L-Thyroxin – Vit. D Einnahme

    Hallo,


    ich bin seit zehn Jahren wegen einer Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto) auf die tägliche Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) angewiesen und bis jetzt ging auch alles gut. Meine Schilddrüsen Werte waren stabil und im Zusammenhang mit der eingenommenen Dosis immer nachvollziehbar. Seit sechs Wochen nun nehme ich wegen eines entdeckten Vit. D-Defizits täglich 1.000 IE Colecalciferol (Vigantoletten). Obwohl sich weder an meiner Ernährung noch an der Dosis des Hormons etwas geändert hat, und ich auch keine anderen Medikamente einnehme, stieg mein TSH von einem Wert von 0,900µIU/ml (0,300-3,600) auf 1,600µIU/ml, was einfach für mich zu hoch ist bzw. für eine Verminderung des Hormonangebots für den Körper spricht, trotz Beibehaltung der bisherigen Dosis. Was mich interessieren würde, ist, ob es verlässliche Hinweise für eine Beeinflussung des TSH-Werts durch die Einnahme von Vit. D gibt bzw. eine solche Beeinflussung Fachleuten bekannt ist, und wie man ihr am besten begegnet: durch Erhöhung der Hormondosis, durch Verlängerung des Intervals zwischen Einnahme des Hormons und der Einnahme des Vit. D? Bisher hatte ich etwa drei Stunden zwischengeschaltet, doch es reicht offensichtlich nicht, wie man sieht – oder geht es womöglich überhaupt gar nicht um den zeitlichen Abstand. Man hört vieles zu diesem Thema, doch ist die Kompetenz nicht immer überzeugend.


    Mit Dank im Voraus,


    Reader

  • 4 Antworten

    Wenn Du ein Vitamin D-Defizit hast, wirst Du mit diesen Vigantoletten nicht weit kommen (entspricht etwa der Erhaltungsdosis). Normaler wäre Dekristol 20.000 je einmal wöchentlich. Denkanstoß in andere Richtung: Ist nicht möglich, dass Deine SD wieder einmal etwas geschrumpft ist und die LT-Dosis nachjustiert werden müßte? Das TSH ändert sich manchmal, auch im Laufe eines Tages, ohne dass das einen Krankheitswert signalisiert. Der "Sprung" ist ja nicht gerade atemberaubend. Werden Deine freien Hormonwerte eigentlich mitbestimmt? Wie groß ist Deine SD und wie hoch Deine LT-Dosis? Das Wichtigste: Wie ist Dein Befinden?

    Hallo Zwack44,


    danke für deine Antwort. Ich war unterwegs und bin auch sonst nicht "online". Also erst heute meine Antwort: Was die Dosis des Vit. D3 betrifft – eine Dosis, die jemand schon als "Baby"-Dosis bezeichnete – so wollte ich erst sicher gehen, dass meine Nieren mit dem Vitamin und mit der Erhöhung des Calciums im Blut klarkommen. Meine Nierenwerte sind zwar in der Norm, aber doch hart an der Grenze. Meinen Arzt scheint das nicht zu stören, aber mich. Er hat mir tatsächlich auch "Dekristol" 20.000 verschrieben, und zwar die ersten 7 Tage täglich und dann einmal wöchentlich.


    In der nächsten Woche werden die Werte wieder bestimmt und ich bin gespannt, wie das Calcium, das Phosphat und die Nierenwerte sind. Das Vit. D3 interessiert mich nicht sonderlich, einfach weil ich bei dieser Dosis und Zeitspanne kaum eine Änderung erwarte. Sollten die anderen Werte in Ordnung sein, werde ich dann mit der Höhe der Dosis ernst machen.


    Zur Schilddrüse: Als die Vit. D3 Hypovitaminose am 05.06. entdeckt wurde, hatte ich ein TSH von 0,900µIU/ml (0,300-3,600), fT3 47,8%, fT4 55,5%. Nach vier Wochen unter derselben L-Thyroxin Einnahme aber jetzt dazu noch die 1.000 IE Vit. D3 war mein TSH auf 1,600 gestiegen und von den freien Hormonen hatte sich nur das fT3 von 47,8% auf 39,1% verringert. Also nicht nur eine Verringerung des TSH, sondern auch des fT3. Ich muss allerdings sagen, dass ich mich seit vielen Jahren ziemlich gut fühle, und dass in dieser Zeit weder die Höhe der Dosis verändert habe noch mein TSH oder die anderen Werte auffällig verändert hätten, außer minimale vorübergehende Schwankungen. Was das Schrumpfen der Schilddrüse betrifft, so kann man das natürlich nicht ausschliessen, doch dass das Schrumpfen der Schilddrüse ausgerechnet in den vier Wochen eingesetzt haben soll, in denen ich mit dem Vit. D3 Einnahme anfing erscheint mir unwahrscheinlich. Die Schilddrüsenlappen sind 6ml und 5ml groß oder klein.


    Wir werden sehen was sich ergibt. Meine ursprüngliche Frage, warum die Einnahme des Vit. D3 mit der Erhöhung des TSH zusammenfiel, und ob da ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist bis heute nicht beantwortet. Liegt's daran, dass ich in diesen vier Wochen das Vit. D3 zeitlich zu dicht nach dem Hormon einnahm?. Wir werden sehen.


    Mit FG, Reader

    Wohl besser: "Also nicht nur eine Erhöhung des TSH, sondern auch ..."


    Das SD-Volumen eines männlichen Erwachsenen liegt in der Regel bei 15-25 ml. Aber solange Deine SD-Parameter so passabel aussehen, sehe ich keinen Grund, sich Gedanken zu machen.