht immer


    auf die Normwerte verweisen würden.


    Normwerte= dem Patienten geht es gut ":/


    Man muß immer erst Überzeugungsarbeit leisten.


    zu silbermondauge...


    Die BE's wurden selbsverständlich morgens und nüchtern


    (keine ft4 Einnahme)vorgenommen.


    Trotzdem Danke für den Hinweis.